Samstag, 19. Juni 2021

[Rezension] Constanze Dennig - Verkauft: Alma Liebekind ermittelt

 
Beschreibung:
Während eines Krankenhausaufenthalts beobachtet Alma Liebekind, von Beruf Psychiaterin, dass ein Todesfall in der Klinik anscheinend vertuscht wird. Sie kann es nicht lassen, sie muss das Geheimnis dieses ominösen Todesfalles lüften. Ihre neugierige Mutter steht ihr dabei tatkräftig zur Seite. Wieder einmal kommen die beiden Almas Freundin Erika, der Chefinspektorin, in die Quere.

Details:
Herausgeber: Ueberreuter, C.; 1. Edition (13. März 2020)
Sprache : Deutsch
Broschiert: 256 Seiten
ISBN-10: 380008001X
ISBN-13: 978-3800080014
Reihe: Buch 4 von 4 in der Alma Liebekind Serie
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Eigene Meinung: 
Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt. 
Als Alma Liebekind eine seltsame Beobachtung in einem Wiener Sanatorium macht, in dem sie wegen einer Fehlgeburt behandelt wird, fragt sie sich, ob man hier ein Verbrechen verschleiern möchte und beginnt sich zusammen mit ihre Mutter auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche...
Constanze Dennig streift im Buch das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik, aber das auch nur am Rande und das ist etwas schade, weil das hätte man etwas mehr einbinden können. Es fehlt hier einfach etwas der Fokus auf die Herkunft der Frau, die nachts ins Sanatorium eingeliefert wird. 
Alma ist als Hauptprotagonistin etwas schwierig, sie ist irgendwie keine Figur, die man ins Herz schliesst, aber so ergeht es dem Leser mit allen Figuren, sie bleiben etwas blass, man kann sie nicht wirklich greifen. 
Constanze Dennig beginnt nicht gleich mit dem wirklichen Fall, sie legt die Geschichte so an, dass man erstmal etwas die Charaktere und deren Einbettung in ihr Leben, so das es zu Beginn nicht wirklich wie ein Krimi anmutet, leider wird das auch im Verlauf des Buches nicht besser, weil der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden ist. 
Constanze Dennig hat einen sehr interessanten Schreibstil, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und durch ein paar kleine wienerische Feinheit kommt auch etwas der österreichische Charme des Buches durch. Sie hat eine sehr auffallende Sprachwahl, so dass man immer wieder Begriffe aus dem lateinischen oder dem Dialekt als Fussnote erklärt werden muss. Gewollt spannend legt sie kleine Spuren, die sie dann später im Buch wieder aufnimmt und deren Bedeutung erst dann klar wird, aber die auch nicht wirklich zur Spannung beitragen. 
Dieser Band ist bereits der 4. Band der Reihe, an sich ist der Fall abgeschlossen, wer sich aber für die Figuren an sich interessiert und gerne mehr als den Steckbrief zu Beginn des Buches haben möchte, sollte mit Band 1 der Reihe starten. Wenn man erst mit Band 4 einsteigt, ist es etwas schwierig, die Personen immer klar zuzuordnen und sich die Beziehungen der Charaktere zu erschliessen. 

Fazit: 
Die Idee des Krimis ist wirklich gut, aber in der Umsetzung ist es eher ein spannender Roman als ein Krimi. Irgendwie steht der Fall eher so neben den Beziehungen zwischen den Charakteren und gewinnt nicht wirklich die Oberhand. 
Constanze Dennig hat einen etwas spezielle Art zu schreiben, an die man sich gewöhnen muss und die sicher nicht jeder so gut findet, weil man manchmal eben erstmal die Fussnoten lesen muss und das schon im Lesefluss etwas stört. 
Alles im allem kann man sagen, der Plot ist gut, das Cover auch, aber der Schreibstil, die Charaktere und auch der Fortgang der Handlung überzeugt nicht. Man muss sich sehr auf das Buch einstellen, weil der Humor und auch das Ermittlerduo aus Mutter und Tochter nicht wirklich zu der Krimiidee passen wollen. 

Dafür gibt es 2 Rosen: 
Danke an Vorablesen und den Ueberreuter Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Donnerstag, 17. Juni 2021

[Picknickkonzert 2021] Campino präsentiert "Hope Street. Wie ich einmal englischer Meister wurde" ~ Gespräch - Lesung - Musik

Hallo ihr Liebe und herzlich willkommen zu meiner Review zu 
Campino präsentiert "Hope Street. Wie ich einmal englischer Meister wurde" ~ Gespräch - Lesung - Musik im Rahmen der Picknickkonzerte 2021 in der Rinne Dresden. 

Hier erstmal die Eintrittskarte plus natürlich der negative Schnelltest, den wir für den Einlass brauchten: 


Einlass war um 18 Uhr und wir waren gegen 17.30 Uhr in der Rinne, da stand schon einiges an Fans an und man konnte aus allen Ecken Musik von den Toten Hosen hören, das war schon mal was. Mal wieder Menschen sehen, anstellen in einer Reihe voller Vorfreude, Musik hören, das war der Hammer. :) 


Hier noch ein Bild der Decken, es war ein Picknick-Konzert und das war so schön. :) 

Campino hat den Abend sehr gut gestaltet, viel erzählt, einiges gelesen, einige Lieder gesunden, natürlich auch welche von den Hosen, aber auch einige persönliche Lieblingssongs, die er immer mal singen wollte. Eine sehr besondere Lesung, einfach etwas anders als sonstige Lesungen. 

Hier noch ein paar Bilder für euch: 



Und natürlich konnte ich nicht widerstehe, es gab signierte Buchexemplar und ja, ich musste eins mitnehmen. Für euch noch die Karte mit Buch und die Signatur von Campino. 


Alles Liebe, 
Katja

Wichtiger Hinweis: 
Der Beitrag erschien wortgleich auf dem Blog Zwischen Noten und Konzerten. Da es in beide Blogs passt, ist das so gewollt. 

Dienstag, 25. Mai 2021

[Kurz-Rezension] Cordula Weidenbach - Ein Bruder zu verkaufen mit Bett und Spielzeug: Wenn Kinder Zettel schreiben

Beschreibung:
Große Geschichten auf kleinen Zetteln festgehalten: das erste Kinderzettel-Buch

"Papa, wie ist dein Ei Fon Kot?" – "Liebe Zanfee, ich habe meinen Zan verschlugt." – "Mama, bitte den Kiffertopäden zurückrufen!".
Kinderzettel sind geistreich, witzig, kunterbunt und stecken voller Herz. Cordula Weidenbach hat die lustigsten, verblüffendsten und unterhaltsamsten Notizen, "Dschuldigungen", Liebeserklärungen, Wunschzettel, Einkaufslisten und Wutbriefe gesammelt – ein perfektes Geschenk für alle, die Kinder lieben!

Details:
Herausgeber: Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (11. Februar 2019)
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 176 Seiten
ISBN-10: 3453604571
ISBN-13: 978-3453604575
Abmessungen: 11.9 x 1.3 x 18.8 cm
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Fazit: 
Das Coverbild ist schon mal echt süss gemacht und man sieht auch gleich, um was es in dem Buch geht, es sind so schöne Zettel von Kindern, die einfach mal ihre Welt in knappen Worten oder Bildern erklären, inklusive sehr süsser Rechtschreibfehler. 
Ein tolles Buch, sehr kurzweilig und einfach zum Lachen, ausserdem kann man dann mal schön abschalten, die Zettel sind teilweise echt süss gemacht und man hat einfach Spass beim Lesen. 
Auch als kleines Mitbringsel für eine junge Familie super geeignet. 
Leichten Abzug gibt es, weil das Buch leider etwas dünn geraten ist, etwas mehr wäre sehr schön gewesen. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Dienstag, 18. Mai 2021

[Rezension] Maria Bachmann - Panikrocker küsst man nicht ~ Wie mich die wilde Liebe zu Udo Lindenberg ins Leben katapultierte

 Beschreibung:
»Maria war damals schon ’ne Schlau-Frau, erst ’n bisschen schüchtern vom Kartoffelacker in die Großstadt, künstlerisch, immer neugierig auf die Wundertüte des Lebens. Heute gibt sie den Leuten viel Energy, Fraktion ›Durchblick und Unbescheidenheit‹. Coole Compagnera mit Seelen-Tieftaucher-Lizenz und Abenteuergeist. Das brauchen wir heute.« Udo Lindenberg

Mitte der Achtzigerjahre in der deutschen Provinz: Die junge Krankenschwester Maria sehnt sich nach einem Leben voller Freiheit und Erfüllung. Als sie auf einem Konzert Udo Lindenberg kennenlernt, landet sie erst im Tourbus der Band, dann in seinen Armen. Schnell erliegt sie dem rebellischen, wilden und kompromisslosen Charme des »Panikrockers«. Doch es knirscht zwischen ihnen, und während sie vom Ankommen träumt, will er radikale Unabhängigkeit. Maria braucht Jahre und viele schöne, aber auch schmerzliche Erfahrungen, bis sie sich von ihm löst und ihren eigenen Weg findet. In der aktualisierten Neuauflage dieses 1992 erstmalig erschienenen Buches erzählt die bekannte Schauspielerin und Autorin Maria Bachmann eindrucksvoll und inspirierend die leidenschaftliche Geschichte einer lebenshungrigen Frau, die ausbricht und erst Udo Lindenberg, dann die große weite Welt und schließlich ihr eigenes Leben erobert.

Details: 
Herausgeber: Goldmann Verlag; Neuveröffentlichung Edition (20. Januar 2020)
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 256 Seiten
ISBN-10: 344214258X
ISBN-13: 978-3442142583
Abmessungen: 12.5 x 2.2 x 18.7 cm
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Wichtiger Hinweis: 
Das Buch ist eine Neuauflage, das Buch ist bereits 1992 erschienen und ist nun aktualisiert wurden. 

Eigene Meinung: 
Das Cover hat schon so einen Hauch von der Hamburger Reeperbahn, man sieht die Lichter und den Titel im Neonlicht, das fällt schon auf, da geht der Untertitel und auch der Autorennamen fast schon etwas unter. 
Maria ist eine einfache Krankenschwester mit einem grossen Lebenshunger, aber sie weiss nicht, wie sie der Provinz entkommen soll, doch dann ist da dieses Konzert von Udo Lindenberg bei ihr in der Nähe und aus einem Abend voller Musik wird der Sprung in ein neues spannendes Leben... 
Das Buch katapultiert den Leser in die Mitte der 80er Jahre zurück, aber deswegen wirkt die Geschichte nicht altbacken oder irgendwie aus der Zeit gefallen, sie ist eher spannend und durch die Verstrickungen auch spannend und unterhaltsam. 
Maria Bachmann gibt dem Leser einen guten Einblick in die Welt um Udo Lindenberg herum und beschreibt sehr anschaulich, wie sie als damals noch junge Krankenschwester durch Zufall Udo Lindenberg kennenlernt und dabei sich selber findet, natürlich auch mit Hilfe des Panikrockers. 
Maria Bachmann schildert die Jahre mit Udo Lindenberg sehr eindringlich und voller Emotionen, sie gibt auch Einblicke in einige ihrer Tiefpunkte, aber auch in das Leben von Udo Lindenberg als Rocker der Nation und gerade das macht das Buch authentisch.
Abgerundet wird das Buch durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil von Maria Bachmann, der das Buch wirklich fesselnd macht, dass man es kaum aus der Hand legen möchte. 

Fazit:
"Panikrocker küsst man nicht" ist ein Buch, was man wirklich in einem Rutsch lesen kann, es ist ein sehr emotionales und spannendes Buch, voller Verstrickungen und Träume, aber auch von einer aufregenden Zeit, die man nie vergisst. 
Ein Buch, was sicher nicht nur für die Fans des Panikrockers oder von Maria Bachmann interessant ist, weil es einfach ein paar Einblicke in das Leben des Rockers gewährt, aber gleichzeitig die Gefühlsachterbahn von Maria Bachmann widerspiegelt. 

Dafür gibt es 5 Rosen: 
Danke an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Wichtiger Hinweis: 
Die wortgleiche Rezension findet sich im Musikblog Zwischen Noten und Konzerten, das ist so gewollt, weil das Buch in beide Blogs passt. 

Montag, 17. Mai 2021

[Aktuelles] Wie ehrlich ist die Buchszene?

Hallo ihr Lieben,

heute mal zu einem ganz aktuellem Thema, was die lieben Leute von Recensio Online wirklich gut aufgenommen haben und das seit ein paar Tagen auf Facebook und Instagram heiss diskutiert wird und zwar geht es darum, wie ehrlich die Buchszene eigentlich ist.

Da ich so den Eindruck habe, dass ich die paar Zeichen beim Kommentieren nicht ausreichen, habe ich mir gedacht, werde ich doch mal einen ganzen Post dazu verfassen. Im Übrigen sei an der Stelle gesagt, dass es dabei nicht nur die Buchszene betrifft, auch viele andere Sparten oder auch grosse Influencer, worüber man sich da wundern kann. 

Ihr bekommt also heute mal völlig offen meine Meinung um die Ohren gehauen, ich warne da schon mal vor, damit ihr euch nicht wundert, weil das natürlich auch gleichzeitig ein tiefer Blick hinter die Kulissen gibt, was eigentlich so manchmal zwischen Autoren und Bloggern, Bloggern und anderen Bloggern etc. abläuft. 


~ Gekaufte Follower ~  
Also mal ab davon, dass ich dafür kein Geld ausgeben würde, wundere ich mich doch manchmal, wenn ich mir die Interaktion auf grösseren Profilen ansehe, wie wenige Kommentare oder Likes reinkommen, wenn die Followerzahl doch so gross ist. Das ist einfach der Eindruck, wenn man immer mal wieder schaut, was ein Bild oder ein Post für eine Reichweiter generiert, kann man da einiges ableiten. 

Klar geht viel über die Zahl der Follower und auch einige Verlage setzen eine Mindestfollowerzahl voraus, um einen als "Buchblogger" ernst zu nehmen, aber auf der anderen Seite muss man es auch realistisch sehen, es ist eine Zahl, Punkt. Die Zahl sagt nun wenig über den Account oder den Content aus und ich glaube, dass man sich von der Vorstellung mal verabschieden muss. 

Ich bin ehrlich, ich habe lieber weniger Follower, aber dafür welche, die mein Content und auch meine Meinung interessieren und die dann nicht nur liken sondern auch kommentieren, das bringt mir in meinen Augen mehr. 
Klar kann ich dann sagen, ich habe so und so viele Follower, aber ich bin da vielleicht anders, mir ist es wichtig, dass ich keine 50 % oder mehr Followerleichen, wie man sie immer so schön nennt, habe, die zwar da sind, aber weder etwas kommentieren noch irgendwie Interesse an meinen Posts haben. 
Aber klar hat es dann auch etwas mit Selbstwahrnehmung zu tun, wenn ich denke, ich bin so wichtig, dass ich mir Follower kaufen muss oder mich dann eben für grössere Verlage oder auch Marketingagenturen interessant genug machen muss. 


~ #miteinanderstattgegeneinander ~
Ja, ich habe den Hashtag auch schon genutzt und ja, ich würde sagen, ich bin einer der Blogger, die gerne helfen, ich teile auch wirklich viel und wer mir auf Instagram oder auf Facebook folgt, sieht, dass ich gerne Gewinnspiele oder andere tolle Beiträge von anderen Seiten / Bloggern / Verlagen / Autoren etc. teile. Ich finde es einfach richtig, dass man das macht, dabei geht es mir auch nicht um ein Dankeschön, aber ich merke, dass sich viele, die meine Story oder auch meine Seite anschauen, darüber freuen, wenn sie dann mal etwas anderes lesen können oder auch die Chance auf einen Gewinn haben, ist in meinen Augen auch nichts dabei. 

Leider muss man aber auch so offen sein und ich bekomme das auch mit, dass eben Blogger manchmal nicht nett sind, wenn man sie anschreibt oder eben auch mal gar nicht reagiert, was ich nicht verstehen kann. Ich freue mich immer, wenn mir jemand schreibt oder sich einfach nur bedankt, das ist für mich guter Ton, aber das sieht natürlich jeder anders. 

Was in meinen Augen gar nicht geht, aber leider auch immer wieder gemacht wird, ist Bilder zu klauen, immer wieder erlebt man sowas. Auch werden teilweise Rezensionen gleich komplett übernommen und als eigene ausgegeben. Ganz schlimme Art, ich war selber zwar noch nie betroffen, aber man bekommt das immer wieder mal mit. Mehr dazu erfahre ihr unter dem Punkt Rezensionsexemplare. 

Neid unter Bloggern ist auch immer wieder ein grosses Thema, natürlich gibt es die, die wirklich gute Seiten führen, viel posten und damit auch viele ansprechen. Nur das Problem des "Gönnen können" gibt es überall, man kann sich davon nicht wirklich freisprechen. 


~ Autoren und ihre Eigenarten ~
Also ich finde an sich Autoren wirklich nett, ich hatte bisher wenig das Pech auf Menschen zu treffen, die mir unsympathisch waren. 
Beginnen wir mal mit dem Thema Kritik, ich finde Kritik gut und auch wichtig, weil nur wenn ich die Kritik, die ich bekomme, ernst nehme, kann ich es vielleicht ändern. Aber das ist leider nur meine Meinung, ich finde es zum Beispiel störend, wenn ich Fehler im Buch lese oder die Grammatik nicht stimmt, kann alles passieren, aber nicht am laufenden Band und sowas sage ich dann auch offen in meiner Rezension. Alles menschlich, aber für mich eine Kritik, die ich nicht so wirklich schlimm finde, damit aber auch schon angeeckt bin. Ich denke mir aber immer, wenn ich Kritik in einem angepassten Ton mit Belegen anbringe, ist das nichts, was falsch ist. 

Über ein Buchthema lässt sich ja vortrefflich streiten, deswegen lasse ich die inhaltliche Wertung hier mal etwas aussen vor, weil das von Buch zu Buch verschieden ist. 
Im Übrigen ist niemand ein schlechter Mensch, weil er einen "Beststeller" kritisiert, das kommt auch immer mal wieder vor, dass man dann die Blogger teilweise zerreist, weil sie das Buch eben nicht so toll fanden. Aber gerade das macht es doch spannend, weil jeder von uns anders liest. Nur weil ein Autor schon gute Romane / Thriller etc. geschrieben hat, muss nicht jedes Buch gleich gut sein. Und man soll ja auch offen mit seiner Kritik sein, also da sollte man nie an Herzdrücken sterben. 

Ich habe aber  durchaus schon von Bloggerkollegen "unmoralische" Angebote mitbekommen, da werden Preise für gute Rezensionen bezahlt oder der Autor gibt genau vor, was dann in der Rezension stehen soll, alles schon mitbekommen und es schockt mich immer wieder. Wenn ich als Autor nicht hinter meinem Werk stehe, habe ich vielleicht den falschen Weg verfolgt und sollte kein Buch schreiben. 

Etwas, was unter Autoren auch sehr beliebt zu sein scheint, ist der Rezensionstausch. Vielleicht habt ihr das, liebe Leser, noch nie gehört, aber es gibt durchaus unter Autoren ein sehr spezielles Phänomen, man tauscht praktisch untereinander 5 Sterne (bei mir im Blog sind es ja Rosen) Rezensionen aus, also du gibst mir 5 und dann gebe ich dir auch 5. Klar, viele Verkaufsplattformen orientieren sich an den Sternen, die die Käufer oder Leser geben, damit erhofft man sich eine bessere Sichtbarkeit, auch so eine komische Art, wenn mir etwas gefällt oder ich hinter etwas stehe, muss ich keinen Rezensionstausch machen. 
Nur um der Vollständigkeit gerecht zu werden, es gibt natürlich auch den Fall, dass es neidische Autoren gibt, die dann vorsätzlich 1 Sterne Rezensionen verteilen um anderen Autoren zu schaden, das sollte man hier natürlich auch nicht ausser Acht lassen. 

Ich finde Ehrlichkeit ist wichtig, ich stehe dazu, dass ich viel nach dem Cover kaufe und bisher hatte ich damit auch wirklich viel Glück, aber mir würde es nie einfallen, nach den Vorgaben des Autors zu schreiben. Mein Blog oder auch meine Seite sind mein Hobby, also entscheide ich, was ich euch hier präsentiere und was nicht. Und da würde es für mich keinen Preis geben, dass ich da von meiner Meinung abrücke. 

Im Übrigen sei an dieser Stelle gesagt, dass man sich nicht auf die Empfehlungen von bekannten Autoren verlassen sollte, nur weil der Verlag damit wirbt. Also es mag nicht immer so sein, aber es gibt durchaus Agenturen, die solche Empfehlungen vermitteln, es kann also durchaus sein, dass der Autor, mit dessen Zitat über das Buch man werbewirksam umgeht, das Buch selber nie gelesen hat. Alles schon erlebt und mitbekommen, das ist eine Masche um mehr Bücher zu verkaufen und leider sind die Bücher manchmal eher Mittelmass oder auch darunter. 


~ Rezensionsexemplare ~
Ein ganz grosses Thema unter Bloggern, was ich jetzt hier mal dazu setze (es war in der ursprünglichen Diskussion nicht mit drin), weil es etwas ist, was mich persönlich immer wieder nervt. Ich gestehe, ich freue mich auch mal über ein Rezensionsexemplar, keine Frage, aber leider gibt es Menschen, die nur wegen dieses Goodies einen Blog hochziehen. Ich bin schon lange als Bloggerin unterwegs und ich habe nicht wenige Blogs erlebt, die sehr schnell wieder verschwunden waren, wo man dann im Nachhinein hört, dass sie bei dem und dem noch Rezensionen offen hat. 

Oder auch, dass man Blogs einfach mal so mit fremden Rezensionen bestückt (was meist sehr schnell auffliegt, aber der Nachweis, wer dann welche Rezension verfasst hat, ist manchmal nicht so einfach) und dann die Verlage abklappert, damit man etwas bekommt. Sehr komischen Vorgeben von einigen Menschen, aber das ist eben diese Sucht nach Anerkennung, die wohl da die Menschen treibt. 

Des weiteren ist es leider so, dass grosse Verlage sehr oft 5000 oder mehr Follower verlangen, damit man überhaupt mal in den Genuss eines solchen Exemplares kommt, sieht dann aber auf der anderen Seite auf Instagram oder Facebook gewisse Blogger, die mal eben so die kompletten Neuerscheinungen als Satz geliefert bekommen. Sehr schwieriges Thema in meinen Augen, da sind wir dann wieder beim Thema Follower kaufen, was heute schon Punkt 1 war. 

Das hat an sich natürlich auch etwas mit Neid oder Missgunst zu tun, wenn man sagt, warum hat er und nicht ich, aber ich bin einfach an einem Punkt angekommen, wo ich mir sage, wenn ich es nicht bekomme, dann haue ich es auf meine Wunschliste (und ja, die ist gut gefüllt) und wenn ich das Buch mal sehe oder bekomme es als Mängelexemplar oder günstig als 2. Hand Ausgabe, dann ist das für mich auch okay, weil es ändert ja den Inhalt nicht. Dass die Wertschätzung des Buches als Medium schon start abgenommen hat, sieht man ja schon daran, dass man teilweise 6 Monate nach Erscheinen das Buch für einen Bruchteil des Preises als gebrauchtes Buch erwerben kann. 


Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal so viel über ein Thema geschrieben habe, aber ich hoffe, ich habe euch damit nicht komplett überfahren. 
Wenn ihr mehr wissen wollt, lasst mir gerne einen Kommentar oder eure Meinung da, das würde mich total interessieren. 

Alles Liebe,
Katja

Sonntag, 9. Mai 2021

[Rezension] Carlton Mellick III - Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht

Beschreibung: 
Eine irre Liebesgeschichte, ebenso gruselig wie herzerwärmend.

Ethan ist in das seltsamste Mädchen der Schule verliebt. Die mit den Spinnen im Haar. Die, die sie Spiderweb nennen.
Obwohl sie alle anderen Kinder in der Schule abschreckt, hält Ethan Spiderweb für das süßeste Mädchen der Welt. Aber es gibt ein Problem: Jedes Mal, wenn sie starke Gefühle hat ... nun ja ... explodiert ihr Gesicht.
Je näher die beiden sich kommen, desto absonderlicher wird ihr Zustand …

Der neue Roman vom Kultautor der Bizarro-Fiction. Verstörend explosiv.
Carlton Mellick III zu lesen ist, als falle man in das Kaninchenloch, das dich ins Wunderland bringt.

Details:
Verlag: Festa Verlag; deutsche Erstausgabe (23.06.2020)
Ausführung: Mit Leseband, gebunden in der Festa-Lederoptik
Seiten: 160 Seiten
ISBN: ohne ISBN (Privatdruck)
ASIN : B0895SVFZQ
Originaltitel: Every Time We Meet at the Dairy Queen, Your Whole Fucking Face Explodes
Buchreihe: Festa Special
Format: 19,5 x 12,5 cm
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Eigene Meinung:
Es beginnt schon mit dem Cover, ein wirklich schönes Cover, in das man sich verlieben kann, süss und irgendwie macht der lange Titel es noch spannender. 
Spiderweb, die eigentlich Jill heisst, die aber niemand so nennt, ist in der Schule nicht besonders angesehen, sie ist die, die mit niemanden spielt, sie ist aber in den Augen von Ethan das schönste Mädchen der Schule, aber er weiss erst nicht richtig, wie sie an sie herankommen soll. Doch dann kommen sie sich näher und ihre Explosivität ist 
Ethan und Spiderweb sind zwei sehr spannende Charakter, die auf eine seltsame Art auch süss sind, gleichzeitig aber ihren Platz im Leben sehr genau kennen. Aber ihre Liebe stellt vieles auf den Kopf, weil Spiderweb nicht so ganz normal ist, das merkt man auch gleich nach ein paar Seiten im Buches. 
Es tauchen zwar immer wieder einige Nebencharaktere in dem Buch auch, aber die bleiben auch Nebencharaktere und bis auf den Vater von Spiderweb bleiben sie auch recht blass. Der Vater von Spiderweb ist ein besonders spannender Charakter, weil er scheint die Explosivität der Frauen der Familie zu kennen und auch sich auf das Leben mit den Verletzungen und die ganze Umstände eingerichtet zu haben, auch wenn das von aussen betrachtet sehr skurril wirkt. 
Carlton Mellick III hat einen sehr flüssigen Stil, seine Übergänge sind manchmal etwas verrückt, aber das ist auch ganze Buch an sich, daher passt der Stil zum Buch und die Geschichte ist keine normale Liebesgeschichte, sie hat einen gewissen Kick. Sein Schreibstil ist sehr schnörkellos und schlicht, aber durch die Verrücktheit der Geschichte ist es immer besonders, wenn man in die Geschichte eintaucht, weil sie wirklich bizarre Fiktion ist. 
Die 160 Seiten sind schnell weggelesen, ein bisschen mehr wäre klasse gewesen, wenn das Buch etwas mehr gehabt hätte, aber so ist es eben. Trotzdem erlebt man auf diesen paar Seiten eine Geschichte, die einen zum Lachen bringen kann gleichzeitig aber auch zeigt, wie sehr wir doch von Äußerlichkeiten abhängig sind. Zum Ende hin wird die Geschichte sehr tragisch, aber das Ende hat auch eine gewisse Abrundung des Buches in sich, wenn man das so sehen möchte. 

Fazit: 
Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht ist sicher keine Geschichte, die sich für jeden eignet, aber wenn man wirklich offen mit nicht so ganz normalen Charakteren umgeht, ist das eine süsse Liebesgeschichte, die eben nicht so ganz auf unsere Welt spielt. Es ist aber sicher keine Geschichte, der man jeden Tag begegnet, auch überraschen einen immer wieder die Wendungen, die man in den paar Seiten erlebt, trotzdem ein sehr interessantes Buch rund um eine Liebesgeschichten unter zwei nicht ganz normalen Teenagern. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Sonntag, 18. April 2021

[Rezensionsdreier] Petra Gabriel - Ein Jahr auf Kuba / Tina Bauer - Ein Jahr in Island / Julia Lorenzer - Ein Jahr am Gardasee

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich den 2. Teil meiner Reiseberichte für euch, dieses Mal als 3er Pack, ich habe aber inzwischen noch neue Bücher aus der Reihe gefunden, also werde ich noch einen 3. Teil zu den Reiseberichten schreiben. Aber das dauert sicher noch etwas. :) 

Petra Gabriel - Ein Jahr auf Kuba
Beschreibung:
Es piept, pfeift, trillert, tutet, trötet unablässig aus den Autos, Motorrädern, Bussen, Cocotaxis und Bicitaxis auf Havannas Straßen. Fliegende Händler ziehen durch die Gassen, Scherenschleifer zücken ihre Trillerpfeifen. Petra Gabriel hat sich ihren Traum von der Sehnsuchtsinsel Kuba erfüllt. Sie stürzt sich ins pulsierende Leben der Hauptstadt und erlebt eine Insel zwischen dem Gestern der Revolution und dem Morgen einer hoffnungsvollen Zukunft. Ein einmaliges Leseerlebnis – und eine Einladung, Kuba reisend zu erobern.

Details:
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1 (16. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345106765X
ISBN-13: 978-3451067655
Größe: 12,6 x 2,9 x 19,4 cm
Reihe: HERDER spektrum; Band 6765
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Eigene Meinung: 
Das Cover schaut nach Kuba aus, man sieht ein Teil der alten Autos, die man mit Havanna verbindet. An sich müsste das Buch auch eher ein Jahr in Havanna heissen, weil so wirklich in Kuba als gesamtes taucht man nicht ein.
Ein Jahr auf Kuba, eigentlich ein Traum, aber leider nicht in diesem Buch. An sich passiert auf den Seiten nicht viel, dass es auf Kuba klimatisch anders als in Deutschland ist, erschliesst sich von selbst, aber sonst bleibt von dem Zauber des Landes leider nichts hängen, es liest sich teilweise mehr nach Reiseführer, aber man schafft es einfach nicht, in das Land einzutauchen, was eigentlich der Sinn der Reihe ist. 
Sonst erfährt man nicht viel, weder von der Autorin noch von Kuba, es plätschert so vor sich hin und irgendwie ist man am Ende nicht wirklich schlauer als vorher.
Was bei dem Buch besonders auffällt, ist die Vielzahl der Rechtschreibfehler und auch grammatikalisch
passieren wirklich extreme Fehler, so ist das Buch irgendwie nicht wirklich top, was beim Lesen wirklich stört, weil es so massiv auffällt. 

Fazit:
Das Buch hat einen verheissungsvollen Titel, den es aber nicht einhalten kann, man merkt immer wieder, dass man sich über die Fehler im Text ärgert und so kann man einen das Buch, das eher den Charme eines Reiseführers hat, nicht wirklich überzeugen. Kann man mal lesen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht gelesen hat. 

Dafür gibt es 2 Rosen:

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Tina Bauer - Ein Jahr in Island
Beschreibung: 
»Ich sehe nur noch blau-weiß-rot. In jedem Fenster, in jedem Garten flattert die isländische Flagge: rotes Kreuz mit weißem Rand auf blauem Grund. Kinderwagen sind mit Fähnchen geschmückt. Backen sind mit den isländischen Farben bemalt. ›Til hamingju Ísland! Herzlichen Glückwunsch Island‹, begrüßt mich Sóley vor dem Café Paris am Austurvöllur.«
Hinreißend erzählt Tina Bauer von einem Jahr zwischen Hotpots, Elfen und Vulkanen.

Details: 
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1 (16. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345106927X
ISBN-13: 978-3451069277
Größe: 12,5 x 2,2 x 19,5 cm
Reihe: HERDER spektrum; Band 6927
Kaufen? 

Eigene Meinung: 
Das Cover schaut total schön aus, es erinnert an das Bild, dass man von Island hat, wenn man an die raue Welt von Island denkt. 
Tina Bauer ist, wenn man über Island recherchiert, keine Unbekannte, neben einem Blog über Island hat sie auch schon mehrere Bücher über das Land herausgebracht und daher weiss sie, wovon sie schreibt und das merkt man auch in dem Buch, sie kennt Island sehr gut. Gerade bei der Erfahrung hätte man schon ein bisschen mehr in dem Buch erwartet, es gibt keine Karte von Island, auch keine To Do Liste vor der Reise oder sonstiges und das ist schon etwas schade. 
Tina Bauer nimmt uns in ihrem Buch mit in eine verheissungsvolle Welt, sie verlässt ihr gewohntes Lebensumfeld und beginnt sich auf die Reise, um neues zu erleben. Sie nimmt den Leser mit in die Welt, die sie erlebt, erzählt von wundervollen Ereignissen und tollen Menschen, die sie trifft. 
Eigentlich ein sehr gelungenes Buch, was am Ende aber etwas sehr schnell endet, man hat so ein bisschen den Eindruck, das Buch muss nun fertig werden und Bums Ende Aus. Sehr schade, weil das reist den Leser total aus dem Islandtraum reist. 
Das Buch lässt sich aber sehr gut lesen, der Schreibstil ist sehr flüssig und daher kann man das Buch sehr gut zwischendurch als kleine Alltagsflucht nutzen. 

Fazit: 
Tina Bauer nimmt den Leser mit auf ihre ereignisreiche Reise nach Island, lässt einen Teilhaben an schönen Momente und lässt den Leser von Island träumen, nur der Traum wird durch das Ende irgendwie zerstört. Dazu kommt auch so ein bisschen das Fehlen von wichtigen Informationen über das Land. Daher gibt es dafür ein Punkt Abzug, weil das hätte man viel besser ausgestalten können. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

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Julia Lorenzer - Ein Jahr am Gardasee
Beschreibung: 
Endlich will sie ihn verwirklichen, den langgehegten Traum, nach Italien an den Gardasee zu ziehen. Und als das Schild „Rovereto sud – Lago di Garda nord“ an ihr vorüberfliegt, ist die Sonne da. Kein Schnee mehr neben der Fahrbahn. Die grauen, schweren Wolken sind ebenso verschwunden wie der dichte Nebel, der den verschneiten Grenzübergang fast vollständig einhüllte. Ein Jahr am Gardasee beginnt, in dem Julia Lorenzer als Barista schuftet, mit Reisegruppen das Umland erkundet, den FC Bayern beim Training beobachtet und vom Fest der Santa Lucia verzückt wird. Endlich will sie ihn verwirklichen, den langgehegten Traum, nach Italien an den Gardasee zu ziehen. Und als das Schild »Rovereto sud – Lago di Garda nord« an ihr vorüberfliegt, ist die Sonne da. Kein Schnee mehr neben der Fahrbahn. Die grauen, schweren Wolken sind ebenso verschwunden wie der dichte Nebel, der den verschneiten Grenzübergang fast vollständig einhüllte.
Ein Jahr am Gardasee beginnt, in dem Julia Lorenzer als Barista schuftet, mit Reisegruppen das Umland erkundet, den FC Bayern beim Training beobachtet und vom Fest der Santa Lucia verzückt wird.
Das Gerücht stimmt – der Gardasee ist ein Paradies.

Details: 
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1. (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451068842
ISBN-13: 978-3451068843
Größe: 12,1 x 2,5 x 19,3 cm
Reihe: HERDER spektrum

Eigene Meinung: 
Das Cover ist sehr schön gemacht, es zeigt den Blick, den man sich wünscht, wenn man an den Gardasee fährt, so ein bisschen Bella Vita Feeling mit dem italienischen Flair. 
Julia Lorenz verwirklicht ihren Traum - ohne ihre Familie oder ihren Verlobten mietet sie sich ein Zimmer am Gardasee und beginnt komplett neu, als Barista oder auch als Reiseleiterin findet sie eine Arbeit, erlebt auch auch La Dolche Vita und zeigt eben ein Italien, was abseits der grossen Touristenhotspots ist, was sehr charmant wirkt und irgendwie zu der Vorstellung passt, dass eben das Leben in Italien etwas lässiger ist. 
Julia Lorenz hat einen sehr ruhigen und flüssigen Schreibstil, man kommt sehr gut in den Reisebericht oder sagen wir besser Erlebnisbericht rein und erlebt den Alltag in Italien ohne dabei immer wieder diese typischen Klischees von Italien zu hören. 

Fazit: 
Ein Jahr am Gardasee ist vielleicht kein typischer Reisebericht, weil Julia Lorenzer ihn sehr persönlich gestaltet und eben nicht wie ein Tourist die bekannten Plätze abklappert, aber dennoch zeigt sie ein sehr charmantes Bild von Italien mit seinen kleinen Eigenheiten. Ein schönes Buch gegen das Fernweh, gleichzeitig aber auch informativ und definitiv etwas um die Reiselust zu wecken. 

Dafür gibt es 4 Rosen: