Posts mit dem Label Tanja Bruske werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tanja Bruske werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 22. April 2014

[Das virtuelle Sofa] Heute mit Tanja Bruske

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal auf mein virtuelles Sofa einladen. Und zwar wird es in der nächsten Zeit eine dieser Posts geben, da ich mit einen Autoren gerne ein schönes Interview machen möchte und euch das dann auch gerne präsentieren möchte.

Den Anfang macht eine tolle Autorin und zwar Tanja Bruske, deren Buch "Leuchte" mich wirklich umgehauen hat, weil es einfach mal anderes war, als andere Bücher, die sich mit Zeitreisen beschäftigen.

Hier nochmal der Link zur Rezension:
~*~ Klick ~*~

Und nun zum Interview:

Liebe Tanja, danke, dass du Zeit gefunden hast und heute auf meinem virtuellen Sofa Platz nehmen möchtest.

=== Zum Buch „Leuchte“ ===

Mein erstes Buch von dir war ja die „Leuchte“, die mich wirklich begeistert hat, weil es mal eine andere Art von Geschichte ist, die ja auch wirklich einen historischen Hintergrund hat. Wenn du an die Zeit des Schreibens zurückdenkst, wie empfandest du diese Zeit? Hast du dich teilweise komplett in dieser eigenen Geschichte verloren?

Das geht mir beim Schreiben immer so – irgendwann schaue ich hoch und stelle fest, dass Stunden vergangen sind. Da ich meistens Abends schreibe, kann es dann auch plötzlich drei Uhr nachts sein. Ich habe die Zeit als spannend, aber auch als frustrierend empfunden, weil ich gerne schneller gewesen wäre, aber nicht recht die Zeit zum Schreiben fand. Gerade geht es mir ähnlich mit der Fortsetzung von Leuchte – wenn ich meine Gedanken einfach auf ein Blatt projizieren könnte, wäre ich schon damit fertig. :-)

Für die „Leuchte“ war ja einiges an Recherchearbeit nötig, wie ich mir denken kann. Wie bist du auf die Idee zu dem Buch gekommen und war das für dich schwierig, an alle historischen Fakten heranzukommen?

Bei "Leuchte" war das nicht so schwer; da ich in Marköbel aufgewachsen bin, habe ich vieles schon abrufbereit zu hause gehabt oder kannte Menschen, die ich danach fragen konnte. Außerdem habe ich sehr gute Sekundärliteratur gefunden, vor allem, was die Gerichtsbarkeit in dieser Zeit angeht. Recherchieren gehört ja zu meinem Job als Journalistin, also war das für mich nicht so schwer. Ich habe da eher das Problem, dass ich anfange, mich "totzurecherchieren", also dass ich nicht aufhören kann und irgendwann so viele spannende Details kenne, die ich gar nicht unterbringen kann, ohne die Leser zu langweilen.

Hast du einen persönlichen Liebling in der „Leuchte“?

Jonas Faust natürlich! Ich mag (auch als Leser) solche Figuren, bei denen man nicht recht weiß, woran man ist und die man vielleicht sogar am Anfang gar nicht leiden kann. Falls ein Regisseur das lesen sollte: Für eine Verfilmung wünsche ich mir Florian David Fitz, danke!

=== Zur Autorin Tanja Bruske-Guth ===

Seit wann schreibst du? Gab es einen Moment, in dem du dich bewusst zum Schreiben entschlossen hast oder war das eher ein schleichender Prozess?
Ich habe schon in der Grundschule kleine Geschichten geschrieben und wollte das immer auch beruflich machen. Natürlich träumt jeder Autor davon, von seinen kreativen Ergüssen leben zu können, aber dazu war ich zu realistisch – die meisten Autoren (auch die großen, bekannten), haben noch einen "Brotjob", mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich habe das Glück, dass das bei mir auch das Schreiben ist, eben bei der Zeitung.
Meinen ersten Roman habe ich mit etwa 15 Jahren geschreiben, und es gibt viele angefangene Sachen und Kurzgeschichten, die bei mir herumfliegen. Als der Fantasy-Roman "Das ewige Lied", der nach meinem Studium enstanden ist, veröffentlicht wurde, habe ich beschlossen, beim Schreiben "dran" zu bleiben. Aber eben nur nebenher.

Ist Autorin für dich der schönste Beruf der Welt? Und wenn ja, warum ist er das?

Die drei Dinge, die ich mache – Mutter sein, jeden Tag als Journalistin interessante Menschen zu treffen du ihre Geschichten niederzuschreiben und außerdem meine Fantasien niederzuschreiben und zu wissen, dass es Menschen gibt, die es lesen oder auf der Bühne sehen wollen – das alles zusammen ist für mich der tollste Job der Welt, weil es genau das ist, was mir im Leben am meisten Spaß macht.

Wie sieht dein „Schreiballtag“ aus?

Oh puh, da habe ich gar keinen geregelten Ablauf. Mein "Brotjob" hat keine geregelten Arbeitszeiten, manchmal fange ich um zehn an, manchmal erst um zwei, manchmal bin ich um fünf zuhause, manchmal erst gegen Mitternacht. Und dann habe ich noch meine Familie, die ihr Recht fordert. Ich schreibe also ganz konkret, wenn Zeit dazu ist. Meistens ist das Abends, wenn meine Tochter im Bett ist. Manchmal auch vormittags, wenn ich Spätdienst oder frei habe. Also einen richtigen "Alltag" gibt es da nicht. Ich muss mir aber selbst Deadlines oder Ziele setzen, damit es funktioniert – gerade bei "Maddrax" gibt es Abgabetermine, die ich einhalten muss.

Wo schreibst du am liebsten und wo kommen dir die besten Ideen?

Ich schreibe meine kreativen Sachen immer auf meinem Laptop, und nie am Schreibtisch – entweder liege ich dabei auf der Couch oder ich sitze im Garten auf der Bank. Ideen kommen mir zu den unmöglichsten Momenten, beim Autofahren, unter der Dusche, beim Versuch, einzuschlafen… Es gibt ja die Methode, die Dalí angewendet hat, um seine Ideen zu finden – die besten hat man nämlich oft während des Einschlafens, in diesem Dämmerzustand. So weit wie Dalí, mich selbst immer wieder auzuwecken, bin ich aber noch nicht gegangen – ich hoffe einfach, dass die Ideen am nächsten Morgen noch da sind. Bei guten Ideen funktioniert das.

Wenn du mal eine Schreibblockade hast, wie versuchst du diese zu überwinden?

Oh, das hatte ich noch nicht. Ich habe wohl eher das Gegenteil, denn oft will ich gerne schreiben und habe massig Ideen, komme aber nicht dazu, weil mir etwas dazwischenkommt. Zum Beispiel habe ich häufig das Problem, dass ich loslegen will und dann merke: Oh, da muss ich erst noch ein Detail recherchieren. Das nervt…

Was rätst du Menschen, die selber gerne schreiben wollen und somit am Anfang ihre ersten schriftstellerischen Schritte stehen?

Wovor ich warne, sind Verlage, die Geld von einem Autor haben wollen. Da ist meistens etwas faul. Viele nehmen zwar das Geld (häufig mehrere tausend Euro) und liefern dann auch etwas ab, machen aber null Marketing und lassen den Autos auch sonst hängen. Der Autor bekommt nicht viel vom Verkaufserlös und muss sogar seine eigenen Bücher für viel Geld kaufen, um sie zum Beispiel auf Lesungen anbieten zu können - das ist der eigentliche Hammer. Oft gibt es nicht einmal ein Lektorat. Wer seine Bücher ernsthaft veröffentlichen will sollte so lange suchen, bis er einen Verlag findet, der an ihn glaubt, oder den steinigen Weg des Self Publishing gehen – das bedeutet, dass man sein Werk alleine publiziert, sich eine Druckerei sucht und eben auch das Marketing selbst übernimmt – aber am Ende auch den Gewinn komplett selbst einstreicht. Das ist nicht jedermanns Sache, aber immer noch besser, als viel Geld für etwas zu bezahlen und dann nichts davon zu haben.

=== Tanja mal privat ===

Was für Genre liest du am liebsten oder bist du da nicht so festgelegt?

Ich lese meistens historisches, Thriller, Fantasy und Science Fiction, aber auch Liebesgeschichten und zeitgenössische Literatur, wenn sie mich begeistert.

Hast du einen oder mehrere Lieblingsautoren?

Diana Gabaldon und Terry Pratchett zählen sicher dazu, außerdem Dan Brown und Walter Moers.

Was war dein Traumberuf als Kind?

Seit ich denken kann Journalistin oder Autorin. Meine Mutter erzählt aber, dass ich mit etwa fünf "Krankenärztin und Weltmeisterin" werden wollte.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen, Kino, gute Fernsehserien, im Urlaub tauchen und Ausflüge, die meiner Tochter Spaß machen, wie Zoo, Erlebnispark etc. – ich sehe sie einfach gerne staunen!

Was macht für dich einen „perfekten“ Tag aus? Muss er dann komplett „perfekt“ sein oder machen ihn kleine Sachen erst so richtig perfekt?

Hui, es gibt so viele Sachen, die ich mag, also finde ich das schwer… Dazu kommt: Ist Sommer oder Winter? Wenn es warm ist, muss auf jeden Fall Wasser darin vorkommen. Wenn es kalt ist möchte ich bitte möglichst gar nicht raus. Lesen gehört in beiden Fällen mit auf den Stundenplan. Im Sommer noch ein Eis und im Winter eine gute Kanne Tee… na gut, und auch da ein Eis :-)

Was ist dein ganz persönlicher Traum für die Zukunft, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich würde ja gerne mal eine Woche Schreiburlaub machen – also eine Woche irgendwo hinfahren, wo ich keinen kenne, und dann einfach nur drauflos schreiben, mich durch nichts ablenken lassen, und sehen, wie viel dabei herauskommt. Das wird aber wohl vor allem daran scheitern, dass ich sehr, sehr leicht abzulenken bin…

Ich danke dir, dass du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.

Wenn ihr mehr über Tanja erfahren wollt, dann schaut doch mal auf ihrer Webseite vorbei: http://www.tanjabruske.de/

So, dann danke ich auch allen, die das Interview bis zu Ende gelesen haben. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr seit auch beim nächsten Interview wieder mit dabei.

Alles Liebe,
Katja

Donnerstag, 23. Januar 2014

[Blogtour Station 4] "Leuchte" von Tanja Bruske

Hallo und herzlich Willkommen zur 4. Station unsere Blogtour zur "Leuchte" von Tanja Bruske!

Meine Rezension zum Buch gibt es hier: ~*~ Klick ~*~

Ich möchte euch heute die zwei Hauptprotagonisten Lisa und Doktor Jonas Faust etwas genauer vorstellen. 
Wegen "Ladys first" beginne ich zunächst mit Lisa, ehe ich mich Jonas Faust widme. 

Lisa:

Lisa ist eine 20jährige Studentin, die als Statistin bei Gästeführungen mitwirkt, bei denen die Gäste in die Zeit der französischen Revolutionskriege eintauchen sollen.  
Man merkt Lisa an, dass sie sehr taff ist und ihr Leben im Griff hat. 

Dieses ändert sich aber schlagartig mit dem Auffinden der Leiche und ihrem Erwachen im Jahr 1792. 
Lisa versucht zunächst, eine Erklärung für ihren Aufwachen im Jahr 1792 zu finden, wird aber dabei nicht so richtig fündig, diese erklärt sich erst etwas genauer als sie - mit der Hilfe von Jonas - von der Sage der "Leuchte" erfährt. 
Auch beschäftigt sie das Ableben von Katharina Katz (das war die Leiche, die sie im Wald fand) sehr und würde gerne ihren Mörder finden und damit das Verbrechen aufklären. 
Sie stellt aber sehr schnell fest, das ihr Aufwachen in dieser Zeit und das Verbrechen an Katharina Katz zusammenhängen müssen und dass der Rückweg nicht einfach wird.  Zudem muss sie jemanden ins Vertrauen ziehen, damit sie diese Zeit durchsteht und auch damit sie im Jahr 1792 zurecht kommt. 

Sie vertraut sich Jonas Faust an, der ihr natürlich nicht glaubt und dem sie erst beweisen muss, dass sie wirklich "aus der Zukunft" kommt. Durch ihr Wissen aus Geschichtsbüchern und ihrem Nebenjob als Statistin ist sie aber mit der Chronik der Stadt Marköbel vertraut und schafft es so, Jonas von ihrer Geschichte zu überzeugen. 

Trotz der etwas seltsamen Umstände verliebt sich Lisa in Jonas, was beide auf der einen Seite näher zusammenbringt, aber gleichzeitig auch trennt, denn zwischen ihnen liegen 200 Jahre, die man nicht eben mal so überwinden kann. 

Charakterlich ist Lisa eine Kämfernatur, das merkt man besonders als sie sich mit dem Prozess und dessen Urteil für Hans Seuberlin nicht abfinden will und immer wieder versucht, etwas an dem Verlauf zu ändern. Das sieht man auch daran, dass sie versucht, sie bestmöglich in den Alltag des 18. Jahrhunderts einzufügen und so nicht für unnötige Aufmerksamkeit rund um ihre Person zu schaffen. 
Zudem ist sie sehr offen und neugierig, was ihr bei der Aufklärung des Mordes auf der einen Seite helfen wird, sie aber gleichzeitig in große Gefahr bringt...

Doktor Jonas Faust:

Jonas Faust wirkt zu Beginn der Geschichte und auch noch über eine gewisse Zeit des Buches sehr geheimnisumwogen. Er gibt nicht viel von sich preis, möchte auch scheinbar nichts weiter zu seiner Person sagen. Lisa muss ihn immer wieder locken, aber selbst dann geht er zu Beginn der Geschichte nicht auf ihre Fragen ein. 

Nach meiner Meinung hält Jonas Lisa - nachdem sie ihm von ihrer Geschichte erzählt hat - für verrückt und muss dann erst erkennen, dass sie mehr kann und weiß als es eine "normale" Magd seiner Zeit. In diesem Moment beginnt er ins Wanken zu kommen und am Ende glaubt er ihr auch, dass sie ihn nicht angelogen hat, aber bis zu dieser Erkenntnis braucht es noch einige Zeit. 

Jonas erzählt erst mehr von sich, als sich die Beiden etwas näher kommen, was aber auch Gründe in seiner "Vorgeschichte" hat, immerhin fühlt er sich schuldig am Tod seiner ersten großen Liebe.  
Er wirkt in vielen Momenten auch anteilnahmslos und kalt, aber das ist - nach meinen Beobachtungen - eher eine "Schutzschicht", die er sich im Laufe der Zeit aufgebaut hat. 
Deswegen braucht er auch einige Zeit, ehe er sich seine Zuneigung zu Lisa eingestehen kann. 

Auf der andere Seite ist Jonas Faust ein belesener Mann, der sich immer wieder über die medizinischen Errungenschaften seiner Zeit informiert und versucht, diese auszuprobieren und umzusetzen. Er ist oft in seinem Arbeitszimmer und liest dort die Beobachtungen, die er Lisa bei seinen Patientenbesuchen immer aufschreiben lässt. 
Zudem behandelt er - wenn auch nicht ganz uneingennützig - Patienten, die sich die Behandlung eigentlich gar nicht leisten können. Trotzdem hat er in seinem Dorf einen schweren Stand, da die Leute der Zeit doch eher noch auf Heilkräuter und Hausmittel vertrauen, statt einem Medicus, der studiert hat. 

Charakterlich ist Jonas ein - für seine Zeit - sehr zukunftorientierte Mann, der versucht, alle Möglichkeiten seiner Zeit zu nutzen um den Menschen in seinem Dorf zu helfen. Er zieht sein Ding so durch, wie er es für richtig hält und lässt sich auch nicht aufhalten... 

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Morgen erreicht die Blogtour dann auch leider schon ihre letzte Station auf dem Blog der lieben Verena ~*~ Klick ~*~ :)  Dort werdet ihr tolle Bilder der Orginalschauplätze dieses schönen Buches entdecken. 
Ich hoffe ihr freut euch genauso darauf wie ich :D  

Hier noch die Liste der teilnehmenden Blogs:  
20.1 Elchis Wold of Books  
21.1 Bücherhimmel  
 22.1. Cindys Bücherwelt  
23.1 Missroses Bücherwelt 
24.1 The Bookdealer and more

Natürlich könnt ihr im Rahmen unserer Blogtour auch etwas gewinnen und zwar verlost die Autorin drei signierte Exemplare ihres Buches "Leuchte"!  
Also aufgepasst und mitgemacht: Das ist eure Chance!

  Was ihr tun müsst um zu gewinnen?  
Wir haben uns einen Satz ausgedacht und in den Tourtagen versteckt. Ihr müßt nur die dicken und farbigen Buchstaben finden und diese in die richtige Reinfolge bringen und schon habt ihr den Lösungssatz den ihr unserer Autorin Tanja Bruske dann zu mailt:

 admin@tanjabruske.de


  Sie lost dann persönlich die 3 glücklichen Gewinner aus. In meinem Beitrag müsst ihr 9 Buchstaben finden :) 
Viel Erfolg und ich hoffe euch hat meine kleine Auseinandersetzung mit Lisa und Jonas gefallen :)
 

Alles Liebe,
Katja

Mittwoch, 22. Januar 2014

Tanja Bruske - Leuchte


Klappentext:
Ein Leuchten im Nebel. Ein totes Mädchen im Wald. Eine Marköbler Legende, die es seit Urzeiten gibt. Lisas Leben wird nach einem Autounfall auf den Kopf gestellt. Plötzlich findet sich die Studentin im Jahr 1792 wieder und wird konfrontiert mit dem Frauenmörder aus dem Kinzigtal, einem geheimnisumwobenen Arzt und einem historisch-verbürgten Marköbler Helden. Das sind die Zutaten eines spannenden Thrillers, der geschickt Geschichte und Fiktion verknüpft und sie mit historischen Figuren würzt.Nach einem Autounfall stolpert die Studentin Lisa im nächtlichen Marköbler Wald über eine Frauenleiche und landet unsanft in einem Brunnenschacht. Sie erwacht im Hause des attraktiven Arztes Jonas Faust und im Marköbel des Jahres 1792. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, was geschehen ist: Wie ist es zu der unfreiwilligen Zeitreise gekommen? Wer hat die junge Jüdin Katharina Katz ermordet? Des Rätsels Lösung scheint in der Legende um die geheimnisvolle Marköbler Leuchte zu liegen. Auch Faust, dem Lisa fortan als Magd dient, scheint einiges zu verbergen zu haben. Zudem wird dem mutmaßlichen Mörder der Prozess unter Androhung der Folter gemacht und die französischen Soldaten fallen über das Kinzigtal her - die Stunde des tapferen Schultheißen Johannes Mörschel rückt immer näher. Lisa verfolgt staunend die historischen Ereignisse, doch wird sich wirklich alles so entwickeln, wie sie es aus den Geschichtsbüchern zu kennen glaubt?

Details:
Broschiert: 280 Seiten
Verlag: Mainbook; Auflage: 1 (3. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944124030
ISBN-13: 978-3944124032
Größe: 21 x 14 x 2,2 cm
Teil einer Reihe? - Nein

Eigene Meinung:
Eigentlich bin ich nicht so der Krimileser, aber als ich gefragt wurde, ob ich nicht mal eine Blogtour mitachen wollen würde und ich dann den Klappentext las, dachte ich mir, warum nicht? 
Zumal es ja "ein historischer Mystery-Krimi aus dem Kinzigtal" ist - also kein reiner Krimi.
Und ich habe es nicht bereut, denn die Kombination aus Krimi, Mystery, Liebesgeschichte und Geschichte ist Tanja Bruske sehr gut gelungen. Die Geschichte, die auf einer alten Sage aus ihrer Gegend beruht, ist durchdacht und nimmt einen mit auf eine Zeitreise, die wirklich interessant und spannend ist.

Zu Beginn befindet sich der Leser in der heutigen Zeit und Lisa - einer Studentin, die von ihrem Nebenjob als Statistin einer historischen Stadtführungen kommt - passiert in der Nacht im Wald ein Autounfall. Als sie sich Hilfe suchen will, findet sie eine Frauenleiche im Wald und wird selber angegriffen. Diesen Angriff überlebt sie - findet sich aber im Jahr 1792 wieder. Auf der Suche nach einem Weg zurück in ihre Zeit und nach dem Mörder der Frau im Wald steht ihr der Dorfarzt Doktor Jonas Faust zur Seite, der aber bald mehr wird als nur ihr Arzt und Arbeitgeber...

Die ganze Geschichte erscheint im ersten Moment etwas abgedreht, aber das ist sie ganz und gar nicht. Tanja Bruste versteht es, den Leser in das ganze Geschehen zu führen ohne das man denkt, es ist wahnsinnig unrealistisch. Man beobachtet das Geschehen praktisch von "außen" und ist trotzdem mittendrin. 

Zeitweise hatte ich während des Lesens das Gefühl, dass mir die Seiten geradezu durch die Hände rinnen, weil sich das Buch wirklich gut liest. Es ist zwar detailiert, aber trotzdem nicht langweilig oder langatmig. Die ganze Geschichte und auch das Setting, in das die Geschichte eingebettet ist, lässt einen nicht mehr so richtig los, weil man wissen will, was weiter passiert und ob sich vielleicht aus Momenten heraus ein Verdacht ergeben könnte. 

Trotzdem kam - für mich zumindest - das Ende überraschend, weil es ein Ende nimmt, mit dem man irgendwie nicht rechnet. Ich war auch etwas traurig, als ich das Buch zuklappte, weil ich dann Lisa und Jonas verlassen musste.

Lisa und Jonas sind mir irgendwie ans Herz gewachsen. Lisa sowieso schon zu Beginn, weil sie einfach eine taffe junge Frau ist, die immer wieder beweist, dass sie ein Kind der "Neuzeit" ist und sich selten einen Kommentar verkneifen kann. Jonas war mir am Anfang etwas suspekt und er als er sich im Laufe des Buches öffnete, wurde er mir immer sympathischer.

Besonders schön fand ich, dass man am Ende des Buches nachlesen konnte, auf welchen historischen Fakten alles beruht und es sogar mit Karten untermauert war. So bekommt das Ganze einen realistischen Hintergrund. Dieses Faktenwissen rundet das ganze Buch an sich noch einmal ab.

Fazit:
Ein tolles Buch zwischen Krimi, Liebesgeschichte, Mystery und Geschichte - aber trotzdem sehr spannend und mitreissend. Die Geschichte nimmt einen mit in eine vergangene Welt und zeigt trotzdem, dass gute Unterhaltung nicht immer in der Zukunft spielen muss.

Dafür gibt es 5 Rosen: