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Freitag, 5. Juni 2015

[Das virutelle Sofa] Heute mit Deborah Diamond


Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mal wieder ein Interview für euch und zwar mit der lieben Deborah Diamond. :)

Ich hatte von Deborah ihr ersten Band der "Dunklen Leidenschaften" gelesen und die Rezension dazu gibt es hier: ~*~ Klick ~*~  Bei der Rezension hatte ich ja schon erwähnt, dass ich Deborah bald auf meinem virutellen Sofa begrüssen darf.

=== Zu deinen "Dunklen Leidenschaften" ===

Wie bist du auf die Idee zu dieser Reihe gekommen? Gab es da einen besonderen Auslöser oder kam das eher spontan so über dich?

Deborah: Auf die Idee zu „Fünf Farben von Schwarz“ hat mich eine Freundin gebracht. Sie meinte, ich könne einen Roman über Männer und ihre speziellen Vorlieben schreiben. Es war natürlich als Witz gemeint, doch ich fand die Vorstellung, einen Roman mit erotischem Inhalt zu schreiben, sehr aufregend. Am selben Abend habe ich mich an meinen Schreibtisch gesetzt und mit der Planung begonnen.

Die Geschichte spielt ja in einer BDSM-Umgebung, hast du viel über die Szene recherieren müssen?

D.: Eine richtige Recherche mit eigenem „(Undercover-) Einsatz“ war nicht nötig. Ich bin sehr behütet aufgewachsen. Als ich dann zum Studieren in eine eigene Wohnung gezogen bin, habe ich die Freiheit sehr genossen Ich glaube, dazu muss ich nicht mehr sagen ;-) Zudem habe ich mit einigen Freundinnen gesprochen, von denen ich wusste, dass sie Erfahrungen mit Fesselspielen gemacht haben, und mir von ihnen weitere Informationen geholt.

Deine Figuren sind ja sehr realistisch, nimmst du dabei Menschen aus deiner Umgebung oder baust du dir deine Charaktere einfach deiner Vorstellung zusammen?

D.: Belinda entstammt ganz meiner Vorstellung. Ich wollte eine etwas naive Protagonistin, die bislang in ihrem Leben außerhalb des normalen Sexlebens noch nicht so viele Erfahrungen gemacht hat. Sie wird sich im Laufe der Roman-Reihe durch die sexuellen Erlebnisse weiter entwickeln.
Leopold hingegen hat durchaus ein Vorbild in der Realität. Er basiert auf einem Ex-Freund von mir, der, wie ich, in guten und behüteten Verhältnissen aufgewachsen ist. Er war sehr kultiviert, höflich und zuvorkommen. Doch im Bett genau das Gegenteil …

Mal ein Blick hinter die Kulissen: Wenn du einen Teil deiner Reihe schreibst, geht das in einem Rutsch oder hast du das Buch zwischenzeitlich mal unterbrochen?

D.: Nachdem ich die 5 Teile der Reihe durchgeplant hatte, habe ich „Dunkle Leidenschaft“ innerhalb eines Monats jeden Abend ohne Unterbrechung geschrieben. Mit dem zweiten Band habe ich bereits begonnen. Doch durch die Veröffentlichung des ersten Teils werde ich nun immer wieder vom Schreiben abgehalten. Zum Beispiel durch so schöne Interviews wie dieses hier :-) So etwas macht mir viel Spaß und ich lasse mich gerne ablenken. Ich sollte mich demnächst allerdings wieder konsequent dem Schreibprozess widmen, denn schließlich habe ich den zweiten Band „Dunkles Verlangen“ für August versprochen!

=== Zu der Autorin Deborah Diamond ===

Seit wann schreibst du? Gab es einen Moment, in dem du dich bewusst zum Schreiben entschlossen hast oder war das eher ein schleichender Prozess?

Deborahs Notizbuch ist immer dabei. (c) Deborah Diamond
D.: Seit meiner Jugend schreibe ich Tagebuch und immer wieder kurze Geschichten über Alltägliches oder Fantastisches. Das Schreiben hat mich schon immer begleitet und ist ein wichtiger Teil von mir. Ich habe stets ein Notizbuch bei mir, um mir Ideen, Gedanken oder (Tag-) Träume direkt aufschreiben zu können. Bewusst zum Schreiben entschließen musste ich mich also nicht, es war immer da!

Ist Autorin für dich der schönste Beruf der Welt? Und wenn ja, warum ist er das?

D.: Ganz klar: Ja! Einfach weil es mir leicht fällt und viel Freude macht. :-) Es wäre großartig, wenn ich irgendwann vom Schreiben leben könnte. Bis dahin mache ich gerne für meinen Vater die Buchführung und helfe ihm auf seinem kleinen Weingut, denn eigentlich habe ich ja „Wirtschaftswissenschaft“ studiert…

Wie sieht dein „Schreiballtag“ aus?

D.: Mein Schreiballtag beginnt erst am Abend. Wenn ich am späten Nachmittag nach Hause komme, koche ich erst etwas und setze mich danach gestärkt an den Schreibtisch. Manchmal mache ich mir zum Schreiben einen Wein auf, manchmal brauche ich aber auch eine Tasse Kaffee, um wach und konzentriert zu bleiben.

Wo schreibst du am liebsten und wo kommen dir die besten Ideen?

D.: Am liebsten schreibe ich eigentlich unterwegs in mein Notizbuch. Unterwegs kommen mir auch die besten Ideen: beim Wandern oder Radfahren, oder ganz profan beim Einkaufen. Ich weiß, dass ich auch nachts richtig gute Ideen habe. Ich versuche sie mir immer zu merken und denke mir im Halbschlaf, dass ich mich unbedingt daran erinnern muss. Doch wenn ich morgens aufwache, fallen mir höchstens noch ein paar Fragmente ein, die meistens leider keinen Sinn ergeben.

Wenn du mal eine Schreibblockade hast, wie versuchst du diese zu überwinden?

D.: Bislang hatte ich noch keine Schreibblockade. Toi toi toi! Aber ich stehe ja auch noch ganz am Anfang meines Autorendaseins. Bisher hatte ich keinen Druck etwas schreiben zu müssen. Doch nun, mit meiner ersten Veröffentlichung und der Serie, die über fünf Teile angelegt ist, hat sich das geändert. Ich hoffe, die Verpflichtung, „Fünf Farben von Schwarz“ zu Ende zu schreiben, wird sich nicht negativ auf die Leichtigkeit meines Schreibens auswirken! Und wenn, dann mache ich mir einen guten Wein auf, dann sieht die Welt meist schon wieder ganz anders aus!

Was rätst du Menschen, die selber gerne schreiben wollen und somit am Anfang ihre ersten schriftstellerischen Schritte stehen?

D.: Ich würde jedem raten, ein Tagebuch zu führen! Jeden Abend die Erlebnisse des Tages in Worte zu fassen übt ungemein! Die eigenen Erlebnisse und Gedanken zu formulieren ist ein gutes Training, auch für fiktionale Texte. Mir hat das sehr geholfen.

=== Deborah mal privat ===

Was für Genre liest du am liebsten oder bist du da nicht so festgelegt?

D.: Ich lese recht viel und „wahllos“ ;-) Liebesgeschichten, Krimis, Thriller, Biographien… Ich bin eigentlich offen für alles! Nur Science Fiction und Fantasy ist nicht so ganz mein Fall. Ich mag schon eher Bücher, die in der Realität verankert sind.

Hast du einen oder mehrere Lieblingsautoren?

D.: Nein, eigentlich nicht. Ich könnte jetzt eine längere Liste nennen, aber wahrscheinlich vergesse ich dann doch wieder die wichtigsten… Ich versuche es trotzdem: Stephen King, T.C. Boyle, Elizabeth George, John Irving, Nick Hornby, Simon Beckett, Judith Lennox, und und und

Was war dein Traumberuf als Kind?

D.: Schmuckdesignerin. Ich habe Schmuck aller Art geliebt und ständig die Ketten meiner Mutter gemopst!

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

D.: Ich bin gern sportlich aktiv: Joggen, Schwimmen, Wandern etc. Außerdem liege ich gerne am Meer faul in der Sonne. Natürlich am liebsten mit spannender Lektüre oder meinem Notizbuch.

Was macht für dich einen „perfekten“ Tag aus? Muss er dann komplett „perfekt“ sein oder machen ihn kleine Sachen erst so richtig perfekt?

D.: Zu einem perfekten Tag gehört für mich zuallererst ein leckeres Frühstück, mit Kaffee und Croissants, ein Treffen mit einer Freundin und abends entweder ein Konzert oder ein Wein in gemütlicher Runde mit Freunden und Bekannten. Richtig perfekt wäre so ein Tag mit dem richtigen Mann an meiner Seite. Der muss mir allerdings noch über den Weg laufen :-)
Ich kann mich aber auch über Kleinigkeiten freuen: schöne Post im Briefkasten, eine spontane Einladung oder ein fesselndes Buch. Wenn ein stressiger Tag so endet, vergesse ich alle Schwierigkeiten und bin am Abend wieder glücklich.

Was ist dein ganz persönlicher Traum für die Zukunft, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

D.: Mein größter Traum ist es den passenden Partner zu finden. Diesen kann ich mir leider nicht selbst erfüllen, sondern muss geduldig darauf warten. Dann würde ich gerne noch surfen lernen. Bislang habe ich mich noch nicht auf ein Brett getraut, weil ich befürchte, mich ganz ungeschickt anzustellen. Bevor ich selbst 30 werde, möchte ich das aber noch schaffen. Beides! Ein wenig Zeit bleibt mir noch… :-)

Danke für deine Zeit. :)

D.: Sehr gerne, liebe Katja! Danke für deine interessanten Fragen, mir hat die Beantwortung viel Spaß gemacht!

 So, ich hoffe, ihr hatte auch viel Spass am Lesen und wenn ihr mal ein bisschen Einblick in die BDSM-Szene haben wollt, dann schaut euch Deborahs Buch mal genauer an. 

Alles Liebe,
Katja

Donnerstag, 7. Mai 2015

[Blogtour] “Rocker-Trilogie”: Das Autoreninterview mit Bärbel Muschiol

 
Hallo ihr Lieben, 
heute darf ich euch zum 4. Tag unsere Blogtour zur "Rocker-Triologie" von Bärbel Muschiol begrüssen und ich habe heute ein ganze besonderes Schmankel für euch, den ich darf euch die wahnsinnig sympathisch Bärbel Muschiol im Interview vorstellen. 

(c) Bärbel Muschiol
=== Zu deiner "Rocker-Trilogie" ===

Wie bist du auf die Idee zu dieser "Rocker-Trilogie" gekommen? Gab es da einen besonderen Auslöser oder kam das eher spontan so über dich?

Die Idee mit den Rockern hatte ich schon seit längerem. Aber es hat doch etwas gedauert, bis ich wusste worum genau es gehen sollte.


Hast du einen Liebling in den drei Bänden?

Das ist immer schwer zu beantworten. Aber ich denke ich mag Darmian am liebsten.

Was reizt dich an Rockerbanden? Gab oder gibt es ein Vorbild für die Dead Angels?

Die Bücher über die Dead Angels sind aus sehr vielen Informationen aus verschiedenen Rockerbanden zusammen gekommen. Ich habe mir während der Recherche die Dinge, die mir gut gefallen haben, rausgepickt.

Mal ein Blick hinter die Kulissen: Als du die drei Teile der "Rocker-Trilogie" geschrieben hast, ging das in einem Rutsch oder hast du das Buch zwischenzeitlich mal unterbrochen?

Zwischen den drei Büchern liegt immer eine Woche Schreibpause, in der Zeit überlege ich mir ganz genau, wie es weiter gehen soll. Manchmal kommen mir während dem Schreiben neue Ideen, die ich mit einbinden möchte.

(c) Bärbel Muschiol

=== Zu der Autorin Bärbel Muschiol ===

Seit wann schreibst du? Gab es einen Moment, in dem du dich bewusst zum Schreiben entschlossen hast oder war das eher ein schleichender Prozess?


Mit dem Schreiben habe ich sehr früh angefangen. Meine ersten Zeilen waren Gedichte, doch dann wurde meine Leidenschaft immer stärker und ich habe angefangen Kurzgeschichten und Romane zuschreiben.

Ist Autorin für dich der schönste Beruf der Welt? Und wenn ja, warum ist er das?

Ja das ist er. Ich kann kreativ sein. Die Arbeitszeiten suche ich mir selber aus, und ich genieße diese Freiheit sehr.
Für mich war es schon immer wichtig, das jeder Mensch seinen Traum ausleben sollte. Neben meinem Mann und meinen zwei Kindern gehört meine Leidenschaft und mein Herzblut dem Schreiben. Bücher haben mich schon als Kind fasziniert, und diese Faszination lebe ich heute aus.

Wie sieht dein „Schreiballtag“ aus?

Oh das ist jeden Tag unterschiedlich. Je nach dem wie das mit meinen Kidis klappt. Und wie weit ich bei meinem derzeitigen Manuskript bin.

Wo schreibst du am liebsten und wo kommen dir die besten Ideen?

Am liebsten schreibe ich an unserem Esstisch. Dieser Tisch ist einer der Mittelpunkte unseres Lebens … Viele Freunde, Verwandte und Bekannte sind an diesem Tisch gesessen, haben gelacht und geweint. Dieser Platz bedeutet für mich Leben, und ich versuche dieses Leben, in meine Bücher mit einzubringen.

Was rätst du Menschen, die selber gerne schreiben wollen und somit am Anfang ihre ersten schriftstellerischen Schritte stehen?

Das ist leicht. Jeder sollte sich und seiner Geschichte treu sein. Und wenn er mal kurz vor dem verzweifeln ist, nicht dem Kopf hängen lassen. Sondern einfach mal den PC ausmachen und eine Runde an die frische Luft gehen.

(c) Bärbel Muschiol
=== Bärbel mal privat ===

Hast du einen oder mehrere Lieblingsautoren?

In meinem Bücherregal herrscht ein heilloses Durcheinander. Von Nelson Mandelas Biografie bis zum schlimmsten Groschenroman ist alles vertreten. Mich auf einen bestimmten Lieblingsautoren festzulegen ist verdammt schwer. In jedem Buch steckt ein perfekter Satz oder eine geniale Idee...

Was war dein Traumberuf als Kind?

Oh.... das ist peinlich. Ich wollte nie einen besonderen Beruf. Mein größter Traum war eine perfekte Familie. Ich weiß das klingt jetzt total kitschig, aber die habe ich zu meinem Glück vom Schicksal bekommen.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Natürlich Lesen, Zeit mit meiner Familie verbringen und den halben Dehner leer kaufen. Ich liebe es im Garten zu sein. Und wenn es regnet, backe ich etwas, doch zu meinem Leidwesen gelingen meine Kuchen nicht immer...

Was macht für dich einen „perfekten“ Tag aus? Muss er dann komplett „perfekt“ sein oder machen ihn kleine Sachen erst so richtig perfekt?

Mein perfekter Tag ist leicht. Ich Liebe es wenn alles seinen gang geht. Wenn meine Familie gesund ist und Draußen die Sonne schient. Ich finde die Kleinigkeiten des normalen Alltags machen unser Leben perfekt.

Was ist dein ganz persönlicher Traum für die Zukunft, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Mein ganz persönlicher Zukunftstraum besteht aus mehreren Teilen.
Als erstes wünsche ich mir für meine Familie Gesundheit. Und wenn es um mein Berufsleben geht. Dann wünsche ich mir ganz klar, dass es meine Bücher in die Bestsellerlisten dieser Welt schaffen.

Also ich glaube, das ist wirklich ein schönes Interview geworden und ich hoffe, ihr hattet Spass daran, es zu lesen. :) Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen. :)

 

Ihr wollte gerne gewinnen?

Dann beantwortet einfach die folgenende Frage in einem Kommentar und hinterlasst eine E-Mail-Adresse, damit ihr im Gewinnfall erreichbar seid. 

Wo schreibt Bärbel am liebsten?


(Ein kleiner Tipp, die Lösung findet ihr oben im Interview.)

Teilnahmebedingungen:
– Du musst 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung deiner Eltern besitzen, um am Gewinnspiel teilzunehmen.
– Dein Name wird am Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs veröffentlicht.
– Das Gewinnspiel geht bis 12. Mai 2015 23:59 Uhr. Bis dahin könnt ihr Kommentare verfassen. Alle Kommentare danach werden nicht mehr gewertet.
– Für jeden Tag könnt ihr ein Los sammeln.
– Es wird keine Haftung für verloren gegangene Gewinne übernommen.

 Hier gibt es nochmal die Tour im Überblick: 

Fahrplan
04. Mai - Buchvorstellung Band 1 "Rockerbraut" bei Mirjam´s verrückte Bücherwelt
05. Mai - Buchvorstellung Band 2 "Rockerherz" bei Binchen´s Bücherblog
06. Mai - Buchvorstellung Band 3 "Rockerlady" bei watched stuff
07. Mai - Autoreninterview bei Miss Rose´s Bücherwelt
08. Mai - Charaktervorstellung bei BeatesLovelyBooks
09. Mai - Protagonisteninterview "Darmian & Marie" bei Bookwormdreamers
10. Mai - Protagonisteninterview "Joe & Annette bei Bücher - NewsWelt
11. Mai - Bandenkrieg/Bikerszene bei BeatesLovelyBooks
12. Mai - Vorstellung der 2. Rocker-Trilogie bei Jackys-Bücherregal
13. Mai - Gewinnauslosung und Bekanntgabe auf allen Blogs  

Das war’s dann heute von mir zur Blogtour zur “Rocker-Trilogie”.

Morgen geht es hier weiter: Beate hat eine Charaktervorstellung für eich vorbereitet.

Viel Spaß dabei!

Alles Liebe,
Katja

Montag, 10. November 2014

[Der virtuelle Sofa ~ Passend zum Mauerfall-Spezial] Heute mit E. Sawyer

Hallo ihr Lieben, 

heute möchte ich euch im Rahmen meines Mauerfall-Spezials ein Buch vorstellen, dass sich thematisch sehr gut in die Zeit nach der Wende einreiht und zwar beschäftigt es sich mit der Jugend nach dem Mauerfall. 
Der Autor E. Sawyer kam mit dem Buch auf mich zu und ich war sofort begeistert. 
Nun gibt es "Kalktown Stories" zum Mauerfall-Aktionspreis von 0,99 Cent für das E-Book und ich würde euch gerne das Buch und den Autor etwas näher vorstellen: 

http://www.amazon.de/Kalktown-Stories-E-Sawyer-ebook/dp/B00OED7TQC/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1415623976&sr=1-1&keywords=kalktown+stories

Inhaltsangabe: 

„Wir werden vor lauter Unheil oft blind für die Dinge, die uns umgeben. Wir sehen nur das, was wir sehen wollen und vergessen die Schönheit, die uns tagtäglich umgibt.“

Was läuft bloß schief in „Kalktown“, dieser verlorenen Trabantenstadt am Rande von Ostdeutschland? Hier lungern gewaltbereite Schlägertypen auf den Straßen herum, nehmen Drogen und prügeln sich gegenseitig fast zu Tode. Manche finden den Weg aus dem „Ghetto“, während andere längst dem Untergang geweiht sind.

Einer von ihnen ist Brad, ein Wendekind, das sich im Verlauf der dramatischen Geschichte für einen der beiden Wege entscheiden muss. Und so unternimmt er eine Gratwanderung zwischen Absturz und Hoffnung, Drogenrausch und Liebesglück. Welche Richtung sein Leben einschlagen wird, bleibt offen...

Als plötzlich ein Mädchen in sein Leben tritt, kann er sein Glück kaum glauben. Er durchlebt den warmen Kontrast zur grauen Kalktown mit allen Höhepunkten einer romantischen Liebesbeziehung, bis es zum schrecklichen Erwachen kommt und das Mädchen spurlos verschwindet...

Ob er sie jemals wiedersehen wird?

Tiefgründige Erkenntnisse zur wahren Existenz der Menschheit und zum endgültigen Verbleib der Erinnerungen an das Erlebte überschatten die Suche nach dem verschwundenen Mädchen. Dann findet Brad mehr heraus, als er eigentlich wissen dürfte. Vor seinem Auge tun sich die Zusammenhänge des Weltgeschehens als greifbare Spinnennetze auf, die ihn und den Leser fesseln. Unbequeme Wahrheiten treten ans Tageslicht und kreieren das Konstrukt einer Welt, die kein Mensch jemals zuvor erahnt hätte.

Das Interview:

=== Zum Buch "Kalktown Stories" ===

Wie bist du auf die Idee zu "Kalktown Stories" gekommen? Gab es da einen besonderen Auslöser oder kam das eher spontan so über dich?

Verrückt ist, dass ich bereits im Jahr 2009 die Idee hatte, diesen Roman zu schreiben. Aber erst nach einer schweren Trennung habe ich mit der eigentlichen Arbeit begonnen. Seitdem ist das Buch organisch gewachsen und es wurden viele Themen verarbeitet, die ich als wichtig empfand. Neben Liebe, Sucht, Drogen und Gewalt zählten dazu auch tiefgründige Erkenntnisse zur wahren Existenz der Menschheit.

Hast du einen Liebling in "Kalktown Stories"?

Der Protagonist „Brad“ ist wohl der interessanteste Charakter in dem Roman. Ich schätze seine Entwicklung vom Drogenkonsumenten zum Propheten. Die Drogen zerstören sein Leben, andererseits werden ihm dadurch auch viele Zusammenhänge des Weltgeschehens klar. Sein Ende ist vorherbestimmt und mag bei einigen Lesern auf Wiederstand stoßen. Allerdings finde ich diesen Ausgang sehr passend. Nur dadurch findet er letztendlich den Beweis zur Wahrheit...

Mal ein Blick hinter die Kulissen: Als du "Kalktown Stories" geschrieben hast, ging das in einem Rutsch oder hast du das Buch zwischenzeitlich mal unterbrochen?

Insgesamt habe ich drei Jahre, drei Monate und drei Tage an dem Titel gearbeitet. Diese merkwürdige Zeitspanne wurde mir bewusst, als ich auf das Datum meines ersten Manuskripts geschaut habe. Viele Autoren verfassen schnelllebige Mainstreamware für breite Leserschichten. „Kalktown Stories“ ist anders! Vermutlich liegt es an den schweren Themen wie Jugendkriminalität, Drogen und Systemkritik. In erster Linie möchte ich Menschen ansprechen, die Fragen stellen und nach einem Ausweg suchen. Obwohl der Roman in der ersten Hälfte leicht verdaulich, unterhaltsam und amüsant ist, wird die zweite Hälfte von tiefgründigen Erkenntnissen dominiert. Ich musste viel über diese Themen nachdenken und recherchieren, doch letztendlich denke ich, dass dieses Weltbild tatsächlich zutrifft.

=== Zum Autor E. Sawyer ===

Seit wann schreibst du? Gab es einen Moment, in dem du dich bewusst zum Schreiben entschlossen hast oder war das eher ein schleichender Prozess?

Theoretisch müsste ich jetzt behaupten, dass ich schreibe, seitdem ich denken kann. Vielleicht trifft diese Aussage sogar zu... Ich wollte schon immer selbst schöpferisch tätig werden und meine Gedanken in Zeilen verpacken, um der Nachwelt einen Teil von mir zu hinterlassen. Andererseits war es auch ein schleichender Prozess, der mich vom ersten Moment an fasziniert hat. Das Schreiben hat mir oft weitergeholfen und ich möchte nicht wissen, was mit mir geschehen wäre, wenn ich niemals damit angefangen hätte...

Ist Autor für dich der schönste Beruf der Welt? Und wenn ja, warum ist er das?

Für mich ist das Schreiben kein Beruf, sondern eine Berufung! Erst durch Alltag und Studium lerne ich Zusammenhänge kennen, die wiederum Teil meiner schriftstellerischen Arbeit werden. Ohne diese Impressionen wäre es nahezu unmöglich, über interessante Themen zu schreiben.

Wie sieht dein „Schreiballtag“ aus?

Während „Kalktown Stories“ in der Entstehungsphase war, habe ich nebenbei Sachbücher unter meinem Klarnamen veröffentlicht. Damit erziele ich derzeit einen Großteil meiner Einnahmen. Doch beim Schreiben der Sachbücher verspürte ich stets den Antrieb, endlich meinen Roman zu vollenden. Einen klassischen „Schreiballtag“ gibt es bei mir nicht. Ich bin ein Langschläfer und Träumer. Meine Ideen entstehen oft spontan ohne Vorankündigung. Sobald ich den Drang nach frischen Zeilen verspüre, schreibe wild drauf los. Oft finde ich dann kein Ende und arbeite bis spät in die Nacht hinein, sehr zum Leidwesen meines Studiums. Sobald dieser Schreibrausch abgeklungen ist, verstreichen meist einige Tage... Erst danach widme ich mich wieder dem entstandenen Manuskript! Gerne würde ich so strebsam wie Stephen King schreiben, um meine 2000 Wörter am Tag zu schaffen. Bisher konnte ich diese Strategie leider nicht in meinen Alltag integrieren, doch vielleicht ändert sich das noch mit der Zeit...

Wo schreibst du am liebsten und wo kommen dir die besten Ideen?

Wenn ich ehrlich bin, schreibe ich am liebsten in meiner kleinen Kiezwohnung ohne Ablenkung von außen. Aber auch in Cafés oder in der Natur sind bereits viele Kapitel entstanden. Die besten Ideen kommen mir zu den unterschiedlichsten Tageszeiten. Manchmal sogar kurz vor dem Einschlafen. Dann nehme ich mir ein Notizheft oder mein Smartphone zur Hand, um meine Ideen festzuhalten.

Wenn du mal eine Schreibblockade hast, wie versuchst du diese zu überwinden?

Bisher hatte ich noch keine Schreibblockade, was vermutlich daran liegt, dass ich meine Projekte und Themenfelder oft ändere. Sobald ich eine Szene im belletristischen Bereich verfasst habe, widme ich mich wieder dem Sachbuchbereich. Dadurch sammeln sich neue literarische Ideen, die darauf warten von mir bearbeitet zu werden. Leider komme ich aus Zeitgründen oft gar nicht hinterher, alle Themen zu bearbeiten, die mich interessieren. Dann hilft mir eine Priorisierung nach verschiedenen Kriterien. Hat das neue Buch eine Zielgruppe und wenn ja, wie lässt sich diese effektiv erreichen? Wie ist der Konkurrenzdruck und wie die Marktakzeptanz? Oft sind es genau solche Fragen, die Buchprojekte vorab ausschließen. Beim Roman „Kalktown Stories“ habe ich leider erst sehr spät bemerkt, dass schwere Themen massenuntauglich sind. Trotzdem würde ich diesen Roman als wertvollstes Produkt meines (jungen) Lebens bezeichnen...

Was rätst du Menschen, die selber gerne schreiben wollen und somit am Anfang ihre ersten schriftstellerischen Schritte stehen?

Einen guten Einstieg findet man nicht unbedingt im Belletristikbereich. Hier tummeln sich viele bekannte Autoren, die bereits erfolgreich publizieren. Diese Platzhirsche von den Bestsellerlisten zu verdrängen, ist für unbekannte Nachwuchsautoren (fast) unmöglich. Auch ich musste die Erfahrung machen, dass Werbeaktionen bei Amazon die Sichtbarkeit eines Titels zwar kurzzeitig erhöhen, aber keinen Einfluss auf die echten Verkaufszahlen haben. Beispielsweise stand „Kalktown Stories“ innerhalb von zwei Tagen auf Rang #10 der Kindle-Charts. In dieser Zeit wurde das E-Book fast eintausend Mal kostenlos heruntergeladen. Doch nach dem Abklingen dieser Gratis-Aktion fiel auch das Ranking. Anders bei Sachbüchern... Hier empfehle ich angehenden Nachwuchsautoren über Nischen-Themen zu schreiben, die ein hohes Suchvolumen und einen geringen Konkurrenzdruck aufweisen. Dadurch werden zwar keine Bestsellerlisten gestürmt, aber durchaus wertvolle Erfahrungen gesammelt und erste Verkäufe sichtbar. Dieses Vorgehen kann auch mit einem Blog kombiniert werden.

=== E. Sawyer mal privat ===

Was für Genre liest du am liebsten oder bist du da nicht so festgelegt?

Neben Sachbüchern lese ich gerne Dystopien und Romane, die mögliche Zukunftsszenarien skizzieren. Ein Buch muss mich von Beginn an fesseln. Ich mag keine ausschweifenden Romane, die in seitenlangen Beschreibungen münden und keinerlei Spannung aufkommen lassen. Solche Bücher lege ich sofort weg. Wenn eine Geschichte auf 150 Seiten erzählt werden kann, müssen es keine 500 Seiten werden. Ich selbst habe mich während des Schreibprozesses oft dabei ertappt, wie ich zu viele uninteressante Beschreibungen einführen wollte. Während der Textarbeit musste ich viele Stellen kürzen, um dem Leser nur die Dinge mitzuteilen, die zum Fortgang der Story beitragen. Ein wirklich guter Roman lässt sich kaum aus der Hand legen, weil die Spannung auch zwischen den Kapiteln aufrechterhalten wird. Und genau das macht auch den Erfolg von guten Büchern aus...

Hast du einen oder mehrere Lieblingsautoren?

Würde ich sofort Namen anführen, könnte man denken, dass ich den Stil anderer Autoren kopieren möchte. Als Autor ist man gewollt, irgendwann seine eigene unverwechselbare Stimme zu finden. Deshalb ist es für mich sehr wichtig, mich nicht zu sehr an andere Schriftsteller zu orientieren. Sonst ist die Verlockung zu groß, nicht mehr den eigenen Weg einzuschlagen, sondern im Schatten der Vorbilder zu schwimmen. Aber auch ich lese! Ohne zu lesen, wäre ein Leben als Schriftsteller undenkbar. Darunter fallen auch Philosophen wie Friedrich Nietzsche... im Belletristik-Bereich dagegen Andreas Eschbach, Irvine Welsh, Stephen King und viele weitere...

Was war dein Traumberuf als Kind?

Als Kind wollte ich Forscher werden. Doch je mehr Einblicke mir der Wissenschaftsbetrieb lieferte, desto größer wurde der Wunsch, nebenbei auch schriftstellerisch tätig zu werden. Für die Zukunft stelle ich mir eine Kombination aus Wissenschaft und Schriftstellerei vor. Welcher Zweig letztendlich fruchten wird, hängt auch von meinem Studium und weiteren Kriterien ab. Insbesondere im biomedizinischen Bereich freue ich mich auf extrem spannende Szenarien, die sich zukünftig auch in meinen Romanen wiederspiegeln werden.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Der Protagonist in „Kalktown Stories“ schwärmt oft von seiner Leidenschaft zum Fliegenfischen. Ich bin selbst begnadeter Angler und verarbeite diese Eindrücke gerne im schriftstellerischen Bereich. Aber natürlich zählen auch Lesen und Schreiben dazu. Derzeit habe ich leider zu wenig Zeit, um mich eingehender mit meinen Leidenschaften zu beschäftigen. Stattdessen steht das Studentenleben im Vordergrund.

Was macht für dich einen „perfekten“ Tag aus? Muss er dann komplett „perfekt“ sein oder machen ihn kleine Sachen erst so richtig perfekt?

Ein perfekter Tag kann aus sehr unscheinbaren Dingen bestehen. Oft können es zwischenmenschliche Begegnungen sein, die zu einem perfekten Tag führen. Aber auch vollendete Szenen und Kapitel, die beim erneuten Lesen ein Gefühl der Sinnhaftigkeit erzeugen. Wenn ich mich nach erfolgreicher Arbeit in die Natur zurückziehen kann, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages beim Fischen einzufangen, ist der Tag für mich perfekt!

Was ist dein ganz persönlicher Traum für die Zukunft, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Mein Traum wäre es, frei und ungebunden dem Alter als erfolgreicher Schriftsteller entgegenzutreten, ohne dabei den Zwängen der Konsumgesellschaft unterliegen zu müssen... 

An dieser Stelle Danke an E.Sawyer für seine Zeit und ich hoffe, ihr hatte Spass beim Lesen. 
Ich habe das E-Book auch schon und möchte es in den nächsten Tagen auch noch als Rezension hier auf dem Blog erscheinen lassen. :) 

 Weiterführene Informationen und auch Bilder der Schauplätze könnt ihr euch auf der Seite http://www.kalktown.blogspot.de/ ansehen, die wirklich sehr interessant ist. :) 

Alles Liebe, 
Katja 

Dienstag, 22. April 2014

[Das virtuelle Sofa] Heute mit Tanja Bruske

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch mal auf mein virtuelles Sofa einladen. Und zwar wird es in der nächsten Zeit eine dieser Posts geben, da ich mit einen Autoren gerne ein schönes Interview machen möchte und euch das dann auch gerne präsentieren möchte.

Den Anfang macht eine tolle Autorin und zwar Tanja Bruske, deren Buch "Leuchte" mich wirklich umgehauen hat, weil es einfach mal anderes war, als andere Bücher, die sich mit Zeitreisen beschäftigen.

Hier nochmal der Link zur Rezension:
~*~ Klick ~*~

Und nun zum Interview:

Liebe Tanja, danke, dass du Zeit gefunden hast und heute auf meinem virtuellen Sofa Platz nehmen möchtest.

=== Zum Buch „Leuchte“ ===

Mein erstes Buch von dir war ja die „Leuchte“, die mich wirklich begeistert hat, weil es mal eine andere Art von Geschichte ist, die ja auch wirklich einen historischen Hintergrund hat. Wenn du an die Zeit des Schreibens zurückdenkst, wie empfandest du diese Zeit? Hast du dich teilweise komplett in dieser eigenen Geschichte verloren?

Das geht mir beim Schreiben immer so – irgendwann schaue ich hoch und stelle fest, dass Stunden vergangen sind. Da ich meistens Abends schreibe, kann es dann auch plötzlich drei Uhr nachts sein. Ich habe die Zeit als spannend, aber auch als frustrierend empfunden, weil ich gerne schneller gewesen wäre, aber nicht recht die Zeit zum Schreiben fand. Gerade geht es mir ähnlich mit der Fortsetzung von Leuchte – wenn ich meine Gedanken einfach auf ein Blatt projizieren könnte, wäre ich schon damit fertig. :-)

Für die „Leuchte“ war ja einiges an Recherchearbeit nötig, wie ich mir denken kann. Wie bist du auf die Idee zu dem Buch gekommen und war das für dich schwierig, an alle historischen Fakten heranzukommen?

Bei "Leuchte" war das nicht so schwer; da ich in Marköbel aufgewachsen bin, habe ich vieles schon abrufbereit zu hause gehabt oder kannte Menschen, die ich danach fragen konnte. Außerdem habe ich sehr gute Sekundärliteratur gefunden, vor allem, was die Gerichtsbarkeit in dieser Zeit angeht. Recherchieren gehört ja zu meinem Job als Journalistin, also war das für mich nicht so schwer. Ich habe da eher das Problem, dass ich anfange, mich "totzurecherchieren", also dass ich nicht aufhören kann und irgendwann so viele spannende Details kenne, die ich gar nicht unterbringen kann, ohne die Leser zu langweilen.

Hast du einen persönlichen Liebling in der „Leuchte“?

Jonas Faust natürlich! Ich mag (auch als Leser) solche Figuren, bei denen man nicht recht weiß, woran man ist und die man vielleicht sogar am Anfang gar nicht leiden kann. Falls ein Regisseur das lesen sollte: Für eine Verfilmung wünsche ich mir Florian David Fitz, danke!

=== Zur Autorin Tanja Bruske-Guth ===

Seit wann schreibst du? Gab es einen Moment, in dem du dich bewusst zum Schreiben entschlossen hast oder war das eher ein schleichender Prozess?
Ich habe schon in der Grundschule kleine Geschichten geschrieben und wollte das immer auch beruflich machen. Natürlich träumt jeder Autor davon, von seinen kreativen Ergüssen leben zu können, aber dazu war ich zu realistisch – die meisten Autoren (auch die großen, bekannten), haben noch einen "Brotjob", mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich habe das Glück, dass das bei mir auch das Schreiben ist, eben bei der Zeitung.
Meinen ersten Roman habe ich mit etwa 15 Jahren geschreiben, und es gibt viele angefangene Sachen und Kurzgeschichten, die bei mir herumfliegen. Als der Fantasy-Roman "Das ewige Lied", der nach meinem Studium enstanden ist, veröffentlicht wurde, habe ich beschlossen, beim Schreiben "dran" zu bleiben. Aber eben nur nebenher.

Ist Autorin für dich der schönste Beruf der Welt? Und wenn ja, warum ist er das?

Die drei Dinge, die ich mache – Mutter sein, jeden Tag als Journalistin interessante Menschen zu treffen du ihre Geschichten niederzuschreiben und außerdem meine Fantasien niederzuschreiben und zu wissen, dass es Menschen gibt, die es lesen oder auf der Bühne sehen wollen – das alles zusammen ist für mich der tollste Job der Welt, weil es genau das ist, was mir im Leben am meisten Spaß macht.

Wie sieht dein „Schreiballtag“ aus?

Oh puh, da habe ich gar keinen geregelten Ablauf. Mein "Brotjob" hat keine geregelten Arbeitszeiten, manchmal fange ich um zehn an, manchmal erst um zwei, manchmal bin ich um fünf zuhause, manchmal erst gegen Mitternacht. Und dann habe ich noch meine Familie, die ihr Recht fordert. Ich schreibe also ganz konkret, wenn Zeit dazu ist. Meistens ist das Abends, wenn meine Tochter im Bett ist. Manchmal auch vormittags, wenn ich Spätdienst oder frei habe. Also einen richtigen "Alltag" gibt es da nicht. Ich muss mir aber selbst Deadlines oder Ziele setzen, damit es funktioniert – gerade bei "Maddrax" gibt es Abgabetermine, die ich einhalten muss.

Wo schreibst du am liebsten und wo kommen dir die besten Ideen?

Ich schreibe meine kreativen Sachen immer auf meinem Laptop, und nie am Schreibtisch – entweder liege ich dabei auf der Couch oder ich sitze im Garten auf der Bank. Ideen kommen mir zu den unmöglichsten Momenten, beim Autofahren, unter der Dusche, beim Versuch, einzuschlafen… Es gibt ja die Methode, die Dalí angewendet hat, um seine Ideen zu finden – die besten hat man nämlich oft während des Einschlafens, in diesem Dämmerzustand. So weit wie Dalí, mich selbst immer wieder auzuwecken, bin ich aber noch nicht gegangen – ich hoffe einfach, dass die Ideen am nächsten Morgen noch da sind. Bei guten Ideen funktioniert das.

Wenn du mal eine Schreibblockade hast, wie versuchst du diese zu überwinden?

Oh, das hatte ich noch nicht. Ich habe wohl eher das Gegenteil, denn oft will ich gerne schreiben und habe massig Ideen, komme aber nicht dazu, weil mir etwas dazwischenkommt. Zum Beispiel habe ich häufig das Problem, dass ich loslegen will und dann merke: Oh, da muss ich erst noch ein Detail recherchieren. Das nervt…

Was rätst du Menschen, die selber gerne schreiben wollen und somit am Anfang ihre ersten schriftstellerischen Schritte stehen?

Wovor ich warne, sind Verlage, die Geld von einem Autor haben wollen. Da ist meistens etwas faul. Viele nehmen zwar das Geld (häufig mehrere tausend Euro) und liefern dann auch etwas ab, machen aber null Marketing und lassen den Autos auch sonst hängen. Der Autor bekommt nicht viel vom Verkaufserlös und muss sogar seine eigenen Bücher für viel Geld kaufen, um sie zum Beispiel auf Lesungen anbieten zu können - das ist der eigentliche Hammer. Oft gibt es nicht einmal ein Lektorat. Wer seine Bücher ernsthaft veröffentlichen will sollte so lange suchen, bis er einen Verlag findet, der an ihn glaubt, oder den steinigen Weg des Self Publishing gehen – das bedeutet, dass man sein Werk alleine publiziert, sich eine Druckerei sucht und eben auch das Marketing selbst übernimmt – aber am Ende auch den Gewinn komplett selbst einstreicht. Das ist nicht jedermanns Sache, aber immer noch besser, als viel Geld für etwas zu bezahlen und dann nichts davon zu haben.

=== Tanja mal privat ===

Was für Genre liest du am liebsten oder bist du da nicht so festgelegt?

Ich lese meistens historisches, Thriller, Fantasy und Science Fiction, aber auch Liebesgeschichten und zeitgenössische Literatur, wenn sie mich begeistert.

Hast du einen oder mehrere Lieblingsautoren?

Diana Gabaldon und Terry Pratchett zählen sicher dazu, außerdem Dan Brown und Walter Moers.

Was war dein Traumberuf als Kind?

Seit ich denken kann Journalistin oder Autorin. Meine Mutter erzählt aber, dass ich mit etwa fünf "Krankenärztin und Weltmeisterin" werden wollte.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Lesen, Kino, gute Fernsehserien, im Urlaub tauchen und Ausflüge, die meiner Tochter Spaß machen, wie Zoo, Erlebnispark etc. – ich sehe sie einfach gerne staunen!

Was macht für dich einen „perfekten“ Tag aus? Muss er dann komplett „perfekt“ sein oder machen ihn kleine Sachen erst so richtig perfekt?

Hui, es gibt so viele Sachen, die ich mag, also finde ich das schwer… Dazu kommt: Ist Sommer oder Winter? Wenn es warm ist, muss auf jeden Fall Wasser darin vorkommen. Wenn es kalt ist möchte ich bitte möglichst gar nicht raus. Lesen gehört in beiden Fällen mit auf den Stundenplan. Im Sommer noch ein Eis und im Winter eine gute Kanne Tee… na gut, und auch da ein Eis :-)

Was ist dein ganz persönlicher Traum für die Zukunft, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Ich würde ja gerne mal eine Woche Schreiburlaub machen – also eine Woche irgendwo hinfahren, wo ich keinen kenne, und dann einfach nur drauflos schreiben, mich durch nichts ablenken lassen, und sehen, wie viel dabei herauskommt. Das wird aber wohl vor allem daran scheitern, dass ich sehr, sehr leicht abzulenken bin…

Ich danke dir, dass du dir die Zeit für meine Fragen genommen hast.

Wenn ihr mehr über Tanja erfahren wollt, dann schaut doch mal auf ihrer Webseite vorbei: http://www.tanjabruske.de/

So, dann danke ich auch allen, die das Interview bis zu Ende gelesen haben. Ich hoffe, es hat euch gefallen und ihr seit auch beim nächsten Interview wieder mit dabei.

Alles Liebe,
Katja