Donnerstag, 14. Juli 2016

[Blogtour] "Phönixfedern" von Carolin Miske ~ Tag 4

Hallo ihr Lieben,

herzlich willkommen zum Tag 4 der Blogtour zu "Phönixfedern" von Carolin Miske. :)
Ich darf euch heute das Thema "Gut und Böse" näherbringen. :)

Clara erlebt ja in der Schule schon regelrechten Terror, wenn man das so sagen kann, deswegen sollte man schon schauen, wie es ist, so mir guten und auch bösen Menschen. 

~ Gut und Böse ~
Bildquelle: Pixabay
"Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man lässt." Das zumindest meint Wilhelm Busch am Ende seiner Bildergeschichte "Die fromme Helene". Aber was genau ist gut und was ist böse? Was die eine Gesellschaft erlaubt, kann in der anderen schon einen Regelverstoß bedeuten. Gut und Böse sind Kategorien, die eine Gemeinschaft vereinbart hat. Das kann sehr nützlich sein, denn der Mensch ist ein soziales Wesen, das immer schon in Gruppen gelebt hat. Ein Regelwerk des Zusammenlebens in Form von Geboten und Verboten vereinfacht den gemeinsamen Umgang.

Alles Auslegungssache

Überall wird man sich schnell auf diese und ähnliche Konventionen einigen können. Dabei sind alles lediglich Interpretationen. Denn genauso wenig wie es exakte Definitionen für das Gute oder das Böse gibt, genauso wenig sind beide Konzepte statisch. Von Situation zu Situation kann es unterschiedlich sein, ob etwas als gut oder böse beziehungsweise schlecht eingeschätzt wird. In der Regel ist es schlecht zu lügen.Eine allgemein gültige Definition, was gut ist und was böse, gibt es nicht. Trotzdem füllen alle Menschen innerhalb kürzester Zeit diese abstrakten Begriffe mit Inhalten. Inhalte, die für ihre Lebenswirklichkeit relevant sind. Das gilt für alle Kulturen. So besteht recht schnell Einigkeit darüber, dass es besser ist barmherzig zu sein und dem anderen zu helfen, als ihn seinem Leid zu überlassen. Auch scheint kaum ein Zweifel darüber zu bestehen, dass es besser ist, fair zu sein als ein Betrüger. Auch die Wahrheit wird der Lüge vorgezogen, wenn es darum geht, das Gute zu benennen.

Aber es gibt Momente, da kann es angebracht sein, die Wahrheit zu verschweigen. Möglicherweise, wenn dadurch das Leben eines anderen Menschen gerettet werden kann. Weniger dramatisch, dafür aber im Gebrauch viel häufiger, ist die Notlüge. Untersuchungen haben ergeben, dass der Mensch es bis zu 200 Mal am Tag nicht ganz so genau nimmt mit der Wahrheit, beispielsweise um das Gegenüber nicht in eine unangenehme Situation zu bringen oder gar zu verletzen. Das macht die Sache nicht gerade einfacher.

Der Mensch ist brutal

Richtig ist allerdings auch, dass Aggression als eine Variante des Bösen bereits in den ersten Lebewesen verankert war, die die Erde bevölkerten. Töten bedeutete für viele Tiere Überleben, indem sie Beute machten oder ihr Revier verteidigten.Fest steht allerdings, dass der Mensch sowohl das Gute als auch das Böse in sich hat. Es leuchtet ein, dass es für die menschliche Gesellschaft sinnvoller ist, dem Guten den Vorrang zu geben, das heißt friedlich miteinander umzugehen. Davon haben alle etwas, weil nur so ein stabiles und zukunftsorientiertes System aufgebaut werden kann.

Dagegen ist der Mensch die erste und einzige Spezies, die sich Aggression in Form von Gewalt gezielt zunutze macht. Dabei ist das Repertoire so unerschöpflich wie brutal und sadistisch zugleich. Kein anderes Geschöpf fügt einem Artgenossen derartiges Leid zu wie der Mensch. Sei es, um sich zu rächen, um die eigenen Triebe zu befriedigen oder um ganz einfach Macht über den anderen auszuüben.

Ebenso undenkbar im Tierreich ist, dass eine Gruppe bedingungslos einem Einzigen folgt, um dessen Tötungsverlangen nachzukommen. Menschen tun das. Sie ziehen in Kriege und vernichten sich gegenseitig.

Bildquelle: Pixabay

Ethik gibt Hilfestellung

Diese gesellschaftlichen Werte sind aber nicht in Stein gemeißelt, sondern nur ein Spiegel ihrer Zeit. Sie sind damit wandelbar. Die Ethik leitet den Menschen an, durch den Gebrauch des Verstandes das eigene Handeln nach moralischen Grundsätzen auszurichten. Man könnte auch sagen, die Ethik liefert dem Menschen eine Orientierung im alltäglichen Zusammenleben mit anderen Menschen: Was ist richtig, was ist falsch?Die verschiedensten Wissenschaften haben sich der Frage von Gut und Böse gewidmet. Allen vorweg die Philosophie. In der Antike war es der griechische Denker Aristoteles, der die Ethik als eigenständige philosophische Disziplin einführte. Ihr Gegenstand sind die Werte, Normen und Sitten der Gesellschaft - auch Moral genannt. Also das, was eine Gesellschaft als gut oder richtig betrachtet.

Die praktische Umsetzung theoretischer Überlegungen war schon Aristoteles ein besonderes Anliegen. Um richtig und falsch zu entscheiden, hält die Ethik unter anderem zwei unterschiedliche Werkzeuge bereit. Zum einen den Utilitarismus, nach dem eine Handlung gut oder richtig ist, wenn sie nützlich ist. Demgegenüber steht die Deontologie, wonach es keine Rolle spielt, was richtig oder falsch ist. Denn es gibt Handlungen, die von vornherein als falsch definiert sind und deshalb nicht ausgeführt werden dürfen.

Christliche Moralvorstellungen

Eines haben alle moralischen Werte gemein: Sie sind ausnahmslos abstrakte Konventionen einer Gemeinschaft. Viele dieser Werte finden sich auch in den unterschiedlichen Religionen wieder. Hier wacht das Gute in Gestalt eines Gottes über die Handlungen der Menschen. Im Fall des Christentums beispielsweise hat das Gute einen direkten Gegenspieler: den Teufel. Er ist die Personifizierung des Bösen, dessen Reich die Hölle ist. Ein Ort der ewigen Qual und Verdammnis, der den Sündern zuteil wird. Also denjenigen, die zu Lebzeiten gegen die christlichen Werte verstoßen haben.

Damit es den Gläubigen gelingt, ein gottgefälliges Leben zu führen, müssen sie sich an christliche Moralvorstellungen halten. Gott selbst hat ihnen deshalb die Zehn Gebote an die Hand gegeben. Die besagen unter anderem, dass es nicht gestattet ist, zu stehlen oder zu töten. Doch auch ohne einen religiösen Überbau machen diese beiden "Gesetze" Sinn. Das haben schon die ersten Menschen, die in größeren Gruppen lebten, verstanden.

Grammatik der Moral

Typische Merkmale des geborenen Verbrechers seien ein gewaltiger Unterkiefer, große Augenhöhlen und eine fliehende Stirn. Auch meinte er, unterscheiden zu können: Sexualstraftäter hätten wuchernde Lippen, Diebe dagegen krumme Nasen. Einige Jahrzehnte später konnten die Nationalsozialisten dieser Theorie durchaus einiges abgewinnen.Auch die Naturwissenschaften haben versucht, Gut und Böse zu ergründen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts untersuchte der italienische Gefängnisarzt Cesare Lombroso die Schädelform von Schwerkriminellen und leitete daraus den "homo delinquens" ab. Er glaubte, Verbrechern wohne das Böse von Geburt aus inne und man könne es ihnen bereits an ihrem Äußeren ansehen.



~ Gewinne ~


1. Preis – 2 x 1 signiertes Print
2. Preis – 4 x 1 E-Book im Wunschformat

Um teilzunehmen, beantworte bitte folgende Frage als Kommentar:
Denkt man an euer Leben ~ gibt es in euren Augen in eurer Umgebung böse Menschen?


Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Sollte der Gewinner sich im Gewinnfall nach Bekanntgabe innerhalb von 7 Tagen nicht bei CP-Ideenwelt melden, rückt ein neuer Gewinner nach und man hat keinen Anspruch mehr auf seinen Gewinn. 
Das Gewinnspiel endet am 17.7.2016 um 23:59 Uhr.


~ Blogtourfahrplan ~

11.7. Phönixfedern bei Jasmin
12.7. Clara & Liron bei Tine
13.7. Phönixe bei Corinna
14.7. Gut oder Böse bei Katja
15.7. Psychoterror bei Jasmin
16.7. Das Leben im Internat bei Bianka
17.7. Carolin Miske bei Babs
18.7. Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Alles Liebe,
Katja

Kommentare:

  1. Guten Morgen,
    vielen Dank für deinen schönen Beitrag über gut und böse, was ja auch wieder ein sehr interessantes Thema ist.
    Auf die Frage kann und werde ich nur mit Jaein antworten. Ja es gibt böse Menschen in meiner Umgebung und nein es gibt keine bösen Menschen in meiner Umgebung. Jeder Mensch ist böse, da gibt es keine Ausnahmen, aber es ist auch jeder Mensch gut. Es ist dieses Gleichgewicht was uns doch überhaupt erst überleben und zusammenleben lässt. Ich bezweifle das unsere ,,Rasse“ jemals so lange überlebt hätte, wenn wir in gut und böse unterteilt werden, dann hätten wir uns von Anfang an bekämpft und eigentlich sogar gegenseitig ausgelöscht. Klar gibt es auch Schwerverbrecher, bei denen man sagen könnte, aha der ist böse, aber nur weil er etwas verbrochen hat, muss er nicht komplett böse sein. Der ist hundert prozentig auch gut. Der Mensch ist einfach nicht veranlagt komplett gut oder böse zu sein, das ist einfach so.
    LG Sarah

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  2. Mörgen :-)
    Böse nicht unbedingt aber hinterhältig und falsch-und das reicht mir auch schon-denn mit solchen möchte ich nichts zutun haben und meide sie auch generell!
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

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  3. Ja, die gibt es durchaus. Ich kenne einige richtige böse Menschen, denen ich auch nichts gutes wünsche.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. Hallo :)

    also ich denke schon, aber was heisst so richtig böse? Sehr unangenehme, arrogante Menschen, die ihren Söhnen beibringen andere zu schlagen, wenn die böse sind, dann hab ich ne Menge in meiner Umgebung.

    Ganz liebe Grüße
    Jutta

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  5. hi,

    also richtige böse Menschen, eigentlich nicht, vielleicht arrogante und egoistische menschen, das schon, leider!

    Liebe Grüße

    Alex

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  6. Guten Abend :)

    Ein echt interessanter Beitrag vielen dank :)

    Oh ja bei mir gibt es einen ganz bösen Menschen. Name usw. sag ich jetzt nicht aber derjenige geht sogar soweit das er auf kleine Kinder losgeht. Könnte dir hier jetzt einen ganzen Roman über den schreiben aber ich glaube man kann sich denken was das für ein Mensch ist.

    Wünsch dir noch einen schönen Abend und liebe Grüße Michelle

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  7. Hallo,
    danke für den interessanten Beitrag.
    Ja, leider gibt es in meinem Leben böse Menschen.
    LG
    Anni

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  8. Hey :)

    Hmm, ich glaube derzeit nicht, nee mir fällt gerade niemand ein.

    Alles Liebe
    Nadine

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  9. Hallo,

    mir fällt da ehrlich gesagt keiner ein... ich denke aber auch nicht, dass es "böse" Menschen gibt, sondern wir sind alle sowohl gut als auch böse...

    LG

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  10. Hallo und vielen Dank für diesen schönen Beitrag! Ich glaube zwar nicht, dass sich jeder Mensch einer der beiden Kategorien "Gut" oder "Böse" zuordnen lässt, weil es einfach auch viele Grauzonen gibt. Leider muss ich aber sagen, dass ich auf jeden Fall Menschen kenne, die ich eindeutig als böse bezeichnen würde, weil sie ziemlich skrupellos agieren.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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Hallo!
Ich freue mich über jeden Kommentar, als bitte schreibt gerne etwas. :-)
Egal, ob es Gedanken zu meinem Posts, Anregungen für mich sind oder einfach ein Zeichen ist, dass wir gerade das Gleiche lesen - lasst eurer Fantasie freien Lauf. :-)
Alles Liebe,
Katja