Dienstag, 31. März 2026

[Rezension] How to Love a Rockstar von Keira Flanagan

Beschreibung:
"Im Blitzlichtgewitter sieht die Welt auf einmal ganz anders aus"

Das muss auch Josy erfahren, deren Leben auf einmal Kopf steht, nachdem Cedric, der Leadsänger der Lonely Lions, Irlands angesagtester Band, sie vor laufenden Kameras geküsst hat. Nun denkt die ganze Welt, dass sie seine Freundin ist - eine Lüge, die Cedric gerne aufrechterhalten würde, denn er ist den Presserummel um sein Privat- und Liebesleben gründlich leid! Er will endlich Zeit haben, sich voll auf seine Musik zu konzentrieren. Nur so kann er vergessen, was er zurückgelassen hat, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Also schlägt er Josy vor, noch eine Weile länger seine Freundin zu spielen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr verschwimmen die Grenzen von Spiel und Wirklichkeit ...

Details:
ASIN: ‎B084D5BQZ4
Herausgeber: ‎LYX.digital
Erscheinungstermin: ‎1. April 2020
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Dateigröße: ‎2.8 MB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎337 Seiten
ISBN-13: ‎978-3736313170
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Eigene Meinung:

Zwischen Dubliner Pubs und Blitzlichtgewitter: Ein romantischer Blick hinter die Kulissen.

Wer träumt nicht manchmal davon, von seinem Idol im Blitzlichtgewitter geküsst zu werden? In „How to Love a Rockstar“ von Keira Flanagan wird dieser Traum für die Protagonistin Jolene – genannt Josy – zur (unfreiwilligen) Realität – mit all den chaotischen Folgen, die das Berühmtsein so mit sich bringt.

Worum geht es?

Josys Leben steht Kopf, nachdem Cedric, der charmante Leadsänger der irischen Band Lonely Lions, sie vor laufenden Kameras geküsst hat. Plötzlich hält die ganze Welt sie für seine neue Freundin. Cedric schlägt ihr einen Deal vor: Sie sollen das Spiel noch eine Weile weiterspielen, um den Presserummel zu beruhigen. Doch während sie die perfekten Verliebten mimen, beginnen die Grenzen zwischen Schein und Sein zu verschwimmen...

Mein Eindruck: Nerd-Girl trifft Rockstar

Was mir an der Charakterzeichnung besonders gut gefallen hat: Jolene ist kein typisches "Fangirl". Sie ist ein ganz normales, nerdiges Mädchen, das Informatik studiert und sich ihren Lebensunterhalt nebenbei mit einem Job in einem Hotel verdient. Dieser bodenständige Hintergrund macht sie extrem sympathisch und bildet einen tollen Kontrast zu Cedrics Welt.

Auch die wunderschöne Bildsprache hat mich positiv überrascht. Keira Flanagan versteht es meisterhaft, die Atmosphäre von Dublin und Irland einzufangen. Die Beschreibungen der Schauplätze sind so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch die irischen Straßen zu spazieren.

Wo es an Tiefe fehlt

Trotz der sympathischen Hauptfigur muss ich sagen, dass die Nebencharaktere leider recht blass bleiben. Hier fehlte mir deutlich die Tiefe, um wirklich in die gesamte Welt der Band einzutauchen.

Zudem merkt man dem Buch an, dass es sich primär an eine jüngere Zielgruppe richtet. Besonders irritiert hat mich hier die offizielle Altersempfehlung ab 16 Jahren. Wenn ich ehrlich bin, kann ich dafür wenig Verständnis aufbringen, da diese Einstufung der Leichtigkeit und dem eher sanften, fluffigen Ton des Buches völlig entgegensteht. Für mich ist es eher ein klassischer „Young Adult“-Titel, der auch deutlich jüngere Leserinnen ansprechen würde.

Mein Rat: Geht nicht mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte heran. Es ist ein netter Roman für zwischendurch, der aber thematisch eher an der Oberfläche kratzt.


Mein Fazit

„How to Love a Rockstar“ ist ein süßer Roman mit viel Herz und einer tollen Kulisse, der aber leider einiges an Potenzial liegen lässt. Ein schönes Buch zum Abschalten, wenn man eine sympathische, nerdige Protagonistin mag, aber keine allzu komplexen Nebenfiguren erwartet.

Meine Bewertung: 

Ein netter Irland-Trip für zwischendurch, aber mit Schwächen in der Tiefe und einer fragwürdigen Altersempfehlung. 

3 von 5 Rosen 🌹🌹🌹


Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom LYX Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst – ich schreibe hier immer ehrlich und direkt für euch! 🌹

Ein kleines Dankeschön? Wenn dir meine Rezensionen gefallen und du meine Arbeit am Blog unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose auf Ko-fi. Jede Rose hilft mir, weiterhin so viel Herzblut in meine Beiträge und Projekte zu stecken. Hier geht’s zu meinem Ko-fi Profil 🌹✨

Quellennachweis: Link in den Quellenblog

Montag, 30. März 2026

Wenn die Recherche eskaliert: Mein 33-Euro-Glücksgriff bei Rebuy! 📚✨

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ich saß gestern Abend noch hochkonzentriert an meinem neuen Silly-Post, habe Details zu Uwe Hassbecker und der Bandgeschichte recherchiert und dabei – wie das bei uns Archivaren so ist – auf einen Link geklickt, der mich direkt zu Rebuy* führte. Was als kurze Faktenprüfung geplant war, endete in einer nächtlichen Entdeckungsreise durch die virtuellen Bücherregale. Ein Gutschein hier, ein Schnäppchen da... und plötzlich war der Warenkorb voll!

Das Ergebnis? 11 wunderbare Neuzugänge für mein Archiv, die mich zusammen gerade einmal 33 Euro gekostet haben. Das sind im Schnitt 3 Euro pro Buch – ein absoluter Sieg für den Geldbeutel und meine Sammlung, wie ihr auf meinem „Beweis-Screenshot“ sehen könnt.



Von verlorenen Legenden und sächsischen Originalen

Einer meiner größten Glücksmomente war der Fund der Tamara Danz Biografie von Alexander Osang. Ich hatte mein ursprüngliches Exemplar vor Jahren verliehen und, wie das leider oft passiert, nie zurückbekommen. Dass ich diese Lücke im Silly-Archiv nun für schmale 6,09 € schließen konnte, fühlt sich an, als würde ein altes Familienmitglied wieder nach Hause kommen. 🌹

Passend zur regionalen Kulturgeschichte durften auch Uwe Steimle und Peter Ufer nicht fehlen. Ihr Buch „Deutschland, deine Sachsen“ ist für mich weit mehr als nur humorvolle Lektüre; es ist ein Stück Identität und ein wunderbar scharfsinniger Blick auf unsere Heimat, der wunderbar in mein Regal passt.

Literarische Rereads und die Tiefe der Zeitgeschichte

Besonders freue ich mich auf meine „Hausaufgaben“ für das Studium und den Blog. Ich habe mir Christa Wolfs „Stadt der Engel“ für einen Reread gesichert. Ich hatte das Buch vor Jahren gelesen, es aber damals nie rezensiert, bevor es auf mysteriöse Weise aus meinem Bestand verschwand. Jetzt bekommt es eine zweite Chance. Flankiert wird das Ganze von dem berührenden Gesprächsbuch von Jana Simon, die ihre Großeltern Christa und Gerhard Wolf interviewt hat – für mich eine absolut essenzielle Quelle für das Verständnis dieser Literatengeneration.

Doch mein Archiv scheut auch vor den schweren Themen nicht zurück. Mit dem Buch „Kinder der Opfer – Kinder der Täter“ zieht eine psychoanalytische Untersuchung über die Folgen des Holocaust bei mir ein. Ich finde es wichtig, solche Werke in der Sammlung zu haben, auch wenn ich hier eine klare Warnung aussprechen muss: Das ist absolut nichts für schwache Nerven. Es ist schwere Kost, die uns aber hilft, die tiefen Wunden unserer Geschichte besser zu verstehen.

Ein bisschen Spaß muss sein

Abgerundet wird das Paket durch die intensiven Tagebücher von Brigitte Reimann, kluge Texte von Christoph Hein und – für die nötige Prise Punk im Regal – „Fun“ von Bela B. Es ist diese bunte Mischung aus Hochkultur, Zeitgeschichte und purer Lebensfreude, die mein Archiv (und mich) ausmacht.


Mehr erfahren & Mitstöbern 🏛️✨

Unterstütze das Archiv: Die Rettung und Katalogisierung dieser Schätze kostet viel Zeit. Wenn du meine Arbeit unterstützen magst, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose! 🌹


Donnerstag, 26. März 2026

Verschwinden und Wiederfinden: Ein Sonntags-Finale voller Intensität

 

1. Cornelia Franz – „Dreizehn Tage im Herbst“ 📚🌲

Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass ich die erste Lesung am Sonntag schaffe – 10:30 Uhr ist nach den vorangegangenen Messetagen eine echte Ansage. Aber ich bin froh, dass ich da war, denn der Auftakt mit Cornelia Franz war wunderschön.

Sie las aus ihrem Buch 'Dreizehn Tage im Herbst' und die Szene hat mich sofort gepackt: Ein Parkplatz im Tessin, der 14-jährige Martin steigt aus dem Auto, grinst schief, sagt noch 'Danke sehr, Mama' – und verschwindet. Einfach so. Was folgt, ist die unerträgliche Stille und das Warten in einem Ferienhaus, während die Welt um einen herum zerbricht. Cornelia Franz hat das so toll gelesen und eine so angenehme, entspannte Art gehabt, dass das Buch sofort auf meiner Wunschliste gelandet ist. Ein absolut lohnenswerter Start in den Finaltag!

2. Florentine Joop – „Sommer im Heckenrosental“ 🌹☀️

Manchmal sind die ungeplanten Momente die besten. In die Lesung von Florentine Joop bin ich eher zufällig reingestolpert – und was soll ich sagen? Das Buch hat mich wirklich mitgenommen. Es geht um einen heißen Brandenburger Sommer, um düstere Teiche und Erinnerungen, die nach warmem Sand und geschmolzenem Teer duften.

Florentine Joop erzählt von einer wilden Kindheit zwischen zwei Heimaten, getrennt durch eine innerdeutsche Grenze, aber verbunden durch eine gemeinsame Freundschaft und die Musik von ABBA. Es ist einer dieser Romane über die Tage vor, während und nach der Wende, von denen es meiner Meinung nach immer noch viel zu wenige gibt. Dass dieses Thema genau im Herzen meines Fachgebiets liegt, war die Krönung dieses Zufallsfunds. Ein echtes Highlight, das zeigt, warum man auf der Messe auch mal ohne Plan durch die Hallen treiben sollte.

3. Marcus Bensmann & Anna Kassin – „Akten des Missbrauchs“ 📂⚖️

Mein ganz persönliches Highlight am Sonntag war gleichzeitig die intensivste Kost der gesamten Messe. Ich besuchte die Lesung zur CORRECTIV-Recherche 'Akten des Missbrauchs'. Was als lokale Recherche begann, entpuppte sich als weltweite Jagd nach einem Netzwerk der Vertuschung im Herzen der katholischen Kirche.

Als Archivarin hat mich besonders ein Detail fassungslos gemacht: Die Existenz einer geheimen Registratur im Vatikan, die Informationen über Missbrauchstäter weltweit sammelt – nicht um aufzuklären, sondern um Täter zu schützen und Macht zu erhalten. Ein System, das Akten als Waffe gegen die Opfer einsetzt. Marcus Bensmann und Anna Kassin haben diesen journalistischen Krimi so eindringlich geschildert, dass man die Schwere der Verantwortung fast im Raum spüren konnte. Ein unfassbares Enthüllungsbuch über Schuld, Macht und das dunkle Erbe von Joseph Ratzinger. Ein harter, aber unglaublich wichtiger Abschluss meiner diesjährigen LBM-Lesungen.

Fazit eines intensiven Sonntags 

Drei Lesungen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Ein Kind, das im Tessin spurlos verschwindet, die Suche nach der eigenen Identität zwischen zwei Heimaten und ein investigativer Blick in die dunklen Geheimarchive des Vatikans. Der Sonntag auf der LBM 26 hat mich emotional gefordert, aber auch unendlich bereichert.

Mit diesen Eindrücken im Gepäck verlasse ich das Messegelände – müde, aber mit dem sicheren Gefühl, dass diese Geschichten es wert sind, bewahrt und weitergetragen zu werden. Mein Archiv wächst, und ich freue mich darauf, diese Schätze in den nächsten Wochen medial für euch aufzubereiten.


📚 Quellennachweis & Literaturliste

  • Franz, Cornelia: Dreizehn Tage im Herbst. Gerstenberg Verlag, 2024.

  • Joop, Florentine: Sommer im Heckenrosental. Rowohlt Kindler, 2024.

  • Bensmann, Marcus / Kassin, Anna: Akten des Missbrauchs: Die Geschichte eines organisierten Verbrechens im Vatikan. CORRECTIV, 2026. 


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Dienstag, 24. März 2026

Der Messe-Blues kommt und deswegen hier meine Lesungen vom Donnerstag auf der LBM

Während die Beine langsam aufhören zu glühen, schleicht er sich an: der Messe-Blues. 🌧️✨ Um dem ein bisschen entgegenzuwirken, tauche ich direkt wieder in meine Notizen ein. Mein Donnerstag in Leipzig war ein absoluter Fach-Marathon – genau so, wie ich es liebe. Hier sind meine persönlichen Highlights aus den Lesungen:

1. Anke Engelmann – „Blender“ 📚🤔

Beschreibung: In „Blender“ geht es um Fragen von Identität, Schein und Sein und die subtilen Täuschungen im menschlichen Miteinander. Die Autorin beleuchtet, wie Fassaden aufgebaut werden und was passiert, wenn diese Risse bekommen.

Mein Eindruck: Ich muss ehrlich sagen: Die Lesung hat mich etwas verwirrt zurückgelassen. Normalerweise lasse ich mich schnell von Geschichten einfangen, aber hier wollte der Funke nicht recht überspringen. Ich fand einfach keinen richtigen Zugang zum Erzählstil – kennt ihr das, wenn ein Thema eigentlich spannend klingt, man aber in der Präsentation den Faden verliert?

2. Sebastian Lindner – „Hoheneck: Die Geschichte des zentralen Frauengefängnisses der DDR“ 🏛️⚖️

Beschreibung: Hoheneck war eines der berüchtigtsten Gefängnisse in der DDR. Zwischen 1950 und 1989 waren hier 24.000 Frauen inhaftiert – 8.000 von ihnen aus politischen Gründen. Das Buch enthüllt beklemmende Einblicke in das Zusammenspiel von Wachpersonal, Anstaltsleitung und Staatssicherheit.

Mein Eindruck: Ganz anders sah es bei der Vorstellung von Sebastian Lindner aus. Wer mich kennt, weiß, dass mich die Aufarbeitung der SED-Diktatur nicht nur privat, sondern vor allem auf fachlicher Ebene brennend interessiert. Und diese Buchvorstellung war schlichtweg der Hammer! Zu hören, wie viel akribische Arbeit in diesem Werk steckt – die Unmengen an gesichteten Akten, die unzähligen Gespräche mit Zeitzeuginnen –, war tief beeindruckend. Für jemanden, der sich täglich mit der Archivierung von Geschichte befasst, ist es faszinierend zu sehen, wie aus trockenen Dokumenten eine so lebendige und wichtige Dokumentation entsteht. Ein absolutes Muss für mein Archiv und mein Fachgebiet!


Ein Blick über den Tellerrand: Der Krimi-Talk

Beschreibung: Ein moderiertes Gespräch über die Kunst des Spannungsaufbaus. Margarete von Schwarzkopf (Journalistin und Expertin) im Dialog mit Bestseller-Autorin Romy Fölck über deren atmosphärische Krimis und die Psychologie hinter den Verbrechen.

Mein Eindruck: Ein toller Blick über den Tellerrand! Es war zwar keine klassische Lesung, aber gerade der Dialog war unglaublich fesselnd. Margarete von Schwarzkopf versteht es einfach meisterhaft, die richtigen Fragen zu stellen, und Romy Fölck gab spannende Einblicke in ihre Arbeit. Professionell, unterhaltsam und inspirierend – auch wenn mein Archiv-Fokus meist woanders liegt.

4. Jörg Pfeifer – „SOKO Brücke: Der Frauenmörder von Leipzig“ 🚔🏙️

Beschreibung: Ein True-Crime-Fall mit direktem Regionalbezug. Jörg Pfeifer rekonstruiert die Ermittlungen zu einem spektakulären Kriminalfall in Leipzig und gibt Einblicke in die Arbeit der Sonderkommission.

Mein Eindruck: Das war für mich eine der fesselndsten Lesungen des Tages. Da der Fall einen direkten Bezug zu Leipzig hat, war die Atmosphäre im Publikum fast greifbar. Die Details wurden so spannend vorgetragen, dass man gar nicht anders konnte, als gebannt zuzuhören. Für Fans von authentischer Kriminalgeschichte ein absolutes Muss.

5. Geralf Pochop & Alexandra Schlagowski – „Tanz auf dem Vulkan: Widerständige Punk-Frauen in der DDR“ 🎸🔥

Beschreibung: Dieses Buch rückt eine oft übersehene Gruppe der DDR-Subkultur ins Rampenlicht: die Frauen in der Punk-Szene. Es dokumentiert ihren Mut, ihren Eigensinn und den täglichen Kampf gegen die Konformität und die Überwachung durch den Staat.

Mein Eindruck: Mein absolutes Highlight des Tages! Es war fast schon bezeichnend, dass sich der rote Faden der DDR-Geschichte durch meinen gesamten Donnerstag zog. Diese Subkultur ist für mich wahnsinnig spannend – und die Lesung war etwas ganz Besonderes, weil zwei der Frauen selbst dabei waren. Zu hören, wie sie sich damals als Punkerinnen gefühlt haben und wie sie ihren Alltag in der DDR gestalteten, war unglaublich bewegend. Solche persönlichen Einblicke sind für mein Archiv Gold wert und machen Geschichte erst wirklich greifbar. Ein tief beeindruckender Abschluss!

6. Audible-Vorstellung: Sebastian Fitzek, Annika Strauss & Dennenesch Zoudé 🎧🎙️

Beschreibung: Deutschlands Psychothriller-König Sebastian Fitzek und die Autorin Annika Strauss gaben Einblicke in ihre neuesten Projekte, allen voran das immersive Hörbuch-Erlebnis „REM“. Flankiert wurde die Präsentation von Einblicken in weitere aktuelle Audible-Original-Produktionen. Die gesamte Veranstaltung wurde charmant und hochprofessionell von der Schauspielerin Dennenesch Zoudé moderiert.

Mein Eindruck: Ich bin ehrlich: Privat höre ich eher wenig Hörbücher, da für mich das haptische Lesen im Vordergrund steht. Aber dieser Termin war ein extrem spannender Blick hinter die Kulissen der Audioproduktion. Zu sehen, wie viel Technik und stimmliche Präzision in Projekten wie „REM“ steckt, war faszinierend. Besonders die Moderation von Dennenesch Zoudé hat der Vorstellung einen tollen Rahmen gegeben. Auch wenn ich kein klassischer Hörbuch-Fan bin, war es toll, die Profis einmal live über ihr Handwerk und die Zukunft des Erzählens sprechen zu hören.

Fazit: Ein Donnerstag voller Kontraste und Erkenntnisse 📚✨

Was für ein Auftakt! Wenn ich auf diesen ersten Messetag zurückblicke, bin ich selbst überrascht, wie breit gefächert mein Programm war. Von der fast schon schmerzhaften, akribischen Aufarbeitung der DDR-Geschichte in Hoheneck bis hin zur glitzernden, hochmodernen Welt der Audible-Produktionen mit Sebastian Fitzek und Dennenesch Zoudé – die LBM 2026 hat mal wieder bewiesen, dass sie weit mehr ist als nur eine Bücherschau.

Besonders hängengeblieben ist bei mir die Erkenntnis, dass Geschichte dann am stärksten ist, wenn sie ein Gesicht bekommt. Die Punk-Frauen aus „Tanz auf dem Vulkan“ leibhaftig zu erleben, hat mir gezeigt, warum ich meine Archiv-Arbeit so liebe. Es geht nicht nur um Papier und Daten, sondern um das Bewahren von Lebensgefühlen und Widerstand. Auch wenn mich nicht jede Lesung (hallo, „Blender“...) sofort abgeholt hat, war gerade diese Vielfalt der Motor für meinen Messe-Donnerstag. Ich nehme unglaublich viel fachlichen Input für mein Studium und mein Projekt mit nach Hause – und der Messe-Blues? Der muss bei so viel Inspiration erst mal noch ein bisschen warten. 😉


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Mittwoch, 18. März 2026

[Kolumne] Nachdenken über Christa W. – Das Gedächtnis der ungesagten Worte

Es gibt Momente, in denen sich die Zeit nicht linear anfühlt, sondern wie eine Spirale. Heute, an ihrem 97. Geburtstag, stehe ich wieder an einem dieser Punkte. Für viele ist Christa Wolf ein Name in Literaturlexika, eine Ikone der DDR-Literatur, oft umstritten, immer gewichtig. Für mich begann die Begegnung viel persönlicher: in einem Hörsaal meines ersten Studienversuchs. Pflichtlektüre: „Der geteilte Himmel“.

Damals war Rita Seidel für mich nur eine Figur. Heute verstehe ich, dass Rita – und mit ihr Christa Wolf – eine Frage stellte, die mich bis heute begleitet: „Wie haben wir uns eigentlich gefühlt, damals?“

Christa Wolf, 1929 in Landsberg an der Warthe geboren, verbrachte ihr Leben damit, die „Auskunft“ zu verweigern, die der Staat verlangte, und stattdessen eine viel schwierigere zu geben: die über sich selbst. Sie war die Stimme einer Generation, die aus den Trümmern von 1945 kam und an die Utopie eines besseren Staates glauben wollte – nur um schmerzhaft zu erfahren, wie eng die Grenzen des Sagbaren waren.

Ein Wendepunkt, der ihre Biografie für immer prägte, war das Jahr 1976. Als Wolf Biermann ausgebürgert wurde, gehörte sie zu den Ersten, die den mutigen Protestbrief unterzeichneten. Es war ein Bruch mit der Macht, der sie fortan zur Zielscheibe der Beobachtung machte, sie aber gleichzeitig als moralische Instanz festigte. 13 Jahre später, im geschichtsträchtigen Herbst 1989, stand sie auf dem Alexanderplatz. Ihre Rede am 4. November vor Hunderttausenden – die Forderung nach einer „Sprache, die nicht mehr vorgestanzt ist“ – hallt bis heute nach. Sie wollte die Erneuerung, nicht den bloßen Anschluss, und musste miterleben, wie ihre Visionen in den Wirren der Wendezeit zerrieben wurden.

Ich bin ihr nie persönlich begegnet. Dennoch gibt es in meinem Bücherregal diesen einen Moment der physischen Verbindung: Ein signiertes Exemplar, das ich durch einen dieser unwahrscheinlichen Zufälle online gebraucht entdeckte. Wenn ich über den Schwung ihres Namens auf dem vergilbten Vorsatzblatt fahre, ist das kein bloßer Besitz. Es ist die Rettung eines Stücks Zeitgeschichte. Es ist, als hätte das Buch mich gesucht, um in meinem Regal – zwischen all den anderen Stimmen – einen Platz zu finden.

Besonders in ihrem Spätwerk „Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“ zeigt sich für mich ihre wahre Meisterschaft. Weit weg von der Berliner Luft, während eines Stipendiums in Los Angeles, setzt sie sich mit den Geistern ihrer Vergangenheit auseinander. Es geht um die Beobachtung durch den Staat, ja, aber viel schmerzhafter noch um das eigene Vergessen und Verdrängen. Es ist ein Buch über die nackte Verletzlichkeit des Menschen, wenn die schützende Hülle der Ideologie wegbricht.

In einer Welt, die heute oft nur noch in 280 Zeichen schreit, lehrt uns Christa W. das Innehalten. Ihr Werk ist eine Einladung zum „subjektiven Authentizismus“. Es geht darum, die eigene Wahrheit zu finden, auch wenn sie unbequem ist.

Morgen fahre ich zur Leipziger Buchmesse. Ich nehme ihre Fragen mit im Gepäck. In meinen Gedanken wird sie heute gefeiert – nicht als Denkmal, sondern als lebendiges Gespräch.

Wann, wenn nicht jetzt?


Quellenverzeichnis:

  • Bildnachweis: Foto von Christa Wolf via Kino im Osten (Facebook).

  • Biografische Referenzen: Landsberg an der Warthe (Geburtsort), Biermann-Protest (1976), Rede auf dem Alexanderplatz (1989), Getty-Stipendium (Los Angeles).

  • Literatur: Der geteilte Himmel (1963), Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud (2010).

  • Zitate: „Wann, wenn nicht jetzt?“ (Christa Wolf).


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Dienstag, 17. März 2026

Wenn das Schicksal zuschlägt: Mein Dark Romance Gewinn!

Manchmal meint es das Schicksal – oder in diesem Fall die liebe Maja's Bücherliebe – besonders gut mit einem. Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich eine Schwäche für Geschichten habe, die an die Grenzen gehen und die dunkleren Seiten der Romantik beleuchten.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als mein Name im Lostopf für zwei absolute Genre-Highlights fiel. Ein riesiges Dankeschön geht an Maja! In unserer Community ist es nicht selbstverständlich, so viel Herzblut in Gewinnspiele zu stecken. Danke, dass diese Schätze nun mein Regal bereichern!


Die Neuzugänge & Trigger-Warnungen


Die Post hat mir zwei Bücher gebracht, auf die ich schon lange ein Auge geworfen habe:

  • "My Filthy Valentine" von Isabella Russo: Isabellas Schreibstil ist bekannt für seine Intensität. Ich bin extrem gespannt, wie düster und sinnlich dieser "Valentine" wirklich ist.

  • "Observed: Jedes Stück ist unser" von Kristin Glimmer: Stalker-Tropes und die verschwimmenden Grenzen zwischen Besessenheit und Verlangen – genau das Richtige für nervenaufreibende Lesestunden.

⚠️ Wichtiger Hinweis (Trigger-Warnung): Beide Titel gehören zum Genre Dark Romance. Bitte beachtet, dass diese Geschichten explizite Szenen, moralisch graue Charaktere sowie Themen wie Besessenheit und Machtverhältnisse behandeln. Lest bitte verantwortungsbewusst und prüft vorab die detaillierten Warnungen der Autorinnen in den Büchern.


Ausblick & Eure Meinung

Beide Bücher wandern direkt auf meinen aktuellen Lesestapel (SuB, wer kennt ihn nicht?). In den nächsten Wochen werde ich euch hier meine detaillierten Rezensionen präsentieren. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig auf beide Bücher. 

Schaut bitte auch bei der lieben Maja vorbei. 


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Hintergrund & Quellen zu diesem Post: Link zum Archiv 

Montag, 16. März 2026

[Rezension] Leanne Hall - Die Nacht von Shyness

Beschreibung:
Am Stadtrand von Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht und die Grenzen vor merkwürdiger Energie knistern, trifft Wolfboy im Diabetic Hotel ein seltsames Mädchen. Sein Name ist Wildgirl und es erklärt Wolfboy zum Fremdenführer für eine Nacht. Auf ihrer Tour durch Shyness kommen sie den Gangs der zuckerabhängigen Kids in die Quere. Ein waghalsiges Abenteuer beginnt, in dem Wolfboy und Wildgirl nicht nur verrückten Affen, ewigen Träumern, Döner verkaufenden Wahrsagerinnen und teuflischen Psychiatern begegnen, sondern auch der ganz, ganz großen Liebe – denn eine Nacht ist lang genug, um zwei Leben für immer zu verändern.

Details:
Herausgeber: ‎Aufbau Verlag
Erscheinungstermin: ‎12. März 2012
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Übersetzerin: Anna-Christin Kramer
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎289 Seiten
ISBN-10: ‎3351041543
ISBN-13: ‎978-3351041540
Lesealter: ‎12–15 Jahre
Originaltitel: ‎This is Shyness
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Eigene Meinung:

Ein besonderes Cover und eine ungewöhnliche Welt: Warum mich dieses Abenteuer trotzdem ratlos und mit vielen Fragen zurücklässt.

Manchmal ist es ein einziges Bild, das unsere Neugier weckt. Bei „Die Nacht von Shyness“ von Leanne Hall war es das Cover, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Es ist außergewöhnlich, ästhetisch und verspricht eine Geschichte, die „anders“ ist. Da ich Bücher liebe, die aus der Reihe tanzen, war meine Vorfreude groß – doch leider folgte auf den optischen Hochgenuss eine literarische Ernüchterung.

Worum geht es?

Das Buch ist für Jugendliche ab etwa 11 Jahren geschrieben und dementsprechend ist der Schreibstil recht einfach und zugänglich gehalten. Die Geschichte lebt von der abwechselnden Erzählweise der beiden Protagonisten: der 17-jährigen Wildgirl und dem 19-jährigen Wolfboy.

Die beiden treffen unter höchst ungewöhnlichen Umständen aufeinander und gemeinsam begeben wir uns mit ihnen auf ein nächtliches Abenteuer in einer Welt, die mit einem feinen Hauch von Fantasy überzogen ist. Auch eine zarte Liebesgeschichte bahnt sich zwischen den beiden an, doch diese kommt nur sehr schwer in Gang und kann das Ruder leider nicht herumreißen.

Ein Abenteuer ohne Kompass und Spannungsbogen

Doch hier liegt das Problem: Während wir mit den beiden durch die Nacht streifen, stellte sich bei mir immer mehr ein Gefühl der Orientierungslosigkeit ein. Die Handlung wirkt leider sehr zusammenhanglos und zusammengewürfelt. Anstatt einer fließenden Geschichte glich das Lesen eher dem Versuch, wahllos hingeworfene Fragmente zu einem Bild zusammenzufügen.

Besonders kritisch empfand ich den Spannungsbogen, der sich leider nicht über das komplette Buch ziehen kann. Zur Mitte hin flacht die Geschichte merklich ab, und auch der Stil wirkt zum Ende hin immer dünner. Was mich jedoch am meisten enttäuscht hat, ist das Finale: Ich blieb mit so vielen offenen Fragen im Kopf zurück, dass das gesamte Leseerlebnis im Nachhinein noch schlechter wegkommt. Ich hatte mich für dieses Buch entschieden, weil es so anders wirkte – am Ende fühlte es sich leider weniger nach Magie und mehr nach einem anstrengenden „Wortwirrwarr“ an.

Mein Fazit

Ein optisches Schmuckstück mit einem spannenden Erzählansatz, dem es aber massiv an Struktur, einem roten Faden und vor allem an Antworten fehlt. Wer eine durchdachte Fantasy-Welt sucht, wird hier leider mit zu vielen Fragezeichen allein gelassen.

Meine Bewertung: 

Schöne Hülle, verwirrender Kern und ein Ende, das zu viele Fragen offen lässt. 

2 von 5 Rosen 🌹🌹


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Hintergrund & Quellen zu diesem Post: Link zum Archiv

Samstag, 14. März 2026

LBM-Survival: Wie du die Buchmesse überlebst (ohne danach einen Termin beim Physiotherapeuten zu brauchen) 📖✨

 Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür und ich freue mich wie ein kleines Kind! Aber seien wir mal ehrlich: So schön das Stöbern in der Glashalle auch ist, die Messe kann ein echtes Biest sein, wenn man falsch vorbereitet ist. Damit ihr den Tag genießen könnt, hier meine ganz persönlichen Tipps aus der „Rosen“-Trickkiste:

Meine Tüten aus 2019 - wir reden mal nicht darüber, wie ich das schleppen konnte. ^^

Das muss unbedingt in euren Rucksack (Ja, Rucksack!) ✅

  • Rucksack statt Jutebeutel: Ich weiß, wir lieben unsere literarischen Stoffbeutel. Aber nach zwei Stunden schneiden die Henkel so tief ein, dass ihr eure Neuentdeckungen verflucht. Nehmt einen Rucksack – eure Schultern werden es euch danken!

  • Die eigene Verpflegung: Packt euch genug Wasser und Snacks ein. Erfahrungsgemäß sind die Preise auf der Messe nämlich echt gesalzen, und für ein trockenes Brötchen ein halbes Vermögen auszugeben, macht keinen Spaß. Zudem ist eine Wasserflasche, die wieder befüllt werden kann, ein echter Game-Chancer.

  • Bequeme Treter: Vergesst die schicken Absätze. In Leipzig lauft ihr Marathons. Sneaker sind eure besten Freunde!

  • Bargeld & Powerbank: Wenn das Messe-WLAN streikt, geht bei der Kartenzahlung oft nichts mehr, sonst wird aber Kartenzahlung in grossen Teilen akzeptiert. Und ohne Saft im Handy gibt’s keine schönen Buch-Fotos für die Community und eure Erinnerungen! Meine Powerbank, die ich nutze, ist gerade ausverkauft, aber ich verlinke euch einen anderen Hersteller: Powerbank* (Nicht wundern, ich nehme sie auch für alle Festivals, die ich besuche, daher überlebt sie problemlos einen Messetag und man kann mehrere Geräte mit verschiedenen Anschlüssen gleichzeitig laden.) 

Was ihr lieber zu Hause (oder im Regal) lasst ❌

  • Der „Ich-kauf-alles“-Rausch: Ich kenne das Gefühl, man will jedes Buch sofort besitzen. Aber: Kauft bitte nicht zu viele Bücher auf einmal! Man schleppt sich nach einer Weile einfach total lahm und der restliche Messetag wird zur Qual. Sucht euch eure absoluten Highlights aus.

  • Die dicke Winterjacke: Nutzt lieber das Zwiebelprinzip. In den Hallen wird es durch die vielen Menschen super warm – und wenn in der Glashalle die Sonne richtig draufknallt, fühlt man sich schnell wie im Gewächshaus.

  • Ein zu starrer Zeitplan: Lasst euch treiben! Die schönsten Gespräche entstehen oft spontan zwischen zwei Ständen. Aber ein kleiner Profi-Tipp: Checkt vorher unbedingt, ob ihr für bestimmte Veranstaltungen oder Lesungen ein extra Ticket oder eine Reservierung braucht. Das ist manchmal nervig, aber leider Realität – und nichts ist trauriger, als vor verschlossenen Türen zu stehen.

Mein Fazit: Bereitet euch gut vor, damit der Fokus auf dem liegt, was wir lieben: Den Büchern und dem Austausch!

Vorab: Plant eine gute Anreise mit Puffer ein. In den letzten Jahren war der Einlass ziemlich katastrophal, daher sollte das dann dafür auch genug Zeit eingeplant werden. 

Was landet in eurer Tasche? Habt ihr auch schon mal den „Fehler“ gemacht und zu viel geschleppt? Schreibt’s mir in die Kommentare! 🌹


Journalistischer Nachweis:

Dieses Verzeichnis dokumentiert die journalistische Sorgfalt von Miss Roses Media. Die Empfehlungen basieren auf persönlicher Erfahrung als Fachbesucherin der LBM sowie einem Abgleich mit den aktuellen Besucher-Richtlinien der Leipziger Messe.

Donnerstag, 12. März 2026

[Rezension] Tasha Coryell - Love Letters to a Serial Killer

Beschreibung:
Verliebt in einen Serienkiller

Genervt davon, ihre Freundinnen mit deren Ehemännern und Kindern in die Vororte verschwinden zu sehen, findet Hannah in einem Internet-Forum für True-Crime eine aufregende neue Beschäftigung. Die Community hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Morde an vier Frauen aufzuklären, die in einer Schlucht außerhalb von Atlanta abgelegt wurden. Als ein gutaussehender Anwalt namens William wegen der Morde verhaftet wird und sich die Beweise für seine Schuld ebenso schnell häufen wie die Leichen, beginnt Hannah, ihm Briefe zu schreiben: Vor Wut, aber auch, weil eine seltsame Faszination von ihm ausgeht. Und plötzlich schreibt William zurück …

Details:
Herausgeber: ‎dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erscheinungstermin: ‎12. September 2024
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Übersetzer: Susanne Goga-Klinkenberg
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎352 Seiten
ISBN-10: ‎3423263962
ISBN-13: ‎978-3423263962
Abmessungen: ‎13.6 x 2.9 x 21 cm
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Eigene Meinung:

Ein Thriller über die dunkle Seite der Fan-Kultur: Tolle Optik, aber eine Protagonistin, die auf Distanz bleibt.

Als großer True Crime Fan war für mich sofort klar: Dieses Buch muss ich lesen! Das Cover der deutschen Ausgabe von Tasha Coryell ist ein absoluter Hingucker. Das Messer und das Blut wirken extrem vielversprechend und haben mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht. Doch leider hat sich hier wieder einmal bewahrheitet: Ein spannendes Äußeres garantiert noch keinen packenden Inhalt.

Worum geht es?

Hannah ist eine Frau, die man wohl als „gegen den Strom schwimmend“ bezeichnen würde. Sie lebt in einem kleinen Appartement, ist weder verheiratet noch verlobt und datet bevorzugt Männer, die man eher als seltsam beschreiben könnte. Als eine Reihe von Morden die Schlagzeilen beherrscht, findet sie Gleichgesinnte in einem Online-Forum. Wie eine kleine Clique von Hobbydetektiven tauschen sich die Frauen dort über die Fälle aus.

Doch während die anderen Frauen im Forum die Distanz wahren, geht Hannah einen gefährlichen Schritt weiter und bricht die goldene Regel der Community: Sie nimmt direkt Kontakt zu William auf – einem Anwalt, dem mehrere grausame Frauenmorde zur Last gelegt werden. An dieser Stelle wird deutlich, dass Hannah mehr als nur Neugier antreibt; sie leidet an „Hybristophilie“. Bekannt als das Bonnie-und-Clyde-Syndrom, beschreibt Wikipedia diese Paraphilie als eine Form der sexuellen Anziehung zu Kriminellen und Gewalttätern. Für Hannah wird die Jagd auf den Täter damit zur ganz persönlichen Obsession.

Warum der Sog fehlte

Obwohl die Grundidee und das Forum-Setting wirklich gut durchdacht sind, hatte die Geschichte für mich eindeutig Potenzial nach oben. Das größte Problem war für mich die Protagonistin Hannah. Sie blieb als Charakter für mich absolut nicht greifbar. Es ist schwer, an einer Story dranzubleiben, wenn man mit den Figuren einfach nicht warm wird.

Während der Schreibstil insgesamt okay ist – wenn auch manchmal etwas sehr unter der Gürtellinie –, fehlte mir die emotionale Bindung. Normalerweise liebe ich es, wenn mich ein Thriller in seinen Bann zieht, aber hier passierte das Gegenteil: Je weiter ich las, desto mehr nahm der Sog ab. Das passiert mir wirklich selten, aber am Ende war es leider eher das, was man als „nett“ bezeichnen würde, aber mehr auch nicht.

Mein Fazit

„Love Letters to a Serial Killer“ ist ein Thriller, der mit einer packenden Grundidee und einem wirklich fantastischen Cover punktet, mich in der Umsetzung aber leider verloren hat. Obwohl die Dynamik der Hobbydetektiv-Clique unglaublich vielversprechend war, konnte sie die Distanz zur Protagonistin nicht überbrücken. Für mich lebt ein Thriller von der Verbindung zu seinen Charakteren – doch hier blieb Hannah bis zum Schluss so schemenhaft und unnahbar, dass der anfängliche Sog leider verflogen ist. Eine interessante Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche, die für mich aber eher an der Oberfläche blieb.

Meine Bewertung: 

Starkes Konzept, schwache Bindung – ein Buch mit Potenzial, das mich emotional nicht ganz erreichen konnte. 

3 von 5 Rosen 🌹🌹🌹


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Dienstag, 10. März 2026

[Rezension] Tatjana Kruse - Wenn schon tot, dann unter Palmen

Beschreibung:
Kidnapping auf dem Golfplatz! Für eine halbe Million Euro soll der Göttergatte seine entführte Frau wieder in den Armen halten dürfen. Aber will er das überhaupt? Und was sagt eigentlich das Opfer dazu?
Gar nicht so einfach, erfolgreich kriminell zu sein. Tatjana Kruses Ganoven lassen nichts unversucht – bis das Blatt sich ganz plötzlich wendet ...

Die Viertelstundenbibliothek
Für Nicht-Leser. / Für Kaum-Leser. / Für Gern-Leser.

Details:
Herausgeber: ‎Edition Wannenbuch
Erscheinungstermin: ‎15. März 2023
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎48 Seiten
ISBN-10: ‎3947409567
ISBN-13: ‎978-3947409563
Abmessungen: ‎17 x 0.4 x 17 cm
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Eigene Meinung:

Tatjana Kruse zeigt in der Viertelstunden-Bibliothek, dass Verbrechen selten so viel Spaß gemacht haben.

Hach, Entführungen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Besonders dann nicht, wenn man es mit den Figuren von Tatjana Kruse zu tun hat. In ihrem Kurzroman „Wenn schon tot, dann unter Palmen“ beweist die Autorin einmal mehr, warum sie die unangefochtene Queen des skurrilen Krimis ist. Ich sage es direkt vorab: Dieses Buch war für mich ein absolutes Highlight!

Worum geht es?

Kidnapping auf dem Golfplatz! Der Plan der Ganoven klingt eigentlich solide: Eine Ehefrau entführen und vom Göttergatten eine halbe Million Euro Lösegeld kassieren. Doch die Kriminellen haben die Rechnung ohne den Ehemann gemacht. Der denkt nämlich gar nicht daran, seine Frau so schnell wieder in die Arme zu schließen. Warum auch? Er hat nämlich schon längst eine passende Nachfolgerin in petto und genießt die neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen.

Mein Eindruck: Skurril, glaubwürdig und einfach brillant

Was Tatjana Kruse hier abliefert, ist schwarzer Humor in Perfektion. Was ich an ihren Geschichten so liebe: Sie schafft es immer wieder, herrlich skurrile Protagonisten zu entwerfen, die trotz ihrer schrägen Art absolut glaubwürdig bleiben. Man kauft ihnen jede noch so absurde Handlung ab, weil sie so konsequent und lebendig gezeichnet sind.

Ein weiterer Pluspunkt sind die vielen schönen Illustrationen, die das Buch begleiten. Sie machen das Lesen zu einem wahren Kinderspiel und lockern die Handlung so charmant auf, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Es ist die perfekte Mischung aus bissigem Text und visueller Unterstützung – ein echtes Gesamtkunstwerk für zwischendurch.

Mein Fazit

Ein typischer „Kruse“ in Bestform: böse, rasant und mit Charakteren, die man einfach gern haben muss (auch wenn sie kriminell oder treulos sind). Für mich das bisherige Highlight der Reihe!

Meine Bewertung: 

Ein Volltreffer auf dem Golfplatz – volle Punktzahl für dieses Lesevergnügen! 

5 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹🌹


Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Edition Wannenbuch / Paperento Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst – ich schreibe hier immer ehrlich und direkt für euch! 🌹

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Montag, 9. März 2026

[Rezension] Isabella Archan - Gipfelkreuz und Brezeltod

Beschreibung: 
Endlich Ferien – ab in die Berge! Doch bald schon entspannt sich zwischen Sonnenliegen und Pool ein teuflischer Kleinkrieg. Manchmal helfen eben nur rabiate Mittel ...
Wer hat am Ende den längeren Atem? Ein Frühstücksbuffet à la Mord serviert augenzwinkernd Isabella Archan. So viel ist gewiss: Diese Reise wird unvergesslich.

Die Viertelstundenbibliothek
Für Nicht-Leser. / Für Kaum-Leser. / Für Gern-Leser.

Details:
Herausgeber: ‎Edition Wannenbuch
Erscheinungstermin: ‎15. März 2023
Auflage: ‎1.
Sprache: Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎48 Seiten
ISBN-10: ‎3947409532
ISBN-13: ‎978-3947409532
Abmessungen: ‎17.5 x 0.7 x 17.6 cm
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Eigene Meinung:

Isabella Archan serviert in der Viertelstunden-Bibliothek ein mörderisches Frühstücksbuffet der Extraklasse.

Wer Lust auf eine Geschichte hat, die so spritzig ist wie ein Glas Sekt am Pool, der sollte sich „Gipfelkreuz und Brezeltod“ nicht entgehen lassen. Dass die Autorin Isabella Archan nicht nur mit dem Stift, sondern auch auf der Bühne zu Hause ist, merkt man jeder Zeile an. Die gebürtige Österreicherin und heutige Wahlkölnerin ist nämlich auch leidenschaftliche Schauspielerin – und genau dieses Gespür für Timing und Dramatik bringt sie in diesen Kurzroman ein.

Worum geht es?

Ferienzeit ist Wanderzeit? Von wegen! In diesem Kurztrip entspannt sich zwischen Sonnenliegen und Hotelpool ein teuflischer Kleinkrieg. Wenn die Ellenbogenmentalität am Frühstücksbuffet auf rabiate Mittel trifft, bleibt kein Auge trocken. Isabella Archan stellt mit viel Humor die Frage: Wer hat am Ende den längeren Atem, wenn der Urlaub zum Survival-Trip der Eitelkeiten wird? Ein „Frühstücksbuffet à la Mord“, das man so schnell nicht vergisst.

Mein Eindruck: Mit leichter Feder und charmanten Details

Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die leichte Feder, mit der Isabella Archan durch die Handlung führt. Es wirkt nie schwerfällig, sondern sprüht vor Energie und Witz.

Ein echtes Highlight sind die kleinen Illustrationen, die den Text begleiten. Sie lockern das Ganze wunderbar auf und machen das Buch auch für Menschen attraktiv, die vielleicht seltener zum Buch greifen oder einfach eine visuelle Unterstützung lieben. Das macht die Geschichte herrlich „lesbar“ und kurzweilig. Man spürt den österreichischen Charme der Autorin in jeder brenzligen Situation am Buffet – es ist skurril, ein bisschen böse und dabei absolut liebenswert.

Mein Fazit

Ein Alpen-Häppchen mit Biss! Dank der Illustrationen und des schauspielerischen Talents der Autorin, das durch die Seiten schimmert, ist es die perfekte Lektüre für zwischendurch.

Meine Bewertung: 

Bissiger Humor trifft auf charmante Optik – eine klare Empfehlung!

4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹


Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Edition Wannenbuch / Paperento Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst – ich schreibe hier immer ehrlich und direkt für euch! 🌹

Ein kleines Dankeschön? Wenn dir meine Rezensionen gefallen und du meine Arbeit am Blog unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose auf Ko-fi. Jede Rose hilft mir, weiterhin so viel Herzblut in meine Beiträge und andere Projekte zu stecken. Meinem Ko-fi Profil 🌹✨

Samstag, 7. März 2026

[Rezension] Vitus Marx - Yachttrip ins Glück

Beschreibung:
Reisejournalistin Bettina, Anfang 40 und Single, trifft auf Sardinien den Mann ihrer Träume. Doch Tommaso hat Frau und zwei Kinder. Warum nur flirtet er so ungeniert mit ihr?
Mit Augenzwinkern erzählt Autor Vitus Marx vom Zufall der Liebe unter der Sonne Italiens.

Die Viertelstundenbibliothek
Für Nicht-Leser. / Für Kaum-Leser. / Für Gern-Leser.

Details:
Herausgeber: ‎Edition Wannenbuch
Erscheinungstermin: ‎1. Dezember 2022
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎48 Seiten
ISBN-10: ‎3947409478
ISBN-13: ‎978-3947409471
Abmessungen: ‎17.5 x 0.7 x 17.6 cm
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Eigene Meinung:

Vitus Marx lädt in der Viertelstunden-Bibliothek zu einem exklusiven Flirt im High-Society-Gewand ein.

Kennt ihr das? Manchmal braucht man keine 500 Seiten, um das Herz ein bisschen schneller schlagen zu lassen. Manchmal reicht eine Viertelstunde, eine luxuriöse Yacht und ein Mann, der eigentlich absolut verboten sein sollte. In der Viertelstunden-Bibliothek des Paperento Verlages habe ich mit "Yachttrip ins Glück" von Vitus Marx genau dieses prickelnde Lesevergnügen gefunden.

Worum geht es?

Wir begleiten die Reisejournalistin Bettina auf die Sonneninsel Sardinien. Zwischen Champagnergläsern und dem strahlenden Blau des Mittelmeers trifft sie auf Tommaso – attraktiv, charmant und der Inbegriff eines Mannes, bei dem man sofort schwach werden möchte. Er passt perfekt in die glitzernde Welt der High Society.

Doch dann der Dämpfer: Tommaso ist kein Single. Er hat Frau und zwei Kinder. Und trotzdem... warum lässt er seinen Blick so intensiv auf Bettina ruhen? Warum flirtet er so ungeniert und lässt die Luft zwischen ihnen förmlich vibrieren?

Mein Eindruck: Flirty Alltagsflucht mit Stil

Dieser Kurzroman ist die perfekte Alltagsflucht. Vitus Marx schreibt mit so viel Augenzwinkern und Charme, dass man die moralischen Bedenken fast für einen Moment vergisst, nur um sich ganz dem italienischen Flair hinzugeben. Es ist eine Geschichte über den Zufall der Liebe, die mit der Frage spielt: Darf man das?

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Story trotz ihrer Kürze eine richtige Dynamik entwickelt. Man spürt das Prickeln auf der Haut – und das liegt nicht nur an der heißen Sonne Sardiniens. Es ist ein moderner, flirty Text, der zeigt, dass Romantik und ein Hauch von Luxus auch auf wenigen Seiten wunderbar funktionieren können.

Mein Fazit

Ein spritziger Kurzroman für alle, die Lust auf ein bisschen Herzklopfen und italienisches Lebensgefühl haben. Wer kurz in die Welt des Glamours abtauchen möchte, wird hier bestens unterhalten.

Meine Bewertung: 

Ein stilvoller, flirty Kurztrip, der Lust auf Meer (und mehr) macht. 

4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹


Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Edition Wannenbuch / Paperento Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst – ich schreibe hier immer ehrlich und direkt für euch! 🌹

Ein kleines Dankeschön? Wenn dir meine Rezensionen gefallen und du meine Arbeit am Blog unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose auf Ko-fi. Jede Rose hilft mir, weiterhin so viel Herzblut in meine Beiträge und andere Projekte zu stecken. Meinem Ko-fi Profil 🌹✨