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Dienstag, 16. Juni 2026

🏛️ Archivgeflüster: Das Kunden-Buch – Wenn der Blues nach Thüringen kommt

 Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe von Archivgeflüster! Nachdem wir uns beim letzten Mal mit dem Weg der Band Silly durch die DDR-Zensur beschäftigt haben, tauchen wir heute noch tiefer in die ostdeutsche Subkultur ab. Wir werfen einen Blick auf eine Jugendbewegung, die barfuß im Schlamm tanzte, trampte und dem System die Stirn bot: Die „Kunden“.

📝 Der Quick-Check vorab

  • Titel: Das Kunden-Buch. Blues in Thüringen

  • Autor: Michael Rauhut (Professor & renommierter Musikwissenschaftler)

  • Anspruch: Absolut einsteigerfreundlich, aber spürbar wissenschaftlicher! 🧠🍿

  • Fachbereich: Zeitgeschichte, Regionalgeschichte (Thüringen) & Subkulturforschung


👤 Ein distanzierter Blick vom Experten

Es wird euch nicht überraschen: Auch für dieses Werk zeichnet Michael Rauhut verantwortlich. Wer meine Rezension zum Silly-Buch oder meinen Bericht zu seiner Lesung gelesen hat, weiß, dass ich seine Arbeit sehr schätze.

Im Gegensatz zu seinem Werk über Silly wählt Rauhut in „Das Kunden-Buch“ einen etwas distanzierteren, analytischeren Ansatz. Man merkt sofort, dass hier ein echter Experte am Werk ist – das wird spätestens beim Blick auf das extrem umfangreiche Fußnotenverzeichnis am Ende des Buches klar. Doch keine Sorge: Trotz des wissenschaftlichen Fundaments bleibt die Sprache für alle lesbar. Es ist ein Fachbuch, das den Spagat zwischen Elfenbeinturm und Couchtisch meisterhaft schafft.


⛺ Trampen, Freiheit und die Überwachung der Stasi

Worum geht es genau? Das Buch nimmt uns mit in die thüringische Provinz, die sich in den 1970er- und 80er-Jahren zur Hochburg der DDR-Blues-Szene entwickelte. Die Anhänger nannten sich selbst „Kunden“ oder „Blueser“. Rauhut beleuchtet faszinierende Facetten dieser Bewegung:

  • Die Reisetätigkeiten: Tausende Jugendliche trampten jedes Wochenende quer durch die Republik zu den Konzerten ihrer Bands.

  • Die Kultstätten: Kleine Dorfsäle in Thüringen wurden zu Zentren der Freiheit und des Protests.

  • Die Schalldämpfung der Stasi: Akribisch dokumentiert das Buch die Versuche des Ministeriums für Staatssicherheit, diese unorganisierte, unangepasste Jugend unter Kontrolle zu halten, zu bespitzeln und zu zersetzen.


⛪ Ein sicherer Hafen: Die Rolle der Kirche

Ein besonders starkes und ausführliches Kapitel widmet Rauhut der Rolle der Kirche. In einem Staat, der alles kontrollieren wollte, boten die Kirchenräume oft den einzigen Schutzraum für die subkulturelle Szene. Hier konnten die Kunden zusammenkommen, Musik hören und sich austauschen – eine historische Symbiose zwischen Religion und Rebellion, die Rauhut brillant aufarbeitet.


🖋️ Mein Lese-Gefühl: Mittendrin statt nur dabei

Das Buch ist reich an Bildern, die die staubige, ehrliche Atmosphäre dieser Zeit perfekt einfangen. Ein kleiner Hinweis für euch: Man sollte sich beim Lesen gewahr sein, dass man vielleicht nicht mit jedem einzelnen erwähnten Namen sofort etwas anfangen kann. Die Szene war riesig und Rauhut arbeitet sehr detailverliebt. Das schmälert den Lesefluss aber keineswegs – das große Ganze bleibt immer packend und absolut verständlich.


🏁 Mein Fazit: Ein Muss für Geschichts-Interessierte

„Das Kunden-Buch“ ist das perfekte Beispiel dafür, dass Geschichte in der Provinz oft am spannendsten war. Es ist eine unbedingte Empfehlung für alle, die den Alltag und den Eigensinn der Jugend in der DDR abseits der offiziellen Propaganda verstehen wollen. Ein tiefgründiges, ehrliches Stück Zeitgeschichte!


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🛒 Die Bücher direkt für euer Regal:

  1. Das Kunden-Buch. Blues in Thüringen: nur gebraucht erhältlich: Rebuy* / Medimops* – Das heutige Werk.

  2. Rock in der DDR: nur gebraucht erhältlich: Rebuy* / Medimops*

  3. Ein Klang - zwei Welten: Blues im geteilten Deutschland, 1945 bis 1990 (Studien zur Popularmusik): Amazon* / Thalia*


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Samstag, 9. Mai 2026

🏛️ Archivgeflüster: Raus aus der Spur – Wie Silly die DDR rockte

 Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe von Archivgeflüster! In dieser Rubrik schauen wir hinter die Kulissen der Geschichte. Heute mit einem Buch, das beweist, dass Historie nicht nur in Akten stattfindet, sondern auch auf staubigen Konzertbühnen und in verrauchten Proberäumen.

📝 Der Quick-Check vorab

  • Titel: Raus aus der Spur. Silly und die DDR

  • Autor: Michael Rauhut (Professor & Zeitzeuge)

  • Anspruch: Absolut einsteigerfreundlich! 🍿

  • Fachbereich: Zeitgeschichte & Medienforschung


👤 Über den Autor: Wer flüstert hier im Archiv?

Bevor wir in die Musik eintauchen, ein Blick auf den Mann hinter den Zeilen. Michael Rauhut ist nicht einfach nur ein Wissenschaftler; er ist Professor für Populäre Musik an der Universität Agder (Norwegen) und gilt als der Experte für die Musikgeschichte der DDR.

Seine Bibliografie umfasst Standardwerke wie „Beat in der Grauzone“, „Rock in der DDR“ oder „Ein Klang - Zwei Welten“. Was dieses Buch jedoch so besonders macht, ist seine persönliche Note: Er kennt die Band bereits seit 1979. Diese jahrzehntelange Begleitung spürt man auf jeder Seite – er schreibt über eine Welt, deren Rhythmus er selbst miterlebt hat.


🎨 Ein genialer Einstieg: Das Gesicht von Tamara Danz

Schon der Beginn des Buches ist meisterhaft gewählt. Rauhut stellt ein ganz besonderes Porträt von Tamara Danz in den Fokus, das von keinem Geringeren als Armin Mueller-Stahl gezeichnet wurde. Es fängt die Intensität und die Unbeugsamkeit von Tamara perfekt ein, bevor man überhaupt das erste Wort gelesen hat.

Das Buch ist voller solcher visueller Schätze. Zahlreiche Bilder unterstreichen die Worte, und Rauhut lässt immer wieder Songtexte sowie Zitate von Wegbereitern wie dem legendären Fotografen Jim Rakete oder dem späteren Musikmanager Thomas Stein einfließen. Das zeigt eindrucksvoll: Silly war weit mehr als nur eine „Ost-Band“.


🎸 Inhalt & Analyse: Zwischen Kunst und Kontrolle

Das Buch ist streng chronologisch aufgebaut, was den Einstieg extrem erleichtert. Wir begleiten die Band von den ersten Schritten bis hin zu den turbulenten Wendejahren. Dabei bringt Rauhut die schwierigen Themen auf einen sehr validen Punkt:

  • Die Gratwanderung zwischen Systemkritik und notwendiger Staatsnähe.

  • Die Problematik und Privilegien von Auslandsreisen.

  • Die ständige Verhandlung von Freiheit innerhalb eines kontrollierten Kulturbetriebs.

🎧 Mein Lese-Tipp: Legt euch beim Lesen die Alben von Silly (z. B. „Mont Klamott“ oder „Bataillon d’Amour“) leise in den Hintergrund. Auch wenn man vielleicht nicht mit jedem literarischen Verweis im Text sofort etwas anfangen kann – die Musik im Ohr zu haben, macht das Ganze zu einem 4D-Erlebnis!


🖋️ Die Stilistik: Fachwissen ohne Elfenbeinturm

Was mich besonders begeistert hat: Trotz seiner enormen Expertise schreibt Rauhut nicht hochtrabend. Die Stilistik ist klar, lebendig und für jeden zugänglich. Man fühlt sich nicht wie in einer trockenen Vorlesung, sondern wie in einem spannenden Gespräch. Er beweist, dass wahre Meisterschaft darin liegt, komplexe Geschichte so zu erzählen, dass sie jeden mitnimmt.


🏁 Mein Fazit: Mehr als nur eine Bandbiografie

Dieses Buch ist ein Goldstück – und zwar nicht nur für Kenner des Ostrocks oder Silly-Fans. Es ist eine packende Analyse des gesamten DDR-Kulturbetriebs. Wer verstehen will, wie Kunst in einer Diktatur funktioniert und wie viel Mut in Texten stecken kann, muss dieses Buch lesen. Ein absolutes Must-Read für Geschichts-Interessierte und Musik-Liebhaber gleichermaßen!


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📚 Mehr von Michael Rauhut & das aktuelle Buch

  1. Raus aus der Spur. Silly und die DDR: Bundesstiftung Aufarbeitung / Amazon* / gebraucht kaufen: Medimops* / Rebuy*

  2. Ein Klang - zwei Welten: Blues im geteilten Deutschland, 1945 bis 1990 (Studien zur Popularmusik): Amazon* / Thalia*
  3. Rock in der DDR: gebraucht kaufen: Medimops* / Rebuy*

Freitag, 26. Januar 2024

[Rezension] André Groenewoud - Jahrhundertverbrechen - Opfer und Täter erzählen

Beschreibung:
Zwölf Jahrhundertverbrechen in faszinierenden Interviews, geführt von Bestsellerautor und Journalist André Groenewoud

Gespräche über eine Vergangenheit, die Menschen bis in die Gegenwart verfolgt

Zwölf Jahrhundertverbrechen, die Deutschland und die Welt bewegten. Der Journalist André Groenewoud hat sie beleuchtet, weil er wissen wollte: Was machten diese dramatischen Lebenseinschnitte mit den Betroffenen? Wie lebt der Kaufhaus-Erpresser Arno Funke alias »Dagobert«? Was denkt der Sohn von Hanns Martin Schleyer über die RAF, die seinen Vater umgebracht hat? Und was macht heute das berühmte Napalm-Mädchen aus Vietnam? Antworten fand der Autor in zahlreichen Gesprächen mit Opfern, Tätern und Ermittelnden.

Ein informatives, bewegendes und zugleich sensibles Zeitdokument über Jahrhundertverbrechen, das in den Mittelpunkt stellt, was oft vergessen wird: den Menschen.

Details:
Herausgeber: ‎Topicus (14. November 2023)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎256 Seiten
ISBN-10: ‎2496714009
ISBN-13: ‎978-2496714005
ASIN: ‎B0C442SR14
Abmessungen: ‎12.6 x 2.54 x 18.59 cm
Kaufen?

Eigene Meinung:
Das Cover ist eigentlich etwas zu unauffällig für den Inhalt, es ist sehr schlicht gehalten, weil das Buch inhaltlich wirklich einiges zu bieten hat. 
Die 12 Verbrechen, die André Groenewoud in diesem Buch beleuchtet und dabei Opfern und auch Angehörigen der Täter- und Opferseite, sowie den Tätern selbst eine Stimme gibt, ist eine echte Ausnahme im Bereich True Crime. 
An sich wirken die Verbrechen erstmal in einem recht bunten Mix, neben 9/11 finden wir auch den Fall Dagobert, die Geiselnahme von Gladbeck, den Terror der RAF oder auch die Anschläge von Paris, aber jedes einzelne Verbrechen wir nochmal beleuchtet und danach werden die Interviews geführt, die man dann als Leser in dem Buch findet. Dabei bekommt man einen ganz anderen Blick durch die Opfer von Verbrechen oder auch durch deren Angehörige. Meist sind Verbrechen nur dann in den Schlagzeilen, wenn sie gerade passiert sind oder auch die Täter wieder wegen andere Verbrechen oder Haftanlässen (Verlegungen / Bewährungsanträge etc.) wieder in den Fokus rücken, über die Opfer wird weniger gesprochen und das versucht André Groenewoud mit diesem Buch zu ändern. 
André Groenewoud hat einen sehr guten Schreibstil und zieht den Leser in jeden einzelnen Fall nochmal rein und man kann dann schon sagen, dass er sehr starke Bilder nutzt. Aber jeden Fall baut er um die Personen, die er im Interview hat, herum, so dass man die Menschen nicht nur gut zuordnen kann, sondern auch den Blick der Opfers, der Angehörigen (hier ist Opfer- und Täterseite bedacht wurden) oder auch des Täters nochmal anders an das Verbrechen herangehen. Dieser Wechsel in der Perspektive gelingt André Groenewoud sehr gut in der Vermittlung. 
An sich ist ja das Umfeld der Täter oder auch das Umfeld eines Verbrechens immer etwas Tabu für viele Journalisten oder auch für andere Menschen, die sich mit True Crime beschäftigen, immer wie ein blinder Fleck, mit dem man sich weniger beschäftigt, was schade ist, weil eigentlich sollte man die Namen der Opfer kennen und nicht die der Täter. In der Realität sieht das leider anders aus, deswegen ist dieses Buch mal wirklich etwas anderes und sehr zu empfehlen. 

Fazit:
André Groenewoud hat ein beeindruckendes Buch geschaffen, er hat mit Menschen gesprochen, die sonst nicht wirklich eine Plattform bekommen, weil die Taten teilweise schon viele Jahre zurück liegen, aber sie immer noch präsent in den Köpfen sind. Und da die Opfer meist in den Hintergrund rücken, ist es gut, dass man auch den Menschen (sprich Opfern, Angehörigen und auch den Tätern) mal eine Plattform bietet und daraus ein wirklich sehr spannendes Zeitdokument erschafft, was man dann wirklich immer wieder lesen kann.
Absolut für alle, die True Crime interessiert, aber auch für alle, die mal einen anderen Blick auf bekannte Verbrechen nehmen wollen und die sich dafür interessieren, wie ein Verbrechen das Leben schlagartig verändern kann. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Sonntag, 13. August 2023

[Kurz-Rezension] Christine Volpert & Corinna Urbach - Lost & Dark Places Berlin: 33 vergessene, verlassene und unheimliche Orte

Beschreibung:
Eingestürzte Dächer, zerschlagene Fenster oder bröckelnde Fassaden lösen bei Ihnen nicht nur Angst, sondern auch eine gewisse Faszination aus? Dann wird Sie Berlin und dieser Guide glücklich machen. Neben verlassenen Orten wie Bunkern stehen in Berlin und Brandenburg auch ganze Fabriken, ein Kernkraftwerk, Herrenhäuser oder ehemalige Gefängnisse leer. Dieses Buch erzählt die Geschichten hinter den Lost Places und verrät, wo sie zu finden sind. Zum selbst Nacherleben: mit Anfahrtstipps, GPS-Koordinaten und Tipps zum besonderen Erlebnis

Details:
Herausgeber: ‎Bruckmann; 2. Edition (4. Februar 2022)
Sprache: ‎Deutsch
Broschiert: ‎160 Seiten
ISBN-10: ‎3734319323
ISBN-13: ‎978-3734319327
Abmessungen: ‎23.1 x 1.6 x 16.2 cm
Kaufen?

Fazit:
Das Cover schaut sehr spannend aus, es passt natürlich zur Thematik Lost und Dark Places. Das Cover sieht einladend aus und interessant aus. 
Lost Places oder auch vergessene Orte üben eine besondere Faszination aus, sie sind Zeugen der Zeit, die man einfach vergessen hat und genauso ist dieses Buch aufgebaut. 
Zusammengefasst in den Punkten Industrie, Zweiter Weltkrieg, DDR und Besondere Orte zeigt das Buch 33 besondere Orte, die man in und um Berlin entdecken kann. 
Neben Bildern und der Geschichte der Orte sind zudem noch genaue Ortsbeschreibungen sowie "Das besondere Extra" bei den Orten vermerkt. Das besondere Extra gibt Möglichkeiten des Besuches oder weitere Ausflugsziele in der Nähe an. 
Christine Volpert und Corinna Urbach habe ein gutes und interessantes Buch voller Informationen geschrieben, was auch die Verhaltensregeln in einem Lost Place beinhaltet, was sicher nicht nur für Urbex Interessierte interessant ist, auch für alle Menschen, die eine gesunde geschichtliche Neugier haben, wird dieses Buch eine Bereicherung sein. 
Nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Ansehen geeignet, aber Achtung, einige der vorgestellten Gebäude sind inzwischen Bauruinen und sollte nicht betreten werden, da akute Lebensgefahr besteht. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Freitag, 2. Juni 2023

[Kurz-Rezension] Finn Torp - Kaffee 100: 100 erstaunliche Fakten aus der Welt des Kaffees

Beschreibung:
Dieses Buch ist ein Muss für jeden Kaffeeliebhaber und alle, die mehr über die faszinierende Welt des Kaffees erfahren möchten. In "Kaffee 100" haben wir eine Sammlung von erstaunlichen Fakten über Kaffee zusammengestellt, die garantiert Ihr Wissen über dieses beliebte Getränk erweitern werden.

Erfahren Sie, wie Kaffee angebaut und geerntet wird und welche verschiedenen Sorten von Kaffeebohnen es gibt. Wir zeigen Ihnen auch, wie Kaffee geröstet und verarbeitet wird, um den perfekten Geschmack zu erreichen. Wussten Sie, dass Kaffee auch in der Kosmetikindustrie eingesetzt wird?

In diesem Buch tauchen Sie ein in die Geschichte des Kaffees, von den Anfängen des Kaffeeanbaus in Äthiopien bis hin zur modernen Kaffeekultur in den heutigen Metropolen. Erfahren Sie, wie Kaffee zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden ist und das Leben von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt beeinflusst.

Doch Kaffee ist nicht nur ein leckeres Getränk, sondern auch gesundheitsfördernd. In diesem Buch erfahren Sie, wie Kaffee Ihr Gehirn und Ihren Körper beeinflusst und welche gesundheitlichen Vorteile er bietet.

Entdecken Sie außerdem, wie Kaffee in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt getrunken wird und welche unterschiedlichen Brühmethoden es gibt. Lassen Sie sich von neuen Kaffee-Kreationen inspirieren und probieren Sie neue Geschmacksrichtungen aus.

Mit "Kaffee 100" haben wir eine informative und unterhaltsame Sammlung von Fakten und Anekdoten zusammengestellt, die sowohl für den Kaffeekenner als auch für den Neuling geeignet ist. Dieses Buch ist der ideale Begleiter für jeden, der sich für Kaffee interessiert und seine Leidenschaft für dieses faszinierende Getränk vertiefen möchte.

Details:
ASIN: ‎B0C3MVDGM4
Sprache: ‎Deutsch
Dateigröße: ‎848 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 10 Seiten
Kaufen?
~*~ E-Book auf Amazon* ~*~

Fazit:
Das Cover ist nett gemacht, es ist ein recht bekanntes Motiv, wenn es um Kaffee und seine Stärken geht. Die Eule sind da ein sehr gutes Symbol für den Zustand vor dem ersten Kaffee. 
Leider hält das Buch nicht so ganz, was es verspricht. Es ist lieblos formatiert (teilweise passt die Formatierung nicht) und irgendwie hat man das Gefühl, man hat einfach versucht, 100 Fakten rund um den Kaffee zusammenzutragen und diese dann Buch zu erstellen.
Leider finden sich auch keine echten Anekdoten darin, wie man es im Beschreibungstext lesen kann, es sind eher wirklich nur 100 Fakten. Zwar teilweise recht informativ, aber zum Teil auch sehr bekannte Fakten rund um den Kaffee. 
Leider nicht so das, was man erwartet. 

Dafür gibt es 2 Rosen:

Anmerkung: Das Buch ist gerade auch über Kindle Unlimited gratis zu lesen. 
Zu Kindle Unlimited: ~*~ Klick* ~*~

Dienstag, 24. März 2020

[Rezension] Maike Maja Nowak - Die mit dem Hund tanzt

Beschreibung:
Der Hund als »Türöffner« zur Seele des Menschen

Pünktlich zur Tagesschau beißt Dackel Benny sein Herrchen. Warum? Weil er ihn beschützen will! Mit erstaunlichem Einfühlungsvermögen geht »Hundeflüsterin« Maike Maja Nowak solchen Situationen auf den Grund. Sie erzählt von Menschen, die in ihrer Beziehung zu ihrem vierbeinigen Freund wachsen und versagen, Glück und Ohnmacht erleben. Das alles und der unverwechselbare Blick einer einzigartigen Autorin machen ihre tierisch menschlichen Geschichten zu einem besonderen Lesevergnügen.

Details:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (16. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783442173525
ISBN-13: 978-3442173525
ASIN: 3442173523
Größe: 12,6 x 1,8 x 18,4 cm
Kaufen? ~*~ Klick* ~*~

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich schön gemacht, man siehst Maike Maja Nowak und einen Hund im Wasser laufen, das siehst entspannt und locker aus und ist daher ein sehr schön gewähltes Cover.
Gleich vorweg muss man sagen, dass man in dem Buch keine Erziehungstipps erwarten sollte. 
Das Buch liest sich sehr gut, es ist gut unterteilt und lässt sich sehr flüssig lesen, es ist vor allem 
Maike Maja Nowak kommt bei ihren Ausführungen ohne persönliche Wertung aus, sie zeigt einfach, wie man mit Hunden umgehen kann und beschreibt die Kunden kurz und anonym, aber trotzdem realistisch. Man staunt aber immer wieder, auf welche Menschen sie bei ihrer Arbeit so trifft und warum man sich einen Hund zulegt, wenn man sich sicher nicht, dass man mit ihm nicht klar kommt.  
Besonders schön ist, dass Maike Maja Nowak gleich zu Beginn des Buches klar stellt, dass ihre Methode im Buch nicht die Einzige ist, aber dass sie durchaus funktionieren kann, dass es aber immer auf den Menschen und den Hund ankommt. 
Als Leser lernt man viel über die Verhaltensweisen von Hunden und kann daher mit jedem neuen Fall wieder etwas lernen und das macht das Buch aus, es ist eben kein klassisches Sachbuch, es ist mehr in der Praxis angesiedelt und das macht es besonders. 

Fazit:
Maike Maja Nowak hat einen wunderbaren Stil und sie zeigt im Buch vieles neues, sie öffnet vielen Hundebesitzern die Augen, auch wenn sie keine Anspruch darauf erhebt, dass sie die einzige wahre Methode hat, um Hunde zu erziehen.Das Cover ist leider etwas unscheinbar und der Titel auch, leider gibt es dazu Abzüge in der B-Note. Aber die Wissenvermittlung im Buch ist wirklich lesenswert.

Dafür gibt es 4 Rosen:

Mittwoch, 8. Januar 2020

[Rezension] Julian Hannes alias Jarow - Der Mensch ist böse: Wahre Kriminalgeschichten – wahre Abgründe

Beschreibung:
Nervenkitzel pur! Julian Hannes lässt uns 13 wahre Kriminalgeschichten nacherleben. Die Mystery-Größe auf YouTube mit mehr als 2 Millionen Fans lehrt uns das Gruseln: alle Geschichten sind wahr, ungelöst und hochdramatisch. Neben der Faszination über das Verbrechen beschäftigt sich der YouTube-Star mit Fragen wie: Warum wird jemand zum Täter? Kann es mir auch passieren, dass ich zum Mörder werde? Julian Hannes alias Jarow beleuchtet in seinen Kriminalgeschichten all die verschiedenen Facetten der Handlung. Im Mittelpunkt steht nicht nur die grausame, schauderhafte Tat, sondern auch immer die darin verwickelten Menschen. Er möchte nicht nur Wissen, wie es zu den Kriminalfällen kam, sondern er interessiert sich auch für das Schicksal der Opfer und Angehörigen und warum jemand zum Täter wurde. Getreu seinem Motto: „Die Welt ist Böse, passt auf euch auf!“.

Details:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; Auflage: 3 (5. November 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833871326
ISBN-13: 978-3833871320
Größe: 14,2 x 3 x 20,8 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich schön gestaltet, man sieht sehr stechende Augen, die das Cover sehr aufwerten und so macht es das Cover sehr ansprechend. Auch die verwendeten Schriftarten lenken nicht von den stechenden Augen ab, das Cover ist sehr rund und passend gewählt. 
Natürlich muss man sehen, dass Jarow sind vor allem aktuelle und bekannte Fälle neu analysiert, was natürlich positiv auffällt, aber man sollte jetzt keine wirklich unbekannte Fälle erwarten. 
Jarow analysiert die Fälle sehr umfangreich, auch immer wieder mit Einschüben mit Blick auf die Spurensicherung und Interviews, was die Auseinandersetzung sehr gut unterlegt, zudem kommt die Aufteilung in kurze Absätze und so kann man die Fälle auch schön mit Pausen lesen. 
Zudem muss an sagen, dass man die Recherche, die hinter jedem einzelnen Fall steckt, sehr gut herauslesen kann und auch immer wieder merkt, dass da jemand schreibt, der wirklich einen Einblick in die Materie hat und gleichzeitig aber den Leser im Blick hat und ihn nicht mit harten Fakten überfrachten will. 
Besonders spannend ist die Mischung der Fälle, weil man hat ungelöste und auch gelöste Fälle dabei und das ist schon etwas, was man seltener findet. Meistens werden in Bücher dieser Art nur gelöste Fälle bearbeitet und diesem Trend steht Jarow entgegen. 

Fazit:
"Der Mensch ist böse", das unterschreibt man definitiv, wenn man dieses Buch gelesen hat, dabei ist die Mischung der Fälle wirklich sehr gut und man kann sich sehr gut die Fälle einlesen, weil die Daten und Fakten sehr gut eingebracht werden, gleichzeitig wird aber der Leser auch nicht mit einem platten Sachbuch überrannt, Jarow versteht es sehr gut, den Fall zu gliedern und über die Fälle auch immer wieder Nebenschauplätze wie Spurensicherungen und ähnliches einzubinden. 
Ein absolute Empfehlung für jeden Krimi-Fan und Menschen, die sich gerne mit True Crime auseinander setzen. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Danke an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.

Montag, 25. März 2019

[Kurzrezension] Michael Gradias - Lightroom Classic CC - Einstieg und Praxis - Praxistipps für den optimalen Workflow

Beschreibung:
Adobe Lightroom Classic CC – Einstieg und Praxis
Lightroom hat sich im Laufe der Zeit vom Organisationstool zum Bildbearbeitungsprogramm gemausert. Dieses Buch bietet Ihnen einen anschaulichen Einstieg in den großen Funktionsumfang der aktuellen Version Lightroom Classic CC. In zahlreichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen lernen Sie den kompletten Workflow vom Bildimport über die schnelle Korrektur Ihrer Aufnahmen bis zur perfekten Entwicklung Ihrer RAW-Daten kennen. 
Zudem bekommen Sie wertvolle Tipps zur gelungenen Präsentation Ihrer Fotoschätze.

Aus dem Inhalt:
• Das ist neu in Lightroom Classic CC
• Kataloge erstellen, einrichten, sinnvoll einsetzen
• Den Bildbestand strukturieren
• Metadaten auswerten
• Fotos auf die Schnelle im Bibliothek-Modul optimieren
• Die Werkzeuge im Entwickeln-Modul
• Die Tonwerte des Bildes verändern
• Objektivfehler korrigieren
• Effekte und Vorgaben einsetzen
• GPS-Daten auswerten
• Präsentation

Details:
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Markt + Technik Verlag (30. Mai 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959821301
ISBN-13: 978-3959821308
Größe: 16,9 x 2 x 23,1 cm

Fazit:
Das Programm Lightroom Classic CC von Adobe ist eins der Programme, die auf den Nutzer im ersten Moment verwirrend wirken können, wenn man damit noch nie gearbeitet hat und genau den Einstieg und auch das effiziente Arbeiten mit dem Programm ermöglichen. 
Im Vorfeld sollte man aber auch sagen, dass man mit dem Lightroom Classic CC bei weiten natürlich nicht die Möglichkeiten hat wie Photoshop CC hat, auch wird leider nicht viel auf das Zusammenspiel der Programme eingegangen, was schon schade ist, weil an sich sollten ja beide Programme zusammen genutzt werden.
Es werden viele Werkzeuge und Techniken erklärt und so lernt man das Programm von Grund auf kennen und kann auch ohne Vorkenntnisse nach einigen Kapiteln schon Bildergalerien erstellen. Je weiter man im Buch vorgeht, desto tiefer gehen die Kenntnisse und natürlich kann man damit auch das Arbeiten viel besser gestalten, wenn man weiss, wie man die Tools im Programm ausnutzen und auch anwenden kann. 
Das Buch geht sehr effizient vor, die Bilder erklären vieles gut, teilweise auch sehr ausführlich und man kann sich sehr gut in das Programm einarbeiten und nach der Lektüre kann man mit dem Lightroom Classic CC sehr gut arbeiten. 
Allerdings wird das Thema der Sicherung der Dateien oder auch des Wiederherstellen dieser kaum bis gar nicht behandelt und das ist für eine Arbeit, in der teilweise wirklich viele Stunden Arbeit stecken, dann wirklich nicht toll, wenn sie verloren geht, weil man nicht weiss, wie man sich wirklich sichert oder - im Notfall - auch wieder herstellt.

Dafür gibt es 4 Rosen:

Danke an Club der Produkttester für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 10. Januar 2019

[Kurz-Rezension] Jens Brüggemann - Akt- und Erotikfotografie - 100 Fototipps für perfekte Foto Aufnahmen mit vielen Tipps

Beschreibung:
Akt- und Erotikfotografie – 100 Fototipps

Abseits aller Klischees ist es harte Arbeit für den Fotografen, damit Akt- und Erotikaufnahmen auch gelingen: interessante Bildideen, ein geeignetes Model und die passende Location sind zu finden. Profifotograf Jens Brüggemann gibt Ihnen in diesem Buch 100 tolle Tipps, wie Sie Ihr Model professionell beleuchten, worauf Sie beim Posing achten sollten und was für die Bildgestaltung wichtig ist. Infos zu Modelverträgen fehlen ebenso wenig wie rechtliche Tipps im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Bilder.

Jens Brüggemann, seit 25 Jahren international erfolgreicher Akt- und Erotikfotograf, der seine Fotos in zahlreichen Büchern, Kalendern und Ausstellungen einem breiten Publikum präsentiert hat, zeigt in diesem Buch, wie der gesamte fotografische Workflow in der Akt- und Erotikfotografie gestaltet werden kann, damit daraus beeindruckende Ergebnisse resultieren.

Details:
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Markt + Technik Verlag (31. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3959821379
ISBN-13: 978-3959821377
Größe: 19,2 x 2 x 24,2 cm

Fazit:
Aktfotografie ist eine spezielle Art der Fotografie, benötigt aber schon ein anderes Auge als zum Beispiel bei einem Porträt oder beim Fotografieren einer Gruppe. 
Das Buch ist voller Beispielfotos, an denen man sich orientieren kann und auch in der Einleitung wird darauf eingegangen, dass man gleich mehrere Tipps kombinieren kann, damit man das "perfekte" Foto bekommen kann. Dabei ist es entscheidend, wie man die Tipps kombiniert und dabei trotzdem immer schaut, dass die Bilder anregend bleiben. 
Das Buch leitet praktisch die ganze Entstehung der Bild an und beginnt bei dem Finden der Models über das Finden einer passende Location bis hin zum Vertragsvorschlägen und dem Umgang mit den Models, damit sich jeder bei dem Shooting wohl fühlt. 
Viele der 100 Tipps sollte man wirklich befolgen, weil gerade die Sachen wie Umgangsformen, Verträge und auch Finden von Motiven oder Location angeht, wichtig für ein schönes Bild sind. 
Alles im Allen muss man aber sagen, dass das Buch wirklich etwas für Anfänger ist, vieles der 100 Tipps, die in dem Buch verarbeitet sind, von Fotografen, die schon länger in dem Bereich arbeiten, beherzigen, weil sie einfach ein Teil der Arbeit mit Models sind. 
Das Buch teilt sich in kleinen Abschnitte auf, die 100 Tipps werden jeweils auf 1 - 2 Seiten verarbeitet und es werden mehr Bild gezeigt, der Textanteil ist schon etwas gering und man bliebt bei jedem Thema etwas an der Oberfläche, was schade ist, weil viele Themen könnte man tiefer beleuchten. Auch die Bilder sind teilweise sehr ansprechend, aber das ist eine Ansichtssache, wie man die Bilder, die die Tipps verdeutlichen wollen, sieht. 
Alles im Allem ist das Buch ein guter Einstieg für Hobbyfotografen oder für alle, die sich mal einen Einblick in die Welt der Aktfotografie verschaffen wollen. Für Menschen, die schon etwas mehr mit der Fotografie zu tun haben, ist das Buch eher ungeeignet. 

Dafür gibt es 3 Rosen:

Danke an den Club der Produkttester für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 25. Mai 2017

[Kurz-Rezension] Jörg Nießen - Die Sauerei geht weiter ... ~ 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten

Beschreibung:
Der überwältigende Erfolg von Jörg Nießens erstem Buch »Schauen Sie sich mal diese Sauerei an« schrie förmlich nach einer Fortsetzung. Und inzwischen konnte der sympathische Rettungsassistent und Feuerwehrmann genügend Stoff für einen zweiten Band sammeln – und zwar von der Sorte Einsätze, die den Leser zum Schmunzeln und zum Lachen bringen, die kaum zu glauben, aber doch passiert sind. 
In Jörg Nießens neuem Buch ist natürlich auch wieder Hein, des Autors liebster Kollege, mit von der Partie und zusammen erwarten die beiden verunfallte Pianisten, brennende Vereinsheime, pädagogisch wertvolle Wasserschäden, schräge Psychosen, dramatische Kinderkrankheiten und vieles mehr. 
In »Die Sauerei geht weiter ...« zeigt Jörg Nießen erneut sehr eindrucksvoll, dass das Leben selbst die besten Geschichten schreibt und dass Humor ein wichtiger Verbündeter im Alltag eines Lebensretters ist. Witzige Illustrationen von Jana Moskito begleiten die Geschichten.

Details:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 386265060X
ISBN-13: 978-3862650606
Größe: 12,7 x 2,7 x 19,2 cm

Fazit:
Momentan sind ja Geschichten aus dem wahren Leben ein Trend - egal ob auf der Mattscheibe oder als Buch und eigentlich macht man ja solchen Trends eher unbewusst mit, aber dieses Mal muss man sagen, das was, Jörg Nießen da aufs Papier bringt, ist wirklich anschaulich gemacht. 
Nicht nur, dass die Illustrationen von Jana Moskito wirklich gut passen und das ganze Buch wirklich auflockern, sondern auch die Anschaulichkeit, mit er die Fälle beschreibt, gepaart mit einem gewissen Wortwitz machen aus einem eigentlich recht schockierenden Thema, was Rettungseinsätze ja im Allgemeinen sind, ein Buch, was eben nicht nur unterhält, sondern was auch zeigt, dass der Berufsstand der Rettungssanitäter nicht immer so wahnsinnig schockierend sein muss. Natürlich bemerkt man am Stil, dass da kein geborenen Autor sitzt, aber damit sollte man dann schon rechnen, wenn man sich ein Buch mit dem Titel kauft, den Jörg Nießen schreibt, wie er auch eben wahrscheinlich auch im Leben ist - ehrlich und gerade raus. 
Natürlich könnte man die Frage nach der Glaubhaftigkeit stellen, aber man sollte schon mit einem wachen Verstand durch das Buch gehen und wenn man dann selber schon mal Einsätze miterlebt hat, dann kann man wirklich sagen, es gibt nichts, was es nicht gibt. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Donnerstag, 13. April 2017

[Rezension] Aimee Song - Zeige deinen Style: Optimiere deine Instagram-Fotos und mache dein Leben zum ultimativen Schaufenster

Beschreibung:
Bei mehr als 3 Millionen Instagram-Fans weiß Aimee Song offensichtlich ziemlich gut Bescheid, wie man das perfekt Foto bekommt. In ihrem Buch verrät sie nun zum ersten Mal ihre Geheimnisse, wie man einen überwältigenden Feed erschafft und seine Follower-Zahlen nach oben zieht – natürlich immer mit perfektem Style. In diesem innovativen Instagram-Guide zeigt Aimee Song u.a.:
· wie man das perfekte Instagram-Foto macht,
· wie man die eigene Instagram-Story einzigartig macht,
· wie man Style- und Food-Fotos perfekt vorbereitet,
· wie man seine Follower-Zahlen vervielfacht.
Zeige deinen Style zeigt, wie man aus seinen Smartphone-Fotos das Beste herausholt und seine eigene Online-Präsentation perfektioniert.

Details:
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: mvg Verlag (10. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868828079
ISBN-13: 978-3868828078
Größe: 20,3 x 2 x 20,5 cm

Eigene Meinung:
Amiee Song gehört zu den erfolgreichsten Fashion-Bloggern der Welt und mit ihrem Blog "Song of Style" zieht sich Millionen Follower an und kann sich somit als wirklich erfolgreich bezeichnen.
In ihrem Buch "Zeige deinen Style" erklärt sie nun Einsteigern, aber auch erfahrenen Instagram-Nutzen, wie man beispielsweise Fashion, Food oder auch Produktfotos in Szene setzen kann, aber erklärt auch an ihren eigenen Bildern, was sie dann an den Bilder macht, wie sie beispielsweise mit Linien, Farben und Akzenten arbeitet, welche Apps sie zu Instagram nutzt und welche Vorteile es bietet, die Bilder so in Szene zu setzen, dass sie einen möglichst großen Publikum gezeigt werden und das ohne bei Instagram werben zu müssen. Zusätzlich erklärt sie wahnsinnig viel über die ganzen Begriffe, die in der Instagram-Welt eine erhebliche Rolle spielen und was sie selber für wichtig und auch zielführend hält. In ihrem Texten hat sie auch keine belehrenden Ton an sich, sie zeigt einfach nur auf, was sie macht und wie man das auch auf die eigenen Bilder anwenden kann und man muss zugeben, der Erfolg, den sie damit hat, gibt ihr absolut Recht. Aufgelockert wird die ganze Theorie durch die vielen Bildbeispiele, die das Buch bereit hält. Zudem regt sie durch Checklisten (in denen sie das Wichtigste nochmal knapp zusammenfasst) und "Nun seid ihr an der Reihe" - Seiten immer wieder den Leser an, es selber mal auszutesten und dann zu schauen, ob es für einen selber einen Effekt ergibt, so nimmt man auch mehr aus dem Buch mit, weil man es selber ausprobieren kann.

Fazit:
Ein interessantes Buch über Instagram, seine Begriffe, Tricks und Tipps, was man nicht nur Einsteigern sondern auch erfahrenen Instagram-Nutzern empfehlen kann, da es vor allem in Sachen Bildoptimierung und Publikumsvergrößerung hilfreiche Tipps gibt. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Danke an den mvg-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 4. April 2017

[Kurz-Rezension] Dr. med. vet. Ulrike Werner - Der liebestolle Beagle und die 45 Nachthemden und andere haarsträubende Geschichten aus meiner Tierverhaltenspraxis

Beschreibung: 
Frau Doktor, Sie sind unsere letzte Rettung! Wir haben schon alles versucht!« Diese Sätze kennt Ulrike Werner nur zu gut. Die Berliner Tierärztin hat sich auf Verhaltensmedizin und Tierverhaltenstherapie spezialisiert. Ihre Praxisräume sind immer dort, wo sie gebraucht wird: vor Ort. Wenn Hundebesitzer nicht mehr weiter wissen oder Haustierärzte um Hilfe bitten, kommt Ulrike Werner vorbei und findet dabei das eigentliche Problem: Weshalb nur wird der süße Welpe Knut in der Großstadt zum beißwütigen Bello? Warum will die Schäferhündin Blanca bei Sturm aus dem Fenster springen? Und weshalb knabbert Karlchen alles an und zerlegt die ganze Wohnung? 26 faszinierende Geschichten von Hundebesitzern und ihren »Sorgenkindern« und wie sie mit der fachkundigen Hilfe von Dr. Werner wieder zueinanderfinden.

Details:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: mvg Verlag (14. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868824995
ISBN-13: 978-3868824995
Größe: 13,9 x 2,5 x 21,6 cm

Fazit:
Dr. med. vet. Ulrike Werner ist seit vielen Jahre Tierärztin und versorgt ihr tierischen Patienten in und um Berlin mit viel Herz und Verstand in ihrer mobilen Praxis. In ihrem Buch "Der liebestolle Beagle und die 45 Nachthemden und andere haarsträubende Geschichten aus meiner Tierverhaltenspraxis" schildert sich sehr ausführlich und verständlich erklärt, was bei den besten Freunden des Menschen so alles im Verhalten schief gehen kann und wie war die Besitzer meist schon am Rande des Wahnsinns sind. Trotzdem schafft sie es, die Fälle für den Leser authentisch und lebensnah zu schildern, dass das Leser auch wirklich Spass macht und man sich immer wieder auf die neue Fälle freut, auch wenn die Fälle teilweise wirklich schlimm sind, aber das Buch regt auch zum Nachdenken über das Verhältnis zwischen Besitzern und Hunden an. Das Buch ist also nicht nur etwas für Hundebesitzer und Hundeliebhaber, sondern auch für Interessierte und zukündige Hundehalter.  

Dafür gibt es 5 Rosen:

Danke an den mvg Verlag für das Rezensionsxemplar.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

[Mini-Rezension] Bettina Lieblich - Hilfe, mein Vermieter ist pleite

 
Beschreibung des Buches: 
Eine wahre Schmunzelgeschichte
Herr Machulle und seine Frau, sind ein bankrottes Vermieterpärchen. Über ihrem Häuschen kreist der Pleitegeier und sie brauchen dringend Geld. Als Frau Fintenreich bei ihnen einzieht, kassieren sie Kaution, Miete und Nebenkosten, aber lassen die alleinstehende Mutter mit ihren beiden Kindern ohne Heizöl und Wasser sitzen. Doch die gewissenlosen Halsabschneider haben die Rechnung ohne Frau Fintenreich gemacht. Bald schon wünschen sie sich, sie hätten die Wohnung nie an sie vermietet!  

Details:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 424 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 69 Seiten
Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
Verlag: BL: 1. Auflage (27. Oktober 2014)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

Eigenes Fazit:
Also ich habe das Buch durch Zufall bei Amazon gesehen und einfach mal gekauft, weil ich die Beschreibung lustig fand. Das Buch an sich lässt sich gut und flüssig lesen, der Schreibstil ist auch sehr angenehm, allerdings konnte man weniger schmunzeln als man vermuten könnte. Im Endeffekt wird der Verlauf der Mieterschaft von Frau Fintenreich beschrieben und welche Tücken damit verbunden sind. 
An sich ein nettes Buch, aber man sollte keinen zu grossen Lacher erwarten. 

Dafür gibt es 3 Rosen:


Montag, 1. September 2014

Roger Witters - Die Domina, die den Angektteten im Folterkeller vergaß - Die besten Geschichten aus Europas größtem Bordell

 
Beschreibung auf dem Büchrücken: 
 Ins Bordell zum F? Langweilig! Viel unterhaltsamer ist, was sonst noch so passiert: Dominas, die an der Wand Festgekettete vergessen, Prostituierte, die sich bei mangelnder Kundschaft einfach miteinander vergnügen, oder der Vater, der beim Ausflug mit dem Kegelverein auf Ex-Frau und Töchterlein trifft und prompt ohnmächtig vom Stuhl kippt. Wenn der Kölner Bordellwirtschafter Roger Witters auspackt, gibt es kein Halten mehr. In diesem Buch versammelt er die absurdesten Geschichten aus dem Freudenhaus. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, im Freudenhaus schnell und unkompliziert seinen Lebensunterhalt aufzubessern, was man mit Kondomen noch so anstellen kann und wo man einen eingeschalteten Vibrator besser nicht vergessen sollte. Ekeln, fremdschämen, lachen und erschrecken Sie werden Ihre Umwelt mit ganz neuen Augen wahrnehmen.

Details:
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Riva (14. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868832203
ISBN-13: 978-3868832204
Größe: 18,6 x 12,4 x 2,2 cm

Eigene Meinung: 
Mal im Puff Mäuschen spielen? Das möchten sicher viele gerne mal. Der Insider Roger Witters hat über seinen Alltag als Bordellwirtschafter (das Wort ist wirklich klasse, ich kenne es aber erst seit diesem Buch) im größten Puff Europas geschrieben.
Er schreibt über alle Art von Erlebnissen - von wirklich lustigen Momenten bis hin zu Geschichten, in denen man sich wirklich etwas angewidert abwenden möchte. Also kann man sagen, dass Fremdschämen in diesem Buch garantiert ist.
Mir hat aber die Bandbreite des Buches sehr zugesagt, weil man muss einfach festhalten, dass ein Puff nun mal kein normaler Arbeitsplatz ist.
Roger Witters schafft es mit seinem Debüt aber, einen guten Eindruck in den Alltag in einem Freudenhaus zu geben. Das ist dann eben keinen Aneinanderreihung von Klischees, sondern erlebte Geschichten, die er erzählt.
Der Erzählstil ist nun nichts spektakuläres, aber man kann den Geschichten gut folgen und fliegt geradezu durch die Seiten, da das Buch sich wirklich gut lesen lässt. Allerdings muss man festhalten, dass die Geschichtn wirklich in einer einfach Sprache gehalten sind, also sollte man kein literarisches höchstanpruchsvolles Meisterwerk erwarrten.
Besonders schön fand ich die Illustrationen, die zwischen den einzelnen Geschichten immer wieder gesetzt wurden. Sie lockern das Buch auf und sind doch alles Symbole, die auch zu der Thematik eines Puffs passen. 

Fazit: 
Mal Mäuschen im Puff spielen? Das kann man mit Roger Witters Buch definitiv, nur sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es auch Geschichten gibt, in denen Fremdschämen und Ekel garantiert sind. So kann man sagen, dass das Buch zwar über Tatsachen berichtet, aber eben nicht für jeden geeeignet sein wird.

Dafür gibt es 4 Rosen:

Extras:
Danke an den RIVA Verlag, dass ich das Buch lesen durfte.
https://www.m-vg.de/riva/shop/home/

Donnerstag, 24. Juli 2014

Undine Zimmer - Nicht von schlechten Eltern ~ meine Hartz-IV-Familie

 
Beschreibung auf dem Buchrücken:
Ein authentischer Erfahrungsbericht: eine Kindheit am Rande der Gesellschaft

Wir sind die Summe der Erfahrungen, die wir machen. Für ein Hartz IV-Kind zählen aber auch die, die es nicht macht: wie Familienurlaub, Klassenausflug, Musikunterricht oder einfach mal ein Eis essen gehen.
Für Undine Zimmer war das die Realität. In einem ganz eigenen, souveränen Ton erzähltsie davon, was das tatsächlich bedeutet: von ihren Eltern, die als „nicht integrierbar in den Arbeitsmarkt“ gelten, von mitleidigen Lehrern, verständnislosen Sachbearbeitern, der Furcht bloßgestellt zu werden und dem ständigen Gefühl, nicht dazuzugehören. Jenseits aller Klischees gibt sie einen Einblick in eine Welt, über die zwar viel geredet wird, aber von der kaum wirklich jemand etwas weiß. Ein einfühlsamer und authentischer Bericht, der zeigt, dass Chancengleichheit und Klassenlosigkeit in Deutschland immer noch unerreichte Ziele sind.

»Träumen kostet Mut, wenn dir keiner Hoffnung macht. Und es bleibt immer diese Angst, dass ich trotz aller Anstrengung versagen und das Leben meiner Eltern leben werde.«
Undine Zimmer

Details:
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: S. FISCHER; Auflage: 2 (19. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3100925920
ISBN-13: 978-3100925923
Größe: 21 x 13,2 x 2,6 cm

Eigene Meinung:
Ich muss sagen, ich bin nach der Lektüre des Buches etwas hin- und hergerissen.
Auf der einen Seite kann ich es verstehen, dass man über sein Leben in einer sogenannten sozialschwachen Familie berichten will, aber auf der anderen Seite muss ich sagen, dass mir etwas die Fakten gefehlt haben. Ich meine, in dem Buch fällt immer wieder der Satz "Es ist wenig Geld da.", aber es werden nie Zahlen genannt und das finde ich schade, weil man so die Relation gar nicht richtig begreifen kann. Auch bin ich mir über die Aussage des Buches nicht ganz sicher, wenn ich das mal so sagen darf. Ich meine, natürlich berichtet Undine Zimmer über ihr Leben und das ihrer Familie, aber das ist an manchen Stellen einfach widersprüchlich, wenn ich das mal so sagen darf.

Es kann aber auch sein, dass ich mit einem anderen Blickpunkt an das Buch herangehe, da ich selbst mit Hatz IV und ähnlichen Familieverhältnissen wie Undine Zimmer aufgewachsen bin (also meine Mutter war lange Zeit arbeitssuchend und meinen Erzeuger kenne ich, anders wie Undine Zimmer, nicht mal). Deswegen kann ich Geldnot verstehen, aber für mich wären viele Sachen, wie ein Abitur in Schweden oder sonstiges nie ins Blickfeld gerückt. Das macht das alles für mich etwas widersprüchlich, zumal der Wechsel nach Schweden scheinbar keine Probleme mit dem Arge hervorgerufen haben soll, was ich mir fast nicht vorstellen kann.

Auch wird nie gross etwas von Vermittlungsversuchen seitens der Arge erwähnt, wenn ich da überlege, wie viele ABM-Stellen und auch Bewerbungstrainings und Weiterbildungen meine Mutter machen musste, kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, dann es bei der Mutter von Frau Zimmer anders war. Auch davon ist in dem Buch keine Rede.

Ich meine, es ist ja gut, dass gezeigt wird, das Kindern von Eltern aus sozialschwachen Familien eben nicht in diese Muster fallen müssen und dafür auch Respekt verdient haben, aber für mich ist das Buch einfach zu glatt, es zeigt vielleicht zu wenig auf oder es wurde beim Schreiben einfach "schön geschrieben", damit es passt. Vielleicht liegt das auch am Lektorat, dass es so ist, aber ich denke, dass manche Sachen in den Buch einfach vergessen wurden oder eben im Gedächtnis nicht mehr präsent waren.

Der Schreibstil von Undine Zimmer gefällt mir aber und das Buch liest sich auch gut weg, muss ich sagen. Allerdings fehlt mir - wie schon erwähnt - etwas das Unterfutter in Form von Zahlen und vielleicht wäre zur Verdeutlichung auch mal ein Antag auf Hatz IV ganz hilfreich gewesen, damit die Menschen, die damit nichts zu tun haben, mal einen Eindruck davon bekommen.

Fazit:
 Ein Buch über den Rand der Gesellschaft, dass leider etwas die Zahlenrelation vermissen lässt, aber zeigt, dass es Menschen gibt, die sich auch in der Situation mit Hartz-IV nicht verstecken müssen und trotz finanziell begrenzter Mittel anständige Mitglieder der Gesellschaft aufziehen können. Meinen Respekt für den Wertgang von Undine Zimmer, aber bei dem Buch muss ich leider sagen, dass es mir etwas zu glatt und widersprüchlich erscheint.

Dafür gibt es 3 Rosen:

Mittwoch, 2. Juli 2014

Christoph Birnbaum - Es ist wie ein Wunder, daß ich noch lebe ~ Feldpostbriefe aus Stalingrad 1942-43

 
 Beschreibung auf dem Büchrücken: 
2012 jährt sich eine Schlacht zum siebzigsten Mal, die wohl zu Recht als Synonym für das Schrecken des 2. Weltkrieges gilt: Stalingrad. Aus diesem Anlass lässt der Historiker Christoph Birnbaum nun erstmal die wahren Protagonisten dieser Schlacht zu Wort zu kommen.
Wie bereits in seinem erfolgreichen Vorgängerband "An Weihnachten sind wir zu Hause" analysiert er in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation in Berlin die Feldpostbriefe der in Stalingrad Eingeschlossenen und vergleicht ihre private Perspektive mit der offiziellen Sichtweise des Oberkommandos sowie dem tatsächlichen Schlachtverlauf.
Auf diese Weise erlebt der Leser die trotz aller Widrigkeiten anhaltende Siegeszuversicht ebenso mit wie die Todesangst und das Heimweh der Soldaten im Kessel von Stalingrad.

Details:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Lempertz Edition und Verlagsbuchhandlung (17. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939284386
ISBN-13: 978-3939284383
Größe: 24,6 x 16,4 x 2 cm 
Eigene Meinung: 
Das Trauma von Stalingrad, das lernt ja inzwischen jeder in der Schule. Der Moment, in dem die Soldaten der 6. Armee im Kessel von Stalingrad eingeschlossen waren und dann  der Krieg nach Deutschland zurückkam. 
Doch was ist mit den Menschen in der deutschen Armee, wie haben sie auf dem Ruslandfeldzug gelebt und was haben sie erlebt. 
Leider sind die historischen Dokumente hierzu sehr rar, dass es kaum Feldpostbiefe gibt, die in dieser Zeit noch ihren Bestimmungsort erreicht haben, aber trotzdem hat sich der Historiker Christoph Birnbaum auf die Suche nach den längst vergessenen Feldpostbriefen aus jeder Zeit gemacht. 
Herausgekommen ist ein Band mit einem Teil der Briefe, die aufzufinden waren. Von manchen Soldaten liest man nur einen, von anderen dafür mehrere Briefe, jedoch lässt sich anhand der Daten erkennen, wie sich die Situation in Stalingrad immer mehr zuspitzt und wie sehr die Männer unter dem Druck der Unterversorgung und der Hoffnungslosigkeit immer mehr zu Grund gingen. 
Die zusammengestellten Briefen ergeben ein beeindruckendes Zeitdokument, an dem sich die Dramaturgie des Krieges ablesen lässt und das zeigt, dass es entgegen der Propaganda in Deutschland sehr wohl immer mehr mit der Versorgung bergab ging und das die Verzweiflung immer mehr zunahm.
Das Buch sollte jeder lesen, der sich für die Schicksale hinter den blanken Zahlen interessiert, da Christoph Birnbaum auch versucht hat, noch weiterführene Infomationen zu den einzelnen Soldaten zu finden, soweit das möglich war. 

Fazit:
"Es ist wie ein Wunder, daß ich noch lebe ~ Feldpostbriefe aus Stalingrad 1942-43" ist eine beeindruckten Zusammenstellung von Briefen, die zeigt, dass auch die Soldaten im Krieg sehr wohl immer mehr die bedrohliche Lage um sich herum wahrnahmen und das viele trotz der Propaganda in Verzweiflung über ihre Lage gerieten. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für die Soldaten auf dem Russlandfeldzug interessieren. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Anhang: 
Wer sich jetzt wundert, dass ich mich mit den Fachgriffen etwas auskenne, ich studiere im "realen" Leben selber Geschichte, deswesen ist das Buch auch unter Unibuch gestellt.