Donnerstag, 13. Februar 2020

[Rezension] Anna Gavalda - Alles Glück kommt nie

Beschreibung:
Charles Balanda, Ende Vierzig, ist ein erfolgreicher Architekt und glücklich mit seinem Leben. Bis er einen Brief bekommt, in dem nur drei Worte stehen: ›Anouk ist tot.‹ Von da an ist nichts mehr, wie es war. Denn Anouk ist seine große Liebe gewesen, bis...? Was damals geschah, lässt Charles nicht mehr los. Er begibt sich auf Spurensuche und merkt, dass er sich eigentlich nach einem ganz anderen Leben sehnt. Ein wunderbares Feuerwerk an witzigen Dialogen und unvergesslichen Szenen. Ein Buch über das große Glück, die Schatten der Vergangenheit und über die ganz, ganz große Liebe.

Details:
Taschenbuch: 608 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 7 (1. Juli 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596185009
ISBN-13: 978-3596185009
Originaltitel: Alles Glück kommt nie
Größe: 12,5 x 3,3 x 19 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist leider nicht wirklich etwas spektakuläres, es zeigt einen roten Hintergrund und weisse Tauben, also nichts, was jetzt besonders wäre und man sieht den ersten Teil der Geschichte "Zusammen ist man weniger allein" auf dem Cover als Cover im Cover. Wirkt aber alles nicht so wirklich passend, also kein wirkliches Coverhighlight. 
Charles ist an sich ein glücklicher Mann, wenn man ihn so von aussen betrachtet, er hat eine nette Frau, aber das Paar liebt sich nicht mehr, bleibt aber wegen der gemeinsamem Tochter zusammen. Charles´ Lebensweise wird ziemlich umfangreich beschrieben und erst nach und nach wird klar, wer Anouk ist, aber man muss sich auch einiges zusammenreimen, damit man dann ein bisschen der Geschichte auf die Spur kommt. Ohne jetzt zu viel spoilern zu wollen, Anouk war mal ein wichtiger Teil im Leben von Charles und zeigt den Protagonisten von einer ganz anderen Seite, die ihn näher an den Leser bringt. Aber auch das ist dann etwas zäh verteilt und kommt nur in Bruchstücken an den Leser. 
Anna Gavalda baut in dem Buch auf den ersten Teil "Zusammen ist man weniger allein" auf, also sollte das Buch definitiv vorher gelesen werden, weil sonst ist man komplett verwirrt und versteht einiges in der Geschichte einfach nicht. 
Anna Gavalda ist eine Meisterin, wenn es um wirklich sehr spitze Dialoge und eine tolle Erzählweise geht, aber leider war dieses Buch nicht eins ihrer Meisterwerke. Es zog sich doch sehr bis endlich der "Aha-Moment" kam und man die Geschichte geniessen konnte, da war aber schon die Hälfte des Buches weg. Und leider lässt das Buch dann im letzten Drittel nochmal nach und wirkt irgendwie nicht mehr so wirklich tiefgehend, es traf zumindest nicht den Nerv, den Anna Gavalda sonst ansprechen kann. 
Zugegeben, der erste Teil des Buch ist wirklich ein Kampf, man überlegt immer wieder, das Buch abzubrechen, weil man irgendwie nicht auf einen wirklichen Nenner mit der Autorin kommt und ich teilweise fragt, was die Dialoge sollen, der rote Faden ist erst danach wirklich klar. Aber wenn man sich durch diese Seiten kämpft, ist es ein wirklich solides Buch mit einer schönen Sprache und schönen Momenten. 

Fazit:
Charles und Anouk, zwei Menschen, die das Herzstück des Buches bilden, dabei aber teilweise durch das ganze Umschreiben etwas verschwinden und das ist schade, weil gerade das macht das Buch aus und auch die Geschichte um die Beiden ist wirklich nett, aber immer wieder merkt man, dass Anna Gavalda sich immer wieder in Nebenschauplätze verliert. 
Das Buch ist sicher für Leser etwas, die sich gerne komplett auf ein Buch einlassen, aber auch diese sollten dann kein komplettes Highlight erwarten. Anna Gavalda schreibt an sich wirklich gut, konnte aber die Idee des Buches nicht so wirklich komplett umsetzen, was schade ist, weil der erste Teil der Geschichte "Zusammen ist man weniger allein" ist wirklich ein grossartiges Buch. Definitiv sollte man den ersten Teil der Geschichte kennen, sonst wirkt das Buch auf einen eher verwirrend. 

Dafür gibt es 3 Rosen: 

Freitag, 31. Januar 2020

[Rezension] Jon Athan - Die Hölle der Ashley Collins (Festa Extrem Band 47)

Beschreibung:
Logan und Jane sind ein ganz normales Ehepaar. Sie lieben ihre Kinder. Nur die 16-jährige Tochter macht es ihnen schwer. Sie ist respektlos und sucht ständig Streit.
Als die Auseinandersetzungen immer heftiger werden, sehen sich die besorgten Eltern zum Handeln gezwungen: Ashley muss auf den rechten Pfad geführt werden, bevor sie sich selbst und die Familie zerstört. Sie wird im Keller angekettet und die Lektionen beginnen ... Es ist zu ihrem Besten!

Details:
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 208 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 20 x 12,5 cm
ISBN: Ohne ISBN
Originaltitel: The Abuse of Ashley Collins
Übersetzung von René Ulmer
Erscheinungsdatum: 14.08.2019
Band eine Reihe? - Festa Extrem Band 47

Hinweis vorab:
Festa Extrem ist eine Reihe, die amerikanische Autor übersetzt, die sehr ab von der Norm sind, deswegen sind die Bücher immer ohne ISBN, sie sind Privatdrucke und man kann sie nur über den Verlag beziehen. 
Band 47 ist erst ab 18 Jahren und ich weise vorab darauf hin, dass es hier in das Genre Horror geht und es sicher nicht für jeden Leser etwas ist. 

Eigene Meinung:
Das Cover hat mich von Beginn an angesprochen, es zeige Ashley, oder die Ashley, wie man sie sich vorstellt und deute schon auf die beiden Seiten hin, die es im Buch werden. 
Ashley ist ein normaler Teenager, der sich gegen die Eltern auflehnt, aber leider hat sie mit ihren Eltern zwei sehr spezielle Exemplare erwischt, weil beide scheinen durch ihr Leben sehr geprägt von Gewalt und verstörenden Momenten, das merkt man aber erst, als sie beginnen, Ashley einzukerkern und ihr Lektionen zu erteilen, um sie wieder auf den Weg der Tugend zurückzubringen...
Jon Athan hat einen sehr klaren und schnörkellosen Schreibstil, er schafft es, dass sich der Leser in die ganze Situation zwischen Ashley und ihrer Familie hineinversetzen kann, erzählt dabei aber aus einer neutralen Erzählerposition, wodurch man die Charaktere eher etwas blass bleiben, man erkennt zwar die teilweise gestörten Persönlichkeiten des Buches, aber der Funke springt manchmal nicht so komplett über, manche Gespräche sind auch eher als Ansatz zum Weiterspinnen des Lesers angelegt, was den Leser zwar mehr in das Geschehen einbringt, aber die Geschehnisse nicht so ganz voran bringt. 

Fazit:
Die Hölle der Ashley Collins ist ein sehr schonungsloser Horrorroman über eine sehr besondere Familie, die immer wieder neue Abgründe aufzeigt und dabei den Leser mitnimmt, allerdings waren die Charaktere durch die Beobachtungsperspektive etwas blass und so kam nicht die ganze Brutalität nicht beim Leser an. Deswegen gibt es für die Umsetzung leichte Abzüge in der B-Note, aber sehr zu empfehlen für alle, die in die Extremreihe erstmal eintauchen wollen. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Samstag, 25. Januar 2020

[MissRose on Tour] Buchpremiere von "Juni 53" (Max Heller Band 5) von Frank Goldammer

Hallo ihr Lieben, 

am Mittwoch Abend war ich bei der Buchpremiere von "Juni 53" von Frank Goldammer im Haus des Buches in Dresden, das Buch ist an sich schon Ende letzten Jahres erschienen, aber die Buchpremiere war erst am letzten Mittwoch und natürlich war ich dabei. :) 
"Juni 53" ist der 5. Band der Max Heller Reihe von Frank Goldammer, erschienen im DTV-Verlag. 

Klappentext:
Sommer 1953. Der Alltag in der jungen DDR ist beschwerlich, die Unzufriedenheit der Bevölkerung wächst und die Zahl derer, die das Land verlassen, steigt unaufhörlich. Mit harter Hand setzt die SED-Regierung ihre Forderungen durch. Auch Max und Karin Heller erwägen die Flucht in den Westen. Als es am 17. Juni zu großräumigen Protestbewegungen kommt, wird Heller zu einem Dresdner Isolierungsbetrieb gerufen: Der Leiter wurde brutal mit Glaswolle erstickt. Ein Opfer der Aufständischen? Heller hat einen ganz anderen Verdacht und sucht in den Wirren des Volksaufstands einen unberechenbaren Mörder. Währenddessen drängt Karin zu Hause auf eine Entscheidung: gehen oder bleiben?

Es war recht voll im Thalia, das Cafe Novelle, in dem die Lesungen immer statt finden, war wirklich voll und das freut mich sehr für Frank Goldammer, den ich schon einige Jahre als Autor kenne. 


Hier mal eine Übersicht der Reihe von Max Heller, die es auch als Hörbuch erhältlich ist. :) 

Aber natürlich stand an dem Abend der 5. Band im Fokus des Abends. 

Frank Goldammer ist immer so entspannt und signiert gerne, was man auch immer wieder merkt. :) 

Natürlich habe ich mir auch wieder ein Exemplar gekauft und es mir signieren lassen. :) 

Frank Goldammer liest live wirklich wunderbar und lässt einen sehr tief in seine Arbeit als Autor und Malermeister schauen, was ihn wirklich sympathisch macht. 

Im Februar habe ich ihn auch wieder in meinem Veranstaltungskalender stehen. 

Alles Liebe,
Katja

Mittwoch, 22. Januar 2020

[Rezension] Uwe Wilhelm - Die sieben Kreise der Hölle: Thriller (Helena Faber, Band 2)

Beschreibung:
Am Ende erwartet euch nur der Tod ... Staatsanwältin Helena Faber zwischen Gesetz und Selbstjustiz.

Als sie sie das letzte Mal sah, spielten sie vor dem Haus … Seitdem erlebt die Berliner Staatsanwältin Helena Faber den Albtraum jeder Mutter: Ihre Töchter wurden entführt. Und zwar von den Männern, gegen die sie im brisanten Dionysos-Fall ermittelte. Nur einer kann ihr helfen: Rashid Gibran, der trotz seiner Verbindung zum Psychopathen Dionysos auf freiem Fuß ist. Helena kennt die Beweggründe des dubiosen Professors nicht, doch sie wird alles tun, um ihre Töchter zu retten. Es ist der Beginn einer Jagd, die Helena in die Untiefen eines grausamen und mächtigen Menschenhändlerrings führt – und bei der sie so brutal wie ihre Gegner wird …

Details:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Originalausgabe (21. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783734103452
ISBN-13: 978-3734103452
ASIN: 3734103452
Größe: 12 x 3,4 x 18,7 cm
Teil einer Reihe? - Ja, Band 2 der Helena Faber Reihe

Eigene Meinung:
Das Cover schaut sehr spannend aus, die grosse 7 zieht die Blicke auf sich und es läuft schon im Hintergrund etwas der Film ab, wenn man Thriller liest. Ein sehr passende Cover für dieses packende Buch. Auch die Farbkombination aus Weiss, Schwarz und Rot passt sehr gut für dieses Cover. 
Helenas Töchter wurden entführt und das direkt vor der Haustüre, dieser Umstand versetzt die sonst so taffe Frau in ein Spirale, die in Menschenhandel und dunklen Machenschaften endet, die selbst den Leser fertig machen. Helena ist selber Staatsanwältin, kennt also das Verbrechen sehr gut und gerät trotzdem in Mafiakreise, die sich sehr um Kinderhandel und Missbrauch von Kindern drehen, wobei man immer wieder überrascht wird, welche Menschen hinter solchen Geschäften stecken, teilweise vermutet man das nicht. Wie schnell man in die Kreise der Hölle rutschen kann, überrascht dann schon sehr. 
Der Schreibstil von Uwe Wilhelm hat einfach etwas, er ist schon fast schonungslos manchmal, er nimmt den Leser mit in einen packenden Thriller, der sehr aufs Ganze geht. Er schafft es, dass man als Leser selber emotional an der Geschichte beteiligt ist und das schaffen wirklich wenige Autoren. Dabei ist er sehr detailreich und bringt die Emotionen sehr klar rüber. Man merkt auch, dass er sich im Vorfeld sehr genau mit dem Thema Menschenhandel und dessen Strukturen auseinander gesetzt hat und das sehr gut in seinem Thriller einbaut, dabei aber einen Spannungsbogen aufnimmt, der einen vom ersten Moment an fesselt. 
Uwe Wilhelm spaltet seine Protagonisten aber ganz klar in 2 Lager, da haben wir die Mütter, zu denen Helena gehört, aber auch andere Charaktere, die immer wieder auftauchen und die starke Frauen vertreten, die den Thriller voran bringen. 
Gleichzeitig gibt es da die männlichen Vertreter, die Uwe Wilhelm eher schwach erscheinen lässt, weil der Vater der Kinder beginnt einen kopflosen Rachefeldzug, auch die restlichen männlichen Charaktere sehen eher blass im Gegensatz zu den Frauen aus. 
Da es sich um Teil 2 der Trilogie handelt, ist es sinnvoll, ab Band 1 zu lesen, weil viele Sachen erschliessen sich sonst einfach nicht. Uwe Wilhelm macht keine Rückgriffe, daher sollte man die Reihe in der Reihenfolge lesen. 
Das Buch oder besser gesagt die Reihe, hinterlässt auch einen grübelnden Leser, was die Machtverhältnisse und die Strukturen des organisierten Verbrechens angeht. Gleichzeitig bleiben einige Fragen nach Band 2 offen, die sich in Band 3 vielleicht erschliessen. 

Fazit:
Die sieben Kreis der Hölle ist ein absolut fesselnder Thriller über Menschenhandel und die Verwirklungen, die das Verbrechen im Hintergrund zusammenhält. Die Umsetzung von Uwe Wilhelm ist wirklich gelungen, man merkt, dass in de Thriller viel Recherche im Hintergrund steckt und gleichzeitig wird aber eine Szenario geschaffen, dass nicht drüber wirkt, sondern sehr real und echt erscheint. 
Ein Hinweis noch für die Leser, die nicht so heftige Sachen lesen können: In dem Thriller geht es stellenweise sehr detailliert um Kinderhandel, aber auch um Kindesmissbrauch, daher sollte man sich vorher sicher sein, dass man sowas lesen möchte. 

Dafür gibt es 4 Rosen:
Danke an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Buches. 

Freitag, 17. Januar 2020

[Rezension] Amelie Sander - Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus

Beschreibung:
Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie "Mama" nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu essen und zu trinken, wird eingesperrt, gequält und erniedrigt. Wenig, das ihr nicht bei Strafe verboten ist. Erst spät findet Amelie heraus, was mit ihrer leiblichen Mutter geschehen ist. Als sie schon fast alle Hoffnung verloren hat, gelingt ihr mit 21 Jahren endlich die Flucht ...

Details:
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Lübbe; Auflage: 6. Aufl. 2017 (13. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783404609253
ISBN-13: 978-3404609253
ASIN: 3404609255
Größe: 12,6 x 2,7 x 18,9 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist irgendwie bedrückend, es zeigt ein Mädchen, das die Augen geschlossen hat und man ist sich nicht so wirklich sicher, wie man das deuten soll. Die dunklen Farben, die das Cover bestimmen, zeichnen schon ein Bild, was im Buch für eine Grundstimmung herrschen wird. 
Amelie Sander schildert in ihrem Buch das Drama ihrer Kindheit, nicht nur, dass ihr das Selbstvertrauen schon in sehr frühen Jahren genommen wurden ist, auch die Liebe, in der jedes Kind aufwachsen sollte, gab es für Amelie nicht. 
Die Stiefmutter von Amelie war eindeutig krank, es war die tiefe Eifersucht auf das Kind aus einer früheren Beziehung, die sie nicht verarbeiten konnte und in ungefilterter Form an Amelie weitergegeben hat. Amelie war das Spiegelbild einer andere Frau, einer früheren Beziehung ihres Mann und das konnte sie einfach nicht verarbeiten. 
Auf der anderen Seite muss man natürlich sehen, dass gerade Menschen wie Amelies Stiefmutter es gut verstehen, nach aussen hin den Schein zu waren und für viele die treusorgende Mutter und Ehefrau zu spielen. Trotzdem merkt man auch dem Umfeld immer wieder an, dass der Schein nach aussen Risse hat, denn sonst würde es keine Menschen geben, die die Not von Amelie erkennen. 
Das Buch ist definitiv nicht für jeden etwas, es zeigt, wie grausam die Menschen sein können und man entwickelt wirklich einen Hass, aber nicht nur auf die Stiefmutter, die an sich hier die Hauptakteurin ist, sondern auch auf den Vater und die Menschen im nahen Umfeld, weil man einfach die Ignoranz der Menschen merkt. Zwischenzeitlich fragt man sich, was die Menschen nicht gesehen haben oder nicht sehen wollten, was aber scheinbar schon offensichtlich war. 
Amelie Sander hat grossen Respekt für ihr Buch und auch ihre Geschichte verdient, weil sie teilt sie mit dem Leser, obwohl ihr das sicher nicht leicht gefallen ist, sich in die schlimmsten Momente ihres Leben zu versetzen. 

Fazit:
Amelie Sander hat ein sehr mutiges Buch geschaffen, das zeigt, dass man im Leben leider auf viele schlechte, aber auch wenige gute Menschen treffen kann. Die Offenheit mit der sie ihre Geschichte erzählt, berührt emotional und deswegen kann ich das Buch nicht jedem Leser empfehlen, weil es wirklich ein stellenweise sehr schockierendes Buch ist und deshalb sollte niemand das Buch lesen, der solche harten Lebenswege nicht verarbeiten kann. 

Dafür gibt es 5 Rosen: 
Danke an die liebe Amelie Sander, die mir ihr Buch zur Rezension anvertraut hat. 

Montag, 13. Januar 2020

[Kurz-Rezension] Inga Pfannebecker - 1 Nudel – 50 Saucen (GU KüchenRatgeber)

Beschreibung:
Pasta! basta! – mit dem Küchenratgeber 1 Nudel – 50 Saucen
- Ein Kochbuch für alle, die von Nudeln mit Sauce gar nicht genug bekommen können und nach neuen Inspirationen für ihren Teller suchen – von Ruckzuck-Saucen bis hin zu köstlich und in Ruhe geschmortem Sugo.
- Sie haben genug von der immer gleichen Pasta mit Sauce? Hier kommen 50 neue Rezeptideen für Nudelsaucen, die begeistern, einfach nachzukochen sind und jeder Nudel schmeicheln.
- Auf den Buchklappen und ausgeklappt immer im Blick: Welche Nudelsorten eignen sich am besten für welche Sauce und wie schaffen Sie es, dass die Nudeln auf den Punkt al dente gegart sind und nicht zusammenkleben? GU zeigt Ihnen, wie das ganz einfach geht!
Sie sind der Star, wenn es schnell gehen muss und unkompliziert sein soll: Nudeln. Doch viel zu oft neigt auch der größte Nudelfan dazu, aus Gemütlichkeit stets dieselbe Nudelsorte zur immer gleichen Sauce zu kochen. Dabei kann Pasta so viel mehr sein! Der GU Küchenratgeber 1 Nudel – 50 Saucen schenkt Ihnen deshalb neue Inspiration mit 50 Rezeptideen für Sugo, Pesto, Salsa & Co., die für Abwechslung auf Ihrem Nudelteller sorgen. Verwöhnen Sie sich und Ihre Liebsten mit einem dampfenden Teller Pasta und einer fix gezauberten Sauce aus einfachen Zutaten, die trotzdem alle von den Socken haut.

Nudelsaucen für alle Gelegenheiten
Egal, ob Sie viel oder wenig Zeit zur Verfügung haben, in 1 Nudel – 50 Saucen finden Sie Rezepte, die zu jedem Zeitplan passen. Denn auch in 15 Minuten lässt sich schon ein würziges Winter-Pesto oder eine Avocado-Creme mit Pilzen zaubern. Im zweiten Kapitel „Schnell gekocht“ bringen Sie in 30 Minuten eine sizilianische Mangoldsauce oder eine exotische Tahin-Sauce auf den Tisch. Und für alle, die etwas mehr Zeit haben, finden sich im dritten Kapitel köstliche Rezepte für gemütlich geschmorte Saucen wie Tintenfisch-Ragout oder Fenchelragout mit Salsiccia. Mit dem GU-Clou bei einigen ausgewiesenen Rezepten im Buch gibt es überraschendes Rezept »Aha!« zum Staunen.

Außerdem zeigt Ihnen GU, welche Ausrüstung Sie brauchen und welche Dinge Sie beachten müssen, um Pasta zu kochen wie beim Italiener.  Vorschläge für drei perfekte Saucenkombinationen lassen hier schon beim Durchblättern das Wasser im Munde zusammenlaufen. Erfahren Sie außerdem, welche Nudelsorten es gibt und welche Nudeln sich zusammen mit welcher Sauce zum vollendeten Pasta-Traum vereinen. 

Details:
Taschenbuch: 64 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; Auflage: 3 (6. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833866179
ISBN-13: 978-3833866173
Größe: 16,6 x 1,2 x 19,8 cm

Fazit:
Das Cover ist total schön gemacht, es zeigt Nudeln mit Sauce und das passt einfach zu dem KüchenRatgeber und schaut auch wirklich lecker aus.
Also grosser Nudelfan ist es natürlich immer gut, wenn man dann andere Saucen versuchen kann und es gibt in dem Ratgeber verschiedenste Saucen mit verschiedenen Zeitangaben und auch verschiedenen benötigten Zutaten. So kann man schnell viele leckere Saucen selber machen, das geht schnell und ist auch sehr kostengünstig. 
Zu Beginn des Buches hat man einen schönen kleinen Exkurs über Nudelsorten und Saucenverhältnisse, so das jeder, der nicht so viel Ahnung vom Kochen hat, schnell eine kleine Einleitung bekommt und danach auch schnell etwas leckeres zaubern kann. 
Die Saucen sind aus vielen Ländern zusammengetragen und so kommt man auch immer wieder zu neuen Geschmackserlebnissen, die man noch nicht so kennt. 
Die Bilder im Ratgeber sind wirklich sehr passend ausgewählt und regen auch den Appetit an. 
Alles im Allen ein sehr gutes Kochbuch für die Momente, wo man mal ideenlos ist. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Mittwoch, 8. Januar 2020

[Rezension] Julian Hannes alias Jarow - Der Mensch ist böse: Wahre Kriminalgeschichten – wahre Abgründe

Beschreibung:
Nervenkitzel pur! Julian Hannes lässt uns 13 wahre Kriminalgeschichten nacherleben. Die Mystery-Größe auf YouTube mit mehr als 2 Millionen Fans lehrt uns das Gruseln: alle Geschichten sind wahr, ungelöst und hochdramatisch. Neben der Faszination über das Verbrechen beschäftigt sich der YouTube-Star mit Fragen wie: Warum wird jemand zum Täter? Kann es mir auch passieren, dass ich zum Mörder werde? Julian Hannes alias Jarow beleuchtet in seinen Kriminalgeschichten all die verschiedenen Facetten der Handlung. Im Mittelpunkt steht nicht nur die grausame, schauderhafte Tat, sondern auch immer die darin verwickelten Menschen. Er möchte nicht nur Wissen, wie es zu den Kriminalfällen kam, sondern er interessiert sich auch für das Schicksal der Opfer und Angehörigen und warum jemand zum Täter wurde. Getreu seinem Motto: „Die Welt ist Böse, passt auf euch auf!“.

Details:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; Auflage: 3 (5. November 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833871326
ISBN-13: 978-3833871320
Größe: 14,2 x 3 x 20,8 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich schön gestaltet, man sieht sehr stechende Augen, die das Cover sehr aufwerten und so macht es das Cover sehr ansprechend. Auch die verwendeten Schriftarten lenken nicht von den stechenden Augen ab, das Cover ist sehr rund und passend gewählt. 
Natürlich muss man sehen, dass Jarow sind vor allem aktuelle und bekannte Fälle neu analysiert, was natürlich positiv auffällt, aber man sollte jetzt keine wirklich unbekannte Fälle erwarten. 
Jarow analysiert die Fälle sehr umfangreich, auch immer wieder mit Einschüben mit Blick auf die Spurensicherung und Interviews, was die Auseinandersetzung sehr gut unterlegt, zudem kommt die Aufteilung in kurze Absätze und so kann man die Fälle auch schön mit Pausen lesen. 
Zudem muss an sagen, dass man die Recherche, die hinter jedem einzelnen Fall steckt, sehr gut herauslesen kann und auch immer wieder merkt, dass da jemand schreibt, der wirklich einen Einblick in die Materie hat und gleichzeitig aber den Leser im Blick hat und ihn nicht mit harten Fakten überfrachten will. 
Besonders spannend ist die Mischung der Fälle, weil man hat ungelöste und auch gelöste Fälle dabei und das ist schon etwas, was man seltener findet. Meistens werden in Bücher dieser Art nur gelöste Fälle bearbeitet und diesem Trend steht Jarow entgegen. 

Fazit:
"Der Mensch ist böse", das unterschreibt man definitiv, wenn man dieses Buch gelesen hat, dabei ist die Mischung der Fälle wirklich sehr gut und man kann sich sehr gut die Fälle einlesen, weil die Daten und Fakten sehr gut eingebracht werden, gleichzeitig wird aber der Leser auch nicht mit einem platten Sachbuch überrannt, Jarow versteht es sehr gut, den Fall zu gliedern und über die Fälle auch immer wieder Nebenschauplätze wie Spurensicherungen und ähnliches einzubinden. 
Ein absolute Empfehlung für jeden Krimi-Fan und Menschen, die sich gerne mit True Crime auseinander setzen. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Danke an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.