Samstag, 23. April 2016

[Reihen-Rezension] Christian Sprang / Matthias Nölke ~ Aus die Maus (Band 1) + Wir sind unfassbar (Band 2)


Band 1: Aus die Maus ~ Ungewöhnliche Todesanzeigen
Klappentext:
Todesanzeigen üben auf viele Menschen eine ungeheure Faszination aus. Ihre Lektüre erlaubt nicht nur den Abgleich mit den eigenen Lebensdaten, sie vermittelt mitunter auch ungewöhnliche und unterhaltsame Einblicke in das Leben der anderen.

Als Student hat Christian Sprang, heute Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, begonnen, Todesanzeigen zu sammeln. Was als Spaß in einer Wohngemeinschaft begann, entwickelte sich zu einem ungewöhnlichen Hobby. Schnell begannen Freunde und Bekannte, ihm eigene Fundstücke zu schicken. So entstand mit den Jahren eine inzwischen mehr als tausend Anzeigen umfassende Sammlung. 

Die Auswahl in diesem Buch reicht von Selbstanzeigen (»Ich bin dann mal weg« oder »Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit«), nachträglichen Klarstellungen (»Er hatte Vorfahrt« oder »Scheiß Motorrad«), Rätselhaftem (»Ein Gänseblümchen macht für immer Bubu«) über Hassanzeigen (»Jetzt wird gefeiert!« oder »Zum Tod von Dr. Volker P. fällt mir nur ein Wort ein: Danke! Ein Patient«) und letzte Grüße (»He Uli, es war schön mit dir«) bis zu überraschenden Motti (»Ein letztes Zapp-Zerapp« oder »s’is Feierobnd«).

Details:
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: KiWi-Taschenbuch; Auflage: Originalausgabe (19. August 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462041576
ISBN-13: 978-3462041576
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 1,5 x 19 cm

Eigene Meinung:
Ich habe das Buch gekauft, weil ich den Titel einfach lustig fand und mir dachte, das Thema mal auf eine witzige Art anzugehen, ist vielleicht nicht so schlecht, weil der Tod an sich ja eigentlich kein Thema zum Lachen ist. 
In 17 Themenkategorien sind Todesanzeigen zusammengefasst, die zwar schon in die Kategorien passen, aber leider trotzdem recht weit gefasst sind. Zu den Todesanzeigen wird auch immer ein kleiner einleitender Text geschrieben, der manchmal leider auch etwas deplatziert wirkt.
Das ungewöhliche Hobby der Autoren hat sich zu einem ungewöhnlichen Buch entwickelt, aber der Humor ist ja immer so unterschiedlich wie die Menschen und deswegen ist es auch nicht möglich, den Humor aller zu treffen. 
Wirklich viel zum Lesen ist es auch nicht, weil die Autoren die Anzeigen so abdrucken, wie sie auch erschienen sind und deswegen die Texte fast nur aus dem Todesanzeigen bestehen.
Natürlich bestehen manche Sachen auch im Wortwitz und man kann man lächeln, aber mehr ergab sich leider beim Lesen nicht.

Fazit:
Band 1 "Aus die Maus" fasst ungewöhnliche Todesanzeigen zusammen, aber leider trifft es nicht wirklich den Humor, den man eigentlich erwartet. Vielleicht geht auch einfach in dem Moment der Humor zwischen Autoren und Leser recht weit auseinander, was immer mal passieren kann.

Dafür gibt es 3 Rosen:


Band 2: Wir sind unfassbar - Neue ungewöhnliche Todesanzeigen (Aus die Maus 2)
Klappentext:
»Und am Anfang war er so beliebt!«

»Aus die Maus« hat alle überrascht: Hunderttausende haben über die ungewöhnlichen Todesanzeigen gestaunt, gelacht und den Kopf geschüttelt. Jetzt erscheint der zweite Band – diesmal mit vielen Fundstücken von Lesern.

Christian Sprang und Matthias Nöllke haben eine geheime Leidenschaft öffentlich gemacht: Nach der Veröffentlichung von »Aus die Maus« haben sich Hunderte Leser gemeldet. Fast alle haben Anzeigen mitgeschickt, sowohl Meisterwerke aus lange bestehenden Privatsammlungen als auch frische Fundstücke aus der Tagespresse. Für ihr neues Buch konnten die Autoren deshalb aus einem Fundus von Tausenden ganz besonderer Anzeigen auswählen.

Dabei geht es unter anderem um rätselhafte Todesarten (»Elke ist tot. Sie starb ganz plötzlich. Auf ihrem Herd stand noch frische Spargelsuppe.«), verdiente Mitarbeiter (»Schädlingsbekämpfer Horst L.: Er hat gekämpft und doch verloren.«) und kleine Träume (»Sie wollte morgens aufwachen und tot sein. Ihr letzter Wunsch ist in Erfüllung gegangen.«).

Wie auch immer Freunde und Feinde, Einsame und Geliebte verabschiedet werden: Wenn wir Todesanzeigen lesen, erfahren wir mehr über das Leben.

Details:
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: KiWi-Taschenbuch (23. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462042491
ISBN-13: 978-3462042498
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 1,8 x 19,1 cm

Eigene Meinung:
Band 2 zu den Todesanzeigen von "Aus die Maus" hatte ich zusammen mit Band 1 gekauft, weil ich mir dachte, da kann man beide Bände gleich zusammen lesen. 
Im Gegensatz zu Band 1 war im Band 2 der Humor eher recht zurückgefahren, weil man wirklich traurige Themen verarbeitet wurden und man dann nicht wirklich lachen kann, dann ist das einfach für mich Thema verfehlt, weil es sollte ja eigentlich um lustige Momente gehen.
In 14 Themenkategorien sind Todesanzeigen zusammengefasst, die zwar schon in die Kategorien passen, aber leider trotzdem recht weit gefasst sind. Zu den Todesanzeigen wird auch immer ein kleiner einleitender Text geschrieben, der manchmal leider auch etwas deplatziert wirkt.
Wirklich viel zum Lesen ist es auch nicht, weil die Autoren die Anzeigen so abdrucken, wie sie auch erschienen sind und deswegen die Texte fast nur aus dem Todesanzeigen bestehen.
Im Lesen haben sich auch eher Tränen als Freude ergeben, was ja eigentlich gar nicht beabsichtigt war, weil das Buch ja eigentlich die humoristische Seite zeigen sollte, aber leider kommen manche Anzeigen auch recht unglaubwürdig rüber. 

Fazit:
Keine Frage, das Buch liest sich amüsant und es zeigt auch mal wieder, welche skurrilen Themen man dich so alles in eine Todesanzeige packen kann, aber in diesem Band fanden sich zum Teil wirklich sehr traurige Sachen, bei denen ich dann nicht wirklich lachen konnte und das verdirbt dann schon etwas das Lesevergnügen, weil man aus den Todesanzeigen wirklich keine humorvollen Untertöne lesen konnte und leider sind sie zum Teil auch recht unglaubwürdig.

Dafür gibt es 3 Rosen:

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