Ein Sammelsurium voller Geistesblitze, Notizen und der Kunst von Moritz Götze.
Manchmal findet ein Buch auf ganz besonderem Weg zu einem. Dieses Exemplar von »Mir fällt gerade ein...« habe ich von einer beeindruckenden Lesung mitgebracht, die Manfred Krugs Sohn gestaltet hat. Falls ihr meinen Bericht dazu verpasst habt, könnt ihr hier nachlesen – es war ein Abend, der den Künstler Krug noch einmal sehr lebendig werden ließ.
Was ist eigentlich ein „Sammelsurium“?
Passend zum Titel ist dieses Buch ein echtes Sammelsurium. Aber was bedeutet das eigentlich? Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine bunte Mischung aus Resten. Heute nutzen wir ihn für eine Sammlung von Notizen, Fundstücken oder Gedanken, die vielleicht keine klassische Ordnung haben, aber gerade deshalb so faszinierend sind.
Genau das erwartet euch hier: Es ist kein „vollständiges“ Werk, sondern eine Schatzkiste aus Tagebucheinträgen, spontanen Einfällen und Notizen, die Manfred Krug uns hinterlassen hat.
Kurzweilig, ehrlich und künstlerisch brillant
Das Lesen ist herrlich kurzweilig. Es fühlt sich an, als würde man Krug über die Schulter schauen – humorvoll, direkt und ungeschönt. Man hört seine markante Stimme förmlich aus den Zeilen heraus.
Ein absolutes Highlight sind die Illustrationen von Moritz Götze. Seine Radierungen sind weit mehr als nur schmückendes Beiwerk; sie fangen den Geist der Texte perfekt ein und machen das Buch zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Die Symbiose aus Krugs Wortwitz und Götzes markantem künstlerischen Stil ist einfach meisterhaft umgesetzt.
Mein Fazit
Wer Manfred Krug mag, wird dieses Buch lieben. Es ist kein klassischer Roman, sondern ein intimes Dokument eines großen Künstlers, das durch die Verbindung von Text und Kunst besticht. Dass ich es mit der Erinnerung an die Lesung seines Sohnes verbinde, macht es für mich persönlich noch wertvoller.
Meine Bewertung:
Ein charmantes und optisch wunderschönes Werk, das in keinem Fan-Regal fehlen sollte.
4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹

