Sonntag, 25. Oktober 2026

Goldener Oktober, zwei Städte & eine Band: Mit Michael Rauhut in Chemnitz und Dresden 🍂🏛️🎸

 Hallöchen ihr Lieben!

Erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag aus dem April? Ein Nachmittag in Leipzig, der schon ein wenig nach Sommer roch (Eintrag: Klick) und mich mitten hinein in die wissenschaftliche Aufarbeitung der Band katapultierte, die mich schon mein halbes Leben begleitet: Silly. Nun hat der Herbst Einzug gehalten – goldene Blätter, frische Luft und der perfekte Anlass für einen kleinen sächsischen Kultur-Doppelpack.

Diesmal hieß es für mich: Koffer bzw. Rucksack packen, Kamera griffbereit halten und Michael Rauhut bei seinen Lesungen zu „Raus aus der Spur. Silly und die DDR“ gleich an zwei geschichtsträchtigen Orten begleiten. Da der inhaltliche Kern der Abende eine runde Einheit bildete, nehme ich euch heute auf eine Reise durch zwei ganz unterschiedliche Häuser mit!

Station 1: Zwischen versteinerter Geschichte und Moderne – Das TIETZ in Chemnitz 🌿🏛️

📸 Foto: Katja Ertelt / MissRose1989 (Alle Rechte vorbehalten / © Miss Roses Media)

Erster Halt: Chemnitz. Wer das Kulturkaufhaus TIETZ betritt, spürt sofort diesen ganz besonderen Mix aus geschichtsträchtiger Industriestadt-Architektur und moderner Offenheit. Schon der Lichthof mit dem berühmten Versteinerten Wald zieht einen in seinen Bann – ein faszinierender Ort, um über Zeitgeschichte, Zensur und künstlerische Freiräume nachzudenken.

📸 Foto: Katja Ertelt / MissRose1989 (Alle Rechte vorbehalten / © Miss Roses Media)

Der Raum war gut gefüllt, die Atmosphäre konzentriert und fast andächtig. Wenn Michael am Pult steht, merkt man einfach in jeder Sekunde: Hier spricht kein distanzierter Theoretiker, sondern jemand, der die Grautöne des DDR-Alltags aus eigener Anschauung und jahrelanger Archivarbeit kennt. Auch wenn das Chemnitzer Publikum an diesem Abend eher leise zuhörte und das Gehörte sichtlich erst einmal für sich sacken lassen musste, lag genau in dieser Stille eine enorme Aufmerksamkeit. Die Filmausschnitte und die eingespielten Musikbeispiele entfalten in so einem Raum einfach eine ganz eigene Wucht.

Station 2: Heimspiel im Herzen der Stadt – Der Kulturpalast Dresden 🎻✨

📸 Foto: Katja Ertelt / MissRose1989 (Alle Rechte vorbehalten / © Miss Roses Media)

Nur kurz darauf ging es quasi vor meiner eigenen Haustür weiter: Heimspiel im Kulturpalast Dresden. Monumental, lichtdurchflutet, ein Herzstück der Dresdner Nachkriegsmoderne und heute ein lebendiger Treffpunkt für Musik und Literatur. Der Kontrast zum intimeren Rahmen in Chemnitz hätte kaum größer sein können – die weiten Foyers und die klare, gläserne Ästhetik des Kulti gaben der Lesung noch einmal einen ganz anderen, fast feierlichen Rahmen.

📸 Foto: Katja Ertelt / MissRose1989 (Alle Rechte vorbehalten / © Miss Roses Media)

Auch hier zeigte sich wieder: Silly ist für die Menschen im Osten eben kein beliebiges Pop-Phänomen, sondern gelebte Biografie. Man blickte in Gesichter, die bei bestimmten Textzeilen von Werner Karma oder Tamara Danz leise mitnickten. Wo das Publikum wenig Zwischenfragen stellte, sprach die spürbare Resonanz im Saal für sich – man kam, um zuzuhören, sich erinnern zu lassen und die eigenen Erlebnisse mit der wissenschaftlichen Einordnung abzugleichen.

Ein ganz besonderes Mitbringsel: Silly goes Global ist gelandet! 🌍📖

Im April hatte ich euch ja ganz begeistert von einem internationalen Leckerbissen berichtet: Michaels englischsprachigem Buch über das legendäre Album „Februar“, das in der renommierten Reihe 33 1/3 bei Bloomsbury erscheinen sollte.

Nun kann ich vermelden: Das gute Stück ist tatsächlich da! Michael hat es mir zu den Terminen persönlich mitgebracht – worüber ich mich natürlich riesig gefreut habe. Es ist schon ein ziemlich erhabenes Gefühl, ein Werk über DDR-Rockgeschichte aus einem internationalen Wissenschaftsverlag endlich druckfrisch in Händen zu halten. Die ausführliche wissenschaftliche Auseinandersetzung dazu tippe ich euch demnächst ganz in Ruhe für mein Format Archivgeflüster zusammen – dort, wo alle fachwissenschaftlichen Analysen ihr Zuhause haben. Seid gespannt!

📸 Foto: Katja Ertelt / MissRose1989 (Alle Rechte vorbehalten / © Miss Roses Media)


Mehr von Michael Rauhut & Lesestoff für den Herbst 🏛️📚

Wer tiefer in die Grautöne, die Zensurmechanismen und die Soundlandschaften der DDR eintauchen möchte, findet hier die wichtigsten Werke von Michael:

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War von euch schon mal jemand bei einer Veranstaltung im TIETZ oder im Dresdner Kulturpalast? Und welche Rolle spielt die Musik von Silly heute noch in eurem Alltag? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!

Eure Katja

Bildnachweis & Copyright-Hinweis 📷🔒

Sämtliche in diesem Beitrag verwendeten Fotografien (Dokumentation Das TIETZ Chemnitz, Kulturpalast Dresden sowie Buchaufnahmen) wurden von mir persönlich angefertigt. Das Urheberrecht und Copyright liegen vollständig bei Katja Ertelt (MissRose1989 / Miss Roses Media). Eine Nutzung, Vervielfältigung oder Weitergabe – auch auszugsweise – ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung nicht gestattet.

Sonntag, 18. Oktober 2026

📽️ Rezension: V wie Vendetta (V for Vendetta)

„Remember, remember the 5th of November“: 

Zwischen totalitärer Finsternis, Mut und einer unvergesslichen Verbindung


🎬 Filminfos auf einen Blick

  • Titel: V wie Vendetta (Original: V for Vendetta)

  • Kinostart (Deutschland): 16. März 2006

  • Laufzeit: 2 Stunden 10 Minuten

  • Regie: James McTeigue | Drehbuch: Lana & Lilly Wachowski

  • Vorlage: Graphic Novel V for Vendetta (1982–1989) von Alan Moore und David Lloyd

  • Genre: Politthriller / Dystopie / Action-Drama

  • Besetzung: Hugo Weaving (V), Natalie Portman (Evey Hammond), John Hurt (Großkanzler Adam Sutler), Stephen Rea (Inspector Finch)

  • Themen: Totalitarismus, Widerstand gegen Unterdrückung, Identität, Freiheit, Zivilcourage


🎭 Der Auftakt: Ein Satz für die Ewigkeit und eine ikonische Maske

„Remember, remember the 5th of November, gunpowder, treason and plot...“

Kaum ein Satz der modernen Filmgeschichte brennt sich so unmittelbar ins Gedächtnis ein wie dieser historische Vers über den britischen Attentäter Guy Fawkes. Als James McTeigue den Stoff 2006 auf die Kinoleinwand brachte, schuf er gemeinsam mit dem Drehbuch der Wachowskis ein Werk, dessen visuelle Wucht bis heute nachhallt. Die stilisierte Guy-Fawkes-Maske mit dem feinen Schnurrbart und dem zynisch-eleganten Lächeln ist längst ein universelles Symbol des Protests geworden – doch im Film ist sie weit mehr als eine Chiffre: Sie ist das Gesicht einer Idee.

Das Setting entwirft ein beklemmendes Großbritannien eines dystopischen Paralleluniversums: Ein faschistoides Regime unter Großkanzler Adam Sutler hält die Bevölkerung durch Angst, Zensur und lückenlose Überwachung in eisernem Griff. In diese Finsternis bricht ein Unbekannter ein – der maskierte Freiheitskämpfer V, der mit radikalen Mitteln den Staatsapparat ins Wanken bringt.


🌹 Das Herz des Films: Die komplexe Dynamik zwischen V und Evey

Was V wie Vendetta für mich zu einem echten Herzensfilm macht, ist keineswegs nur der politische Sprengstoff oder die messerscharf choreografierte Action – es ist die zutiefst berührende Verbindung zwischen V und Evey Hammond (gespielt von einer herausragenden Natalie Portman).

V hat von der ersten Szene an mein Herz. Er ist kein glatter, unfehlbarer Held, sondern eine zerrissene, hochkomplexe Gestalt. Einerseits operiert er mit terroristischer Härte gegen die Schergen des Systems, andererseits zeigt er Evey gegenüber eine fast zärtliche, beschützende Hingabe. Diese Spannung zwischen rachsüchtigem Rächer und kultiviertem, feinsinnigem Mentor macht ihn faszinierend vielschichtig. Hugo Weaving vollbringt hier ein schauspielerisches Meisterstück: Obwohl man sein Gesicht keine einzige Sekunde sieht, transportiert er allein über Stimme, Haltung und Gestik eine unendliche Palette an Melancholie und Entschlossenheit.

Gleichzeitig ist Eveys Entwicklung das eigentliche emotionale Zentrum der Handlung. Sie beginnt als ängstliche, verunsicherte junge Frau, die sich im Räderwerk des Staates duckt, um nicht aufzufallen. Durch die Begegnung mit V durchläuft sie eine radikale Metamorphose. Sie bricht aus ihrer inneren Erstarrung aus, streift jede Angst vor den Unterdrückern ab und wird zu einer unerschütterlichen, unabhängigen Persönlichkeit.


📜 Valerie Page: Eine Sidestory, die zu Tränen rührt

Inmitten von Eveys vermeintlicher Gefangenschaft offenbart der Film eine seiner poetischsten und herzzerreißendsten Passagen: die Geschichte von Valerie Page. Geschrieben auf winzigen Stückchen Toilettenpapier, liest Evey die Lebensbeichte einer lesbischen Schauspielerin, die vom homophoben Regime verhaftet, gefoltert und vernichtet wurde, nur weil sie eine Frau liebte.

Dieser Brief, der von der Liebe zweier Frauen und der Weigerung erzählt, das eigene letzte Quäntchen Integrität herzugeben („Our integrity sells for so little, but it is all we really have“), ist ein cinematografisches Meisterwerk für sich. Er spendet Evey in tiefster Dunkelheit Halt und zeigt, worum es im Kern geht: dass Liebe und Menschenwürde unzerstörbar bleiben, selbst wenn ein totalitärer Staat alles andere vernichtet.


🌹 Fazit: Düster, aber voller Hoffnung

V wie Vendetta zeichnet eine finstere Welt, verfällt aber niemals in Nihilismus. Der Film erinnert uns daran, dass Mauern aus Angst eingerissen werden können, wenn Menschen aufhören, sich zu beugen. Getragen von zwei brillanten Hauptfiguren, zeitlosen Dialogen und einer berührenden Tiefe ist dieses Werk ein Meilenstein des dystopischen Kinos.

Bewertung: 5 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹🌹


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Samstag, 17. Oktober 2026

Kurz-Rezension: Kannst du mir verzeihen? – Ein literarischer Adventskalender mit wenig Tiefgang

24 Kapitel, 24 Versöhnungsversuche: Süße Idee für die Vorweihnachtszeit, die erzählerisch leider recht flach bleibt.

Ein Adventskalender der etwas anderen Art: In „Kannst du mir verzeihen?“ von Sarah Harvey steht nicht Schokolade im Fokus, sondern ein Exfreund, der mit täglichen Aufmerksamkeiten um Vergebung kämpft. Ein Roman, der perfekt in 24 handliche Leseportionen unterteilt ist – ideal für den Dezember, aber mit spürbaren Schwächen in der Umsetzung.

Worum geht es?

Eigentlich freut sich jeder über einen Adventskalender – es sei denn, er stammt vom eigenen Ex. Hannys Herz ist gebrochen, nachdem sie ihre große Liebe Bastian erst vor wenigen Wochen mit einer anderen erwischt hat. Doch ab dem 1. Dezember legt Bastian jeden Morgen eine kleine Gabe vor ihre Tür. Mit jedem dieser 24 Geschenke stellt er stumm dieselbe brennende Frage: „Kannst du mir verzeihen?“

Mein Eindruck: Liebevolle Figuren, verschenktes Potenzial

Der Aufbau ist zweifellos der größte Pluspunkt des Buches: Die 24 sehr süßen Kapitel sind wie ein Adventskalender strukturiert. Man kann die Geschichte entweder gemütlich vom 1. bis zum 24. Dezember begleiten oder aber – dank des lockeren Schreibstils – in einem Rutsch an einem Winternachmittag weglesen. Sarah Harvey beweist ein gutes Händchen dafür, ihre Charaktere liebevoll und anschaulich zu zeichnen, ohne sich in zähen, seitenlangen Beschreibungen zu verlieren.

Dennoch bleibt am Ende ein fader Beigeschmack: Die Grundidee ist charmant, die Umsetzung jedoch leider ziemlich flach. Konflikte werden oft nur oberflächlich gestreift, und die emotionale Tiefe, die ein solcher Vertrauensbruch eigentlich verlangt, fehlt fast völlig. Da hätte man dramaturgisch deutlich mehr herausholen können. Es bleibt nette, leichte Kost für zwischendurch – mehr aber leider nicht.

Mein Fazit

Ein schneller, zuckersüßer Snack für die Vorweihnachtszeit, dem es jedoch an Substanz und echter emotionaler Reibung fehlt. Für anspruchsvollere Romance-Fans zu seicht.

Meine Bewertung: Süße Grundidee, aber erzählerisch zu harmlos. 

2 von 5 Rosen 🌹🌹

Hier kannst du das Buch finden:

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Samstag, 3. Oktober 2026

📽️ Rezension: Der Kinderflüsterer (The Whisper Man)

Kühle Grautöne, verschenkte Tiefe und ein Roman im Schatten des Schnitts


🎬 Filminfos auf einen Blick

  • Titel: Der Kinderflüsterer (Original: The Whisper Man)

  • Gesehen bei: Netflix (Streaming-Release: 28. August 2026)

  • Regie: James Ashcroft

  • Drehbuch: Ben Jacoby, Chase Palmer

  • Genre: Kriminalthriller / Literaturverfilmung

  • Vorlage: Roman Der Kinderflüsterer (The Whisper Man, 2019) von Alex North

  • Produktion: AGBO (Anthony Russo, Joe Russo, Angela Russo-Otstot, Michael Disco, Kassee Whiting)

  • Kamera: Peter Deming | Schnitt: Christopher Tellefsen

  • Besetzung: Robert De Niro, Adam Scott, Michelle Monaghan

  • Themen: Vermisste Kinder, Generationenkonflikte, Traumaweitergabe, Entfremdung, Vater-Sohn-Dynamik


🌫️ Der Auftakt: Ein bedrückendes Setting in kühlem Grau

Wenn die Russo-Brüder mit ihrer Produktionsfirma AGBO einen gefeierten Psychothriller adaptieren und James Ashcroft die Regie übernimmt, steht handwerklich Großes im Raum. Peter Deming fängt die Tristesse des Falls von der ersten Minute an in einer streng durchkomponierten Bildsprache ein.

Das Setting – verlegt aus dem englischen Featherbank in den herbstlich-rauen Nordosten der USA (gedreht in Plainfield, New Jersey) – lebt von kühlen Grautönen, feuchtem Asphalt und fahlen Nebelschwaden. Diese visuelle Trostlosigkeit passt haargenau zum beklemmenden Motiv verschwundener Kinder. Doch so atmosphärisch die Fassade aufgebaut ist: Ein dichter Farbfilter ersetzt auf Dauer keine dramaturgische Tiefe.


📖 Buch vs. Film: Wenn dem Plot das psychologische Fundament fehlt

Alex Norths Romanvorlage bezog ihre Faszination aus der schleichenden, generationenübergreifenden Entfremdung zwischen Vater Tom, Sohn Jake und Großvater Pete. Das Drehbuch von Jacoby und Palmer strafft diesen Kosmos jedoch so radikal, dass elementare Spannungsfelder auf der Strecke bleiben:

  • Das geraubte Fundament: Im Film wird Jake wesentlich früher entführt als im Buch. Was oberflächlich nach rasantem Erzähltempo aussieht, beraubt die Geschichte ihres emotionalen Kerns: Die verletzliche Bindung zum Jungen und seine isolierte Gedankenwelt werden kaum greifbar, bevor das Verbrechen zuschlägt.

  • Veränderte Figurenkonstellation: Während Tom und Pete im Roman bereits vor dem Verschwinden wieder mühsam zueinanderfinden, wird Pete im Film viel abrupter zur aktiven Ermittlungsfigur umgebaut.

  • Radikaler Kahlschlag im Figurenensemble: Zentrale Nebenfiguren wie Karen Shaw wurden im Film komplett gestrichen. Wo das Buch das verhängnisvolle Netz aus Zufällen und Traumata minutiös knüpft (während Tom mit Karen unterwegs ist, bleibt Pete bei Jake, woraufhin die Entführung geschieht), serviert der Film pragmatische Abkürzungen.

Wer die Romanvorlage nicht kennt, wird die seelischen Risse, die Vorwürfe und das ungesagte Schweigen innerhalb der Familie nur schwer nachvollziehen können.


🎭 Das Ensemble: Große Namen im Kampf gegen die Oberfläche

Schauspielerisch bietet der Cast solide Leistungen. Adam Scott verleiht dem verzweifelten Vater greifbare Momente des Schmerzes, und Michelle Monaghan agiert gewohnt souverän.

Das größte Versprechen des Films – Robert De Niro in der Rolle des Großvaters Pete – läuft jedoch streckenweise ins Leere. De Niro bringt zweifellos Gravitas und Leinwandpräsenz mit. Doch selbst ein Weltstar kann gegen ein Drehbuch, das den Figuren keinen Raum zum Atmen und Entwickeln lässt, wenig ausrichten. Die Reibung zwischen den Generationen verharrt im Behauptungsmodus; echte, nervenzerreißende Spannung flammt nur punktuell auf.


🌹 Fazit: Atmosphärischer Kriminalfall mit Substanzverlust

Der Kinderflüsterer liefert handwerklich saubere Thriller-Kost und punktet mit einer stimmigen, düsteren Farbpalette. Als Verfilmung von Alex Norths Roman bleibt das Werk jedoch weit hinter seinen Möglichkeiten zurück: Die Figuren wirken geglättet, der psychologische Tiefgang wurde dem schnellen Schnitt geopfert und die Essenz des Romans blieb größtenteils auf der Strecke.

Bewertung: 3 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌿🌿


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🛒 Kauflinks & Empfehlungen zum Werk

Wenn du tiefer in die Psychologie von Alex North eintauchen möchtest, findest du hier die passenden Links:

  • Das Buch (Deutsche Ausgabe):

    📖 Alex North: Der Kinderflüsterer (Taschenbuch / E-Book) – gebraucht bei Medimops* oder Rebuy* und Amazon* oder buecher.de*

  • Das Buch (Englisches Original):

    📖 Alex North: The Whisper Man (Originalfassung) – Amazon* oder bei buecher.de*

  • Der Film im Stream:

    🎬 Der Kinderflüsterer (The Whisper Man) – Verfügbar auf Netflix

Link zum Quellenverzeichnis: Quellenverzeichnis 

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Zwischen Zeitgeschichte, Sound und Wissenschaft: Warum ihr die Lesungen von Prof. Michael Rauhut in Chemnitz und Dresden nicht verpassen solltet

Wer meine Texte und Notizen der letzten Wochen aufmerksam verfolgt hat, weiß, wie tief ich derzeit in die DDR-Musikgeschichte eingetaucht bin. Meine jüngsten Semesterarbeiten rund um die Band Silly, die Zäsur des Albums Februar und die Ausnahmeerscheinung Tamara Danz haben mir einmal mehr gezeigt: Musikgeschichte ist niemals nur eine Aneinanderreihung nostalgischer Melodien. Sie ist hochpolitische Kultur- und Mediengeschichte, Oral History im besten Sinne und ein Brennglas für gesellschaftliche Umbrüche.

Genau an dieser Schnittstelle zwischen akribischer Forschung und lebendiger Zeitzeugenschaft bewegt sich die Arbeit von Prof. Michael Rauhut. Kaum jemand versteht es wie er, fundierte wissenschaftliche Analyse mit der unverfälschten Faszination für den Sound und die Lebensrealitäten jener Zeit zu verbinden.

Mitte Oktober kommt Michael für zwei Termine nach Sachsen – und ich möchte euch diese Abende nicht nur als Musikbegeisterte, sondern ganz ausdrücklich auch aus meiner forschenden Perspektive ans Herz legen. Lasst uns die Säle füllen!

1. Termin: Chemnitz – 12. Oktober 2026

  • Ort: Kultur- und Bildungszentrum TIETZ, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

  • Wann: Montag, 12.10.2026

  • Eintritt: Kostenfrei!

  • Wichtig: Eine vorherige Platzreservierung ist erforderlich, damit ihr sicher im Saal seid.

  • Alle Details & Reservierung:


2. Termin: Dresden – 14. Oktober 2026

  • Ort: Zentralbibliothek im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2, 01067 Dresden

  • Wann: Mittwoch, 14.10.2026

  • Eintritt:

  • Tickets & Reservierung: Um Wartezeiten am Einlass zu umgehen, nutzt gern den Vorverkauf. Tipp für alle, die vorher nicht mehr persönlich im Kulturpalast vorbeikommen: Ihr könnt Karten auch vorab für die Abendkasse reservieren lassen (telefonisch oder per Mail über die Zentralbibliothek), um euch die Online-Gebühr zu sparen und trotzdem einen sicheren Platz zu haben!

(Bild aus der Veranstaltung in Leipzig im April 2026) 

Vorab einlesen: Rezension & Einblicke

Wenn ihr vorab tiefer in die Materie einsteigen wollt: Auf dem Blog findet ihr bereits meine ausführliche Rezension zum Buch sowie meinen Rückblick auf die Lesung im vergangenen April:

Beide Texte zeigen gut, warum der Abend weit über eine klassische Autorenlesung hinausgeht – es ist ein echter Dialog mit der Geschichte.

Lasst uns vor Ort ins Gespräch kommen!

Ich werde an beiden Abenden selbst vor Ort sein. Nach den vielen intensiven Schreib- und Recherchewochen am Schreibtisch freue ich mich riesig darauf, den Austausch aus dem digitalen Raum direkt ins echte Leben zu holen. Wenn ihr da seid – egal ob wir uns schon ewig lesen, ihr über meine Silly-Texte gestolpert seid oder ihr euch für Kultur- und Mediengeschichte interessiert: Sprecht mich ungeniert an!

Kommt ihr eher nach Chemnitz oder nach Dresden? Wer von euch ist dabei? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare – und teilt diesen Beitrag gern in euren Netzwerken!

Alles Liebe,

Katja

Bildnachweis: Sämtliche im Beitrag verwendeten Fotografien (Aufnahme der Band Silly aus den späten 1970er-Jahren, Buchcover) stammen aus dem privaten Archiv von Katja Ertelt.

Hinweis: Alle verlinkten Angaben und Buchungsoptionen beziehen sich auf den Stand der Lesungen im Oktober 2026.