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Donnerstag, 28. Mai 2026

[Rezension] In einem Zug – Daniel Glattauers feinsinnige Reise durch das Leben

 Ein witziger, schlagfertiger und tiefgründiger Roman, den man am besten genau dort liest, wo er spielt: Im Zug.

Wer an Daniel Glattauer denkt, hat meist sofort die digitalen Wortgefechte aus „Gut gegen Nordwind“ im Kopf. Doch mit „In einem Zug“ schlägt der Autor leisere, klassischere, aber keineswegs weniger faszinierende Töne an. Ein Buch, das mich auf eine ganz unerwartete Weise berührt hat – und das, wie sich herausstellte, den absolut perfekten Leseort verlangt.

Lese-Tipp: Falls ihr meinen ersten Eindruck und meine Gedanken direkt während der Fahrt verpasst habt, hüpft unbedingt noch rüber zu meinem Zwischenpost: Gedanken beim Lesen – Weil Gefühle keine Noten brauchen ✨!

Worum geht es?

Wir begleiten den Autor Eduard Brünhofer auf einer vermeintlich ganz normalen Zugfahrt zu einem Verlagstermin nach München. Doch die Routine wird komplett auf den Kopf gestellt, als er auf Catrin Meyr trifft. Sie gestaltet die gemeinsame Reisezeit völlig anders, als Eduard es je hätte ahnen können. Aus einer flüchtigen Begegnung entwickelt sich ein tiefgehendes Gespräch, das weit über Smalltalk hinausreicht.

Mein Eindruck: Schlagfertig, feinsinnig und bittersüß

Ich habe dieses Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Minute genossen. Glattauers Schreibstil besitzt hier eine wunderschöne Leichtigkeit, die einen mühelos durch die Seiten trägt. Das absolute Herzstück des Romans sind die Dialoge zwischen Eduard und Catrin: Sie sind witzig, teilweise herrlich schlagfertig und einfach ein purer Genuss beim Lesen.

Gleichzeitig schafft es der Roman, neben all dem Wortwitz sehr leise und feinsinnig daherzukommen. Zwischen den Zeilen stecken kluge, nachhaltige Gedanken über die Liebe, das Altern, das Scheitern und das Leben an sich, die mir noch lange im Kopf herumgegangen sind. Man bekommt als Leser einen tiefen, ungeschönten Einblick in Eduards Leben, begreift seine Schwächen und versteht plötzlich, woher seine jahrelange, lähmende Schreibpause rührt.

Mein absoluter Pro-Tipp für euch: Schnappt euch dieses Buch für eure nächste längere Bahnfahrt! Ich habe es genau so gemacht und die Atmosphäre im Zug verschmilzt beim Lesen eins zu eins mit der Geschichte. Das macht das Ganze noch intensiver.

Mein Fazit

Ein wunderbares Buch zum Abschalten und gleichzeitig zum Nachdenken. Es kommt nicht laut oder spektakulär daher, sondern überzeugt durch seine psychologische Tiefe und geschliffene Dialogkunst. Ein echter Glattauer eben, nur im Gewand eines klassischen Romans.

Meine Bewertung: 

Feinsinnig, berührend und voller Wortwitz. 4,5 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹🌿 (eine halbe Rose für das ganz besondere Reisegefühl)


Hier kannst du „In einem Zug“ kaufen:

Du möchtest Eduard und Catrin auf ihrer Reise begleiten? Über diese Links kannst du das Buch direkt bestellen und gleichzeitig meine Arbeit am Blog unterstützen, ohne dass es für dich teurer wird (Affiliate-Links):

Vielen Dank für deine Unterstützung! 🌹

Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich komplett unbeeinflusst – ich schreibe für euch immer ehrlich, direkt und aus tiefstem Leserherzen! 🌹

Ein kleines Dankeschön? Hat dir diese Rezension Lust auf die nächste Zugfahrt gemacht? Wenn du meine Arbeit am Blog unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose oder einen Kaffee auf Ko-fi! Jede Unterstützung hilft mir, meinen Blog unabhängig und lebendig zu gestalten. Hier geht’s zu meinem Ko-fi Profil ☕✨

Den Quellennachweis findest du hier: LINK

Donnerstag, 12. März 2026

[Rezension] Tasha Coryell - Love Letters to a Serial Killer

Beschreibung:
Verliebt in einen Serienkiller

Genervt davon, ihre Freundinnen mit deren Ehemännern und Kindern in die Vororte verschwinden zu sehen, findet Hannah in einem Internet-Forum für True-Crime eine aufregende neue Beschäftigung. Die Community hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Morde an vier Frauen aufzuklären, die in einer Schlucht außerhalb von Atlanta abgelegt wurden. Als ein gutaussehender Anwalt namens William wegen der Morde verhaftet wird und sich die Beweise für seine Schuld ebenso schnell häufen wie die Leichen, beginnt Hannah, ihm Briefe zu schreiben: Vor Wut, aber auch, weil eine seltsame Faszination von ihm ausgeht. Und plötzlich schreibt William zurück …

Details:
Herausgeber: ‎dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungstermin: ‎12. September 2024
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎352 Seiten
ISBN-10: ‎3423263962
ISBN-13: ‎978-3423263962
Abmessungen: ‎13.6 x 2.9 x 21 cm
Kaufen?

Eigene Meinung:

Ein Thriller über die dunkle Seite der Fan-Kultur: Tolle Optik, aber eine Protagonistin, die auf Distanz bleibt.

Als großer True Crime Fan war für mich sofort klar: Dieses Buch muss ich lesen! Das Cover der deutschen Ausgabe von Tasha Coryell ist ein absoluter Hingucker. Das Messer und das Blut wirken extrem vielversprechend und haben mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Doch leider hat sich hier wieder einmal bewahrheitet: Ein spannendes Äußeres garantiert noch keinen packenden Inhalt.

Worum geht es?

Hannah ist eine Frau, die man wohl als „gegen den Strom schwimmend“ bezeichnen würde. Sie lebt in einem kleinen Appartement, ist weder verheiratet noch verlobt und datet bevorzugt Männer, die man eher als seltsam beschreiben könnte. Als eine Reihe von Morden die Schlagzeilen beherrscht, findet sie Gleichgesinnte in einem Online-Forum. Wie eine kleine Clique von Hobbydetektiven tauschen sich die Frauen dort über die Fälle aus.

Doch während die anderen Frauen im Forum die Distanz wahren, geht Hannah einen gefährlichen Schritt weiter und bricht die goldene Regel der Community: Sie nimmt direkt Kontakt zu William auf – einem Anwalt, dem mehrere grausame Frauenmorde zur Last gelegt werden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Hannah mehr als nur Neugier antreibt; sie leidet an „Hybristophilie“. Bekannt als das Bonnie-und-Clyde-Syndrom, beschreibt Wikipedia diese Paraphilie als eine Form der sexuellen Anziehung zu Kriminellen und Gewalttätern. Für Hannah wird die Jagd auf den Täter damit zur ganz persönlichen Obsession.

Warum der Sog fehlte

Obwohl die Grundidee und das Forum-Setting wirklich gut durchdacht sind, hatte die Geschichte für mich eindeutig Potenzial nach oben. Das größte Problem war für mich die Protagonistin Hannah. Sie blieb als Charakter für mich absolut nicht greifbar. Es ist schwer, an einer Story dranzubleiben, wenn man mit den Figuren einfach nicht warm wird.

Während der Schreibstil insgesamt okay ist – wenn auch manchmal etwas sehr unter der Gürtellinie –, fehlte mir die emotionale Bindung. Normalerweise liebe ich es, wenn mich ein Thriller in seinen Bann zieht, aber hier passierte das Gegenteil: Je weiter ich las, desto mehr nahm der Sog ab. Das passiert mir wirklich selten, aber am Ende war es leider eher das, was man als „nett“ bezeichnen würde, aber mehr auch nicht.

Mein Fazit

„Love Letters to a Serial Killer“ ist ein Thriller, der mit einer packenden Grundidee und einem wirklich fantastischen Cover punktet, mich in der Umsetzung aber leider verloren hat. Obwohl die Dynamik der Hobbydetektiv-Clique unglaublich vielversprechend war, konnte sie die Distanz zur Protagonistin nicht überbrücken. Für mich lebt ein Thriller von der Verbindung zu seinen Charakteren – doch hier blieb Hannah bis zum Schluss so schemenhaft und unnahbar, dass der anfängliche Sog leider verflogen ist. Eine interessante Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche, die für mich aber eher an der Oberfläche blieb.

Meine Bewertung: 

Starkes Konzept, schwache Bindung – ein Buch mit Potenzial, das mich emotional nicht ganz erreichen konnte. 

3 von 5 Rosen 🌹🌹🌹


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Samstag, 7. März 2026

[Rezension] Vitus Marx - Yachttrip ins Glück

Beschreibung:
Reisejournalistin Bettina, Anfang 40 und Single, trifft auf Sardinien den Mann ihrer Träume. Doch Tommaso hat Frau und zwei Kinder. Warum nur flirtet er so ungeniert mit ihr?
Mit Augenzwinkern erzählt Autor Vitus Marx vom Zufall der Liebe unter der Sonne Italiens.

Die Viertelstundenbibliothek
Für Nicht-Leser. / Für Kaum-Leser. / Für Gern-Leser.

Details:
Herausgeber: ‎Edition Wannenbuch
Erscheinungstermin: ‎1. Dezember 2022
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎48 Seiten
ISBN-10: ‎3947409478
ISBN-13: ‎978-3947409471
Abmessungen: ‎17.5 x 0.7 x 17.6 cm
Kaufen? 

Eigene Meinung:

Vitus Marx lädt in der Viertelstunden-Bibliothek zu einem exklusiven Flirt im High-Society-Gewand ein.

Kennt ihr das? Manchmal braucht man keine 500 Seiten, um das Herz ein bisschen schneller schlagen zu lassen. Manchmal reicht eine Viertelstunde, eine luxuriöse Yacht und ein Mann, der eigentlich absolut verboten sein sollte. In der Viertelstunden-Bibliothek des Paperento Verlages habe ich mit "Yachttrip ins Glück" von Vitus Marx genau dieses prickelnde Lesevergnügen gefunden.

Worum geht es?

Wir begleiten die Reisejournalistin Bettina auf die Sonneninsel Sardinien. Zwischen Champagnergläsern und dem strahlenden Blau des Mittelmeers trifft sie auf Tommaso – attraktiv, charmant und der Inbegriff eines Mannes, bei dem man sofort schwach werden möchte. Er passt perfekt in die glitzernde Welt der High Society.

Doch dann der Dämpfer: Tommaso ist kein Single. Er hat Frau und zwei Kinder. Und trotzdem... warum lässt er seinen Blick so intensiv auf Bettina ruhen? Warum flirtet er so ungeniert und lässt die Luft zwischen ihnen förmlich vibrieren?

Mein Eindruck: Flirty Alltagsflucht mit Stil

Dieser Kurzroman ist die perfekte Alltagsflucht. Vitus Marx schreibt mit so viel Augenzwinkern und Charme, dass man die moralischen Bedenken fast für einen Moment vergisst, nur um sich ganz dem italienischen Flair hinzugeben. Es ist eine Geschichte über den Zufall der Liebe, die mit der Frage spielt: Darf man das?

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Story trotz ihrer Kürze eine richtige Dynamik entwickelt. Man spürt das Prickeln auf der Haut – und das liegt nicht nur an der heißen Sonne Sardiniens. Es ist ein moderner, flirty Text, der zeigt, dass Romantik und ein Hauch von Luxus auch auf wenigen Seiten wunderbar funktionieren können.

Mein Fazit

Ein spritziger Kurzroman für alle, die Lust auf ein bisschen Herzklopfen und italienisches Lebensgefühl haben. Wer kurz in die Welt des Glamours abtauchen möchte, wird hier bestens unterhalten.

Meine Bewertung: 

Ein stilvoller, flirty Kurztrip, der Lust auf Meer (und mehr) macht. 

4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹


Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Edition Wannenbuch / Paperento Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst – ich schreibe hier immer ehrlich und direkt für euch! 🌹

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Samstag, 18. November 2023

[Kurz-Rezension] Michelle L. - Der Milliardär Bad Boy trifft seinen Engel

Beschreibung:
Ich dachte, ich würde mich in keinen anderen Biker mehr verlieben, bis ich Blaze traf.
Ein tätowierter, gefährlicher Alpha, der wusste, wie man sündigt.

Mein Herz war von meiner letzten Beziehung gebrochen.
Ich verstand die Welt nicht mehr und dachte, ich würde mich nie wieder verlieben.
Ich war fertig mit den Männern und dachte, dass dieser Bad Boy wahrscheinlich genauso wie all die anderen Männer war, die ich in meinem Leben getroffen hatte.
Ich versuchte mein Bestes, ihm aus dem Weg zu gehen, doch er fand heraus, wo ich wohnte. Und als er vor meinem Haus auftauchte, war er einfach zu verführerisch, um zu widerstehen.
Nach einer wilden gemeinsamen Nacht ging ich, ohne mich auch nur zu verabschieden.
Mit ihm zusammen hatte ich eine der besten Nächte meines Lebens verbracht.

Doch jetzt muss ich von ihm weg, mit allen nötigen Mitteln.
Denn ich habe mir geschworen, dass mich kein weiterer Mann verletzen wird.

Details:
ASIN: ‎B0B5VG6ZRN
Sprache: Deutsch
Dateigröße: ‎1408 KB
Teil einer Reihe? - Ja, Heiße Nächte in Sturgis 1
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎135 Seiten
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Fazit:
Das Cover ist ein bisschen einseitig, im Buch könnte man sich den Alpha, der Benjamin heisst,  durchaus so vorstellen. 
Benjamin - oder auch Blaze - möchte aus seinem Leben ausbrechen und es mal richtig mit seinem 2. Ich krachen lassen, den Plan durchkreuzt aber Angel, der er begegnet und die eigentlich mit Beziehungen abgeschlossen hat, aber Blaze ist trotzdem daran interessiert, mehr von ihr zu erfahren.
Man fiebert eigentlich vom ersten Augenblick an mit, ob die beiden es schaffen, sich näher zu kommen und das macht auch den Reiz des Buches aus. 
Michelle L. schafft es, ihre Leser in die Lebenswirklichkeit von Angel und Blaze zu ziehen, was dazu führt, dass man beide als Charaktere gut kennenlernt und man so beide sehr nah als Leser erlebt. Auch der Perspektivenwechsel hilft beim Verstehen der von beiden Charakteren. 
Teil eins endet aber mit einem Cliffhänger, aber zum Reinlesen und auch zum Reinkommen in die Geschichte ist Teil 1 wirklich schön und spannend zu lesen. 
Ein kleines Manko sind die vielen Schreibfehler, die man im Buch liest. Sehr schade, weil das könnte man vermeiden. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Samstag, 12. August 2023

[Rezension] Ewa Aukett - A Breath is all we have

Beschreibung:
Kann eine Ehe auch ohne Liebe funktionieren ? 

Kirsten und Jeff MacAllister führen eine scheinbar perfekte Ehe. Sie meistern gemeinsam den Alltag, verstehen sich gut und haben ein erfülltes Sexleben – nur von Liebe war dabei nie die Rede. 

Doch nach Jahren voller unausgesprochener Worte beginnt die makellose Fassade zu bröckeln, bevor ihre heile Welt von heute auf morgen zertrümmert wird. All die Dinge, die zuvor wichtig erschienen, sind plötzlich nebensächlich. Für Kirsten beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Doch wie soll sie den Mut und die Kraft aufbringen, um zu kämpfen, wenn sich ihr komplettes Leben auf einmal trostlos und kalt anfühlt? 

Auch für Jeff beginnt die schwerste Zeit seines Lebens, und beide müssen sich der Frage stellen, die sie jahrelang vermieden haben: Wie stark ist ihr Glaube an die Liebe?

Eine dramatische und tiefgründige Geschichte über Hoffnung und Liebe von Topautorin Ewa Aukett. Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des Bestsellers "Atem auf deiner Haut", der 2014 erschienen ist.

Details:
Herausgeber: ‎Zeilenfluss (8. Februar 2023)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎340 Seiten
ISBN-10: ‎3967142647
ISBN-13: ‎978-3967142648
ASIN: ‎B0BTQ66MW7
Abmessungen: ‎12.7 x 2.4 x 20.3 cm
Empfohlenes Alter: ab 16 Jahre
Teil einer Reihe: Ja - Band 1 der All we have - Reihe
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Vorab: 
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, es geht um eine Krankheit, Gewalt an Kindern, Tod und weiteren Themen, die Menschen mit einer nicht so starken emotionalen Hülle verschrecken könnten. 

Eigene Meinung:
Das Cover ist an sich keins mit einer Aussagekraft, aber es ist stimmig und schaut sich nett aus. Aber an sich sagt es nichts über den Inhalt des Buches aus. 
Kirsten MacAllister steht eigentlich voll im Leben, ist verheiratet und arbeitet als erfolgreiche Künstlerin. Eigentlich könnte ihr Leben perfekt sein, aber der Schein trügt, da es in ihrer Ehe keine wirkliche Liebe gibt und auch ihr Wunsch nach einem Kind blieb bisher unerfüllt, weil sie keine Kinder bekommen kann. Ihr Mann Jeff hat eine Tochter aus einer früheren Ehe, die aber Kirsten nicht leiden kann und so gibt es Spannungen innerhalb der Familie. Auch mit der Großmutter ihres Manns gibt es grosse Differenzen, weil sie Kirsten nicht akzeptiert und die Spannungen schürt...
An sich eine sehr schwierige Konstellation und dann kommt das Schicksal und Kirsten erlebt, wie schnell sich ihr Leben auf den Kopf stellen kann...
Eine emotionale Achterbahn hat das Buch zu bieten und wenn man einmal in der Geschichte steht, wird das Buch ein echter Paigeturner, weil man einfach wissen möchte, wie geht es weiter mit der Geschichte und welche Überraschungen gibt es. 
Der Schreibstil von Ewa Aukett lässt sich gut lesen, man kommt gut in die Geschichte rein, sie baut sich gut auf und auch die Charaktere sind sehr gut nachvollziehbarer gezeichnet und man entwickelt Sympathie mit ihnen. Ewa Aukett schreibt aus der Beobachterperspektive, die es dem Leser ermöglicht, die Charaktere gut kennenzulernen und gleichzeitig mehr zu wissen als die Handelnden. Im Buch wird zwischen den Sichten von Kirsten und Jeff auf die Entwicklung gewechselt. 
Im Nachwort erfährt man von der Autorin, dass die Geschichte nicht ohne Grund so emotional und nahbar geworden ist, weil ihre Schwester eine ähnliche Situation erfolgreich überwinden konnte. 

Fazit:
"A Breath is all we have" ist ein Liebesroman, der alle Facetten einer Liebesbeziehung zeigt, die sich durch einen unerwarteten Schicksalsschlag komplett auf den Kopf stellt. Trotzdem ist das Buch nicht nur emotional sondern auch sehr nahbar und greifbar für den Leser. Ewa Aukett schafft es, ein Buch zu schreiben, welches einen als Leser wirklich in den Bann zieht, weil man wissen möchte, wie sich die Beziehungen rund um alle Charaktere weiterentwickelt. Es ist kein Wohlfühlbuch, aber ein Buch, was einen emotional abholt und dann wirklich mit viel Spannung aufwarten kann. Da es sehr heftige Themen angeht, sollte man sich auf das Buch einlassen können. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Montag, 31. Juli 2023

[Rezension] Abbie Greaves - Jeder Tag für dich

Beschreibung:
Mary O'Connor hält jeden Tag Ausschau. Bis ans Ende der Welt wollte Jim mit ihr gehen. Doch seit sieben Jahren ist er spurlos verschwunden. Abends nach der Arbeit geht Mary zum Londoner Bahnhof Ealing Broadway und stellt sich mitten in den Pendlerstrom. In ihren Händen hält sie ein Schild mit den Worten: Komm nach Hause, Jim. Bis ein unerwarteter Anruf ihre Welt auf den Kopf stellt. Sosehr sich Mary innerlich sträubt, sie muss sich endlich dem stellen, was vor all den Jahren passiert ist. Als die Lokalreporterin Alice  Mary am Bahnhof begegnet, wittert sie eine gute Geschichte und freundet sich mit ihr an. Kann Alice Jim finden - und ist Mary bereit, die Wahrheit über ihre große Liebe zu erfahren? 

Details:
Herausgeber: ‎FISCHER Krüger; 2. Edition (23. Februar 2022)
Sprache: ‎Deutsch
Broschiert: ‎400 Seiten
ISBN-10: ‎3810530697
ISBN-13: ‎978-3810530691
Originaltitel: ‎The Ends of the Earth
Übersetzung: Pauline Kurbasik
Abmessungen: 13.6 x 2.94 x 21.5 cm
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Eigene Meinung:
Das Cover zeigt uns eigentlich den Zustand von Mary, als wir sie im Buch kennenlernen, seit 7 Jahren steht sie Tag für Tag am Londoner Bahnhof Ealing Broadway mit dem Schild "Komm nach Hause, Jim". 
Mary O'Connor steht jeden Tag am Londoner Bahnhof Ealing Broadway und stellt sich mit einem Schild hin um nach ihrem Jim zu suchen, der sie einfach so verlassen hat und dann kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Mary gibt aber die Hoffnung nicht auf, weil sie an sich und Jim glaubt, aber es gibt ein Liebespaar mehr wie Mary es in Erinnerung hat. 
Mary und Jim - das ist in Marys Erinnerungen ein Traumpaar gewesen, aber je weiter man in die Geschichte vordringt, desto weiter erlebt man, wie schwierig das alles war und wie schön es sich Mary nur zeichnet.
Der Schreibstil von Abbie Greaves hat etwas sogartiges, als Leser leidet man mit den Charakteren, man teilt sich die Emotionen mit ihnen. Marys Geschichte teilt sich in die Gegenwart und die Vergangenheit und so erfahren die Leser viel über alle Charaktere, aber besonders eben über Jim und Mary. 
Aber auch der zweite Handlungsstrang mit Alice und Kit ist sehr interessant, vor allem weil man dadurch vieles aus der Beobachterperspektive erfährt. 
Die Geschichte ist in zwei Ebenen geteilt, in der einen erfahren wir die Gegenwart, in der Mary lebt und nach Jim sucht, aber dann erfahren wir auch, wie die Lebensgeschichte sich zwischen Jim und Mary entwickelt hat, das ist dann die andere Ebene im Buch. Beide Ebenen sind gut durch die Kapitel getrennt und so muss man nicht überlegen, in welcher Ebene man sich gerade befindet. 
Abbie Greaves zeichnet neben Mary auch die anderen Charaktere mit viel Liebe und auch mit Tiefgang, so dass man auch mit den Nebendarstellern im Buch wirklich greifbar gemacht bekommt. 
Ein grosses Minus an dem Buch ist allerdings das Ende. Keine Angst, hier wird nicht gespoilert, aber 
irgendwie ist das Buch mit einem recht offenen und auch traurigem Ende für den Leser, was auch nicht so ganz das ist, was man als Leser erwartet. 
Trotz des Endes kann man sagen, dass das Buch sich wirklich gut lesen lässt, es fesselt einen und 

Fazit:
Jeder Tag für dich ist definitiv anders als eine klassische Liebesgeschichte, weil wir uns hier in einer völlig anderen Konstellation wiederfinden. Mary und Jim habe eine Liebesgeschichte, die einfach nicht so klassisch ist und dann zerbricht sie unter sehr komischen Umständen, es gibt im ersten Moment kein echtes Ende, bis Alice und Kit die Sache in die Hand nehmen und erfahren, was wirklich passiert ist. 
Das Buch ist ein echter Paigeturner mit einem schönen Schreibstil und wirklich schönen und traurigen Momenten, aber leider schafft man es nicht, es bis zum Ende zu geniessen, weil das Ende einfach unerwartet und nicht so abzusehen ist. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Mittwoch, 4. Mai 2022

[Rezension] Wiebke von Carolsfeld - Das Haus in der Claremont Street

Beschreibung:
Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören. Ein Roman darüber, wie mit viel Humor und Liebe selbst aus den schlimmst möglichen Umständen etwas Positives erwachsen kann.

Details:
Herausgeber: ‎Kiepenheuer&Witsch; 1. Edition (10. September 2020)
Sprache: ‎Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎368 Seiten
ISBN-10: ‎3462054759
ISBN-13: ‎978-3462054750
Originaltitel: ‎Claremont
Abmessungen: ‎13.3 x 3 x 20.9 cm
Kaufen? 

Eigene Meinung:
Das Cover ist recht schön gestaltet, der Junge könnte für Tom stehen, aber an sich ist es ein ruhiges Cover, was wirklich ansprechend ist, kein Coverhighlight zwar, aber trotzdem ein nettes Cover. 
Tom musste miterleben, wie seine Eltern umgebracht werden, was ihn hat verstummen lassen. Neben der Trauer, die der Verlust auslöst, muss Tom sich auch noch mit einem Wechsel der Umgebung anfreunden, der ihn zudem noch mehr verunsichert, weil seine Verwandten, die ihn aufnehmen, auch keine einfachen Charaktere sind. Nach einem erneuten Umzug scheint es aber so, dass sich die Familie im Kompletten mehr aufeinander einlassen kann...
Man merkt, wie zersplittert die Familie vor dem Unglücksfall war und wie schwer und auch sprachlos nicht nur Tom sondern auch alle anderen in der Familie sind, ein sehr bewegendes Thema. Wiebke von Carolsfeld versucht aber die grossen Emotionen sehr gut zu verpacken. Man merkt aber schon auf den ersten Seiten des Romans, dass es hier nicht um einen Wohlfühlroman geht. 
Wiebke von Carolsfeld schneidet in ihrem Roman viele grosse Themen an, natürlich geht es um Familie, Zusammenhalt, aber auch eben um Verlust und Trauer. Trotz des wirklichen Knall zu Beginn des Buches schafft es die Autorin leider nicht, eine echten Spannungsbogen zu kreieren, was manchmal im Buch zu einigen Längen führt, die man vielleicht hätte anders nutzen können. 
Wiebke von Carolsfeld hat einen sehr emotionalen Schreibstil, sie schildert das Geschehen auch aus verschiedenen Perspektiven, was dem Leser, der den Roman als Beobachter erlebt, viel Einblick in die Gefühlswelt von den Charakteren bekommt. Die Autorin zeichnet in dem Roman sehr individuelle, aber gleichzeitig auch authentische Figuren, die man in ihrem Handeln sehr gut nachvollziehen kann. 

Fazit:
"Das Haus in der Claremont Street" ist das Debüt von Wiebke von Carolsfeld und ist definitiv kein Buch, was man eben mal so weg liest, man sollte sich komplett auf das Buch einlassen und sich dann auch allen Emotionen gegenüber offen zeigen. Man begegnet einer sehr emotionalen Geschichte, die viel Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg gibt, die aber sehr viele Themen anschneidet und es dann nicht schafft, sie komplett aufzulösen, was ein bisschen schade ist. 

Dafür gibt es 3 Rosen:
Danke an die ‎KIWI Buchverlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar. 

Samstag, 23. April 2022

[Rezension] Jan Seghers - Der Solist

 
Beschreibung:
Polizist wird man aus Überzeugung. Was, wenn es die falsche ist?

September 2017. Der Frankfurter Ermittler Neuhaus stößt zur neu gegründeten Berliner «Sondereinheit Terrorabwehr», die in einer Baracke auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof residiert. Die Bundestagswahlen stehen bevor, in der Hauptstadt hat sich die Gefährdungslage drastisch verschärft. Neuhaus ist ein erfahrener Ermittler, doch die Berliner Kollegen begegnen ihm mit Skepsis. Nur die junge Deutschtürkin Suna-Marie kooperiert mit ihm.
Da erschüttert eine Serie von Morden die Hauptstadt. Das erste Opfer: ein jüdischer Aktivist, das zweite eine muslimische Anwältin, weitere folgen.
Was verbindet die Fälle? Neuhaus, der Solist, macht sich auf die Suche. Und in dieser Stadt, in der einen überall die Vergangenheit anspringt und die Gegenwart bedrängt, kämpft er allein. Fast allein.

Details:
Herausgeber: ‎Rowohlt Buchverlag; 2. Edition (26. Januar 2021)
Sprache: ‎Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎240 Seiten
ISBN-10: ‎3498058487
ISBN-13: ‎978-3498058487
Abmessungen: 12.9 x 2.42 x 20.8 cm
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Eigene Meinung:
Das Cover ist echt ein echter Hingucker, der Fotoeffekt ist echt sehr schön gemacht. Es ist auf jeden Fall schon mal ein Hingucker.
Der Solist Neuhaus, den wir im Buch begleiten, ist nicht wie üblich Teil eines Ermittlerteams, eher ist er ein Einzelkämpfer, der sich kaum in die Karten schauen lässt. Es kommt zwar ein weiblicher Gegenpart in der Gestalt von Suna-Marie dazu, aber ihr Part geht sehr unter, sie bleibt eher oberflächlich beschrieben, weil Neuhaus auch im Grossteil alleine ermittelt. 
Neben dem neuen Team, das unseren Solisten in Berlin erwartet, haben wir auch noch viele politische Themen, die sich in der Hauptstadt Deutschlands abspielen, zu dem sind wir zum Zeitpunkt des Buches kurz vor den Bundestagswahlen und im politischen Berlin passiert ein Mord nach dem Anderen - eine Mordserien, in der nur die Mordwaffe immer die gleiche ist und somit die Mordserie kennzeichnet. 
Nun laufen im Buch mehrere Themen zusammen, den nicht nur Neuhaus möchte die Morde klären, auch ein Politiker möchte diese Mordserie für seinen Wahlkampf medienwirksam nutzen. So gestalten sich die eigentlich 2 Hauptplätze des Buches, was man zu Beginn des Buches nicht wirklich erwartet. 
Der Schreibstil von Jan Seghers ist an sich ganz nett zu lesen, zwar ein bisschen wie ein Bericht der Ereignisse, aber leider arbeitet er mit so viele Klischees (Gut-Böse-Schema, Islam ist gleich Terror etc.), dass es einem beim Lesen schon etwas stört. Auch die Gespräche, die sich ergeben, wirken teilweise zu "glatt" und zu unrealistisch. Man versteht, welche Intension hinter dem Buch steht, man wollte den Fall um Anis Amri aufnehmen, aber so wirklich gut überlegt war das nicht, zwar war die Recherche sicher umfangreich, aber ein realer Fall literarisch umzuarbeiten sollte mit ein bisschen mehr Abstand geschehen, also nicht im zeitlichen Sinne sondern eher in der literarischen Verarbeiten. 
Auch ist die Spannungskurve nicht wirklich gelungen, man merkt eben, dass man einfach mit zu vielen zufälligen Wendungen arbeitet, was dann auch den Ausgang eher unrealistisch werden lässt. Die Formulierung ist bewusst vage gehalten um nicht zu spoilern. 

Fazit:
Das Cover ist sehr ansprechend gemacht, auch die Grundidee ist, wenn auch in der Themenbreit zu breit aufgestellt, nicht schlecht. Leider muss man sagen, die Umsetzung ist wirklich nicht besonders, auch wenn der Schreibstil an sich nicht schlecht ist, aber es ergibt sich kein echter Spannungsbogen, am Ende des Buches hat an irgendwie die Findung des Täters sehr Knall auf Fall angelegt und so viele politische Themen werden angeschnitten, aber nicht wirklich weiterverfolgt. Da wäre viel Potenzial für mehr gewesen. 

Dafür gibt es 2 Rosen: 
Danke an die ‎Rowohlt Buchverlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar. 

Sonntag, 20. Februar 2022

[Rezension] Christiane Lind / Julia K. Rodeit - Die Insel der vergessenen Träume

Beschreibung:
Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Tod des geliebten Vaters kann die willensstarke Clara es nicht ertragen, einen anderen Mann an der Seite ihrer Mutter zu sehen. Überstürzt heiratet sie den charmanten Paul, mit dem sie nach Hawaii aufbricht. Schon bald muss Clara erkennen, dass alles ein abgekartetes Spiel war. Auf der Garteninsel Kauai findet sie ihr Glück, aber ein Geheimnis bleibt dort nicht lange verborgen.
Über hundert Jahre später hofft die impulsive Leonie nach mehreren abgebrochenen Berufsausbildungen auf ihre letzte Chance auf Kauai. Doch statt den Praktikumsplatz anzutreten, trifft sie den geheimnisvollen Einheimischen Nakoa. Beide verbindet mehr, als sie zunächst ahnen. Gemeinsam mit ihm begibt sich Leonie auf die bewegende Suche nach den Spuren ihrer Familie. Sie macht dabei unglaubliche Entdeckungen, die alles verändern.
Eine dramatische Familiengeschichte vor der atemberaubenden Kulisse einer der schönsten Inseln Hawaiis.

Details:
Herausgeber: ‎AIKA Consulting GmbH (Nova MD); Erstauflage (17. April 2020)
Sprache : ‎Deutsch
Taschenbuch ‏: ‎548 Seiten
ISBN-10 ‏: ‎3966986000
ISBN-13 ‏: ‎978-3966986007
Abmessungen: ‎14.2 x 7.8 x 19 cm
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Eigene Meinung:
Das Cover ist echt ein Augenschmaus, das muss man mal sagen, es ist ein echt tolles Cover geworden, man fühlt sich wirklich gleich nach Hawaii versetzt. 
Im Roman erleben wir Clara und Leonie - eine Familie, die ein Geheimnis verbindet, was Leonie aber nicht gleich so klar ist, aber das Forschen danach ist ihr ein ganz persönliches Anliegen. 
Wir erleben also eine Geschichte einer Familie, die zwar zeitlich weit auseinander liegt, aber beide auf ihre Weise sehr spannend sind, natürlich auch bedingt durch die zeitlichen Veränderungen, aber auch durch die wirklich gut gezeichneten äußeren Einflüsse. 
Das Schreiben auf den verschiedenen Zeitebenen ist den beiden Autorinnen sehr gut geglückt, man findet auch sehr schnell ins Geschehen und auch die Charaktere sind authentisch und sehr gut gezeichnet. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, auch die Beschreibungen rund um die Schauplätze sind wirklich sehr bildlich und lassen einen als Leser gut abtauchen. 
Besonders schön binden beide Autorinnen die sehr interessante Geschichte Hawaiis mit in den Roman ein, die sich vielen auch nicht so bewusst sein dürfte. 
Die Geschichte erzählt sich aus zwei Perspektiven, da haben wir die von Clara und die von Leonie, passend zu den beiden Zeitebenen, die der Roman verbindet. Durch die Blickwickel lernen wir beide Protagonisten auch sehr gut kennen. Da sich Leonie auf die Suche macht, erfahren wir die Geschichte rund um Clara auch nur Stück für Stück, was sich aber sehr schön in die Suche von Leonie einbettet. 
Ein kleiner Kritikpunkt sind aber in meinen Augen die Romanzen der beiden Hauptcharaktere. Die Gefühle von Clara sind einfach plötzlich da, da fehlt ein bisschen so das fließend, das ist bei der Liebe von Leonie besser gelungen, eigentlich schade, weil beide Ideen zu den Romanzen haben etwas sehr schönes in der Idee, aber die Umsetzung ist etwas holprig. 

Fazit:
Christiane Lind und Julia K. Rodeit haben in Zusammenarbeit einen wunderbaren Roman über zwei Frauen geschaffen, die beide in ihrer Zeit ihren Weg gehen, mutig und voller Lebensfreude, die gleichzeitig verbunden sind durch eine Familie, die voller Geheimnisse steckt, beim Schreiben aber auch nicht die Liebe vergessen. Ein runder Roman, der sich gut lesen lässt, nicht zuletzt durch den schönen flüssigen Stil des Romans, der einen durch die Geschichte fliegen lässt. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 
Danke an die Autorinnen und Vorablesen für das Rezensionsexemplar. 

Montag, 20. Dezember 2021

[Rezension] Nora Gold - Der Smaragdgarten

Beschreibung: 
-- Eine alte Villa, ein düsteres Geheimnis und eine große Liebe -- 
Ein nächtlicher Anruf ihrer Freundin lässt Hannah aufhorchen: Etwas stimmt nicht mit der so disziplinierten Marlene. Hannah macht sich auf den Weg in den kleinen Weinort bei Dresden, wo Marlene seit Kurzem lebt, und findet ihre Freundin in einem erschreckenden Zustand vor. Nach anfänglichem Zögern berichtet Marlene schließlich, dass sie von etwas Unbekanntem bedroht wird. Doch auch Hannahs geordnete Welt, zu der eine feste Beziehung mit einem Mediziner gehört, gerät durch Marlenes undurchsichtigen Nachbarn Jonas vollkommen aus dem Gleichgewicht. Welche Rolle spielt jedoch der mittellose Künstler, der in einer alten Villa lebt, die ein düsteres Geheimnis birgt? Ebenso der stille Junge David, der auffallend oft Marlenes Nähe sucht? Und was ist eigentlich mit Peer, Marlenes Ehemann? Während Hannah immer stärker in Jonas' Bann gerät, fühlt sich Marlene zunehmend von anonymen Botschaften verfolgt. Bei einer Feier kommt es schließlich zur Katastrophe. Und plötzlich geht es um viel mehr, als um Antworten auf all die ungelösten Fragen …

Details:
Herausgeber: ‎CreateSpace Independent Publishing Plattform (3. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: ‎485 Seiten
ISBN-10: ‎1535080671
ISBN-13: 978-1535080675
Abmessungen: ‎12.7 x 3.1 x 20.32 cm
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Eigene Meinung: 
Das Cover ist total schön geworden, man fühlt sich mit dem Cover wirklich wohl. 
Hannah ist irritiert, als sie mit ihre Freundin Marlene telefoniert und diese total verändert wirkt, deswegen beschliesst Hannah Marlene in Radebeul zu besuchen, wo sie seit kurzem lebt. Also Hannah ankommt, findet sie Marlene in einer sehr heftigen Lage vor, weil Marlene wird bedroht, aber sie weiss nicht, von wem und was macht der grosse Hund immer da? 
Ein Buch, was eine Prise Spannung zusammen mit viel Gefühl vereint, zusätzlich wartet die Geschichte mit einem sehr überraschenden Ende auf, aber das wird natürlich nicht verraten. 
Man findet sich sehr schnell in die Geschichte rund um Marlene und ihre Lage rein. 
Nora Gold hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der sich wirklich gut weglesen lässt. Sie beschreibt auch die Landschaften und Orte sehr gut, die Geschichte spielt ja in Radebeul, das ist ein Weinort unweit von Dresden. Durch ihre Beschreibung kann man sich auch gut in die Umgebung hineinversetzen. Auch ihre Charaktere sind vielschichtig, nicht nur Marlene sondern auch alle Nebencharaktere sind sehr gut ausgebaut. Man lernt alle Charaktere sehr gut kennen und kann sich auch mit den Buchprotagonisten anfreunden, wenn man das möchte. 

Fazit: 
Mit dem Buch "Der Smaragdgarten" ist Nora Gold ein sehr spannender und gleichzeitig gefühlvoller Roman gelungen, der sich zu einem echten Paigeturner entwickelt hat. Eine Geschichte zum Wohlfühlen und einfach abtauchen, die mit einer tollen Mischung aus verschiedenen Gernen aufwarten kann und die man einfach als gelungen bezeichnen kann, vor allem das Ende verdient es, dass man die Geschichte bis zum Ende geniesst. 

Dafür gibt es 5 Rosen: 

Dienstag, 23. November 2021

[Rezension] Marie Hermanson - Der Sommer, in dem Einstein verschwand

Beschreibung: 
Göteborg im Sommer 1923: Zum 300. Gründungsjubiläum findet eine große Ausstellung statt, und über der gesamten Stadt hängt eine magische Atmosphäre der Euphorie und des Umbruchs.
Die junge Journalistin Ellen ergattert ihren ersten Job bei einer Zeitung und kann ihr Glück kaum fassen: Sie wird als Reporterin die Aufregung der Ausstellung einfangen. Als sie eines Nachts eine alarmierende Entdeckung macht, bittet sie den Polizisten Nils Gunnarsson um Hilfe.
Zur gleichen Zeit sitzt Albert Einstein in seinem Berliner Arbeitszimmer. Sein Privatleben steht Kopf, seine Finanzen sind miserabel und er erhält Morddrohungen aus rechten Kreisen. Und ausgerechnet jetzt muss er nach Göteborg reisen, um seine Nobelpreisrede zu halten. Doch es gibt ungeahnte Kräfte, die diese Rede um jeden Preis verhindern wollen ...

Vor der stimmungsvollen Kulisse der Göteborger Jubiläumsausstellung lässt Marie Hermanson in Der Sommer, in dem Einstein verschwand die Goldenen Zwanziger auferstehen und schafft einen turbulenten Roman, spannend und zeitgeschichtlich zugleich.

Details:
Herausgeber: Insel Verlag; 2. Edition (8. März 2020)
Sprache: ‎Deutsch
Übersetzerin: Regina Elsässer
Gebundene Ausgabe: ‎371 Seiten
(auch als E-Book und Taschenbuch verfügbar)
ISBN-10: ‎3458178465
ISBN-13: ‎978-3458178460
Originaltitel: Den stora utställningen
Abmessungen: ‎13.6 x 2.7 x 21.5 cm
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Eigene Meinung: 
Das Cover ist leider etwas schlicht, irgendwie mag es auch nicht richtig zum Buch passen, aber die Schriftarten und auch die Farben sind schön aufeinander abgestimmt. Aber es ist eindeutig kein Coverhighlight.
Wir befinden uns im Buch bei der Weltausstellung in Göteborg, aber zu Beginn auch bei Albert Einstein in Berlin, der eigentlich eine Rede auf der Weltausstellung halten soll, gleichzeitig aber in seinem Leben andere Probleme hat...
Ellen, Albert Einstein und auch Paul Weyland sind als Charaktere schon realistisch dargestellt, aber man sollte hier keine grossen biografischen Bezüge erwarten, das Roman lebt eher von der Vorstellung, damit man den Mordplan einpassen kann und er zum Setting passt. 
Um diesen Plan zu verfolgen, leidet leider die Geschichte sonst ziemlich, es ist so, dass man das Buch weglegt und sich nicht so ganz sicher ist, wie man das Buch finden soll, weil die Idee ist gut, der Klappentext und das Cover auch, aber irgendwie hängt es an der Umsetzung.
Marie Hermanson schreibt sehr flüssig, sie hat einen schönen Sommerroman mit leichten Krimielementen gesponnen, der neben ein paar schönen Episoden aus dem Leben von Albert Einstein, auch ein paar Momente aus der Weltausstellung von Göteborg enthält, aber diese bleiben eher eine Randerscheinung, auch die Themen Nationalsozialismus und Sexismus (natürlich im zeitpassenden Gewand) finden leichte Ansätze. Das Setting ist nicht schlecht gewählt, es lockert alles etwas auf, aber auch die Begeisterung um eine Weltausstellung kann die Unausgeglichenheit des Romans nicht wegmachen. 

Fazit: 
Marie Hermansons Roman ist ein nettes Buch für Zwischendurch, aber kein grosser literarischer Wurf, sie hat viel gewollt, wollte alles in den Roman packen und ist dabei leider an der grossen Aufgabe etwas gescheitert, weil die Themen alle eher nur gestreift werden, man eher weniger in die Tiefe geht und dadurch wird der Roman irgendwie nichts komplettes, es lässt einen recht ratlos zurück. 

Dafür gibt es 3 Rosen: 
Danke an Vorablesen und Insel Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 3. November 2021

[Rezension] Valeria Luiselli - Die Schwerelosen

Beschreibung:
Eine junge Frau lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in einem Haus in Mexiko City und schreibt an einem Roman. Sie verlässt das Haus nicht, sie kann es aber auch nicht richtig bewohnen. So beginnt sie zu erzählen. Von ihrem Mann, von ihren Kindern, von ihrer Vergangenheit. Wie sie als junge Lektorin in New York verzweifelt versucht hat, den Verleger davon zu überzeugen, das Werk von Gilberto Owen zu publizieren, diesem obskuren mexikanischen Dichter, der in den 20er-Jahren in Harlem lebte und mit Federico Garcia Lorca befreundet war. Seine geisterhafte Gegenwart hat sie verfolgt und verfolgt sie immer noch … Sie erzählt und schreibt, und dabei gerät ihr Leben aus der Bahn, und in ihr Schreiben wächst eine andere Erzählstimme, die von Owen. Nun ist er es, der sein Leben Revue passieren lässt, komisch und melancholisch, auch er wird verfolgt von einer geisterhaften Erscheinung, einer jungen Frau … Das eine Leben erscheint im anderen wie in einem Zerrspiegel, und doch ist es ein Fluss, eine Stimme, die von Liebe und Verlust erzählt und erkundet, wer wir sind. Sprachmächtig und von einer schwebenden Leichtigkeit ist dieses Debüt, klug, witzig und voller literarischer Anspielungen. Wer den Sound von Valeria Luiselli einmal im Ohr hat, wird schwer davon loskommen.

Details:
Herausgeber: Verlag Antje Kunstmann; 1. Edition (6. März 2013)
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
ISBN-10: 9783888978197
ISBN-13: 978-3888978197
ASIN: 388897819X
Abmessungen: 13.4 x 2 x 19.5 cm
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Eigene Meinung:
Das Cover schaut schon mal sehr spannend aus, es strahlt eine gewisse Ruhe aus, auch wenn die Linien manchmal etwas unruhig wirken. 
Die Handlung beinhaltet mehrere Ebene, so haben wir das aktuelle Leben der Erzählerin in Mexiko City, aber auch ihr frühere Leben in New York, was sie sehr vermisst, weil sie da frei und auch relativ hemmungslos lebte, aber dann verschwimmt es immer mehr und die zieht auch die Handlung immer mehr ins Verschwommene... 
Valeria Luiselli schreibt teilweise sehr verspielt, aber sie versteht es auch, ganz klar Alltagskritik oder auch Spitzen zu setzen, die der Leser klar versteht. Trotzdem durchziehen das Buch immer wieder Brüche, Brüche in der Handlung oder auch in den Personen, die für den Leser teilweise nicht so ganz einfach sind. 
Valeria Luiselli versteht es geschickt, Vergangenheit und Gegenwart, aber auch reale Handlung und Fiktion miteinander verschmelzen zu lassen und sich dabei aber auch die Grenzen fliessen zu lassen und sie schön in Poesie zu verpacken. 

Fazit: 
Die Schwerelosen ist ein Roman über ein Leben, einen Traum und vergebene Chancen im lateinamerikanischen Milieu angesiedelt, das sicher nicht zum nur nebenbei lesen gedacht ist. Leider verwirrt die Handlung etwas oder es liegt an der veränderteren Sichtweise von uns Europäern auf die Literatur aus Lateinamerika, aber der Roman vereinig Fiktion und Handlung auf eine wunderbare Weise, ist aber sicher nicht zum Nebenbeilesen geeignet, weil man sehr aufmerksam sein muss, was alles passiert.

Dafür gibt es 4 Rosen: 
Danke an den Verlag Antje Kunstmann für das Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 14. Juli 2021

[Rezension] Alexandra Cedrino - Die Galerie am Potsdamer Platz

Beschreibung: 
Berlin, 1930: Zwischen zwei Kriegen kämpft eine Frau um ihr neu gewonnenes Leben

Die junge Kunststudentin Alice zieht nach dem Tod ihrer Mutter in die Hauptstadt. Sie sucht Anschluss an ihre Familie, einstmals angesehene Kunsthändler, die sie nie kennengelernt hat, trifft aber zunächst nur auf kalte Ablehnung. In der pulsierenden Kunstszene Berlins fühlt sie sich dennoch sofort zu Hause und entdeckt bald ihr Talent als Fotografin. Und sie verliebt sich in den Deutsch-Iren John. Trotz der Widerstände ihrer Großmutter plant sie gemeinsam mit ihren Onkeln, die einst legendäre Galerie der Familie am Potsdamer Platz wiederzueröffnen. Dabei begegnet sie dem Kunstkenner Erik, Erbe einer spektakulären Kunstsammlung. Doch ist er wirklich daran interessiert, ihr zu helfen? Es sind unruhige Zeiten, und der Aufstieg der Nationalsozialisten droht bald ihre Liebe, die Galerie und ihre gesamte Familie in den Abgrund zu reißen ...

Details:
Herausgeber: HarperCollins; 1. Edition (18. Februar 2020)
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
ISBN-10: 3959674090
ISBN-13: 978-3959674096
Abmessungen: 13.6 x 3.8 x 21.4 cm
Teile einer Reihe: Die Galeristinnen-Trilogie, Band 1
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Eigene Meinung: 
Das Cover ist total ansprechend, die verschiedenen Blautöne passen sehr gut zusammen und auch die Frau auf dem Cover passt in die 30er Jahre und damit auch perfekt zum Inhalt des Buches. 
Die Kunststudentin Alice Waldmann kommt von Wien nach Berlin, eigentlich um in Erfahrung zu bringen, warum ihre Mutter von ihrer Familie verstoßen wurde, sie kennt ihre Berliner Verwandtschaft gar nicht, auch ihre Großmutter Helena zeigt sich ihr gegenüber nicht hilfreich, nur ihre Tante Rosa und deren Mann Johann sind freundlich und nehmen Alice bei sich auf. Bald entwickelt Alice einen Faible für Fotografie und die Idee, die ehemalige Galerie in Familienhand wiederzueröffnen findet bei Ihrem Onkel Johann schnell Unterstützung. Doch schon in dieser Zeit geht nichts ohne den Einfluss der Nationalsozialisten, dieser wird in Gestalt des Erik Wolffert dargestellt, der Alice auch schnell schöne Augen macht, aber sie findet den deutsch-irischen Assistenten ihres Onkels John Stevens spannender als Erik Wolfferts... 
Die Galerie am Potsdamer Platz ist Band 1 der Die Galeristinnen-Trilogie und ist zeitgleich auch das Debüt von Alexandra Cedrino. 
Alice und auch alle andere Protagonisten in dem Buch bleiben eher fad, die Autorin schafft es leider nicht, ihnen wirklich Leben einzuhauchen, auch wirkt die Handlung nicht so ganz passend für die Zeit und den historischen Hintergrund. 
Alexandra Cedrino hat einen etwas unsteten Schreibstil, manchmal schafft sie es, den Leser komplett mitzureisen, aber dann kann sie auch mit einigen sprachlichen ungeschickten Formulierungen den Leser wirklich zurückzuwerfen. Auch werden die Beschreibung im Buch sehr in die Länge gezogen, da wäre eine kleine Raffung durch das Lektorat gut gewesen. 
Thematisch wagt sie sich an die Kunstszene der 1930er Jahre in Berlin an, in der die Nationalsozialisten auch immer mehr an Einfluss gewinnen, was auch im Buch eingebaut ist, man merkt, dass die Autorin von der Szene damals sehr viel Ahnung hat, das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Charakter wirklich farblos sind und die Handlung nicht wirklich für den Leser greifbar wird. Sehr schade, weil die Leidenschaft, mit der sie die Kunstszene schildert, hätte sicher auch den Charakteren und der Handlung gut getan. 

Fazit: 
Die Idee des Buches, das Coverdesign und auch der Plot ist wirklich gut, aber leider wurde viel Potenzial verschenkt, weil die Zeit 1930 - 1933, in der das Buch spielt, ist so viel in Deutschland passiert, was aber im Buch nicht wirklich den Niederschlag findest und das hätte man wirklich einbinden können. Natürlich wird die Kunstszene der damaligen Zeit gut eingefangen, aber die Begeisterung über die Kunstszene der Zeit findet sich weder in den Charakteren noch in der Handlung wider.
 Stattdessen findet man den Konflikt, den man vom Klappentext her vermuten könnte, nicht wirklich im Buch vor, es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen sondern es ist eher wie eine Nacherzählung oder ein Monolog, den man liest, aber keine wirklich packende Geschichte mit historischen Hintergrund. 

Dafür gibt es 2 Rosen: 

Danke an Harper Collins und Vorablesen für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 9. Juli 2021

[Rezension] Kerstin McNichol - Allegras Fluch

Beschreibung:
Beeinflusst die Vergangenheit die Zukunft oder die Zukunft die Vergangenheit? Über eine derartige Frage müssen sich Allegra und Jasmin den Kopf zerbrechen, als es sie durch einen missglückten Zauber von Allegra in die Vergangenheit verschlägt. Jasmin ahnt von den Hintergründen der Zeitreise zunächst nichts und versucht das Beste aus der Situation zu machen, in dem sie sich mit Allegra zusammenrauft. Damit sie in ihre Zeit zurückkehren können sind sie auf die Hilfe von Leuten angewiesen, die ebenfalls untereinander so zerstritten wie sie selbst sind. Allegra lässt nichts unversucht, um ihren Vater vor einer Toruheit zu bewahren. Die verzweifelte Tochter schreckt noch nicht einmal vor Hexerei zurück, damit die Verlobte aus ihrem Leben verschwindet. Allerdings läuft der Zauber schief und beide verschlägt es in eine andere Zeit. Um eine Chance auf Rückkehr zu haben müssen die beiden zusammenarbeiten und sich Verbündete suchen. Doch was tun, wenn auch die Helfer untereinander zerstritten sind? Allegra (15) lässt nichts unversucht, um ihren Vater (49) vor einer Torheit zu bewahren. Die verzweifelte Tochter schreckt noch nicht einmal vor Hexerei zurück, damit Jasmin (24) und ebenso die Verlobte ihres Vaters, aus ihrem Leben verschwindet. Allerdings läuft der Zauber schief und Jasmin und sie verschlägt es in eine andere Zeit. Nicht nur um eine Chance auf die Rückkehr, sondern auch ums Überleben müssen die beiden nun zusammenarbeiten und sich auch Verbündete suchen. Dies ist schon schwierig genug, doch was tun, wenn auch die Helfer untereinander zerstritten sind?Bei diesem spannenden Buch kommt auch der Humor nicht zu kurz. Historische Fakten werden mit Fiktion gemischt und hilft dem Leser dadurch, die schwierige Situation der beiden Zeitreisenden nachzuvollziehen. Ad hoc müssen sich Allegra und Jasmin auf ihr geschichtliches Halbwissen verlassen, um sich aus Schwierigkeiten herauszumanövieren. - Spielen Sie den Gedanken einmal selbst durch und fragen sie sich, wie Sie sich in so einer stressigen Situation verhielten? - Trotz allem Spaß greift das Buch auch Themen wie Vorurteile und zwischenmenschliche Beziehungen auf, ohne dabei mit dem Zeigefinger zu wackeln.

Details:
ASIN: ‎ B08BWFKZYY
Herausgeber: ‎Independently published (28. Juni 2020)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎209 Seiten
ISBN-13: ‎979-8649130394
Abmessungen: ‎12.7 x 1.35 x 20.32 cm
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Eigene Meinung: 
Das Cover des Buches ist nicht wirklich ein Knaller, es fällt nicht so wirklich auf, wenn man es sieht, was eigentlich etwas schade ist. Irgendwie fehlt dem Cover der Pepp. 
Allegra ist mit der Verlobung ihres Vater mit Jasmin nicht einverstanden, deswegen versucht sie, diese etwas zu manipulieren, aber durch einen verunglückten Zauber landen Jasmin und sie durch eine Zeitreise im Jahr 1889 und damit beginnt das Abenteuer erst. An sich ist das eine turbulente Reise, die beiden bevorsteht...
Der Einstieg in das Buch war recht schwierig, der Leser ist zeitweise etwas verloren, weil man nicht wirklich weiss, wo es hingehen soll. Das Buch startet daher etwas langatmig, auch im Nachfolgenden möchte sich der Zauber des Buches nicht so ganz entfalten. 
Mit Allegra schafft Kerstin McNichol eine wirklich starke Persönlichkeit, die für das, was sie möchte, immer kämpft und das Beste aus Allem macht. Mit ihr als Charakter kommt man wirklich sehr gut hin.
Die Beziehung zwischen Jasmin und Allegra ist an sich schwierig und auch die Situation mit der Zeitreise macht es nicht besser. Leider wirkt die Darstellung der Beziehung etwas an den Haare herbeigezogen. 
 Leider hat man beim Lesen manchmal das Gefühl, dass man die Charaktere nicht komplett dargestellt werden, es fehlt da einfach manchmal etwas die Empathie für die Charaktere. Sehr schade, weil da hätte man mehr herausholen können. 
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, man schafft auch den Einstieg in das Buch sehr gut. Aber leider schafft es Kerstin McNichol nicht wirklich, dem Buch Tiefgang zu verleihen. 

Fazit:
Kerstin McNichol hatte eine gute Idee für ein spannendes Buch, hat aber dann in der Umsetzung sehr viel Potenzial verschenkt, sei es an den Charakteren oder auch an der Geschichte selber, die Idee verspricht an sich mehr als das Buch hält. Manchmal wirkt das Buch etwas sehr gestellt und nicht wirklich gut überlegt. 

Dafür gibt es 3 Rosen:
Danke an Vorablesen und Kerstin McNichol für das Rezensionsexemplar.