Sonntag, 17. November 2013

Julián Ayesta - Helena oder das Meer des Sommers

Beschreibung auf dem Buchrücken:
Helena, die ihm von den sonnenwarmen Brombeeren die Hälfte abgibt. Helena, die sich mit ihm in die Wellen stürzt. Helena, die ihm ansieht, lange, sehr lange...
Ein kleiner Roman über das Glück einer Kindheit. Und die zarte Geschichte einer ersten Liebe.

Details:
Taschenbuch: 112 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423134712
ISBN-13: 978-3423134712
Originaltitel: Helena o el mar de verano
Größe: 18,8 x 12 x 1,2 cm

Eigene Meinung:
Eigentlich bin ich immer offen für unbekannte Bücher, gerade wenn es auch noch um Kindheitserfahrungen in anderen Ländern geht. Da das Buch schon lange in meinem Bücherregal schlummert, dachte ich mir, ein kleines Buch gegen den Herbstblues tut mal ganz gut. 
Ich muss das Buch mal "von hinten" aufrollen und mit dem Nachwort beginnen.
Im Nachwort von Antonio Pau zu diesem Buch steht: "Dieses Buch ist nicht für den oberflächlichen Leser geschrieben, sondern für den Eingeweihten, der darin, in seiner Kürze, ein Kunstwerk erkennen kann, überschäumend vor Emotion, Kraft und Zarthart." 
Da ich mich selber nicht als oberflächlichen Leser empfinde und das Buch aber leider trotzdem nicht für mich zu durchdringen war, finde ich es eigentlich schade, weil mich der Klappentext wirklich ansprach. 
Leider war für mich die sprachliche Umsetzung von Julián Ayesta wirklich fragwürdig (wobei das aber auch an der Übersetzung gelegen haben könnte). 
Die einzelnen Textelemente ergaben für mich leider auch keinen Zusammenhang, obwohl ich das Buch nacheinander gelesen habe. Ähnlich erging es mir auch mit den einzelnen Textabschnitten, bei denen ich auch keinen Zusammenhang sehen konnte. 
Schade - viel erwartet, aber leider nichts bekommen.
Leider muss ich von dem Buch wirklich abraten - den Lesetipp (der auf dem Buch aufgeklebt wurde) kann ich leider gar nicht zustimmen.

Fazit:
Das Buch trägt zwar einen schönen Titel, aber leider ist es inhaltlich gar nicht mein Geschmack. Das Buch ist wirklich nur etwas für Eingeweihte - zu denen ich aber leider nicht gehöre und deswegen spricht mich das Buch gar nicht an.

Dafür gibt es 1 Rose:

Nachtrag zur Rezension:
Ich versuche es nochmal anders:
Also das Buch ist in einzelnen Abschnitte aufgeteilt, die eigentlich nacheinander gelesen eine Sinn ergeben müssten. Ist zumindest in den meisten Büchern so. Nur leider nehmen die einzelnen Abschnitte keinen Bezug aufeinander - ich sehe in den einzelnen Geschichten keinen Zusammenhang. Leider gestaltet sich das innerhalb der Geschichten auch nicht anders - durch die sprachliche Überhöhung ist der Text wirklich schwer zu durchdringen.
Sprachlich ist der Buch auch ziemlich überhöht, ich musste bei manchen Stellen wirklich erstmal googlen und fand dann auch nur etwas kryptische Aussagen zu traditionellen Festen, die aber eigentlich nicht mehr gefeiert werden. Die Stilistik ist auch etwas seltsam - was aber eben auch an der Übersetzung liegen könnte. Es sind zwar ganze Sätze, aber die sind so ineinander verschachtelt, dass man die Sätze teilweise mehrfach lesen muss.
Deswegen ist meine Rezension auch so seltsam - weil ich das Buch selber als seltsam empfunden habe. :S

1 Kommentar:

  1. Ja ging mir kaum anders mit dem Buch, irgendwie undurchschaubar, voll katholischer Schuldreflexe und mit einer gewissen Verachtung für die Frauen geschrieben, lese ich da bei mir. :)

    Ist lang her das ich es gelesen habe.
    Es gab da einzelne Szenen im Buch, in welchen der Autor es schafft so etwas wie Zeitlosigkeit zu transportieren, und ein wenig bittersüße Jugendromantik mit Helena (am Strand?) aber im größeren ganzen, kein Buch das ich weiter empfehlen wollte.

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