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Mittwoch, 7. August 2019

[Rezension] Neal Shusterman & Jarrod Shusterman - Dry

Beschreibung:
Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.
Niemand glaubte, dass es so weit kommen würde. Doch als Alyssa an einem heißen Junitag den Wasserhahn aufdreht, passiert nichts. Es kommt nicht ein Tropfen. Auch nicht bei den Nachbarn. In den Nachrichten heißt es nur, die Bewohner Kaliforniens sollen sich gedulden. Aber als das Problem nicht nur mehrere Stunden, sondern Tage bestehen bleibt, geduldet sich niemand mehr. Die Supermärkte und Tankstellen sind auf der Jagd nach Wasser längst leer gekauft, selbst die letzten Eisvorräte sind aufgebraucht. Jetzt geht es ums Überleben.

Neal und Jarrod Shusterman zeigen auf beängstigende Weise, wie schnell jegliche Form von Zivilisation auf der Strecke bleibt, wenn Menschen wie du und ich von heute auf morgen gezwungen werden, um den nächsten Schluck Wasser zu kämpfen.

Details:
Format: Broschiert oder E-Book
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 2. (22. Mai 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737356386
ISBN-13: 978-3737356381
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Größe: 13,5 x 3,6 x 21,5 cm

Eigene Meinung: 
Das Cover fängt das Thema des Buches eigentlich sehr gut ein, es geht um Wasser und was passiert, wenn das Wasser plötzlich weg sein sollte. Eine erschreckende Vorstellung, die Neal & Jarrod Shusterman in ihrer Dystopie "Dry" verarbeiten. Der Titel samt und auch der Untertitel verraten schon das Grundthema: "Kein Wasser. Nicht heute. Nicht morgen. Vielleicht nie mehr.".
Der Schauplatz des Buches ist eine Kleinstadt in Kalifornien an einem heissen Junitag und schon beginnt man sich als Leser das erste Mal zu fragen, was würde ich in einer solchen Situation tun, es ist heiss und es gibt kein Wasser, das Gedankenspiel im Kopf startet schon in den ersten Seiten.
Das Buch beginnt eigentlich mitten in der Situation, wir beginnen mit dem Tag 1 einer Welt ohne Wasser und begleiten Alyssa mit ihrem Bruder von Beginn des Buches an, später kommen noch Kelton, der etwas seltsam wirkende Nachbarsjunge, der sich aber mit seiner Familie immer auf so einen Fall vorbereitet hat und einige weitere Nebenpersonen immer wieder auf den Plan, die Verbindungen zwischen ihnen werden im Buch gut erklärt und bis auf Ausnahme von Alyssas Bruder haben wir immer handelnde Jugendliche zwischen 14 bis 19 Jahren. 
Der Schreibstil ist flüssig und liest sich gut, auch die Spannung verteilt sich über das Buch und wird immer mehr, so liest man dann auch das Buch, weil man natürlich wissen will, wie es weitergeht und was mit den Jugendlichen passiert. 
Interessant war die Erzählperspektive, die Neal & Jarrod Shusterman wählen, den sie lassen die handelnden Charaktere immer wieder zu Wort kommen, so erfährt man immer wieder durch andere Augen wie sich die Situation anfühlt und wie auch jede der Figuren anders leidet und anders mit der gestellten Aufgabe umgeht. Neben den Momentaufnahmen der Charaktere sind auch immer sogenannte Snapshots aus anderen Gegenden der Katastrophe eingebunden, so das man als Leser einen vollen Überblick über das Ausmass der Katastrophe, die im Buch Tap-Out genannt wird, hat. 
Etwas schwierig ist das Ende des Buches, es ist immer noch ein Jugendbuch, das darf man nicht vergessen, trotzdem lässt das Ende einfach zu viele Fragen offen und das hätte mehr Potenzial hergegeben.

Fazit:
Dry kann man als beklemmende Zukunftsvision sehen, wenn das Wasser mal ausgeht und man sich um die letzten Tropfen streiten wird, ein Szenario, das auch den Leser voll in Beschlag nimmt. 
Auch nachdem man das Buch zugemacht hat, denkt man an den Moment, wo das Wasser im Buch weg ist und an das Gedankenspiel, was man das ganze Buch über im Kopf hatte und das ein solcher Fall auch nicht so weit von der Realität entfernt sein könnte und so schaffen es Neal & Jarrod Shusterman eine packende Geschichte zu schreiben, wie nachhallt und gleichzeitig begeistern kann.

Dafür gibt es 4 Rosen:
Danke an Fischer Sauerländer Verlag und Netgallery für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 3. Juli 2019

[Rezension] J. K. Bloom - Faith: Erwacht

Beschreibung:
Neun Monate sind vergangen, als Faith aus ihrem Somnus erwacht. 
Der Stein in Faiths Brust hat ihr das Leben gerettet und Tristans Kugel davor bewahrt, 
zu ihrem Herzen durchzudringen. Doch außer ihrem neuen Dasein als Reverti gibt es eine viel größere Sorge, die sie nicht einfach ignorieren kann. Lie ist immer noch ein Gefangener der OAS. 

Ihre Festung befindet sich im Süden Englands, weit weg von der Basis der Butterflys. 
Doch Faith lässt sich davon nicht aufhalten, denn sie ist fest entschlossen ihre Liebe aus den Fängen ihrer Feinde zu befreien.

Details:
Format: Kindle Ausgabe / E-pub / Taschenbuch
Dateigröße: 5460 KB / 320 Seiten
Verlag: Eisermann Verlag; Auflage: 1 (27. Februar 2019)
Sprache: Deutsch
ASIN: B07PBDBRGM
Teil einer Reihe?: Ja, Teil 2 der Dilogie

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich schön gemacht, es hat etwas mystisches und man hat das Gefühl, dass die Funken mehr sind als nur das Umwehen der Frau darstellen. Auf jeden Fall ein sehr interessantes Cover mit tollem Lichtspiel. 
Faith erwacht 9 Monate nach dem Ende von Teil 1, aber ihre Welt hat sich verändert, Lie ist nicht mehr da, er wurde von Tristan entführt und nun setzt Faith alles daran, um ihn wieder frei zu bekommen und so macht sie sich mit Freunden auf nach England um Lie wieder an der Seite zu haben. 
Faith ist eine sehr spannende und starke Protagonistin und auch wenn sie manchmal etwas naiv ist, schliesst man sich ins Herz, weil sie einfach authentisch ist. 
Lie ist in diesem Teil der Geschichte wenig vertreten, was schade ist, er fällt einfach nicht mehr so auf und Tristian ist nur noch durchweg böse. 
Die Idee der Geschichte und auch deren Umsetzung ist J. K. Bloom sehr gut gelungen, allerdings zeigt sich immer wieder, dass Faith in ihrer Art durch einige Alleingänge auffällt und das stört so ein bisschen den Lesefluss, weil man dann manchmal zu sehr die Naivität von ihr spürt. 
Etwas, was aber in dem Buch wirklich etwas fehlt, sind die Funken zwischen Faith und Lie, die man aus dem 1. Teil kennt, das kommt zwar gegen Ende etwas auf, aber irgendwie fehlt da einfach etwas, man erwartet nach Teil 1 da etwas mehr. 
Der Schreibstil von J. K. Bloom ist locker und leicht, man liest ihn einfach so weg und kann daher das Buch auch schlecht aus der Hand legen, der Sog, den der Schreibstil auswirkt, ist wirklich enorm. Allerdings fallen auch immer mal wieder ein paar kleine Logikfehler in der Geschichte auf, aber die sind wirklich unauffällig. Trotzdem schafft es J. K. Bloom immer wieder, der Geschichte etwas Tiefgang zu verleihen. 
Man sollte allerdings beide Bände in naher zeitlicher Abfolge lesen, weil man verliert sonst etwas den Faden, also wäre es ratsam, erst Teil 1 und dann gleich Teil 2 zu lesen, weil die Geschichte sehr zusammenhängt und Teil 2 logischerweise auf Teil 1 aufbaut. 

Fazit:
Mit Erwacht schafft J. K. Bloom einen soliden Abschluss der Dilogie, die Idee ist gut, in der Umsetzung gibt es aber ein paar Schwachstellen, aber mit einem tollen Schreibstil liest man den 2. Teil wirklich gut weg. Allerdings sollte man beide Teile wirklich zeitnah lesen, weil die Geschichte sehr zusammenhängt. 

Dafür gibt es 3 Rosen:
Danke an den Eisermann-Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Samstag, 6. Juni 2015

Dani Aquitaine - Themiskyra - Die Begegnung (Band 1)

 
Beschreibung:
Im Jahr 2022 ist die Erde nicht mehr so, wie wir sie kennen. Der Weltvorrat an Öl ist endgültig versiegt, die zivilisierte Gesellschaft daran zerbrochen und der Verfall allgegenwärtig. Plündernde Banden ziehen umher, während der Rest der Bevölkerung versucht, sich mit Schwarzhandel und Eigenversorgung irgendwie über Wasser zu halten.
Auch die 16-jährige Ell und ihr Vater haben sich mit der postapokalyptischen Welt arrangiert. Als dieser jedoch bei einem Raubüberfall ermordet wird, muss Ell ihr altes Leben hinter sich lassen und begibt sich alleine auf eine Reise ins Ungewisse.
Worauf sie dabei zufällig trifft, ist eine Parallelgesellschaft, die unbemerkt schon seit Menschengedenken existiert: Die Amazonen. Eins mit der Natur, kämpferisch und frei – die Frauen von Themiskyra führen ein ganz anderes Leben, als Ell es bisher kannte.
Gerade, als Ell hofft, in der Stadt der Amazonen einen Platz für sich gefunden zu haben, läuft ihr Louis über den Weg – vielleicht ihre große Liebe, wäre da nicht seine unerklärliche Feindseligkeit und die klitzekleine Tatsache, dass sich Amazonen niemals verlieben …
Themiskyra – Die Begegnung, der mitreißende Debütroman von Dani Aquitaine, ist eine romantische Liebesgeschichte vor postapokalyptischer Kulisse und der Auftakt der dreibändigen Themiskyra-Serie.

Details:
Format: Kindle Edition / E-Pub
Dateigröße: 1113 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 384 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B00GTWWOZW
Teil einer Reihe? Ja, Band 1 der Themiskyra-Reihe

Eigene Meinung:
 Ell lebt kurz nach dem Zusammenbruch der zivilisierten Welt zusammen mit ihrem Vater und sie richten sich in der neue Weltordnung ein. Doch dann wird Ells Vater ermordete und Ell muss aus der Stadt fliehen. 
Ell glaubt nicht, dass sie je wieder glücklich wird, aber sie trifft auf eine Amazone, die sich zusammengeschlossen haben und so in der neuen Weltordnung recht gut zurecht kommen. 

Ell und auch die Amazonen sind wirklich tolle angelegte Charaktere, die eben nicht nur einfach jugendlich sind, sondern auch viel durch den Umbruch in der Welt gelernt haben und so recht erwachsen wirken. 
Die Beziehung, die sich zwischen Ell und Louis entwickelt ist eben nicht die typische Teenromanze, sondern sie entwickelt sich sehr langsam und ist wirklich sehr einfühlsam beschrieben. 
Der Leser begleitet Ell die gesamte Geschichte über und so kann man sie gut kennenlernen und entdeckt mit ihr zusammen das Leben bei dem Amazonen, weil sie in der Welt ja genauso neu ist, wie der Leser selber auch.
Der Schreibstil von Dani Aquitaine ist wirklich fesselnd und man kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Zudem beschreibt Dani Aquitaine sehr gut die Umgebung, so das von dem geistigen Auge auch Bilder von der neuen Welt entstehen.

Dani Aquitaine verbindet in ihrem Buch Drama, Liebe, Freundschaft und schöne Musikzitat in einem tollen Roman, der auch ein Appell gegen die Wegwerfgesellschaft ist.

Fazit:
Eine mitreissende dystopische Geschichte, die in einer nicht so fernen Zukunft spielt und zeigt, wie nah man doch schon am Abgrund mit der Gesellschaft steht und wie interessant man die Geschichte der Amazonen mit einer neuen Weltordnung verbinden kann. Zugleich ist die Geschichte aktueller denn je und ist eben nicht eine einfache Teenromanze sondern auch ein Roman über das Leben und die Liebe, der gepaart mit einem zu einem wirklich interessanten und mitreissenden Roman wird.

Dafür gibt es 5 Rosen:

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kiera Cass - Selection Storys ~ Liebe oder Pflicht

 
Beschreibung auf dem Buchrücken: 
Bevor America zum Casting antrat, um die Hand des Prinzen von Illéa zu erobern, gehörte ihr Herz einem anderen. Dass dieser andere nun ihr Leibwächter am Königshof ist, macht America die Entscheidung für einen der beiden nicht eben leichter.
Doch wie erleben Prinz Maxon und Americas Jugendliebe Aspen eigentlich das Casting? Gab es in Maxons Leben noch andere Mädchen? Und was spricht der Prinz mit den anderen Bewerberinnen, wenn er gerade kein Date mit America hat? Was ist Aspens schlimmster Alptraum? Vor allem aber: Welche Fäden zieht Maxons Vater, der König, hinter den Kulissen?
Spannende Hintergrund-Informationen für alle, die wissen wollen, wie es in Prinz Maxon und Aspen wirklich aussieht …

Details:
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder und Jugendbuch Verlag Taschenbuch; 
Auflage: 1 (25. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3733500431
ISBN-13: 978-3733500436
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Selection Stories. The Prince & the Guard
Größe: 18,8 x 12,4 x 2,4 cm 
Teile einer Reihe? - Ja, Teil 2,5 vom der Selections-Reihe von Kiera Cass

Eigene Meinung:
 Das Cover des Buches finde ich wieder wunderschön und das ich finde schön, weil das Model für die Selections-Reihe hat einen hohen Wiedererkennungswert und man sieht als Leser sofort, das die Reihe zusammengehört. 

"Selection Storys" ist praktisch ein Zwischenband zwischen Band 2 und Band 3 und zeichnet die Geschichten von Maxon und Aspen auf. 
Die erste Geschichte beschreibt die Gefühle von Maxon als er sich auf das Casting vorbereteitet und auch, wie er die erste Zeit des Castings empfindet. 
Die zweite Geschichte dreht sich um Aspen und seine Empfindungen, die er nach der Halloween-Party hat. Zudem erfährt man mehr über die Beziehung zwischen Amerika und Aspen.
Zusätzlich enthält der Band die Stammbäume von Amerika, Aspen und Maxon und auch ein schönes Interview mit Kiera Cass, durch die der Leser etwas mehr über die Autorin und ihre Beziehung zu den Charakteren in ihren Bücher erfahren.

Der Stil von Kiera Cass ist aber wirklich unverwechselbar und ich befand mich schon auf der ersten Seite wieder im Zauber der Geschichte von Selection und das ist ein Zeichen für einen hohen Wiedererkennungswert der Geschichte. 

Ansich ist die Zusammenstellung des Buches nicht schlecht und auch Fans der Reihe werden auf ihre Kosten kommen, aber man erfährt eben nichts neues aus dem Buch, was man nicht in Band 1 oder 2 schon gelesen hätte. Das Buch ist also für Liebhaber der "Selections-Reihe" nicht unbedingt ein Must-Have, aber ein schöner Zwischenhappen um das Warten auf Band 3 etwas zu verkürzen.

Fazit: 
"Selection Storys" ist ein netter Zwischenband, der dem Leser etwas mehr Maxon und Aspen bekannt macht. Es ist schon interessant zu lesen, wie die beiden die Zeit erleben und man bekommt auch etwas Bonusmaterial und auch der Stil von Kiera Cass ist unverwechselbar, aber man erfährt als Leser nichts wirklich neues und deswegen ziehe ich einen Wertungspunkt ab. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Sonntag, 2. März 2014

Kiera Cass - Selection ~ Die Elite (Band 2)

 
 Beschreibung auf dem Buchrücken: 
Das große Glück?

Nur noch sechs Mädchen kämpfen um die Gunst von Prinz Maxon und die Krone von Illeá. America ist eine von ihnen, und sie ist hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz ihrer ersten großen Liebe Aspen? Oder doch dem charmanen, gefühlvollen Prinzen?
America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. 
Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles verändert. 

America, Aspen, Maxon - die romantischste Dreiecksbeziehung, seit es Prinzen gibt!

Details:
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 2 (17. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737362424
ISBN-13: 978-3737362429
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Elite
Größe: 21,6 x 15 x 3,6 cm 
Teil einer Reihe? - Ja, Band 2 der Selectionstrilogie 
Rezension zu Band 1 gibt es hier: ~*~ Klick ~*~

Eigene Meinung:
Zuerst einmal geht ein riesengroßes Dankeschön an den Fischer Sauerländer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares, das mich auf einem kleinen Umweg erreicht hat. 

Der Band 2 der "Selection"-Triologie von Kiera Cass war das Buch, worauf ich mich im Februar am meisten gefreut habe, weil ich mich total in Band 1 verliebt hatte und es kaum noch erwarten konnte, das Band 2 endlich auf Deutsch erscheint. 
Die Covergestaltung spricht mich wieder total an. Das Kleid und der Blick des Mädchens sind wirklich schick und durch die Spiegelung im Hintergund wird das Cover zu etwas ganz besonderen. Ich mag dieses intensive Rot und wenn die beiden Bände nebeneinander stehen (Band 1 ist in türkis gehalten), bringen sie sich gegenseitig zum Leuchten. 
Wirklich eine tolle Covergestaltung für eine ganz besondere Trilogie.

Achtung: Rezension kann Spoiler zu Band 1 enthalten!!!

In Band 2 wird in der Grundidee natürlich an Band 1 angeknüpft, auch wenn es keinen direkten Übergang gibt, was ich aber nicht schlimm fand, da man trotzdem gut in die etwas veränderte Situation reinfinden konnte. Band 1 endet praktisch damit, dass die Mädchen immer weniger werden und Band 2 steigt praktisch bei den Top 6 ein.
America gehört inzwischen zu den 6 Mädchen, die von den 35 ausgewählten Mädchen übrig geblieben sind, und ist noch im Casting dabei. Trotzdem weiß sie immer noch nicht, zu wem ihr Herz mehr gehört - zu Aspen, der immer für sie da war, aber ihr das Herz gebrochen hat oder zu Maxon, der sie wirklich um sie bemüht, aber von dem sie nicht sicher ist, was sie ihm glauben kann und was eben nicht. 
Sie bittet sich immer noch Zeit aus, weil sie selber nicht weiß, in welche Richtung sie gehen soll und was das Richtige für sie ist. 

Dazu kommt, dass durch die begrenzte Anzahl der Mächen, es immer schwierig wird, sich vin Maxon mehr Zeit auszubitten und er sich plötzlich auch anderen Mädchen zuwendet, was America sehr verletzt. Natürlich beginnen auch die restlichen 5 Mädchen immer mehr für Maxon zu empfingen und machen sich Hoffnungen auf Maxons Herz und natürlich auch auf die Krone.
Und plötzlich muss sich America doch entscheiden...

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an America, damit sie sich auf die Rolle als Prinzessin vorbereiten kann. Zunächst scheint alles gut zu laufen, doch dann passiert wieder ein Rebellenangriff auf den Palast, der deutliche Spuren hinterlässt, aber trotzdem nicht dazu führt, dass die Anforderungen geringer werden. 

Der Schreibstil von Kiera Cass hat mich wieder völlig in den Bann gezogen. Sobald ich das Buch begonnen hatte, konnte ich es kaum wieder aus der Hand legen. Die Spannung wird über das gesamte Buch hoch gehalten und das Buch wird praktisch von dem Hauptcharakter America getragen. 

Im Vordergrund steht in diesem Band vor allem die emotionale Lage von America, Aspen und Maxon. Der Leser erfährt am meisten von America, aber auch bei Aspen und Maxon gewinnt man tiefe Einblick in ihr Gefühlsleben. 

Ein weitere Schwerpunkt in diesem Band sind die dystopischen Elemente. Man erfährt mehr über die Entstehung des Staates Illeá und auch über seinen Gründer Gregory Illeá. Zudem wird das System innerhalb des Staates näher beleuchtet, wodurch die Welt um America für den Leser greifbarer wird. Zudem erhält man neuen Informationen rund um die Rebellen und den Krieg in New Asia. Ich denke, diese Informationen werden dann in Band 3 wichtig werden, auch wenn sie jetzt schon einen gewisse Rolle für die Aufgabe von America spielen. 

Das Buch liest sich wirklich gut, ist aber in sich eher etwas ruhig gehalten, da war Band 1 etwas schneller in der Abfolge der Ereignisse. Die Ruhe fand ich aber nicht schlimm, da ich insgeheim hoffe, das es die Ruhe vor dem Sturm in Band 3 ist.

 Was ich besonders an dem Buch mag, ist America. Sie verändert sich trotz der Situation um sich herum, kaum. Sie bleibt bei ihren Standpunkten und versucht einfach, das Leben für alle zu verbessern, womit sie sich aber scheinbar auch mächtige Feinde schafft. Trotzdem will sie von ihrem Überzeugungen nicht abrücken und das bewundere ich sehr an ihr. 

Fazit: 
Die Elite hat mich - genau wie Band 1 - komplett in den Bahn gezogen und verzaubert. 
America ist eine starke Protagonistin, die versucht ihren Weg zu gehen, aber sich einfach nicht zwischen Aspen und Maxon entscheiden kann.
Es ist vielleicht nicht das spannendes Buch, aber es liest sich wie Zucker und ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt auf Band 3.

Sonntag, 9. Februar 2014

Anna Carey - Eve & Caleb 01 ~ Wo Licht war

Beschreibung auf dem Büchrücken: 
Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst? Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen.

Details: 
Broschiert: 299 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (16. Januar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785571038
ISBN-13: 978-3785571033
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Eve
Größe: 18,8 x 12,4 x 2,8 cm
Teil einer Reihe? - Ja, Teil 1 der Eve & Caleb-Trilogie 

Eigene Meinung: 
Eve lebt in einem Internat und freut sich eigentlich auf ihr Leben als ein wertvolles Mitglied in der Gesellschaft. Ihr Mutter starb bei der Großen Seuche und so ist Eve auf ihre Kontakte innerhalb des Internates angewiesen. Als Eve aber feststellt, dass ihr zukünftiges Leben nichts als Ausbeutung für sie bereit hält, flieht sie aus dem Internat hinaus in eine Welt, die sie nicht kennt. Dort trifft sie auf Caleb, einen Rebell, der ihr hilft. Nur leider soll es nicht bei der Hilfe bleiben...

Ich mochte Eve, weil sie trotz der schwierigen Situation in der sie steckt, einen kühlen Kopf bewahrt und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Ich finde auch, sie ist die Protagonistin, die sich am meisten in dem Buch entwickelt. 
Caleb ist für mich etwas geheimnisvoll, aber das finde ich nicht schlimm, weil sein guter Kern - gerade im Bezug auf Eve - immer wieder durchscheint. Ich glaube auch, dass er sich selber immer sehr zurücknimmt um Eve zu schützen und es ihr dadurch etwas leichter zu machen. Trotzdem bemerkt man, dass er humorvoll und loyal ist.
Natürlich sollte an dieser Stelle bemerkt werden, dass die Charaktere des Buches relativ einfach gehalten sind, aber das tut dem ganze Buch - nach meiner Meinung - sogar ganz gut.

Was mir leider negativ aufgefallen ist, dass der Mittelteil sich etwas sehr zieht. Ich fühlte da einen Spannungsabfall, der mir nicht so sehr gefiel. Auch fiel es Anna Carey dann irgendwie schwer, die Spannung wieder nach oben zu bringen. Das fand ich persönlich sehr schade, weil das führte bei mir zu dem Punkteabzug. Trotzdem fand ich das Ende wieder sehr gut.

Das Cover finde ich recht hübsch gestaltet, es ist eher schlicht gehalten und verrät dadurch nicht viel vom Inhalt. Ich mag das Grün sehr und die Mischung der Farben stimmt einfach - zumindest in meinen Augen.

Den Schreibstil von Anna Carey mochte ich. Er war jetzt nichts besonderes, aber sehr angenehm zu lesen und fesselt den Leser auch, ist aber sprachlich auch dem Jugendroman angepasst. Sie beschreibt viele Dinge sehr genau, so dass das Vorstellen leichter wird. Der Leser sieht die gesamte Zeit durch´s Eves Augen, die alles in der Ich-Perspektive erzählt, und kann dadurch besser verstehen, was Eve fühlt. Trotzdem fallen die anderen Abläufe im Buch nicht hinten über.
Ich habe bei dem Buch immer wieder bemerkt, wie ich Kopfkino bei dem Buch hatte. Das fand ich richtig toll, weil die Dystopie dadurch lebendig wird. 

Die Grundidee des Romans gefällt mir und ich bin gespannt, wie sich die Trilogie weiterhin entwickelt, denn "Wo Licht war" ist ja erst Band 1 der Trilogie...

Fazit: 
Ein toller Einstieg in eine sehr spannende Dystopie, die eine Mischung aus spannenden und emotionalen Momenten mit tollen und starken Charakteren ist, auf deren Entwicklung ich gespannt bin. Leider zeiht sich der Mittelteil etwas, was bei mir leider zu einem Punkteabzug führte.

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Freitag, 10. Mai 2013

Kiera Cass - Selection

Beschreibung auf dem Buchrücken:
Die Chance ihres Lebens? 35 perfekte Mädchen - und eine von ihne wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illéa, heiraten. Für die hübsche Amerika Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst des Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?

Details:
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Sauerländer; Auflage: 1., verb. Aufl. (11. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411811250
ISBN-13: 978-3411811250
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: The Selection
Größe: 21,4 x 15 x 4 cm 

Eigene Meinung:
 America ist ein ganz normales Mädchen, dass mit seiner Familie, die allesamt mit künstlerischen Arbeiten den Unterhalt verdienen, im Staat Illeà lebt. Nichts besonderes - bis zu dem Tag, an dem der Brief des Königspaares kommt, das nach einer Frau für den Prinzen sucht...
Illeà, der junge Staat, der aus den Überresten Amerikas nach dem 4.Weltkrieg entstanden ist und immer wieder mit Unruhen zu kämpfen hat, unterteilt seine Bewohner in ein Kastensystem. Je höher die Kasteist, der man angehört, desto besser geht es einem, aber Americas Familie, die allesamt nur Künstler sind, gehören der 5. von 8 Kasten an. Deshalb ist ihre Mutter sehr erfreut, als der Brief für das Casting kommt. Aber America möchte sich zunächst nicht anmelden, denn sie liebt Aspen, den sie nur heimlich treffen kann, da er der 6.Kaste anghört und es verboten ist, eine Beziehung unterhalb seiner Kaste zu unterhalten.
Entgegen Amerikas Annahme will auch Aspen, dass America sich beim dem Casting anmeldet. Schließlich lässt sie sich doch überreden, die Anmeldung auszufüllen und abzugeben. Große Hoffnungen macht America sich nicht, denn es werden nur 35 Frauen aus Millionen von Bewerberinnen ausgewählt und éigentlich möchte sie ja gar nicht erwählt werden...
Doch dann fällt ausgerechnet die Wahl auf sie und sie darf in den Palast einziehen.
Das Bild, dass sich America von Prinz Maxon durch das Fernsehen machen konnte, ist das eines eingebildeten, oberflächlichen Prinzen. Aber zu ihrem Erstaunen muss sie feststellen, dass der Prinz ganz anders ist und das es auch unter den Bewerberinnen Freund und Feind gibt...

Die Ereignisse überschlagen sich teilweise, aber man hat während des Lesens nie das Gefühl, nicht mitzukommen oder etwas wichtiges zu überlesen.
Der Schreibstil von Kiera Cass ist sehr angenehm und flüssig, zudem beschreibt sie vieles sehr bildhaft, was die Fantasie sehr anregt und dadurch bessere Bilder im Kopf entstehen.

Zuerst einmal, ist das Cover wunderschön und es hat mich gewundert, dass das nicht auf éinem Schutzumschlag abgedruckt war, sondern direkt aufs Buch. Das kommt ja nicht mehr so oft vor, bei gebundenen Büchern.

Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Prinz Maxon war sehr zu meiner (und Americas) Überraschung nicht der oberflächliche, nur auf Aussehen und Rang bedachte, reiche Prinz. Die Steifheit vom Anfang hat sich sehr schnell gelegt und es wird auch klar, warum er so steif wer - immerhin hatte er keine Erfahrungen im Umgang mit Mädchen. Im Laufe des Buches ist er mir jedoch total ans Herz gewachsen. Maxon, wie America ihn oft anredet, ist liebenswürdig, nett ,freundlich und echt wenig Ahnung von Mädchen.
America ist oft unentschlossen, nicht nur wegen Aspen sondern auch wegen der gesamten Situation, und macht es Maxon am Anfang wirklich nicht leicht. Denoch ist auch sie mir sehr ans Herz gewachsen, denn  ist sie ein sehr nettes und liebes Mädchen, dass sich selber immer etwas für die Familie zurückstellt.
Den Charakter von Aspen zu beschreiben, erscheint mir schwierig, da er auf der einen Seite America sehr liebt, aber auf der andere Setie auf ihre Teilnahme beim Casting besteht und sie dann auch noch ziemlich kränkt, als sie in den Palast abreist. So richtig einschätzen kann ich ihn nicht, deshalb enthalte ich mich hier mal einer Meinung.

Fazit: 
Der Bachlor meets Fantasy - eine tolle Mischung und wunderschön romantisch verpackt.
Ein Lesevergnügen, das man immer wieder lesen kann.

Dafür gibt es 5 Rosen: