Donnerstag, 21. Juli 2016

[Blogtour] „Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume“ von Manu Wirtz (Hrsg.) ~ Tag 2: Freiheit

Hallo ihr Lieben,

herzlich willkommen zum 2. Tag der Blogtour zu „Die Löffel-Liste: 13 bunte Lebensträume“ von Manu Wirtz (Hrsg.) und ich habe heute das Thema Freiheit für euch. :)

~ Freiheit ~

Freiheit (lateinisch libertas) wird in der Regel verstanden als die Möglichkeit, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt in Philosophie, Theologie und Recht der Moderne allgemein einen Zustand der Autonomie eines Subjekts.

- Überblick -

Der philosophische Freiheitsbegriff befindet sich nicht nur ständig in Diskussion und damit in einem permanenten Wandel, sondern umfasst gleichzeitig psychologische, soziale, kulturelle, religiöse, politische und rechtliche Dimensionen und gehört damit zu den zentralen Begriffen der menschlichen Ideengeschichte.

- Wortauskunft -

Das Wort „Freiheit“ ist als Abstraktum zum Adjektiv „frei“ gebildet, das sich aus dem indogermanischen Wurzelnomen (ig.) *per(e)i- „nahe, bei“ (= „das, was bei mir ist“, das persönliche Eigentum) entwickelt hat. Etymologischen Vermutungen zufolge hat es seine heutige Bedeutung über das germanische *frī-halsa = „jemand, dem sein Hals selbst gehört“, der also über seine Person selbst verfügen kann, erhalten. Ebenfalls aus der indogermanischen Wurzel lässt sich herleiten, dass jemand, der frei ist, zu einer Gemeinschaft von einander Nahestehenden und Gleichberechtigten gehört, zwischen denen ein friedlicher Zustand herrscht und die diesen inneren Frieden gemeinsam gegen Übergriffe von Dritten verteidigen. Somit wäre „Freiheit“ als Rechtsstatus immer relativ zu einer Gruppe und an die Bereiche, in denen diese normative Herrschaft ausübt, gebunden.

- Unterscheidungen -

Am grundlegenden Begriff der Freiheit können zahlreiche Aspekte unterschieden und separat behandelt werden. Für philosophische und politische Debatten stellt die Unterscheidung oder Nichtunterscheidung oft ein Problem oder eine bewusst eingesetzte Strategie dar. Die Freiheit, sich für oder gegen eine Handlung entscheiden zu können, und ihre Beschränkung durch Regeln sowie durch Entscheidungen, Ansprüche, Interessen oder Handlungen anderer sind eng mit der Frage der Legitimität des eigenen Handelns und des Beschränkens fremden Handelns verbunden.

- Wollen und Handeln - 

In der abendländischen Rechtstradition ist der Begriff der Handlungsfreiheit zentral: Das Handeln einer Person gilt als frei, wenn es demWillen dieser Person entspricht. Die Handlungsfreiheit kann von äußeren Umständen wie Zwang durch Andere beschränkt oder aufgehoben werden. Sie kann aber auch von inneren – in der handelnden Person selbst liegenden – Umständen wie etwa einer körperlichen Lähmung oder einer psychischen Erkrankung beeinträchtigt werden. Rechtliche Probleme ergeben sich, wenn eine Person zwar einen „natürlichen Willen“ hat, aber Grund zur Annahme besteht, dass dieser sich wegen einer psychischen Störung von dem mutmaßlichen „freien“ Willen unterscheidet, den sie ohne die Störung hätte.

Die Frage, ob der Wille des Menschen prinzipiell frei oder als Kausalereignis von der Natur determiniert ist, ist Gegenstand der seit langem andauernden philosophischen Debatte über die Willensfreiheit (siehe Geschichte des Freien Willens und Praktische Freiheit). Dabei werden die äußere Natur, die naturgegebenen Interessen der Handelnden und durch gezielte oder ungezielte Beeinflussung hervorgerufene Wünsche und Absichten in verschiedene Verhältnisse zum tatsächlichen Handeln gestellt. Zum einen wird die Frage untersucht, ob das menschliche Wollen und Handeln ganz oder zum Teil naturgesetzlich vorherbestimmt sind, und also damit heteronom, oder ob sie spontan oderautonom sind. Zum anderen ist vor allem die Frage der Verantwortung für das Handeln bedeutend. Diese beiden Fragen, ob der Wille das Handeln bestimmt oder auch nur bestimmen kann, und unter welchen Voraussetzungen eine Person ethisch verantwortlich ist, werden zunehmend unabhängig voneinander behandelt.

- Freiheit in der Gemeinschaft - 

Ebenfalls von rechtlicher, politischer und philosophischer Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen positiver und negativer Freiheit, die sich nur zum Teil mit der Unterscheidung von inneren und äußern Beschränkungen der Handlungsfreiheit deckt. Sie ist vor allem sozialphilosophisch aufgeladen. Die Unterscheidung findet sich schon bei Aristoteles, sie ist aber über die Tradition von Thomas Hobbes und Immanuel Kant zentrales Element des Liberalismus auch im 20. Jahrhundert geworden, dessen Hauptanliegen politische Selbstbestimmung, Schutz des Individuums und Freiheit des Wirtschaftshandelns (als Voraussetzung eines allgemeinen Wohlstandszuwachses und einer daraus resultierenden erweiterten Handlungsfähigkeit) sind. Negative Freiheit (Freiheit von etwas) bezeichnet einen Zustand, in dem keine von der Regierung, der Gesellschaft oder anderen Menschen ausgehenden Zwänge ein Verhalten erschweren oder verhindern; Positive Freiheit (Freiheit zu etwas) bezeichnet die Möglichkeit der Selbstverwirklichung, insbesondere der demokratischen Selbstregierung einer Gemeinschaft. Einige Sozialwissenstheoretiker, wie Ralf Dahrendorf lehnen diese Begriffe von Freiheit ab und vertreten stattdessen das Konzept einer einzigen sozialen Freiheit. Diese wird definiert als Abwesenheit externer sozialer Beschränkungen und dem Vorhandensein zumindest eines notwendigen Minimums an sozialen Handlungsressourcen.

- Positive und negative Freiheit -

Im Allgemeinen wird auch bürgerlich-rechtlich die positive Freiheit von der negativen unterschieden. Die positive Freiheit (nicht zu verwechseln mit dem Positivismus) meint die Freiheit zu etwas, bspw. das Recht des Bürgers auf Bewegungsfreiheit oder Meinungsfreiheit. Negative Freiheit hingegen bezeichnet die Freiheit von etwas, bspw. von staatlicher Intervention im persönlichem oder künstlerischem Bereich.

- Andere Aspekte -

Individuelle und kollektive Freiheit
Freiheiten von Individuen (z. B. Meinungsfreiheit) und die Freiheit eines Kollektivs (z. B. eines Landes von einer Besatzungsmacht).

Innere und äußere Freiheit
Während äußere Freiheit eine soziale Größe ist und rechtliche, soziale und politische Umstände umfasst, beschreibt innere Freiheit einen Zustand, in dem der Mensch seine eigenen „inneren“ ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Anlagen nutzt und dabei auch von inneren Zwängen wie Trieben, Erwartungen, Gewohnheiten,Rollenmustern, Konventionen, Moralvorstellungen u. Ä. frei ist und stattdessen rational auswählt (Souveränität). Als Schlüssel zur inneren Freiheit versteht man heute vor allem Erziehung und Bildung.

Persönliche Freiheit, souveräne Freiheit und bürgerliche Freiheit
Persönliche (negative) Freiheit bedeutet, dass jemand nicht unter Zwang steht, in seinen Handlungen nicht durch andere eingeschränkt oder bestimmt ist; souveräne (positive) Freiheit heißt, nach freiem Willen handeln und somit über sich selbst und über andere Macht ausüben zu können; mit bürgerlicher Freiheit ist die Teilhabe an gesellschaftlich-politischer Macht gemeint.
Quelle: Wikipedia


~ Bernd Lange ~
Seine Geschichte im Buch ab Seite 66: “Reisen, der ewige Wunsch zu schweben”.

Bernd Lange ist Werbekonzeptioner, Werbetexter und Fachredakteur, lebt in Stuttgart und ist seit über 40 Jahren in der Kommunikationswelt unterwegs. 


~ Carsten Koch ~ 
Seine Geschichte im Buch ab Seite 117: "Löffel in gute Hände abzugeben".

Carsten (vorm. CeKaDo) Koch wurde 1959 in Hannover geboren. Das war ein Jahr mit dem heißesten Sommer und dem besten Wein seit Langem. Was jedoch keine Auswirkungen auf sein wahrhaft turbulentes Leben hatte. Er spricht in seinen Kurzgeschichten, Märchen und lyrischen Texten den Alltag mit einer bissigen und oft sarkastischen Schreibweise an. Satire liegt ihm so sehr im Blut, dass alltägliche Konflikte stets neuen Zündstoff für weitere Geschichten liefern müssen. Zur größten Freude seiner Leser und Zuschauer in Lesungen vergisst Koch dabei nie die Komik und Überraschung. Man nennt ihn auch den „Meister des Kopfkinos“. Gern lässt er sich auch spontan auf die Bühne bitten ist sich keineswegs zu schade, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen.

Häufig kehren sich viele der kleinen Geschichten im letzten Satz noch einmal, zur Verblüffung aller Genießenden, völlig um. Sein Sachbuch für Lesungsneulinge unter den Autoren leistet Hilfestellung rund um Lesungsfragen und erfüllt damit auch den beruflich helfenden Anspruch des Autors, Coaches und Integrationsfachkraft.

Seit Ende der 70er Jahre engagiert er sich ehrenamtlich für soziale Projekte und führt zudem unter der Marke "Erbsenprinz" kostenlose Veranstaltungen im Internet und auf diversen Bühnen durch. Das Konzept der Gemeinschaftslesungen wurde inzwischen erfolgreich in der Region übernommen und der weihnachtliche Hörkalender hat inzwischen deutschlandweites Echo erhalten. 

Hauptberuflich ist Carsten Koch weder Waffenhändler, noch Wissenschaftler, Rechtsanwalt oder Diskjockey, wie viele seiner bei Google zu findenden Namensvettern. Vielmehr ist er langjährig als Integrationsfachkraft und Coach zugunsten benachteiligter Menschen tätig.


~ Gewinnspiel ~
Dieses Mal gibt es wirklich tolle Sachen zu gewinnen. :)

1. Preis – 2 x 1 Print von der Löffel-Liste
2. Preis – 1 Print von Fasanthiola von Ursula Dittmer + kleine Überraschung
3. Preis – 1 Print der Fantasy-Anthologie „Der Laubkönig erzählt“ von Sinje Blumenstein + kleine Überraschung Klänge aus dem Schneckenhaus 
4. Preis – 1 Hörbuch von Maryanne Becker – Klänge aus dem Schneckenhaus
5. Preis – Kaffeebecher mit dem Logo der Krimianthologie der „Mörderischen Schwestern“: „Nix zu verlieren“.

Gewinnspielfrage:

Was ist für euch Freiheit?



Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn.
Das Gewinnspiel endet am 26.7.2016 um 23:59 Uhr.

~ Blogtourfahrplan ~

Tag 1: Die Löffel-Liste (Vorstellung des Projektes und Interview mit Manuela Wirtz) http://richteronweb.de

Tag 2: Freiheit (Bernd Lange + Carsten Koch)

Tag 3: Veränderung (Sinje Blumstein + Meerwert + Pamela Menzel)

Tag 4: Erfüllung (Herr Lydmann + Harald Herrmann)

Tag 5: Liebe (Ursula Dittmer + Anke Höhl-Kayser)

Tag 6: Gerechtigkeit (Maryanne Becker + Marlene Geselle)

Tag 7: Abenteuer (Manu Wirtz + Sylvia Hubele)

Tag 8: Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Alles Liebe,
Katja

Kommentare:

  1. Für mich ist Freiheit: unkontrolliert von anderen; Leben zu dürfen und ohne Pflicht und Zwang etwas von anderen Auferlegt zu bekommen und nicht im Käfig eingesperrt zu sein; leben zu dürfen!!
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  2. Hallo und guten Tag,

    Ja, Freiheit was für ein großes Wort und es hat so viele Bedeutungen und Auslegungen auf unserer Welt.

    Viele Menschen wäre sicherlich froh, wenn sie offen ihre Meinung sagen dürften, was bei uns eigentlich normal und selbstverständlich ist.

    Also die Redefreiheit.

    Danke für den ausführlichen Bericht über die verschiedenen Formen von Freiheit von der Bloggerin Missrose 1989.

    Wie gesagt Freiheit ist eine Sache, die liegt im Auge des Betrachters.

    Und ich persönlich freue mich über meine persönliche Freiheit in der Familie und in meinem Land.

    Ich darf sagen, was ich will und wo ich will und keiner darf mir den Mund verbieten oder mich dafür einsperren, wie in anderen Ländern möglich. Auch bin ich nicht in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt z.B. durch Haus- oder Reiseverbot.

    Ich bin das Geworden was ich bin, weil ich auch hier selber über mich bestimmen durfte....also frei meine Entscheidungen treffen konnte.

    Und so denke habe ich eine gute Freiheit.

    LG..Karin...

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  3. Hallo,
    vielen Dank für den schönen Beitrag.
    Freiheit ist für mich, wenn ich nicht tun muss, was ich nicht will und selbst entscheiden kann, wie ich mein Leben gestalten will. Freiheit ist für mich, wenn ich ohne diesen Zwang(und Druck) leben kann, der ja unser aller Leben bestimmt. Ausserdem bedeutet Freiheit für mich, dass ich so sein kann wie ich bin(ohne daran gehindert zu werden und mich verstellen zu müssen), ohne das mich jemand(für seine Zwecke)versucht zu manipulieren und kontrollieren(wenn ich praktisch Herr meiner eigenen Sinne sein kann).
    LG Sarah

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  4. So leben zu können wie man möchte, das tun zu können, was einem glücklich macht.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  5. Hallo ,

    toller und interessanter Beitrag.
    Freiheit ist für mich :
    - Redefreiheit
    - Bewegungsfreiheit
    - kein Zwang
    - Meinungsfreiheit
    - Selbstbestimmung.
    Ich wünsche Dir schönen Abend :)

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt ( Stern 44)
    margareta.gebhardt@gmx.de

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Hallo!
Ich freue mich über jeden Kommentar, als bitte schreibt gerne etwas. :-)
Egal, ob es Gedanken zu meinem Posts, Anregungen für mich sind oder einfach ein Zeichen ist, dass wir gerade das Gleiche lesen - lasst eurer Fantasie freien Lauf. :-)
Alles Liebe,
Katja