Kultur und Debatte müssen nicht immer laut oder teuer sein. Manchmal finden die eindrücklichsten Veranstaltungen an einem drückend heißen Sommerabend im Hörsaal statt – und hinterlassen ein tiefes Nachdenken, das einen noch Tage später begleitet.
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Genau so ein Abend war der 30. Juli. Über den StuRa der TU Dresden ging es für mich zur kostenfreien Lesung von Bildungsforscherin Lisa Niendorf (vielen auf Social Media besser bekannt als @frauforschung). Sie hat aus ihrem Bestseller „UNIversal gescheitert?: Wissenschaft und Hochschule zwischen Machtmissbrauch, Leistungsdruck und Ausbeutung – Was wir dagegen tun können“ gelesen.
Obwohl es im Raum tierisch warm war, haben sich knapp 100 Studierende und studentische Hilfskräfte eingefunden. Ein deutliches Zeichen dafür, wie brennend aktuell und drängend dieses Thema im Universitätsalltag ist.
Blicke hinter die Kulissen: Warum sich so wenig ändert
Das Thema trifft einen Nerv. Es geht um starre Machthierarchien, den immensen Publikations- und Leistungsdruck, Prekarität im akademischen Mittelbau und Strukturen, die Ausbeutung stellenweise begünstigen, statt Innovation zu fördern.
Das Erschreckende daran? Die Debatte ist nicht neu. Und trotzdem hat man das Gefühl, dass sich die Räder des Systems nur extrem langsam – wenn überhaupt – bewegen. Lisa Niendorf brings diese Problematik in ihrem Buch nicht nur knallhart auf den Punkt, sondern diskutiert auch konkrete Lösungsansätze, wie ein gesünderes Wissenschaftssystem aussehen könnte.

Zwischen moderner Offenheit und beklemmender Realität: Ein persönlicher Zwiespalt
Für mich persönlich war die Lesung und vor allem die anschließende Diskussion extrem vielschichtig – inspirierend und gleichzeitig zutiefst bedrückend.
Ich habe den direkten Vergleich: Im Kontrast zu meinem ersten Studium in den 2010er Jahren empfinde ich die Universität heute eigentlich als deutlich offener, moderner und zugänglicher. Man möchte meinen, dass wir auf einem guten Weg sind. Aber wenn man dann in der Runde sitzt, den Berichten lauscht und merkt, wie tief verankert manche Missstände nach wie vor sind, zieht sich einem der Magen zusammen.
Da ich selbst das Ziel verfolge, später Richtung Forschung zu gehen, hallen solche Abende besonders nach. Es tut weh zu sehen, mit welchen Hürden und systemischen Problemen man konfrontiert werden könnte – und gleichzeitig stärkt es den Wunsch, Teil einer Veränderung zu sein.

Fazit
Ein großes Dankeschön an den StuRa der TU Dresden für die Organisation dieser hochkarätigen und wichtigen Veranstaltung!
Lisa Niendorfs Buch ist eine absolute Leseempfehlung für alle, die im Wissenschaftsbetrieb arbeiten, studieren oder sich schlichtweg für die Zukunft unserer Bildungslandschaft interessieren.
Und jetzt seid ihr dran! 💬
Habt ihr das Buch von Lisa Niendorf schon gelesen oder folgt ihr ihr auf Social Media? Wie nehmt ihr die aktuellen Zustände an den Universitäten wahr – seht ihr positive Veränderungen oder überwiegen die alten Strukturen?
Lasst uns in den Kommentaren sachlich und offen darüber austauschen! 👇
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📌 Quellennachweis & Transparenz: Die Veranstaltung war eine kostenfreie Lesung, organisiert durch den StuRa der TU Dresden. Buchcover: „UNIversal gescheitert?“ von Lisa Niendorf (Droemer Knaur).
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Schön, das Du hier bist!
Über Deine Kommis freue ich mich natürlich sehr. Schreib doch einfach was Dir auf der Seele brennt.
Alles Liebe,
Katja
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