Sonntag, 7. August 2022

[Rezension] Sandy Mercier - Der Club des Bösen

Beschreibung:
Du hast die Wahl in fünf... vier... drei... zwei... eins...

Die Influencerin Sabine fährt ihr Leben an die Wand und will den Tragödien, die ihre Freunde Emma, Tanja und John erleben, entkommen. Sie will atmen, ankommen, sich finden...

Als sie zu einem spontanen Wandertrip aufbricht, wird sie entführt. Sabine findet sich in einem Lost Place wieder, wo sich Martha, eine alte Dame, um sie kümmert. Wieso trägt sie Dessous? Was wollen die Menschen von ihr? Kann sie fliehen, bevor sie es herausfindet?

Details:
Herausgeber: ‎Sandy Mercier (Nova MD); Erstauflage (1. Februar 2022)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎402 Seiten
ISBN-10: ‎3969667542
ISBN-13: ‎978-3969667545
Abmessungen: ‎11.9 x 3.9 x 18.9 cm
Kaufen? 

*Triggerwarnung*
Dieses Buch ist sehr realistisch und beinhaltet Themen wie Missbrauch in verschiedenen Arten, Tod, Gewalt gegen Kinder, Frauen und ältere Menschen und das Buch sollte von keinem Leser gelesen werden, der dadurch getriggert wird. Das Buch ist absolut nichts für schwache Nerven.

Eigene Meinung:
Vorab: 
Der Club des Bösen kann zwar ohne Vorkenntnisse gelesen werden, aber es ist nicht uneingeschränkt zu empfehlen, weil Band 1 Die Todesküsserin und Band 2 Unter meinem Bett sollte man gelesen haben, weil auf beide Fälle wird Bezug genommen, der zwar erklärt wird, aber den Leser spoilert, wie es in den Bänden ausgehen. Also sollte man schon die beiden Bücher davor gelesen haben. 

Das Cover mag im ersten Moment schlicht wirken, aber im Laufe des Buches wird klar, dass es eigentlich im Kern das trifft, was man im Buch antrifft. 
Sabine, die in dem Buch als Hauptcharakter auftritt, scheint alles zu haben, einen tollen neuen Mann an der Seite, ihre Arbeit als Influencerin ist stabil - aber das ist nur der erste Anschein, den die Probleme häufen sich und dann nimmt sich Sabine einen Auszeit - die ihre persönliche Hölle wird...
Neben Sabine treffen wir im Buch noch Emma und Tanja, die Freudinnen von Sabine und auch noch Tim und John, die Freunde von Emma und Tanja. Eine Bande von 6 Freunden, die aber alle in ihrem Leben schon sehr viel mitmachen mussten. 
Zu Beginn des Buches muss man sich unter den Freunden erstmal zurecht finden, weil alle sind wichtig für den Verlauf, aber die Verwebungen unter den Charakteren sind recht schnell klar. 
Man muss festhalten, dieses Buch hat es in sich, man erlebt eine Fülle an heftigen Themen und Momenten, von Missbrauch, Selbstmord, Gewalt an Frauen, Kindern und älteren Menschen und auch Drogenmissbrauch, alles sehr geschickt in einen Thriller gestrickt, der wirklich von aussen sehr unscheinbar wirkt, aber dann diese Tiefen hat, die man erst gar nicht erwartet. 
Thrillerfans und Leser, die es gerne sehr brutal und realistisch lieben, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. 
Dies war mein erstes Buch von Sandy Mercier und ihre Art des Schreibens hat eine echte Sogwirkung, man kann das Buch sehr schlecht aus der Hand legen und die gut 400 Seiten sind sehr schnell weg. Sie hebt sich gut ab von anderen Autoren, weil sie nicht nur reale Orte für ihre Handlungen wählt und gleichzeitig sehr detailreich schreibt sondern auch eine gute Dosis an Spannung sofort anlegt, die sich über das Buch immer weiter steigert. Zudem ist das Buch an sich recht düster und beginnt im Prolog schon sehr gruselig. 
Der Leser wird immer ein bisschen zwischen der Vergangenheit und der Zukunft hin- und hergeworfen, aber so kann man sich in der Geschichte auch viel besser zurecht finden. 

Fazit:
Der Club des Bösen hält, was er verspricht, man erlebt wirklich böse Menschen, die sich einen Spass daraus machen, andere Menschen wie Puppen für sich tanzen zu lassen und das dann auch dick Kasse zu machen. Kein Buch für Leser mit schwachen Nerven und auch für niemanden, der sich von sehr realistischen Szenarien mitreisen lässt. Wer es hingehen realistisch, brutal und voller Abgründe liebt, kann in diesem Thriller sehr gut aufgehen. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

[Kurz-Rezension] Katja Wolf / Florian Schörner - Peace, Love & Om: Inspirierende Geschichten von Menschen, die den Aussteigertraum leben

Beschreibung:
»Peace, Love and Om« erzählt von Menschen, die sich getraut haben, ihren festen Wohnsitz aufzugeben, um unterwegs zu Hause zu sein. Da gibt es den 50-jährigen trockenen Alkoholiker, der durch das Vanlife neuen Lebensmut schöpft, den jungen Mann, der nach einer Trennung durch die Welt reist und Kindern Handballtraining gibt, oder die 25-jährige Studentin, die gemeinsam mit ihrem Esel reist. Inspirierende Geschichten, die ans Herz gehen und Mut machen.

Details:
Herausgeber: ‎Komplett Media GmbH (18. April 2022)
Sprache: ‎Deutsch
Broschiert: ‎200 Seiten
ISBN-10: ‎3831206023
ISBN-13: ‎978-3831206025
Abmessungen: ‎16.2 x 2.1 x 23.2 cm
Kaufen? 

Fazit: 
Das Cover ist sehr schön gemacht, es zeigt eigentlich genau das, was man sich unter einem Aussteigertraum vorstellt, einen Van, der nicht nur Fahrzeug sondern auch als Lebensmittelpunkt geeignet ist. 
Katja Wolf verarbeitet zusammen mit Florian Schörner 33 sehr unterschiedliche Lebensgeschichten, die aber alle eins gemeinsam haben, alle diese Menschen sind aus ihrer Komfortzone ausgebrochen um in ein neues Leben einzutauchen, was im krassen Gegensatz zu ihrem bisherigen Leben steht. Aber sie sind mit der Veränderung mehr als glücklich und haben in ihrem neuen Weg mehr Erfüllung für sich selber gefunden. 
Trotzdem ist dabei jede Geschichte wirklich einzigartig und gibt einem als Leser die Chance, auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen, weil man schon dazu angeregt wird, auch mal bei sich über andere Lebenswege oder Lebensumfelder nachzudenken. 
Nicht nur ein tolle Geschenk für Menschen, die auf der Suche sind, sondern auch eine tolle Inspiration für einen selber. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Freitag, 29. Juli 2022

[Kurzrezension] Kinley MacGregor - In den Armen des Highlanders

Beschreibung:
Nichts hat sich der schottische Lord Draven weniger gewünscht als eine Frau unter seinem Dach. Doch jetzt muss er auf königliches Geheiß ein Jahr lang die junge verführerische Lady Emily beherbergen, die Tochter seines verfeindeten englischen Nachbarn. Und die temperamentvolle, selbstbewusste Lady Emily hat ganz eigene Pläne mit dem widerwilligen Lord: Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als in den Armen dieses heißblütigen Schotten zu liegen ...

So verführerisch, heiß und sinnlich wie ein schottisches Torffeuer!

Details:
Herausgeber: ‎Blanvalet Taschenbuch Verlag; Sonderausgabe Edition (11. August 2008)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎416 Seiten
ISBN-10: ‎3442371996
ISBN-13: ‎978-3442371990
Abmessungen: ‎12.6 x 3.2 x 18.2 cm
Kaufen? 

Fazit:
Das Cover ist leider nicht so mein Fall, es zeigt eben schon recht viel, in welche Richtung das Buch geht, da gefällt mir das neutrale Cover des Hardcovers eindeutig besser. (Bitte nicht wundern, das Buch hat insgesamt 3 verschiedene Cover.) 
Lord Draven von Montague hat ein hartes Leben hinter sich, was ihn auch wirklich nach aussen hin hart gemacht hat. Dann bekommt er den Befehl vom König, die ungestüme, verzogene und ziemlich verführerische junge Lady Emily bei sich aufzunehmen. Doch er weiss nicht, dass Emily nicht nur als Störenfried in sein Leben kommt. 
Besonders sympathisch und er sollte erwähnt werden, auch wenn es nur ein Nebencharakter ist, ist Dravens Bruder Simon, die beiden Brüder sind so verschieden wie Tag und Nacht, das muss man sagen, aber er ist einfach nur ein echter Sympathieträger in dem Roman. 
Der Schreibstil von Kinley MacGregor ist leicht zu lesen und auch sehr unterhaltsam. Man merkt beim Lesen, dass sie sich in der Materie auskennt und auch die alten Clansysteme absteigen kann. 
Ein kleiner Minuspunkt sind allerdings die erotischen Szenen, sie sind irgendwie nicht so wirklich packend, aber man kann nicht alles haben, aber an sich ein recht entspannter Liebesroman. 
Alles im allen hat mir der Roman gut gefallen, das Cover ist nun nicht so meins, aber das schmälert den Inhalt nicht. Aber ich hatte nicht so den wirklichen Highlight-Moment in dem Buch, es fehlt einfach so ein bisschen der Kick, weswegen ich nur auf solide 4 Rosen komme. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Mittwoch, 22. Juni 2022

[Kurz-Rezension] Andreas M. Sturm (Herausgeber) - Giftmorde 1: 15 tödliche Anleitungen

Beschreibung:
Blumen und Pflanzen – der Inbegriff von Schönheit und Unschuld. Doch in manchen der so harmlos scheinenden Gewächse lauert ein tödliches Gift. Vierzehn renommierte Autorinnen und Autoren haben eine Auswahl der giftigsten Pflanzen und menschlichen Schwächen seziert und in fünfzehn mörderischen Anleitungen zu spannenden Geschichten verwoben. Die besondere Würze bei diesen Kurzkrimis ist, dass nicht jede Mord­absicht gelingt – einige Opfer schlagen zurück. Nachahmer werden also nachdrücklich gewarnt! Menschen reagieren oft anders, als der schlaueste Täter planen kann. Sollten Sie dennoch auf den Geschmack gekommen sein, lesen Sie unbedingt vor jedem Giftmord die tödlichen Anleitungen und fragen Sie Ihren Anwalt oder Bestatter.

Details:
Herausgeber: ‎edition krimi; 1. Edition (4. Mai 2018)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎254 Seiten
ISBN-10: ‎394673426X
ISBN-13: ‎978-3946734260
Abmessungen: ‎19 x 2.1 x 12.4 cm
Kaufen?

Fazit:
Das Cover des Buches ist sehr schön gemacht, es ist ein bisschen geheimnisvoll und passt daher sehr gut zu den Kurzgeschichten im Buch.
In den Giftmorden sind 15 Geschichten von 14 Autoren vereinigt, wobei sich jede Geschichte mit einer anderen tödlichen Pflanze beschäftigt. Gestaltet sind die Geschichten auch schön, weil in jeder Kurzgeschichte ist ein Schwarz-Weiss-Bild der Pflanze, die in der Geschichte genutzt wird. 
Natürlich kommen durch 14 Autoren die Handschriften der Autoren sehr verschiedene Kurzgeschichten zustande, manche gehen auch anders als geplant aus, aber gerade das macht den Reiz aus, weil so kann man sich immer wieder überraschen lassen. 
Aber so verschiedene die Morde, die Mordmotive und auch die Verläufe der Pläne sind, umso mehr überrascht, wie viele Pflanzen man im Garten finden kann, die wirklich giftig sind. 
Nachahmen wird aber ausdrücklich vom Herausgeber Andreas M. Sturm nicht empfohlen. 
So kommt es natürlich auch zustande, dass man mal eine Kurzgeschichte dabei hat, die einen nicht so anspricht, dafür gefällt eine andere Kurzgeschichte umso besser. Daher mache ich es so, dass ich das Buch als Gesamtes sehe und mit einer Note bewerte. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Donnerstag, 19. Mai 2022

[Lesung] Thomas Kundt in der Schauburg Dresden

Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zur ersten Lesung 2022,
wir waren am 21. April 2022 in der Schauburg in Dresden beim Vortrag von Thomas Kundt. 
Thomas Kundt ist ein echter Tatortreiniger und hat über seine Arbeit ein Buch geschrieben. 
Gleich zu Beginn des Beitrages, dieser Vortrag ist sicher nicht für jeden etwas und der Zugang ist auch erst ab 18 Jahren gestattet. 
Ich glaube, der Titel der Lesung sagt schon viel aus, weil es geht um echte Tatorte, also nicht um eine fiktive Sache sondern um wirkliche Kriminalfälle oder auch Beräumungen nach einer Straftat. 
Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich möchte hier niemanden schocken, der sowas nicht hören oder lesen kann, aber es ging schon recht blutig und manchmal auch makaber zu. 

Auf jeden Fall gibt Thomas Kundt einen sehr spannenden Einblick in seine Arbeit und in das, was nach der Polizei und der Spurensicherung kommt. 

Bei Signierien. :) 

Thomas Kundt und ich nach der Lesung. :) 

Beschreibung:
Thomas Kundt ist Tatortreiniger. Wie es dazu kam? Reiner Zufall! Podcaster und Autor Tarkan Bagci erzählt Thomas Kundts inspirierende Geschichte: Gerade noch mit Schlips und Kragen im 9-to-5-Job, findet er sich plötzlich mit Eimer und Lappen zwischen Blut und Leichenresten wieder. Er hatte sich schon länger ein aufregenderes Leben gewünscht …Aber das hier? Kundt ergreift die Chance und beginnt ein neues Kapitel. Hier erzählt er von Tatorten, an denen er noch Körperteile fand und Schicksalen, die man nie wieder vergisst. Eine tragikomische Geschichte über den Tod, das Leben und vor allem übers Menschsein.

Kaufen?

Die Signierung in meinem Buch. 

Autogrammkarte und Duftbaum

Schaut gerne bei Thomas Kundt auf seinen Seiten vorbei: 

Alles Liebe,
Katja

Mittwoch, 4. Mai 2022

[Rezension] Wiebke von Carolsfeld - Das Haus in der Claremont Street

Beschreibung:
Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören. Ein Roman darüber, wie mit viel Humor und Liebe selbst aus den schlimmst möglichen Umständen etwas Positives erwachsen kann.

Details:
Herausgeber: ‎Kiepenheuer&Witsch; 1. Edition (10. September 2020)
Sprache: ‎Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎368 Seiten
ISBN-10: ‎3462054759
ISBN-13: ‎978-3462054750
Originaltitel: ‎Claremont
Abmessungen: ‎13.3 x 3 x 20.9 cm
Kaufen? 

Eigene Meinung:
Das Cover ist recht schön gestaltet, der Junge könnte für Tom stehen, aber an sich ist es ein ruhiges Cover, was wirklich ansprechend ist, kein Coverhighlight zwar, aber trotzdem ein nettes Cover. 
Tom musste miterleben, wie seine Eltern umgebracht werden, was ihn hat verstummen lassen. Neben der Trauer, die der Verlust auslöst, muss Tom sich auch noch mit einem Wechsel der Umgebung anfreunden, der ihn zudem noch mehr verunsichert, weil seine Verwandten, die ihn aufnehmen, auch keine einfachen Charaktere sind. Nach einem erneuten Umzug scheint es aber so, dass sich die Familie im Kompletten mehr aufeinander einlassen kann...
Man merkt, wie zersplittert die Familie vor dem Unglücksfall war und wie schwer und auch sprachlos nicht nur Tom sondern auch alle anderen in der Familie sind, ein sehr bewegendes Thema. Wiebke von Carolsfeld versucht aber die grossen Emotionen sehr gut zu verpacken. Man merkt aber schon auf den ersten Seiten des Romans, dass es hier nicht um einen Wohlfühlroman geht. 
Wiebke von Carolsfeld schneidet in ihrem Roman viele grosse Themen an, natürlich geht es um Familie, Zusammenhalt, aber auch eben um Verlust und Trauer. Trotz des wirklichen Knall zu Beginn des Buches schafft es die Autorin leider nicht, eine echten Spannungsbogen zu kreieren, was manchmal im Buch zu einigen Längen führt, die man vielleicht hätte anders nutzen können. 
Wiebke von Carolsfeld hat einen sehr emotionalen Schreibstil, sie schildert das Geschehen auch aus verschiedenen Perspektiven, was dem Leser, der den Roman als Beobachter erlebt, viel Einblick in die Gefühlswelt von den Charakteren bekommt. Die Autorin zeichnet in dem Roman sehr individuelle, aber gleichzeitig auch authentische Figuren, die man in ihrem Handeln sehr gut nachvollziehen kann. 

Fazit:
"Das Haus in der Claremont Street" ist das Debüt von Wiebke von Carolsfeld und ist definitiv kein Buch, was man eben mal so weg liest, man sollte sich komplett auf das Buch einlassen und sich dann auch allen Emotionen gegenüber offen zeigen. Man begegnet einer sehr emotionalen Geschichte, die viel Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg gibt, die aber sehr viele Themen anschneidet und es dann nicht schafft, sie komplett aufzulösen, was ein bisschen schade ist. 

Dafür gibt es 3 Rosen:
Danke an die ‎KIWI Buchverlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 27. April 2022

[Rezension] Lea Rieck - Sag dem Abenteuer, ich komme: Wie ich mit dem Motorrad die Welt umrundete und was ich von ihr lernte

Beschreibung:
Eine Frau. Ein Motorrad. Eine Welt.
Deine Welt. Dein Job. Deine Freunde. Dein Leben, wie du es kennst. Stell dir vor, du lässt all das hinter dir – und fährst mit dem Motorrad einfach los. Achtzehn Monate, fünfzig Länder, sechs Kontinente und neunzigtausend Kilometer Abenteuer.
In ihrem Reisebericht erzählt Lea Rieck eine berührende Geschichte vom Fallen und Wiederaufstehen, von Mut und Gelassenheit, Glaube an sich selbst und andere, Empathie, Hoffnung und Entschlossenheit. Von einer, die auszog – die aber nicht das Fürchten lernte, sondern auf ihrem eigenen steinigen Weg Abenteuer, Freundschaft und die Liebe fand.Der Moment, der alles verändert, kann jederzeit kommen. Bei Lea Rieck ist es ein ganz normaler Montagmorgen im Büro, als sie sieht, wie eine Kollegin eine Zimmerpflanze mit Evian-Wasser gießt. Sie kündigt ihren Job, verlässt ihre Komfortzone und macht sich auf eine Reise um die Welt. – nur ihr Motorrad und sie, ganz allein. Aber was tut man, wenn vor dem Fenster ein Militärputsch stattfindet, die neue Bekanntschaft sich als russischer Scharfschütze entpuppt oder man sich die Augen in einer Hochwüste verbrennt? Seine Lektionen lernen und weitermachen. Die Reise führt sie vorbei an 8000 Meter hohen Bergen in Pakistan, durch Tempel und Paläste in Indien, an die sicheren Ufer von Australien, in die trockenste Wüste der Welt in Chile und Bolivien – und am Ende wieder zurück nach Deutschland. Atemlos lässt sie sich von ihrer Intuition und ihren Instinkten leiten, erlebt Hoch- und Tiefpunkte des Alleinreisens, beginnt die Welt mit neuen Augen zu sehen und entdeckt das Leben in seinen unterschiedlichen Facetten und Formen.

Details:
Herausgeber: ‎KiWi-Paperback; 2. Edition (7. März 2019)
Sprache: ‎Deutsch
Broschiert: ‎416 Seiten
ISBN-10: ‎3462052241
ISBN-13: ‎978-3462052244
Abmessungen: ‎13.5 x 2.98 x 21.5 cm
Kaufen?

Eigene Meinung:
Das Cover ist total spannend gemacht, man sieht Lea und ihr Motorrad vor einer riesigen Hand und es ist einfach ein sehr interessantes Cover, was sicher mal etwas anderes ist. 
Lea macht sich auf um das Abenteuer ihres Lebens zu erleben und legt 90.000 Kilometer in 516 Tagen auf dem Motorrad zurück, wobei sie nicht nur viel über die Welt sondern auch viel über sich selbst lernt. Unterlegt wird ihre Reise natürlich im Buch von sehr viele Bildern, die natürlich absolut zu den Stimmungen passen und die Emotionen reichen von Hochgefühl bis tiefer Fall. 
Das Buch ist sicher kein Buch für Menschen, die eher an der Tour an sich oder an Bikertouren im Allgemeinen interessiert sind, aber das Buch ist anders, es ist eben auf die Reise um die Welt und die Reise zu sich selbst ausgelegt. Lea legt den Fokus im Buch vor allem auf die "besonderen" Erlebnisse auf einer Reise. Man fühlt sich dann wie live dabei, so erzählt es Lea, weil sie eben auch immer wieder viel Hingabe und Emotionen mit einfliessen lässt. 
Lea Rieck erzählt von ihrer Reise in der Ich-Perspektive und kommt somit dem Leser sehr nah. Neben ihrer Reise und wirklich spannenden Momenten in verschiedenen Ländern, gibt es auch sehr viele Einblick in ihre eigene Stärkung von Lea, was sie sehr sympathisch macht. 
Ihr Schreibstil ist zu Beginn des Buches etwas holprig, aber er wird im Laufe des Buches besser zu lesen. Trotzdem schafft es das Buch, seine Leser nicht nur zu entführen sondern auch in den Bann zu ziehen. Man sollte aber eben nicht wie einen klassischen Reiseführer über Land und Leute in diesem Buch erwarten. 

Fazit:
Lea Rieck schreibt kleinen klassichen Reiseführer, aber auch keine Roman, sie beschreibt schöne Orte, die sie gesehen hat, sie strahlt dabei Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aus. Eine sehr spannende Reise, die Lea Rieck gemacht hat, aber eben dabei nicht nur um die Welt sondern auch zu sich selbst. Ein Buch, was sehr zum Nachdenken und auch zum Selbstreflektion einlädt und mehr als nur spannende Orte zu bieten hat. Ein Buch absolut für alle etwas, die mal Fernweh haben. 

Dafür gibt es 5 Rosen:
Danke an die ‎KIWI Buchverlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar.