Dienstag, 23. November 2021

[Rezension] Marie Hermanson - Der Sommer, in dem Einstein verschwand

Beschreibung: 
Göteborg im Sommer 1923: Zum 300. Gründungsjubiläum findet eine große Ausstellung statt, und über der gesamten Stadt hängt eine magische Atmosphäre der Euphorie und des Umbruchs.
Die junge Journalistin Ellen ergattert ihren ersten Job bei einer Zeitung und kann ihr Glück kaum fassen: Sie wird als Reporterin die Aufregung der Ausstellung einfangen. Als sie eines Nachts eine alarmierende Entdeckung macht, bittet sie den Polizisten Nils Gunnarsson um Hilfe.
Zur gleichen Zeit sitzt Albert Einstein in seinem Berliner Arbeitszimmer. Sein Privatleben steht Kopf, seine Finanzen sind miserabel und er erhält Morddrohungen aus rechten Kreisen. Und ausgerechnet jetzt muss er nach Göteborg reisen, um seine Nobelpreisrede zu halten. Doch es gibt ungeahnte Kräfte, die diese Rede um jeden Preis verhindern wollen ...

Vor der stimmungsvollen Kulisse der Göteborger Jubiläumsausstellung lässt Marie Hermanson in Der Sommer, in dem Einstein verschwand die Goldenen Zwanziger auferstehen und schafft einen turbulenten Roman, spannend und zeitgeschichtlich zugleich.

Details:
Herausgeber: Insel Verlag; 2. Edition (8. März 2020)
Sprache: ‎Deutsch
Übersetzerin: Regina Elsässer
Gebundene Ausgabe: ‎371 Seiten
(auch als E-Book und Taschenbuch verfügbar)
ISBN-10: ‎3458178465
ISBN-13: ‎978-3458178460
Originaltitel: Den stora utställningen
Abmessungen: ‎13.6 x 2.7 x 21.5 cm
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Eigene Meinung: 
Das Cover ist leider etwas schlicht, irgendwie mag es auch nicht richtig zum Buch passen, aber die Schriftarten und auch die Farben sind schön aufeinander abgestimmt. Aber es ist eindeutig kein Coverhighlight.
Wir befinden uns im Buch bei der Weltausstellung in Göteborg, aber zu Beginn auch bei Albert Einstein in Berlin, der eigentlich eine Rede auf der Weltausstellung halten soll, gleichzeitig aber in seinem Leben andere Probleme hat...
Ellen, Albert Einstein und auch Paul Weyland sind als Charaktere schon realistisch dargestellt, aber man sollte hier keine grossen biografischen Bezüge erwarten, das Roman lebt eher von der Vorstellung, damit man den Mordplan einpassen kann und er zum Setting passt. 
Um diesen Plan zu verfolgen, leidet leider die Geschichte sonst ziemlich, es ist so, dass man das Buch weglegt und sich nicht so ganz sicher ist, wie man das Buch finden soll, weil die Idee ist gut, der Klappentext und das Cover auch, aber irgendwie hängt es an der Umsetzung.
Marie Hermanson schreibt sehr flüssig, sie hat einen schönen Sommerroman mit leichten Krimielementen gesponnen, der neben ein paar schönen Episoden aus dem Leben von Albert Einstein, auch ein paar Momente aus der Weltausstellung von Göteborg enthält, aber diese bleiben eher eine Randerscheinung, auch die Themen Nationalsozialismus und Sexismus (natürlich im zeitpassenden Gewand) finden leichte Ansätze. Das Setting ist nicht schlecht gewählt, es lockert alles etwas auf, aber auch die Begeisterung um eine Weltausstellung kann die Unausgeglichenheit des Romans nicht wegmachen. 

Fazit: 
Marie Hermansons Roman ist ein nettes Buch für Zwischendurch, aber kein grosser literarischer Wurf, sie hat viel gewollt, wollte alles in den Roman packen und ist dabei leider an der grossen Aufgabe etwas gescheitert, weil die Themen alle eher nur gestreift werden, man eher weniger in die Tiefe geht und dadurch wird der Roman irgendwie nichts komplettes, es lässt einen recht ratlos zurück. 

Dafür gibt es 3 Rosen: 
Danke an Vorablesen und Insel Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 10. November 2021

[Kurz-Rezension] Mark Spörrle - Unten Ohne – Geschichten aus dem Homeoffice

Beschreibung: 
»Können Sie mich hören? Hallo? Hallo?«

Paketboten, die während des Meetings Sturm klingeln, Wohnungen, die zu Großraumbüros werden, Router mit Schwächeanfällen, Hunde im Video-Call: Das Büro in den eigenen vier Wänden hält so manche Überraschung bereit. Bestsellerautor Mark Spörrle erzählt irrwitzige Geschichten aus der schönen neuen Arbeitswelt – und er macht ein für alle Mal klar, wer im Homeoffice die Hosen an hat. Nämlich niemand. Zu keinem Zeitpunkt.
Mit vielen farbigen Illustrationen

Details:
Herausgeber: Heyne Verlag; Originalausgabe Edition (17. Mai 2021)
Sprache: ‎Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎192 Seiten
ISBN-10: ‎3453426096
ISBN-13: ‎978-3453426092
Grösse: ‎12.5 x 2.1 x 19.1 cm
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Fazit:
Pleiten, Pech und Pannen kann man auch im Home Office erleben, so beschreibt es Mark Spörrle in diesem Buch, das sich aus Kurzgeschichten zusammensetzt und viele Aspekte der Zeit im Home Office beleuchtet - egal ob es nun um die Tücken der Technik, den lieben Nachbarn oder den Kindern oder auch den lieben Kollegen, die immer wieder aufs neue versuchen, sich in den Vordergrund zu drängen. 
Mark Spörrle hat einen sehr interessanten Schreibstil, aber auch wenn die Geschichten erfunden sind, kann man sie sehr gut und auch schnell weglesen, die 192 Seiten sind wirklich schnell ausgelesen. der Augenmerk in den Geschichten liegt eindeutig auf dem humoristischen Aspekt. 
Unterlegt sind die kleinen Geschichten zur Auflockerung immer wieder von kleinen Illustrationen von Yves Haltner, die wie eine Art Comic gemacht sind und immer wieder Geschichten untermauern, aber nun nichts besonderes sind. 
Das Buch eignet sich super als kleine Lektüre für Zwischendurch für alle, die im Home Office sind, aber auch für alle, die mal schauen wollen, wie es denn so im Home Office abgehen kann, wenn es eben mal nicht so läuft, wie man es gerne möchte. 

Dafür gibt es 3 Rosen: 
Danke an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 

Mittwoch, 3. November 2021

[Rezension] Valeria Luiselli - Die Schwerelosen

Beschreibung:
Eine junge Frau lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in einem Haus in Mexiko City und schreibt an einem Roman. Sie verlässt das Haus nicht, sie kann es aber auch nicht richtig bewohnen. So beginnt sie zu erzählen. Von ihrem Mann, von ihren Kindern, von ihrer Vergangenheit. Wie sie als junge Lektorin in New York verzweifelt versucht hat, den Verleger davon zu überzeugen, das Werk von Gilberto Owen zu publizieren, diesem obskuren mexikanischen Dichter, der in den 20er-Jahren in Harlem lebte und mit Federico Garcia Lorca befreundet war. Seine geisterhafte Gegenwart hat sie verfolgt und verfolgt sie immer noch … Sie erzählt und schreibt, und dabei gerät ihr Leben aus der Bahn, und in ihr Schreiben wächst eine andere Erzählstimme, die von Owen. Nun ist er es, der sein Leben Revue passieren lässt, komisch und melancholisch, auch er wird verfolgt von einer geisterhaften Erscheinung, einer jungen Frau … Das eine Leben erscheint im anderen wie in einem Zerrspiegel, und doch ist es ein Fluss, eine Stimme, die von Liebe und Verlust erzählt und erkundet, wer wir sind. Sprachmächtig und von einer schwebenden Leichtigkeit ist dieses Debüt, klug, witzig und voller literarischer Anspielungen. Wer den Sound von Valeria Luiselli einmal im Ohr hat, wird schwer davon loskommen.

Details:
Herausgeber: Verlag Antje Kunstmann; 1. Edition (6. März 2013)
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 190 Seiten
ISBN-10: 9783888978197
ISBN-13: 978-3888978197
ASIN: 388897819X
Abmessungen: 13.4 x 2 x 19.5 cm
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Eigene Meinung:
Das Cover schaut schon mal sehr spannend aus, es strahlt eine gewisse Ruhe aus, auch wenn die Linien manchmal etwas unruhig wirken. 
Die Handlung beinhaltet mehrere Ebene, so haben wir das aktuelle Leben der Erzählerin in Mexiko City, aber auch ihr frühere Leben in New York, was sie sehr vermisst, weil sie da frei und auch relativ hemmungslos lebte, aber dann verschwimmt es immer mehr und die zieht auch die Handlung immer mehr ins Verschwommene... 
Valeria Luiselli schreibt teilweise sehr verspielt, aber sie versteht es auch, ganz klar Alltagskritik oder auch Spitzen zu setzen, die der Leser klar versteht. Trotzdem durchziehen das Buch immer wieder Brüche, Brüche in der Handlung oder auch in den Personen, die für den Leser teilweise nicht so ganz einfach sind. 
Valeria Luiselli versteht es geschickt, Vergangenheit und Gegenwart, aber auch reale Handlung und Fiktion miteinander verschmelzen zu lassen und sich dabei aber auch die Grenzen fliessen zu lassen und sie schön in Poesie zu verpacken. 

Fazit: 
Die Schwerelosen ist ein Roman über ein Leben, einen Traum und vergebene Chancen im lateinamerikanischen Milieu angesiedelt, das sicher nicht zum nur nebenbei lesen gedacht ist. Leider verwirrt die Handlung etwas oder es liegt an der veränderteren Sichtweise von uns Europäern auf die Literatur aus Lateinamerika, aber der Roman vereinig Fiktion und Handlung auf eine wunderbare Weise, ist aber sicher nicht zum Nebenbeilesen geeignet, weil man sehr aufmerksam sein muss, was alles passiert.

Dafür gibt es 4 Rosen: 
Danke an den Verlag Antje Kunstmann für das Rezensionsexemplar. 

Dienstag, 5. Oktober 2021

[Gewinnauslosung] Ein kleiner Gruß von Dresden erlesen 2021

Hallo ihr Lieben,

es tut mir echt leid, dass die Auslosung jetzt erst kommt, ich hatte den Post schon fertig, aber habe ihn nicht online gestellt, daher hole ich das nun nach. :)

Die Gewinner für die beiden Kalender von Wannenbuch sind:

~ Karin (Kommentar im Blog) 

~ Norbert Wild (Kommentare auf allen 3 Potalen)

Das Goodie-Set bekommt:

~ Carmen (Kommentar im Blog)

Bitte meldet euch bei mir per Nachricht mit eurer Adresse hier im Blog oder per Mail an MissRose1989[at]gmx.de.

Alles Liebe,
Katja

Freitag, 17. September 2021

[Review] Dresden erlesen 2021

Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zu einer kleiner Review auf Dresden erlesen 2021, 

die kleine Buchmesse, die immer am Tag des Denkmals im Schloss Albrechtsberg in Dresden stattfindet und ich freue mich immer sehr darüber, dass sie bisher in den letzten 5 Jahren immer stattfinden konnte. 
Durch den Zusammenfall der Dresden erlesen mit dem Tag des Denkmals ist zudem der Eintritt auch kostenfrei, dieses Jahr aber natürlich unter den Gesichtspunkten der 3 G Regel. 

Das Programm war wieder recht gut gefällt, neben Lesungen auf der Bühne Südterrasse und Bühne Ostterrasse gab es im oberen Stockwerk viele Stände von Verlagen / Autoren und anderen Ausstellern zu bestaunen, auch das Türkische Bad und das Lederzimmer im Schloss konnten besichtigt werden. 

Hier habe ich mal die Aufteilung in den Räumen für euch. :) 

Ein Bild im Spiegelsaal, das ist der Hauptsaal im Schloss, natürlich alle - bedingt durch die aktuelle Lage - mit Masken. Im Schloss musste eine Maske getragen werden, nur auf den Aussenflächen war es ohne Maske gestattet zu laufen, auch die Stühle an den Bühne waren coronakonform aufgeteilt. 

Es gab viel zu sehen, meine Einkäufe kommen im dritten Post zu dem Tag, ein paar Bücher sind es geworden. Aber ich zeige euch noch die drei Lesungen, die ich mir angesehen habe. 

Für euch noch ein Blick auf die Elbe vom Balkon des Schloss Albrechtsberg. 
Das Wetter an dem Tag war auch richtig schön.

Jens-Uwe Sommerschuh liest Kolumnen mit dem Kater Vivaldi und Ausschnitte aus seinem neuen, noch unveröffentlichten Roman

Mehr als 720 Kolumnen hat Jens-Uwe Sommerschuh seit 1992 für die SÄCHSISCHE ZEITUNG geschrieben, berührende kleine Geschichten, mit denen er auf unterhaltsame Art das Dasein reflektiert und bisweilen eingreift in den Gang der Dinge.

Wer mir schon länger folgt, weiss, dass ich Jens-Uwe Sommerschuh schon länger immer mal wieder zeige und auf seinen Lesungen bin, er hat eine sehr schöne Art zu schreiben. 

Christian von Aster liest aus "Die wahrhaft unglaublichen Abenteuer des jüdischen Meisterdetektivs Shylock Holmes und seines Assistenten Dr. Wa’Tsun"

Eine geistreiche und nicht unhumorvolle Geschichte epischen Ausmaßes, welche die Wahrheit über den größten Detektiv aller Zeiten sowie die Hintergründe der britischen Revolution behandelt, darüber hinaus das ein oder andere Geheimnis lüftet und zuletzt eine Reihe historischer Persönlichkeiten in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Christian von Aster ist vielen sicher ein Begriff, er ist mir auch schon öfters als Autor untergekommen und ich konnte ein Buch von ihm erstehen, was es nicht mal regulär im Handel gibt, aber dazu möchte ich nicht zu viel sagen, das kommt noch. 

Frauke Angel, die Lesekünstlerin des Jahres 2021, liest aus "Mama Mutsch und mein Geheimnis"

Auf der anderen Straßenseite ist eine Frau neu eingezogen. Sie wohnt im dritten Stock, genau wie Lelio und sein Vater, und jeder kann in die Wohnung des anderen sehen. So lernen sich Lelio und Mama Mutsch kennen. Und das ist ein großes Glück! Denn Gunnar, Lelios Vater, ist oft nicht zu Hause, der Kühlschrank ist leer und Geld ist auch keines da. Was ist da bloß los?

Eigentlich bin ich in die Lesung eher etwas ungewollt gekommen, weil ich mit Christian noch etwas länger geredet hatte, aber Frauke Angel hat einen tollen Stil zu lesen, sehr interessant und auch anschaulich für die Kinder. 

Wer mehr erfahren möchte oder sich Dresden erlesen 2022 mit erleben möchte, 
kann gerne hier vorbei schauen: https://www.dresden-erlesen.de/

Alles Liebe,
Katja

Montag, 13. September 2021

[Gewinnspiel] Ein kleiner Gruß von Dresden erlesen 2021

Hallo ihr Lieben, 

heute habe ich für euch ein Gewinnspiel, 3 Gewinner wird es geben. 
Die Gewinne findet ihr unten im Bild genauer. :) 
Ich habe die Gewinne in Kooperation mit Wannenbuch und Nora Gold bekommen und gebe sie gerne an euch weiter und damit alle mitmachen können, teile ich das Gewinnspiel auch überall. 
Ich habe euch alle Seiten von beiden verlinkt, wenn euch gefällt, was sie machen, lasst den beiden etwas Liebe da. :) 


Ihr könnt insgesamt 3 Lose sammeln, indem ihr auf hier unter dem Post kommentiert, 
zudem auch noch einen Kommentar auf Facebook und auf Instagram hinterlasst. 


Teilen und Freunde einladen gibt Karmapunkte aber nicht mehr. 

2 Gewinner bekommen den Kalender 2022 in Buchform von Wannenbuch. 


Der dritte Gewinner bekommt ein kleines Goodiepäcken von Nora Gold. 


Teilnahmebedingungen: 
1) Das Gewinnspiel startet sofort und endet am 19.09.2021 um 23.59 Uhr.
2) Teilnahme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich. 
3) Teilnehmen kann jeder ab 14 Jahre, sonst nur mit Einwilligung der Eltern. 
4) Ausgelost wird am Montag, den 20.09.2021. Die Gewinner haben 5 Tage Zeit sich zu melden, sonst wird neu ausgelost. 
5) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Viel Glück und alles Liebe,
Katja

Samstag, 11. September 2021

[Rezension] Rich Cohen - Die Sonne, der Mond und die Rolling Stones ~ Ein Leben im Schatten der größten Rockband der Welt

Beschreibung:
Als junger Journalist erhält Rich Cohen in den Neunzigern einen Auftrag, der alles verändert. Er bekommt die einmalige Chance, die Rolling Stones auf ihren US-Touren zu begleiten. Unterwegs mit der Band, verfällt er rasch ihrer einzigartigen Faszination. Wird Teil des Epos "Rolling Stones". Und schneller, als er sich umschauen kann, zum Insider, eingeweiht in die typischen Witze, die Kameradschaft, die bisweilen bissigen Umgangsformen, das harte Leben der größten Rockband aller Zeiten. Doch neben all den Drogen und Affären, den Auseinandersetzungen und zahllosen Wiedervereinigungen ist es die Musik, die bleibt. Dieses Buch ist inspiriert durch Cohens Bewunderung für die Songs der Stones, die an Besessenheit grenzt. Es ist der rigorose Blick eines Mannes, der ganz nah dran war und noch immer ist an der legendären Band, die Generationen prägte. Und zugleich eine bahnbrechende Kulturgeschichte, verfasst von einem preisgekrönten Autor zahlreicher New-York-Times-Sachbuchbestseller. Ein Buch, so gut, so frech, so elegant – so anders, dass es sich liest wie ein Roman.

Details: 
Herausgeber: ‎ btb Verlag (9. Januar 2018)
Sprache: ‎ Deutsch
Taschenbuch: ‎ 528 Seiten
ISBN-10: ‎ 9783442716050
ISBN-13: ‎ 978-3442716050
ASIN: ‎ 3442716055
Originaltitel: ‎ The Sun and the Moon and the Rolling Stones
Abmessungen: ‎ 11.8 x 3.5 x 18.8 cm
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Eigene Meinung:
Das Cover zeigt die berühmte Zunge, bei der man gleich an die Rolling Stones denkt, ein Symbol der Band, das sicher vielen Leuten ein Begriff sein sollte. Sonst ist das Cover eher schlicht gehalten, was aber auch schön aussieht. 
An dieser Stelle sei gesagt, niemand soll sich irritieren lassen, weil das Cover des E-Books sieht komplett anders aus. 
In den Buch geht es vor allem um die Band in den Anfängen bis in die 80er Jahre hinein, auch wenn das Cover etwas anderes vermittelt, weil das Logo der Band ist eher aus den 90er, also sich davon bitte nicht irritieren lassen.
Eigentlich würde mal ausgehend vom Klappentext einen wirklichen Insiderblick erwarten, aber der ist eher rar gesät. Natürlich kann man viele bekannte Geschichten nicht komplett aussen vor lassen, aber irgendwie wirkt das alles schon ein bisschen sehr lieblos zusammengestellt. Auch so wirklich nah dran ist der Autor nicht gewesen, was schade ist, denn eine Tour, die man begleiten darf, trägt immer eine gewisse Art von Tourgeheimnissen oder auch Traditionen mit sich, aber auch die kommen sehr kurz. 
Der Schreibstil von Rich Cohen ist sehr angenehm zu lesen, er hat viel Wissen über die Band, das merkt man auch immer wieder, aber man hat den Eindruck, seinen eigenen Erlebnisse und Momente mit der Band reichen einfach nicht für das Buch, weswegen er dann auch noch recht bekannte Geschichte und andere Fakten rund um die Band mit in das Buch gepackt hat. Sicher interessant für alle, die sich noch nicht mit der Band auseinander gesetzt haben, aber für echte Fans gibt es dann wenig neues zu entdecken, was sich dann so ein bisschen mit der Buchbeschreibung widerspricht. 
Leider muss man auch sagen, dass einige Fakten nicht wirklich genau recherchiert sind, so finden wirklich Fans schnell einige falsche Daten rund um die Band, was in einem Buch über die Band von einem echten Journalisten nicht passieren darf. 

Fazit: 
Rich Cohen hat an sich in seinem Klappentext viel versprochen, aber leider kann er nicht viel davon halten, viele Geschichten, die in dem Buch niedergeschrieben sind, sind aber bekannt und man kann nicht wirklich einen grossen Blick eines Insiders erhaschen, was aber schon im Klappentext versprochen wird. 
Das Buch ist ganz nett zu lesen und sicher für Menschen gut, die sich mit den Rolling Stones noch nicht so wirklich beschäftigt haben, aber für wirkliche Fans ist es leider nur eine Erzählung alter Geschichten im neuen Gewand, zwar gibt es ein paar kleine neue Details, aber wirklich eine grosse Überraschung ist das Buch nicht, aber sehr nett zu lesen. 

Dafür gibt es 3 Rosen: 
Danke an den btb Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Freitag, 23. Juli 2021

[Rezension] Wolfgang Martin - Paradiesvögel fängt man nicht ein ~ Hommage an Tamara Danz

Beschreibung:
Als am 22. Juli 1996 die Nachrichtenagenturen und Radiosender den Tod der Rocksängerin Tamara Danz vermeldeten, wurde zur traurigen Gewissheit, dass nicht eintreten wird, was sie sich in einem der schönsten Silly-Lieder so poetisch von der Seele geschrieben hatte: »Bye-bye, my Love« »Ich komme wieder, wenn die Wiesen blüh n« Eine der wichtigsten Stimmen deutscher Rockmusik war für immer verstummt. Und sie fehlte fortan, ihrer Band, den vielen Fans, der Musikszene. Kein Livekonzert mehr, in dem Tamara Danz mit ihrer unvergleichlichen Rockröhre einem Vulkanausbruch gleich »Die wilde Mathilde« oder den »Panther im Sprung« gab, gleich danach die Emotionen der Zuhörer*innen mit Balladen rührte, die im Repertoire der Rock-Ikone und ihrer Band Silly immer etwas Besonderes waren. 1978 gründete Tamara mit gleichgesinnten Musikern zunächst Familie Silly, die ab 1982 nur noch Silly hieß. Von nun an stürmten sie unaufhaltsam den deutschsprachigen Rock-Olymp, mit Songs und LPs, heute als »Kult« und »Klassiker« bezeichnet, Tamara Danz mit Silly zur »Rock-Legende« stilisiert. Sämtliche ihrer Platten der 1980er Jahre wurden von den Jugendmedien der DDR als »Rock-Album des Jahres« gefeiert: Mont Klamott, Liebeswalzer, Bataillon d Amour, Februar. Tamara liebte Blumen, zumal Sonnenblumen, die von Freunden und Fans immer frisch auf ihr Grab in Münchehofe bei Berlin gelegt werden. Zum 25. Todestag von Tamara Danz erscheint dieses Buch als Hommage an eine einzigartige Künstlerin.

Details:
Herausgeber: ‎Bild und Heimat Verlag; 1. Edition (27. April 2021)
Sprache: ‎Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎208 Seiten
ISBN-10: ‎3959582838
ISBN-13: ‎978-3959582834
Abmessungen: ‎16.9 x 1.9 x 21.7 cm
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Eigene Meinung: 
Das Cover zeigt eins der vielen Auftrittsbilder, die Tamara Danz und im Hintergrund den Keyboarder Ritchie Barton zeigt, es schaut etwas nach einer Fernsehaufzeichnung aus, wenn man sich den Hintergrund betrachtet. 
Erstmal sollte man sagen, dass es sich bei dem Buch um eine Hommage handelt, Wolfgang Martin hat sich also die beiden wichtigen Männer im Leben von Tamara Danz - Uwe Hassbecker und Ritchie Barton - gegriffen und ist zusammen mit ihnen und vielen Weggefährten von Tamara Danz einmal durch ihr Leben gestreift, wobei er die Interviews immer wieder mit passenden Bildern unterlegt und damit dem Leser eine Einblick in das Leben einer grossen Künstlerin gibt. 
Tamara Danz hat sicher keine typische Ostbiografie, aber ihr Leben wurde immer wieder durch neue Menschen oder politische Umbrüche umsortiert und so versucht Wolfgang Martin ihr Leben nachzuzeichnen und sich an den entscheidenden Stellen immer wieder einen neuen Interviewpartner zu holen, der etwas über diese Zeit erzählen kann. 
Besonders schön sind die Aufnahmen, die sich dann durch das gesamte Buch ziehen, manche sind vorher noch nie veröffentlich wurden und stammen aus den privaten Archiven von Uwe Hassbecker und Ritchie Barton.  

Fazit: 
Wolfgang Martin kann das Rad natürlich nicht neu erfinden, aber er schafft mit seinem Buch eine wirklich schön zu lesende Hommage an eine grosse Sängerin der DDR, in der er viele Freunde von ihr zu Wort kommen lässt, bisher unveröffentlichte Bilder einbindet und fängt auch etwas die Zeit nach ihrem Tod ein, besonders die Hilfe durch die befreundeten Bands um die Band nicht komplett in der Luft hängen zu lassen. Sicher kein Buch für jeden Leser, aber für alle Fans von Tamara Danz und Silly und auch für jeden Leser, der einfach mal in einer besondere Biografie abtauchen möchte. 

Dafür gibt es 5 Rosen: 

Wichtiger Hinweis: 
Der Beitrag erschien wortgleich auf dem Blog Zwischen Noten und Konzerten
Da es in beide Blogs passt, ist das so gewollt. 

[Rezension] Alexander Osang - Legenden. Tamara Danz

Beschreibung: 
Tamara Danz, die früh verstorbene Rock-Sängerin der Gruppe "Silly", ist bis heute eine Legende. Zu ihrem zehnten Todestag 2006 wurde in Berlin eine Straße nach ihr benannt.
Alexander Osang, der das letzte Interview mit ihr führte, ist der Frage nachgegangen, wer Tamara Danz eigentlich war und was sie in den Köpfen ihrer Freunde und Feinde hinterlassen hat. Er sprach mit Liebhabern und Rivalinnen, mit Managern und Politikern, mit Kollegen und Ärzten. Entstanden ist ein facettenreiches Porträt, das zugleich Auskunft gibt über menschliches Verhalten in einer Zeit schwieriger Umbrüche.
Originaltexte von Tamara Danz, ein umfassender Lebenslauf und eine Discografie ihrer Band "Silly" komplettieren den Band.

Details:
Herausgeber: Ch. Links Verlag; 3., Edition (1. Januar 1999)
Sprache: ‎Deutsch
Broschiert: ‎224 Seiten
ISBN-10: ‎3861531240
ISBN-13: ‎978-3861531241
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Eigene Meinung: 
Das Cover zeigt ein sehr eindrucksvolles Bild von Tamara Danz, vor allem der Blick vom Cover auf den Leser ist beeindruckend. 
Tamara Danz, das ist ein Name, bei dem viele Menschen sofort die taffe Sängerin der Band Silly im Kopf habe, die immer eigensinnig war und in ihrem Leben immer wieder gegen die Obrigkeit der DDR rebelliert, Grenzen auslotet und deren klare Kante gegen die DDR nach dem Fall der Mauer 1989 in vielen politischen Aktionen ihren Höhepunkt fand. 
Aber neben dieser starken Frau gab es auch den Menschen Tamara Danz, eine Frau, deren Biografie sicher keine ist, die man so oft in der damaligen DDR findet, weshalb sie schon aus der Masse sticht, aber die auch durch ihre Art für viele ihre Weggefährten eine "Sonne" (Anmerkung, diese Formulieren stammt von Toni Krahl, Sänger der Band City) war. 
Alexander Osang steckt selber tief in der Materie drin, er führte das letzte Interview mit Tamara Danz und das merkt man auch, wenn man in das Buch eintaucht. Er arbeitet sehr nah am Geschehen und schafft es dadurch, ein sehr umfassendes Bild von Tamara Danz zu zeichnen, was eben nicht nur ihr Leben als Sängerin oder Künstlerin umfasst sondern auch als Mensch, der in seinem Leben viele Umbrüche mitmachen musst und sich immer wieder neu auf die aktuellen Lagen einstellen musste. 

 Fazit: 
Mit einer beeindruckenden Tiefe zeichnet Alexander Osang das Bild einer mutigen Sängerin, einer starken Frau und einer Kämpferin, die alle, die sie kannten, in lebendiger Erinnerung geblieben ist und er schafft es, diese Bild von ihr auch für den Leser zu zeichnen, was das Buch nicht nur für Fans der Band Silly oder ihrer charismatischen Frontfrau lesenswert macht sondern für alle Interessierten, die sich mehr mit der Musikszene in der DDR oder der Entwicklung einer grossen Künstlerin näher befassen wollen. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Wichtiger Hinweis: 
Der Beitrag erschien wortgleich auf dem Blog Zwischen Noten und Konzerten
Da es in beide Blogs passt, ist das so gewollt. 

Mittwoch, 14. Juli 2021

[Rezension] Alexandra Cedrino - Die Galerie am Potsdamer Platz

Beschreibung: 
Berlin, 1930: Zwischen zwei Kriegen kämpft eine Frau um ihr neu gewonnenes Leben

Die junge Kunststudentin Alice zieht nach dem Tod ihrer Mutter in die Hauptstadt. Sie sucht Anschluss an ihre Familie, einstmals angesehene Kunsthändler, die sie nie kennengelernt hat, trifft aber zunächst nur auf kalte Ablehnung. In der pulsierenden Kunstszene Berlins fühlt sie sich dennoch sofort zu Hause und entdeckt bald ihr Talent als Fotografin. Und sie verliebt sich in den Deutsch-Iren John. Trotz der Widerstände ihrer Großmutter plant sie gemeinsam mit ihren Onkeln, die einst legendäre Galerie der Familie am Potsdamer Platz wiederzueröffnen. Dabei begegnet sie dem Kunstkenner Erik, Erbe einer spektakulären Kunstsammlung. Doch ist er wirklich daran interessiert, ihr zu helfen? Es sind unruhige Zeiten, und der Aufstieg der Nationalsozialisten droht bald ihre Liebe, die Galerie und ihre gesamte Familie in den Abgrund zu reißen ...

Details:
Herausgeber: HarperCollins; 1. Edition (18. Februar 2020)
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
ISBN-10: 3959674090
ISBN-13: 978-3959674096
Abmessungen: 13.6 x 3.8 x 21.4 cm
Teile einer Reihe: Die Galeristinnen-Trilogie, Band 1
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Eigene Meinung: 
Das Cover ist total ansprechend, die verschiedenen Blautöne passen sehr gut zusammen und auch die Frau auf dem Cover passt in die 30er Jahre und damit auch perfekt zum Inhalt des Buches. 
Die Kunststudentin Alice Waldmann kommt von Wien nach Berlin, eigentlich um in Erfahrung zu bringen, warum ihre Mutter von ihrer Familie verstoßen wurde, sie kennt ihre Berliner Verwandtschaft gar nicht, auch ihre Großmutter Helena zeigt sich ihr gegenüber nicht hilfreich, nur ihre Tante Rosa und deren Mann Johann sind freundlich und nehmen Alice bei sich auf. Bald entwickelt Alice einen Faible für Fotografie und die Idee, die ehemalige Galerie in Familienhand wiederzueröffnen findet bei Ihrem Onkel Johann schnell Unterstützung. Doch schon in dieser Zeit geht nichts ohne den Einfluss der Nationalsozialisten, dieser wird in Gestalt des Erik Wolffert dargestellt, der Alice auch schnell schöne Augen macht, aber sie findet den deutsch-irischen Assistenten ihres Onkels John Stevens spannender als Erik Wolfferts... 
Die Galerie am Potsdamer Platz ist Band 1 der Die Galeristinnen-Trilogie und ist zeitgleich auch das Debüt von Alexandra Cedrino. 
Alice und auch alle andere Protagonisten in dem Buch bleiben eher fad, die Autorin schafft es leider nicht, ihnen wirklich Leben einzuhauchen, auch wirkt die Handlung nicht so ganz passend für die Zeit und den historischen Hintergrund. 
Alexandra Cedrino hat einen etwas unsteten Schreibstil, manchmal schafft sie es, den Leser komplett mitzureisen, aber dann kann sie auch mit einigen sprachlichen ungeschickten Formulierungen den Leser wirklich zurückzuwerfen. Auch werden die Beschreibung im Buch sehr in die Länge gezogen, da wäre eine kleine Raffung durch das Lektorat gut gewesen. 
Thematisch wagt sie sich an die Kunstszene der 1930er Jahre in Berlin an, in der die Nationalsozialisten auch immer mehr an Einfluss gewinnen, was auch im Buch eingebaut ist, man merkt, dass die Autorin von der Szene damals sehr viel Ahnung hat, das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Charakter wirklich farblos sind und die Handlung nicht wirklich für den Leser greifbar wird. Sehr schade, weil die Leidenschaft, mit der sie die Kunstszene schildert, hätte sicher auch den Charakteren und der Handlung gut getan. 

Fazit: 
Die Idee des Buches, das Coverdesign und auch der Plot ist wirklich gut, aber leider wurde viel Potenzial verschenkt, weil die Zeit 1930 - 1933, in der das Buch spielt, ist so viel in Deutschland passiert, was aber im Buch nicht wirklich den Niederschlag findest und das hätte man wirklich einbinden können. Natürlich wird die Kunstszene der damaligen Zeit gut eingefangen, aber die Begeisterung über die Kunstszene der Zeit findet sich weder in den Charakteren noch in der Handlung wider.
 Stattdessen findet man den Konflikt, den man vom Klappentext her vermuten könnte, nicht wirklich im Buch vor, es gibt keinen wirklichen Spannungsbogen sondern es ist eher wie eine Nacherzählung oder ein Monolog, den man liest, aber keine wirklich packende Geschichte mit historischen Hintergrund. 

Dafür gibt es 2 Rosen: 

Danke an Harper Collins und Vorablesen für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 13. Juli 2021

[Rezension] Gerhard Loibelsberger - Morphium, Mokka, Mördergeschichten: Wien zur Zeit Joseph Maria Nechybas (Inspector Nechyba)

Beschreibung:
Joseph Maria Nechyba, der Kult-Ermittler aus dem alten Wien, ganz persönlich: Als 13-jähriger Knabe, der einem Gespenst in den Maurer Weinbergen nachspürt und später als junger Polizeiagent bei der Eröffnung des Wiener Burgtheaters, wo er dem Prinzen von Wales als Leibwächter dient. Nechyba trifft einen genervten Sigmund Freud und verhaftet Wilhelm Kerl, den Betreiber des Café Landtmann. Begleiten Sie Joseph Maria Nechyba durch das alte Wien sowie bei Ausflügen zur Basilika in Maria Taferl oder ins oststeirische Schloss Kapfenstein.

Details:
Herausgeber: ‎Gmeiner-Verlag; 2020. Edition (14. August 2019)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎279 Seiten
ISBN-10: ‎3839225027
ISBN-13: ‎978-3839225028
Abmessungen: ‎12.6 x 2.7 x 20 cm
Teil einer Reihe? Nechyba-Saga Bd. 7
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Eigene Meinung: 
Das Cover des Buches ist etwas speziell, es gefällt sich nicht jedem, passt sich aber vom Aussehen her sehr gut in die anderen Bände der Nechyba-Saga mit ein. Es ist eben kein klassisches Buchcover. 
Gerhard Loibelsberger präsentiert in diesem Buch 13 Kriminalkurzgeschichten, die im Alten Wien um 1900 angelegt sind. Die Charaktere sind vor allem sehr gut in die Zeit eingepasst, auch das Wien in der Zeit sind gut widergespiegelt. 
Jede der 13 Geschichten hat einen anderen Handlungsort und so erleben wir viel von Wien, aber erleben auch immer wieder neue handelnde Charaktere, nur Joseph Maria Nechyba ist immer der Ermittler und bietet damit den Drehpunkt in den Geschichten. Ein weiterer elementarer Punkt in jeder Geschichte ist das Essen, das ist in jeder Geschichte mit eingebaut und teilweise sind es wirklich spannende Gerichte.  
Die Geschichten setzen sich zusammen aus realen und fiktiven Personen und so werden auch die Geschichten im Zeitraum zwischen 1873 bis 1917 zusammengetragen. 
 Gerhard Loibelsberger hat einen schönen flüssigen Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt, auch fliessen immer wieder typisch wienerische Begriffe in seine Geschichten mit ein. Für alle, die damit nicht so vertraut sind, findet sich am Ende des Buches ein Glossar. 
Da wir in den 13 Geschichten immer wieder historischen Persönlichkeiten begegnen, ist deren Auflistung zu Beginn des Buches wirklich gut, so kann man nachlesen, wenn einem ein Erzbischof oder ein Name in der Geschichte nichts sagt, kann man da schnell nachschlagen. 

Fazit:
Gerhard Loibelsberger hat eine kleine Sammlung von 13 kurzen Kriminalgeschichten geschrieben, die man sehr gut lesen kann und die sich stilistisch sehr gut in die Zeit einpassen und bei der man viel vom Wien um 1900 lernen kann. Der wienerischer Charme kommt auch in der Sprache zu tragen und auch davor muss man sich nicht fürchten, weil das Glossar hinten im Buch ist sehr aufschlussreich. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Danke an Lovelybooks und den Gmeiner-Verlag für die Leserunde. 

Freitag, 9. Juli 2021

[Rezension] Kerstin McNichol - Allegras Fluch

Beschreibung:
Beeinflusst die Vergangenheit die Zukunft oder die Zukunft die Vergangenheit? Über eine derartige Frage müssen sich Allegra und Jasmin den Kopf zerbrechen, als es sie durch einen missglückten Zauber von Allegra in die Vergangenheit verschlägt. Jasmin ahnt von den Hintergründen der Zeitreise zunächst nichts und versucht das Beste aus der Situation zu machen, in dem sie sich mit Allegra zusammenrauft. Damit sie in ihre Zeit zurückkehren können sind sie auf die Hilfe von Leuten angewiesen, die ebenfalls untereinander so zerstritten wie sie selbst sind. Allegra lässt nichts unversucht, um ihren Vater vor einer Toruheit zu bewahren. Die verzweifelte Tochter schreckt noch nicht einmal vor Hexerei zurück, damit die Verlobte aus ihrem Leben verschwindet. Allerdings läuft der Zauber schief und beide verschlägt es in eine andere Zeit. Um eine Chance auf Rückkehr zu haben müssen die beiden zusammenarbeiten und sich Verbündete suchen. Doch was tun, wenn auch die Helfer untereinander zerstritten sind? Allegra (15) lässt nichts unversucht, um ihren Vater (49) vor einer Torheit zu bewahren. Die verzweifelte Tochter schreckt noch nicht einmal vor Hexerei zurück, damit Jasmin (24) und ebenso die Verlobte ihres Vaters, aus ihrem Leben verschwindet. Allerdings läuft der Zauber schief und Jasmin und sie verschlägt es in eine andere Zeit. Nicht nur um eine Chance auf die Rückkehr, sondern auch ums Überleben müssen die beiden nun zusammenarbeiten und sich auch Verbündete suchen. Dies ist schon schwierig genug, doch was tun, wenn auch die Helfer untereinander zerstritten sind?Bei diesem spannenden Buch kommt auch der Humor nicht zu kurz. Historische Fakten werden mit Fiktion gemischt und hilft dem Leser dadurch, die schwierige Situation der beiden Zeitreisenden nachzuvollziehen. Ad hoc müssen sich Allegra und Jasmin auf ihr geschichtliches Halbwissen verlassen, um sich aus Schwierigkeiten herauszumanövieren. - Spielen Sie den Gedanken einmal selbst durch und fragen sie sich, wie Sie sich in so einer stressigen Situation verhielten? - Trotz allem Spaß greift das Buch auch Themen wie Vorurteile und zwischenmenschliche Beziehungen auf, ohne dabei mit dem Zeigefinger zu wackeln.

Details:
ASIN: ‎ B08BWFKZYY
Herausgeber: ‎Independently published (28. Juni 2020)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎209 Seiten
ISBN-13: ‎979-8649130394
Abmessungen: ‎12.7 x 1.35 x 20.32 cm
Kaufen? 

Eigene Meinung: 
Das Cover des Buches ist nicht wirklich ein Knaller, es fällt nicht so wirklich auf, wenn man es sieht, was eigentlich etwas schade ist. Irgendwie fehlt dem Cover der Pepp. 
Allegra ist mit der Verlobung ihres Vater mit Jasmin nicht einverstanden, deswegen versucht sie, diese etwas zu manipulieren, aber durch einen verunglückten Zauber landen Jasmin und sie durch eine Zeitreise im Jahr 1889 und damit beginnt das Abenteuer erst. An sich ist das eine turbulente Reise, die beiden bevorsteht...
Der Einstieg in das Buch war recht schwierig, der Leser ist zeitweise etwas verloren, weil man nicht wirklich weiss, wo es hingehen soll. Das Buch startet daher etwas langatmig, auch im Nachfolgenden möchte sich der Zauber des Buches nicht so ganz entfalten. 
Mit Allegra schafft Kerstin McNichol eine wirklich starke Persönlichkeit, die für das, was sie möchte, immer kämpft und das Beste aus Allem macht. Mit ihr als Charakter kommt man wirklich sehr gut hin.
Die Beziehung zwischen Jasmin und Allegra ist an sich schwierig und auch die Situation mit der Zeitreise macht es nicht besser. Leider wirkt die Darstellung der Beziehung etwas an den Haare herbeigezogen. 
 Leider hat man beim Lesen manchmal das Gefühl, dass man die Charaktere nicht komplett dargestellt werden, es fehlt da einfach manchmal etwas die Empathie für die Charaktere. Sehr schade, weil da hätte man mehr herausholen können. 
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, man schafft auch den Einstieg in das Buch sehr gut. Aber leider schafft es Kerstin McNichol nicht wirklich, dem Buch Tiefgang zu verleihen. 

Fazit:
Kerstin McNichol hatte eine gute Idee für ein spannendes Buch, hat aber dann in der Umsetzung sehr viel Potenzial verschenkt, sei es an den Charakteren oder auch an der Geschichte selber, die Idee verspricht an sich mehr als das Buch hält. Manchmal wirkt das Buch etwas sehr gestellt und nicht wirklich gut überlegt. 

Dafür gibt es 3 Rosen:
Danke an Vorablesen und Kerstin McNichol für das Rezensionsexemplar. 

Freitag, 2. Juli 2021

[Review] Frank Goldammer liest im Rudolf-Harbig-Station am 1. Juli 2021

Hallo ihr Lieben und ich habe heute mal wieder einen Post zu einer Live-Lesung für euch und zwar
Frank Goldammer am 01. Juli 2021 im Rudolf-Harbig-Station in Dresden gelesen.
Der Veranstaltungsflyer
Dresden, der 01. Juli 2021. 
Die Lesung von Frank Goldammer habe ich eher durch Zufall mitbekommen, der Autor und ich sind schon einige Zeit befreundet und so postet er auf Facebook auch, dass er da die Veranstaltung hat und so sind wir an dem Abend eben ins Stadion. 
Über der Bühne war ein Bildschirm, damit man überall gut sehen konnte. 
Die Veranstaltung fand mit Blick von der Tribüne ins Stadion statt, mal etwas anderes, das nennt sich bei uns "Kultur - Lesung im Stadion" und in der Reihe finden immer mal wieder Lesungen statt. 
Also Moderator war die Stadionstimme Peter Hauskeller dabei. 
Neben Frank Goldammer gab sich an dem Abend auch Peter Hauskeller die Ehre und führte als Moderator durch den Abend. Er ist in Dresden als die Stationstimme bekannt. 
Buch mit Autor oder Autor mit Buch
An dem Abend ging es um den 6. Band der Max Heller Reihe, ich habe bisher jeden Band dieser Reihe in einer Lesung erlebt und die Reihe hat einfach etwas, finde ich. Sie spielt in Dresden und man merkt immer wieder, wie gut sich Frank Goldammer mit dem Dresden in der Zeit auseinander gesetzt hat. 
Frank Goldammer beim Lesen
Dann habe ich euch mal ein Bild gemacht, damit ihr mal einen Eindruck bekommt, wie das so im Gesamten aussieht, der Bildschirm ist eigentlich nur eine Ergänzung, aber es ist trotzdem gut, wenn man doch mal weiter weg sitzt. Ich setze mich ja gerne mal nach oben, weil ich lieber den Blick in den Raum habe. 
Zwischendurch gab es immer wieder mal ein bisschen Gespräch. 
Nach der Lesung gab dann Frank Goldammer noch eine kurzen Einblick in seine neue Reihe, die es ab Frühjahr 2022 zu lesen geben wird, dann bewegen wir uns thematisch nicht mehr um den 2. Weltkrieg, aber wir bleiben in der DDR, aber es geht dann in die brisante Zeit um die Wende. Mehr wird aber nicht verraten. 
Noch ein Lesungsbild. ^^
Ich habe natürlich auch ein Buch des 6. Bandes von Max Heller mit dem Titel "Verlorene Engel" gekauft und den stelle ich euch nun vor: 
Der 6. Band der Max-Heller-Reihe mit dem Titel "Verlorene Engel".

Darum geht es in Band 6: 
Wie ein Schatten in der Nacht

An dunklen Herbstabenden 1956 werden in Dresden wiederholt Frauen brutal vergewaltigt. Als auch noch eine tote Frau an der Elbe gefunden wird, werden in der verunsicherten Bevölkerung die Rufe nach Selbstjustiz laut. Kommissar Max Heller und sein Team ermitteln unter Hochdruck. Mithilfe eines weiblichen Lockvogels gelingt es ihnen, einen Verdächtigen festzunehmen. Der von Narben entstellte Mann gesteht zwar die Vergewaltigungen, leugnet aber den Mord. Sind vielleicht doch die von allen gefürchteten, desertierten russischen Soldaten die Täter? Die Lage eskaliert, als Hellers Familie in den Fall hineingezogen wird.

Details: 

Meine signierte Ausgabe

Autogrammkarte von Frank Goldammer
Dieses Mal habe ich auch mal ein Bild mit Frank Goldammer machen lassen, das wurde schon einige Mal gefragt, warum es das nicht gut und nun habe ich für euch mal eins gemacht und zeige euch das auch, ich habe es auch schon auf meiner Instagram-Seite gezeigt. 

Frank Goldammer und ich
Ich kann die Reihe um Max Heller nur empfehlen, in den nächsten Wochen werde ich euch auch die Reihe um Max Heller genauer vorstellen und rezensieren. 

Alles Liebe, 
Katja

Samstag, 19. Juni 2021

[Rezension] Constanze Dennig - Verkauft: Alma Liebekind ermittelt

 
Beschreibung:
Während eines Krankenhausaufenthalts beobachtet Alma Liebekind, von Beruf Psychiaterin, dass ein Todesfall in der Klinik anscheinend vertuscht wird. Sie kann es nicht lassen, sie muss das Geheimnis dieses ominösen Todesfalles lüften. Ihre neugierige Mutter steht ihr dabei tatkräftig zur Seite. Wieder einmal kommen die beiden Almas Freundin Erika, der Chefinspektorin, in die Quere.

Details:
Herausgeber: Ueberreuter, C.; 1. Edition (13. März 2020)
Sprache : Deutsch
Broschiert: 256 Seiten
ISBN-10: 380008001X
ISBN-13: 978-3800080014
Reihe: Buch 4 von 4 in der Alma Liebekind Serie
Kaufen? 

Eigene Meinung: 
Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt. 
Als Alma Liebekind eine seltsame Beobachtung in einem Wiener Sanatorium macht, in dem sie wegen einer Fehlgeburt behandelt wird, fragt sie sich, ob man hier ein Verbrechen verschleiern möchte und beginnt sich zusammen mit ihre Mutter auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche...
Constanze Dennig streift im Buch das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik, aber das auch nur am Rande und das ist etwas schade, weil das hätte man etwas mehr einbinden können. Es fehlt hier einfach etwas der Fokus auf die Herkunft der Frau, die nachts ins Sanatorium eingeliefert wird. 
Alma ist als Hauptprotagonistin etwas schwierig, sie ist irgendwie keine Figur, die man ins Herz schliesst, aber so ergeht es dem Leser mit allen Figuren, sie bleiben etwas blass, man kann sie nicht wirklich greifen. 
Constanze Dennig beginnt nicht gleich mit dem wirklichen Fall, sie legt die Geschichte so an, dass man erstmal etwas die Charaktere und deren Einbettung in ihr Leben, so das es zu Beginn nicht wirklich wie ein Krimi anmutet, leider wird das auch im Verlauf des Buches nicht besser, weil der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden ist. 
Constanze Dennig hat einen sehr interessanten Schreibstil, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und durch ein paar kleine wienerische Feinheit kommt auch etwas der österreichische Charme des Buches durch. Sie hat eine sehr auffallende Sprachwahl, so dass man immer wieder Begriffe aus dem lateinischen oder dem Dialekt als Fussnote erklärt werden muss. Gewollt spannend legt sie kleine Spuren, die sie dann später im Buch wieder aufnimmt und deren Bedeutung erst dann klar wird, aber die auch nicht wirklich zur Spannung beitragen. 
Dieser Band ist bereits der 4. Band der Reihe, an sich ist der Fall abgeschlossen, wer sich aber für die Figuren an sich interessiert und gerne mehr als den Steckbrief zu Beginn des Buches haben möchte, sollte mit Band 1 der Reihe starten. Wenn man erst mit Band 4 einsteigt, ist es etwas schwierig, die Personen immer klar zuzuordnen und sich die Beziehungen der Charaktere zu erschliessen. 

Fazit: 
Die Idee des Krimis ist wirklich gut, aber in der Umsetzung ist es eher ein spannender Roman als ein Krimi. Irgendwie steht der Fall eher so neben den Beziehungen zwischen den Charakteren und gewinnt nicht wirklich die Oberhand. 
Constanze Dennig hat einen etwas spezielle Art zu schreiben, an die man sich gewöhnen muss und die sicher nicht jeder so gut findet, weil man manchmal eben erstmal die Fussnoten lesen muss und das schon im Lesefluss etwas stört. 
Alles im allem kann man sagen, der Plot ist gut, das Cover auch, aber der Schreibstil, die Charaktere und auch der Fortgang der Handlung überzeugt nicht. Man muss sich sehr auf das Buch einstellen, weil der Humor und auch das Ermittlerduo aus Mutter und Tochter nicht wirklich zu der Krimiidee passen wollen. 

Dafür gibt es 2 Rosen: 
Danke an Vorablesen und den Ueberreuter Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Donnerstag, 17. Juni 2021

[Picknickkonzert 2021] Campino präsentiert "Hope Street. Wie ich einmal englischer Meister wurde" ~ Gespräch - Lesung - Musik

Hallo ihr Liebe und herzlich willkommen zu meiner Review zu 
Campino präsentiert "Hope Street. Wie ich einmal englischer Meister wurde" ~ Gespräch - Lesung - Musik im Rahmen der Picknickkonzerte 2021 in der Rinne Dresden. 

Hier erstmal die Eintrittskarte plus natürlich der negative Schnelltest, den wir für den Einlass brauchten: 


Einlass war um 18 Uhr und wir waren gegen 17.30 Uhr in der Rinne, da stand schon einiges an Fans an und man konnte aus allen Ecken Musik von den Toten Hosen hören, das war schon mal was. Mal wieder Menschen sehen, anstellen in einer Reihe voller Vorfreude, Musik hören, das war der Hammer. :) 


Hier noch ein Bild der Decken, es war ein Picknick-Konzert und das war so schön. :) 

Campino hat den Abend sehr gut gestaltet, viel erzählt, einiges gelesen, einige Lieder gesunden, natürlich auch welche von den Hosen, aber auch einige persönliche Lieblingssongs, die er immer mal singen wollte. Eine sehr besondere Lesung, einfach etwas anders als sonstige Lesungen. 

Hier noch ein paar Bilder für euch: 



Und natürlich konnte ich nicht widerstehe, es gab signierte Buchexemplar und ja, ich musste eins mitnehmen. Für euch noch die Karte mit Buch und die Signatur von Campino. 


Alles Liebe, 
Katja

Wichtiger Hinweis: 
Der Beitrag erschien wortgleich auf dem Blog Zwischen Noten und Konzerten. Da es in beide Blogs passt, ist das so gewollt.