Dienstag, 17. September 2019

[Kurz-Rezension] Erwin Leibfried - Goethe erotisch: Der Klassiker ganz frivol für die Wanne

Beschreibung:
Johann Wolfgang von Goethe: ein prüder, biederer Geheimrat? Von wegen! Er liebte es auch deftig-derb, vulgär und anzüglich. Vergessen Sie Osterspaziergang und Erlkönig: Goethe-Kenner Erwin Leibfried zeigt die lüsterne, unbekannte Seite des Frankfurter Dichterfürsten. Das Badebuch nur für Erwachsene lässt sich bequem in 15 Minuten in der Badewanne lesen. Kult und kurzweilig. Technische Details: 8 Seiten, vierfarbiger Offset-Druck auf EVA-Folie (0,18 mm dick), 4 mm Schaumstoff zwischen den einzelnen hitzeverschweißten Seiten.

Details:
Taschenbuch: 8 Seiten
Verlag: Edition Wannenbuch (wannenbuch.de); Auflage: 5. (15. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981598911
ISBN-13: 978-3981598919
Größe: 12,7 x 2 x 14,6 cm

Fazit:
Baden gehen mit Goethe, geht nicht? 
Geht doch und zwar mit dem kleinen netten Wannenbuch, in welchem es um Goethe und seine erotischen Anspielungen in seinen Texten.
Man merkt, dass sich Erwin Leibfried sehr mit den Texten von Goethe befasst hat und dann natürlich auch die Anspielungen von Goethe sehr gut versteht. 
Das Buch liest sich gut in der Badewanne, man schafft es gut in 15 Minuten, das Wasser ist dann noch warm und dann kann sich beim Lesen etwas entspannen. Ab und zu muss man auch mal grinsen und man merkt natürlich, dass man da etwas zwischen den Zeilen lesen muss, aber das ist ja normal, wenn man dann die Texte aus der Zeit von Goethe umsetzt. 
Auf jeden Fall mal eine nette Idee, man kann sich in der Wanne entspannen, das Cover ist schön gemacht und das Wannenbuch ist wirklich robust und es fühlt sich auch gut an, wenn man es in der Hand hat. Die Spritzer und die Hitze machen dem Buch auch nichts aus. 

Dafür gibt es 5 Rosen:
Danke an Edition Wannenbuch für das tolle Badeerlebnis.

Montag, 16. September 2019

[Rezension] Ellen Berg - Trau dich doch: (K)ein Hochzeits-Roman

Beschreibung:
Heirate doch selber!
Hochzeitsplanerin Amelie könnte vor Verzweiflung in den Brautstrauß beißen: Der Bräutigam kann vor Restalkohol kaum stehen, die Braut dreht ohnehin durch, die weißen Tauben haben keine Lust zu fliegen. Noch dazu ist Amelies eigener Traum vom "für immer" gerade zerplatzt – nach ihrer unerfreulichen Scheidung muss sie sich in einem ganz neuen Leben zurechtfinden. Dass sie bei ihrem nächsten Auftrag einem Mann begegnet, der all das zu sein scheint, was sie sich sehnlichst wünscht, macht es auch nicht gerade besser. Denn dummerweise ist er der Bräutigam …

Details:
Taschenbuch: 369 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (17. Mai 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746635403
ISBN-13: 978-3746635408
Größe: 13,3 x 2,9 x 20,5 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist total schön gestaltet, es ist gezeichnet und das schaut total schön, weil das mal auffällt. Die Art, wie die beiden auf dem Cover sich das Essen reichen, ist mal etwas anderes
Amelie ist für die Romantik von anderen Leuten zuständig, sie ist Hochzeitsplanerin, ihr erste selbstgeplante Hochzeit ist alles andere als nach ihren Wünschen und dann erlebt sie die Katastrophe schlechthin, den sie trifft auf einen Mann, der sich interessieren könnte, aber er ist leider der Bräutigam ihres neues Hochzeitsprojektes...
Ellen Berg trifft mit ihrem Stil und ihren Ideen den Nagel auf den Kopf, sie finde die Balance zwischen den lachenden und traurigen Momenten, schafft es aber trotzdem, den Leser so in den Bann zu ziehen, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Zu dem sehr schön flüssigen Stil kommt ein Wortwitz und ein Sinn für Humor, der sich einfach auf den Leser überträgt. 
Der Roman ist an keiner Stelle zäh oder zu langatmig, Ellen Berg versteht es einfach, die Handlung so gut voranzubringen, dass man auf den guten 370 Seiten so viel erlebt, dass man sich fast mitten in dem Roman fühlt. 
Ellen Berg schafft einen bunten Blumenstrauss an Charakteren, alle sind aber authentisch, man merkt aber, dass Ellen Berg Wert auf Details legt, weil keine Figur in dem Roman erscheint blass oder lieblos geschrieben, alle haben auch echt tolle Sprüche auf Lager. Natürlich steht Amelie im Mittelpunkt, die auf einer langjährigen Ehe kommt und nun wieder auf eigenen Beinen stehen muss und ihren Lebensunterhalt mit dem Planen von Hochzeiten verdienen will.
Ellen Berg zieht den Leser auch in die Geschichte durch die Beschreibung der ganzen Orte, man kann sich das alles bildlich vorstellen und das macht den Roman einfach rund. 

Fazit:
Ellen Bergs Roman Trau dich doch ist sicher keine Aufforderung zu Heiraten, aber ein sehr witziges Buch, das einfach nur schöne und entspannte Lesestunden mit viel Spass bereitet, aber gleichzeitig nicht oberflächlich oder von blassen Figuren durchzogen ist. Man kann sich einfach mit dem Buch zurückziehen und es geniessen. 

Dafür gibt es 5 Rosen:
Danke an den Aufbau Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Donnerstag, 5. September 2019

[Kurz-Rezension] Susanne Fröhlich - Charlottes Welt

Beschreibung:
Familienpackung, frisch gemacht
Um Charlotte zu beschreiben, ist es hilfreich, einen Blick auf Geraldine zu werfen. Das ist einfach nicht so deprimierend: Geraldine ist hübsch, hat superreiche Eltern und alle Arten gängiger Unterhaltungselektronik, die mit dem Buchstaben »i« anfangen. Das alles ist und hat Charlotte nicht. Deswegen findet sie auch, dass Geraldine eine Kackbratze ist. Dummerweise ist die Kackbratze das beliebteste Mädchen der Klasse und hat gerade Einladungen für eine »Chill-out-Party« verteilt. Charlotte hat zwar nur durch Zufall eine abbekommen, aber das macht ja nichts. Konsequenz war noch nie ihre Stärke. Charlottes beste Freundin Maja ist umso konsequenter: »Wenn du da hingehst, kannst du mich mal!«, sagt sie. Und jetzt?

Details:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch; Auflage: 2 (12. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783596808953
ISBN-13: 978-3596808953
ASIN: 3596808952
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Größe: 12,5 x 2,1 x 19 cm

Fazit:
Das Cover ist total schön gemacht, es passt auch zu dem jugendlichen Alter, auf das das Buch abzielt.
Charlotte ist 13 und sie ist ein Sandwichkind, ihr kleiner Bruder nervt und der grosse Bruder ist ein echter Überflieger in der Schule und so ist Charlotte immer die, die dann schnell ins Hintertreffen gerät, wenn es in der Familie mal rund geht. Dazu kommen dann auch noch die ganzen Unsicherheiten, die man in der Pubertät so hat. Dann kommt da noch die Einladung vom beliebtesten Mädchen der Klasse, aber das macht alles noch schlimmer...
Das Buch ist sehr entspannt und lustig angelegt, Susanne Fröhlich hat echt lustige Einfälle und verpackt das so herrlich normal, dass passt einfach in ein Leben mit einem Teenager. Leider muss man auch sagen, man merkt dem Buch an, dass es schon etwas schon etwas älter ist, die Sprüche sind schon etwas in die Jahre gekommen und das Internet ist noch nicht so das Thema. 
Die Altersangabe ist sehr passend, es ist eher ein Buch für Teenager, das muss man schon sagen und so sollte man das auch immer sehen. Susanne Fröhlich versucht immer, sich in die Teenager hineinzuversetzen, aber das gelingt leider nicht immer so ganz.
Der Schreibstil von Susanne Fröhlich ist offen und lustig, sie schreibt alles in einem lockeren Stil und verpackt den normalen Teenagerwahnsinn in einen sehr lustigen Roman, der sich super zum Zwischendurchlesen eignet und bei dem man einfach mal abschalten kann.

Dafür gibt es 3 Rosen: 

Dienstag, 3. September 2019

[Rezension] Ksenia Konrad - Alles ausser fern. Wie ich mich (fast unfallfrei) integriert habe - und die anderen auch

Beschreibung:
Eine Russin als Deutschtrainerin in den Bergen: der inspirierend-heitere Erfahrungsbericht einer engagierten Frau.
Raus aus der pulsierenden Metropole Moskau, hinein in die beschauliche Tiroler Provinz
Diesen Schritt wagte die russische Germanistin Ksenia Konrad. Wie es ist, sich an einem fremden Ort zurechtzufinden, exotisch anmutende Gepflogenheiten richtig deuten zu lernen und den anfangs unverständlichen Dialekt zu enträtseln davon kann Ksenia Konrad ein Lied mit vielen Höhen und Tiefen singen. Hinter jeder Ecke lauert eine neue Ausnahme von der Regel. Und heißt es jetzt eigentlich Plusquamperfekt oder Minusquamperfekt? Alles halb so schlimm, beweist Ksenia Konrad: Heute arbeitet sie selbst als Deutschtrainerin für MigrantInnen und hilft anderen dabei, Sprache als Schlüssel für die Tür zur neuen Heimat zu entdecken.
Ein Buch über das Ankommen: mit einer neuen Sprache in ein neues Leben finden
Unkonventionell und ermutigend: Ksenia Konrad ist eine tatkräftige Frau, die etwas zu erzählen hat schließlich kennt sie die Gefühlsskala beim Transfer in eine neue Kultur selbst nur zu gut. Mit viel Herz und Humor entlockt sie selbst aussichtslos scheinenden Situationen eine Portion heitere und motivierende Lebensphilosophie. In ihrem inspirierenden Buch berichtet sie schwungvoll und erhellend von ihrer eigenen Lebensgeschichte und von ihrer Arbeit mit MigrantInnen.

Details:
Gebundene Ausgabe: 204 Seiten
Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1. (27. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3709934826
ISBN-13: 978-3709934821
Größe: 13,1 x 2,2 x 21,1 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist sehr schön bunt gestaltet und zeigt Menschen verschiedener Herkunftsländer und Hautfarben, ein sehr fröhliches und buntes Cover, was auch auffällt.
Ksenia Konrad ist als junge Frau einen weiten Weg gegangen und von Russland nach Österreich gezogen, heute ist sie Deutschtrainerin für Menschen mit Migrationshintergrund und hilft damit Menschen, sich über Sprache besser in ihrer neuen Heimat zurecht zu finden.
Natürlich beginnt Ksenia Konrad dabei mit ihrer eigenen Geschichte vom Ankommen bevor sie dann auf die Lebenswegen andere Menschen übergeht, sie macht das mit viel Menschlichkeit und Humor, so das man das Buch wirklich gerne liest.
Man merkt auch immer wieder beim Lesen, wie bemüht Ksenia Konrad auch neben ihrer Arbeit ist, dass es den Menschen, die neu ankommen, gut geht, so klärt sie Missverständnisse auch und schafft es auch immer wieder, ihre Schüler neu zu motivieren, weiterzulernen, auch wenn Deutsch noch so schwer zu sein scheint. Auch ihre Methoden im Unterricht sind manchmal etwas eigen, aber führen zum Erfolg und das zählt.
Bei den Infos für Muttersprachler, die immer wieder im Text als kleine grammatische Hilfe eingeschoben werden, musste ich auch manchmal zweimal lesen. Man macht es aus Gewohnheit richtig, aber für Menschen, die Deutsch als Sprache lernen, muss das wahnsinnig kompliziert sein. Dabei setzt Ksenia Konrad sehr auf Beispiele, weil man kennt ja auch selber die vielen Ausnahmen, die es in der deutschen Sprache gibt. Leider stört die eingeschobene Hilfe etwas den Lesefluss, weil diese Infos wirklich als Absatz mit in den Text gepackt sind.
Natürlich hat das Buch auch einen sehr aktuellen Bezug, man kann sich dann viel besser in Menschen hineinversetzen, die gewollt oder ungewollt ihr neues Leben in einer anderen Umgebung aufbauen, wie schwer es schon durch die Sprache sein kann und wie man trotzdem eine Integration schaffen kann.

Fazit:
Ksenia Konrad schafft mit ihrer und anderen Geschichten ein schönes kleines Buch über das Ankommen und den Neubeginn in einer anderen Kultur, setzt dafür auf Sprache als Indikator und hat mit viel Humor und Menschlichkeit sehr viel Erfolg damit. Beeindruckend ist, dass sie selber keine Muttersprachlerin ist, sie aber trotzdem versucht, alle deutschen Regeln zu vermitteln, das beeindruckt schon. Leider ist gerade die Konkretheit das, was etwas den Lesefluss stört, weil die eingeschobenen Infos für Muttersprachler stören den Lesefluss wirklich, weswegen es nur 4 von 5 Rosen gibt.

Dafür gibt es 4 Rosen:
Danke für das Rezensionsexemplar an Vorablesen. :)

Donnerstag, 22. August 2019

[Rezension] Viveca Sten - Tödlicher Mittsommer: Thomas Andreassons erster Fall

Beschreibung:
Es ist ein heißer Julimorgen auf Sandhamn im Stockholmer Schärengarten. Eine männliche Leiche liegt angespült am Weststrand der Insel.
Als eine gute Woche später nicht weit davon entfernt eine brutal ermordete Frau aufgefunden wird, muss sich Thomas Andreasson von der Polizeidienststelle Nacka des Falls annehmen.
Anhaltspunkte gibt es kaum. Was verband die Toten mit Sandhamn? Welche Geheimnisse verbergen sich in dem kleinen Ort? Gequält vom Verlust seiner neugeborenen Tochter und von einer zerbrochenen Ehe stürzt Thomas sich in die Ermittlung. Unerwartete Hilfe bekommt er dabei von seiner Jugendfreundin Nora Linde, die mit ihrer Familie die Sommermonate auf der Insel verbringt.
Ein Mörder geht um in der Ferienidylle, und der Druck auf die Polizei wächst. Thomas Andreasson muss den Täter finden, bevor noch ein Mensch stirbt …

Details:
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: KiWi-Taschenbuch (18. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462043110
ISBN-13: 978-3462043112
Originaltitel: I de lugaste vatten
Teil einer Reihe? - Ja, Thomas Andreasson ermittelt, Band 1
Größe: 12,5 x 2,5 x 18,8 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist sehr schlicht gehalten, es fällt nicht gleich ins Auge, wenn man es sieht und wirkt auch sonst eher ruhig und unscheinbar. 
Julimorgen auf Sandhamn im Stockholmer Schärengarten - es wird eine Leiche gefunden und gleich darauf noch eine und nun steht Thomas Andreasson von dem Problem, dass er den Mörder finden muss, obwohl er selber gerade in einer menschlichen Ausnahmesituation steckt, trotzdem steigt der Druck auf ihn immer mehr, weil es nicht noch ein Opfer des Mörders geben soll...
Doch Thomas soll Hilfe von ungewöhnlicher Seite erhalten, seine Jugendfreundin Nora Linde ist im Urlaub mit ihrer Familie und wird seine Partnerin um den Mörder aufzuspüren. 
Viveca Sten schreibt sehr spannend, ihr Spannungsbogen baut sich im Buch gut auf und auch das Finale kommt unerwartet, aber gerade das macht das Buch aus. Auch bezieht Viveca Sten die Landschaft mit ein, etwas, was die Bildhaftigkeit des Krimis sehr unterstreicht. Sie scheint die Umgebung rund um die Schäreninsel Sandhamn sehr gut zu kennen.
Etwas schade ist, dass sie die Charaktere aber nicht so wirklich ausgearbeitet hat, Thomas Andreassons bleibt als Protagonist recht blass und farblos, er wirkt austauschbar und das ist schade, weil es ja der 1. Band einer Reihe ist und an sich hier die Ausgangsbasis der Figuren gelegt wird. Zwar geht Viveca Sten viel auf das Zwischenmenschliche ein, aber sie vergisst dabei etwas die Figuren in ihrer Tiefe und das nimmt dem Buch etwas den Charakter. 
Man darf hier eben keinen reinen Krimi erwarten, Viveca Sten baut einen komplexen Fall gepaart mit einer komplexten Familiengeschichte des Ermittlers zusammen und dabei fehlt manchmal etwas die Balance. 

Fazit:
Ein sehr spannender Krimi, dessen Spannung sich über das Buch sehr gut aufbaut, aber leider fallen die Charaktere etwas hinter den Fall und den zwischenmenschlichen Beziehung zurück und so erlebt man einen Mix aus Krimi und Beziehungsroman, der einen soliden Spannungsbogen aufweist, aber leider etwas an der Charakteristik von Thomas Andreasson spart.

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Samstag, 17. August 2019

[Rezension] Elisa Sabatinelli - Sommer auf meiner Haut

Beschreibung:
Eine Geschichte, so schön wie die Sonne über Italien! 
Mit nur wenig Geld und dem Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter in der Tasche, ist die 26-jährige Lavinia bereit für den Sommer ihres Lebens. Sie reist nach Italien, dorthin, wo ihre Mutter mit dem Mann glücklich war, der sie schließlich beide verlassen hat: Lavinias Vater, den sie nie kennengelernt hat. Jedes Erlebnis, jede Begegnung auf ihrer Reise hilft Lavinia dabei, sich selbst neu zu entdecken. Aber es ist Claudio, attraktiv, charmant und unwiderstehlich, der ihr Leben für immer verändern wird. Als er nach einer romantischen Nacht verschwindet, spürt Lavinia, dass sie ihn wiederfinden muss ...

Details:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (21. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783734105784
ISBN-13: 978-3734105784
ASIN: 3734105781
Originaltitel: Sulla mia pelle (Summer 1)
Teil einer Reihe? - Ja, der Diologie vom Italienischer Sommer, Band 1
Größe: 12,2 x 3 x 18,5 cm

Eigene Meinung: 
Das Cover ist wirklich schön gemacht, es macht Lust auf Sommer und Sonne in Italien und das spricht einen schon an. Es macht einfach Lust auf Urlaub und Sommer und bietet einen netten Blick auf ein kleines italienisches Dorf an der Küste.
Lavina reist kurz nach dem Tod ihrer Mutter von Barcelona nach Italien um sich auf die Spuren aus dem Tagebuch ihrer Mutter zu begeben und die Orte aufzusuchen, die ihre Mutter glücklich gemacht haben und will dabei ihren Vater finden, den sie nicht kennt, der ihre Mutter aber auch sehr glücklich gemacht hat. Bei ihrer Reise trifft sie auf Claudio, den sie schon aus ihrem Musikstudium kennt und die Beiden entdecken ihre Leidenschaft füreinander...
Doch Claudio soll nicht die einzige erotische Begegnung auf Lavinas Reise durch Italien bleiben...
Lavina bleibt trotz der in der Ich-Perspektive geschriebenen Roman für den Leser eher unnahbar und das ist sehr schade, weil gerade in den Momenten der Trauer und der Melancholie wirkt das alles nicht so echt. Auch die Art, wie sie sich teilweise auf die heissen Nächte einlässt, sind sicher nicht für jeden Geschmack etwas.
Das Augenmerk der Reise liegt eher in den lustvollen Begegnungen, die Lavina mit fremden Männern und auch einer Frau hat, an sich nichts schlimmes, aber dann sollte man das auch aus dem Klappentext schon etwas erkennen und das war hier nicht der Fall. Sex als Mittel gegen Trauer scheint auch nicht wirklich eine gute Idee zu sein, allerdings kann man nicht sagen, wie es weitergeht, da das Buch ein offenes Ende aufweisst und man so als Leser etwas stehen gelassen wird. 
Der Schreibstil von Elisa Sabatinelli ist ganz nett zu lesen, man startet gut in die Geschichte und auch die Orte, an denen sie ihr Buch spielen lässt, sind gut beschrieben, dennoch bleibt die Beschreibung der Reise durch Italien eher im Hintergrund, den Elisa Sabatinelli legt mehr Wert auf die Lust und die Leidenschaft, was in vielen Momenten etwas zu viel des Guten ist. 

Fazit:
Der Plot bietet einen gute Idee, aber die wird leider nicht ganz umgesetzt und dann hat man das offene Ende, was nicht wirklich ein abgeschossenes Buch verspricht und das ist sehr schade. Die Reise durch die Italien wäre schöner gewesen, wenn man sie nicht nur auf Leidenschaft aufgebaut hätte, so das alles andere sehr in den Hintergrund rückt und daher nur ein netter lustvoller Roman, mit einem schönen Cover, wobei der Klappentext aber die Erotik gleich mal weglässt. 

Dafür gibt es 3 Rosen:
Danke an das Bloggerportal von Random House für das Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 14. August 2019

[Rezension] Annie Laine - Frag nicht nach Liebe

Beschreibung: 
Musterschülerin Emilia kann es nicht glauben: Ausgerechnet Ethan ist ihr Partner in einem wichtigen Schulprojekt! Der Mädchenschwarm hat nicht nur ein verdammt loses Mundwerk, er ist auch ihr erklärter Erzfeind. Um ihre Chancen auf den Platz an ihrer Traumuniversität Stanford zu retten, wagt sie das vorgeschriebene Experiment. Mit nur 36 Fragen sollen sie sich ineinander verlieben können. Emilia ist sich sicher - eher friert die Hölle zu, als dass sie Ethans schiefem Grinsen und seinen grünen Augen verfällt. Doch mit jeder weiteren Antwort wird ihre Feindschaft auf die Probe gestellt …

Details:
Format: Kindle Ausgabe / Taschenbuch
Dateigröße: 746 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 258 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B07S37SLPC

Eigene Meinung:
Das Cover ist etwas sehr bunt, aber es soll die Wissenschaft verkörpern, die Teil der Geschichte ist und eigentlich auch Grundlage der 36 Fragen, die in der Geschichte ein entscheidende Rolle spielen.
Emilia, die alle nur Em nennen, muss nach einer besonders blöden Aktion das wichtigste Schulexperiment des Jahres mit Ethan - Footbalspieler und Mädchenschwarm der Schule - bewältigen. In dem Experiment geht es darum, die These zu widerlegen, dass man sich mithilfe von 36 Fragen verlieben kann und das will Em natürlich schaffen, weil sie ihren Platz in Stanfort sicher möchte. 
Doch das Leben lässt sich nicht planen und auch die Antworten machen das Vorhaben von Em  nicht gerade einfacher...
Annie Laine schafft mit Em und Ethan zwei wirklich verschiedene Teenager, die auch einen andere Stellung in der Schule inne haben und sich dann trotzdem zusammenraufen müssen, damit ihre gemeinsame Aufgabe bewältigt werden kann. Ethan bleibt dabei im ersten Moment etwas blass, das ändert sich aber schnell, Em lernt man gleich auf der ersten Seite im Buch kenne und muss sich erstmal mit ihr anfreunden, weil sie ist schon sehr ehrgeizig, 
Der Schreibstil von Annie Laine ist locker und leicht, man fliegt schon durch die Seiten, weil sie auch einen gewissen Witz mit in die Geschichte bringt. Leider lässt sich Em und Ethan in manchen Momenten zu rational handeln und das passt nicht wirklich zu den Teenagern, die sie noch sind. 

Fazit:
Annie Laine versteht es, zwei wirklich spannende Charaktere, die auf den ersten Blick so verschieden erscheinen durch ein Experiment in 36 Fragen sich sehr nah zu bringen und schreibt dabei doch lockerleicht und voller Humor, dass man das Buch wirklich schlecht aus der Hand legen kann. Leider ist manchmal Em sehr anstrengend und teilweise sind die Handlungen etwas zu erwachsen, aber alles im Allem ein sehr süsser Liebesroman, der wunderbar für einen schönen Leseabend geeignet ist. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Danke an Annie Laine für die Leserunde auf Lovelybooks.