Montag, 17. Mai 2021

[Aktuelles] Wie ehrlich ist die Buchszene?

Hallo ihr Lieben,

heute mal zu einem ganz aktuellem Thema, was die lieben Leute von Recensio Online wirklich gut aufgenommen haben und das seit ein paar Tagen auf Facebook und Instagram heiss diskutiert wird und zwar geht es darum, wie ehrlich die Buchszene eigentlich ist.

Da ich so den Eindruck habe, dass ich die paar Zeichen beim Kommentieren nicht ausreichen, habe ich mir gedacht, werde ich doch mal einen ganzen Post dazu verfassen. Im Übrigen sei an der Stelle gesagt, dass es dabei nicht nur die Buchszene betrifft, auch viele andere Sparten oder auch grosse Influencer, worüber man sich da wundern kann. 

Ihr bekommt also heute mal völlig offen meine Meinung um die Ohren gehauen, ich warne da schon mal vor, damit ihr euch nicht wundert, weil das natürlich auch gleichzeitig ein tiefer Blick hinter die Kulissen gibt, was eigentlich so manchmal zwischen Autoren und Bloggern, Bloggern und anderen Bloggern etc. abläuft. 


~ Gekaufte Follower ~  
Also mal ab davon, dass ich dafür kein Geld ausgeben würde, wundere ich mich doch manchmal, wenn ich mir die Interaktion auf grösseren Profilen ansehe, wie wenige Kommentare oder Likes reinkommen, wenn die Followerzahl doch so gross ist. Das ist einfach der Eindruck, wenn man immer mal wieder schaut, was ein Bild oder ein Post für eine Reichweiter generiert, kann man da einiges ableiten. 

Klar geht viel über die Zahl der Follower und auch einige Verlage setzen eine Mindestfollowerzahl voraus, um einen als "Buchblogger" ernst zu nehmen, aber auf der anderen Seite muss man es auch realistisch sehen, es ist eine Zahl, Punkt. Die Zahl sagt nun wenig über den Account oder den Content aus und ich glaube, dass man sich von der Vorstellung mal verabschieden muss. 

Ich bin ehrlich, ich habe lieber weniger Follower, aber dafür welche, die mein Content und auch meine Meinung interessieren und die dann nicht nur liken sondern auch kommentieren, das bringt mir in meinen Augen mehr. 
Klar kann ich dann sagen, ich habe so und so viele Follower, aber ich bin da vielleicht anders, mir ist es wichtig, dass ich keine 50 % oder mehr Followerleichen, wie man sie immer so schön nennt, habe, die zwar da sind, aber weder etwas kommentieren noch irgendwie Interesse an meinen Posts haben. 
Aber klar hat es dann auch etwas mit Selbstwahrnehmung zu tun, wenn ich denke, ich bin so wichtig, dass ich mir Follower kaufen muss oder mich dann eben für grössere Verlage oder auch Marketingagenturen interessant genug machen muss. 


~ #miteinanderstattgegeneinander ~
Ja, ich habe den Hashtag auch schon genutzt und ja, ich würde sagen, ich bin einer der Blogger, die gerne helfen, ich teile auch wirklich viel und wer mir auf Instagram oder auf Facebook folgt, sieht, dass ich gerne Gewinnspiele oder andere tolle Beiträge von anderen Seiten / Bloggern / Verlagen / Autoren etc. teile. Ich finde es einfach richtig, dass man das macht, dabei geht es mir auch nicht um ein Dankeschön, aber ich merke, dass sich viele, die meine Story oder auch meine Seite anschauen, darüber freuen, wenn sie dann mal etwas anderes lesen können oder auch die Chance auf einen Gewinn haben, ist in meinen Augen auch nichts dabei. 

Leider muss man aber auch so offen sein und ich bekomme das auch mit, dass eben Blogger manchmal nicht nett sind, wenn man sie anschreibt oder eben auch mal gar nicht reagiert, was ich nicht verstehen kann. Ich freue mich immer, wenn mir jemand schreibt oder sich einfach nur bedankt, das ist für mich guter Ton, aber das sieht natürlich jeder anders. 

Was in meinen Augen gar nicht geht, aber leider auch immer wieder gemacht wird, ist Bilder zu klauen, immer wieder erlebt man sowas. Auch werden teilweise Rezensionen gleich komplett übernommen und als eigene ausgegeben. Ganz schlimme Art, ich war selber zwar noch nie betroffen, aber man bekommt das immer wieder mal mit. Mehr dazu erfahre ihr unter dem Punkt Rezensionsexemplare. 

Neid unter Bloggern ist auch immer wieder ein grosses Thema, natürlich gibt es die, die wirklich gute Seiten führen, viel posten und damit auch viele ansprechen. Nur das Problem des "Gönnen können" gibt es überall, man kann sich davon nicht wirklich freisprechen. 


~ Autoren und ihre Eigenarten ~
Also ich finde an sich Autoren wirklich nett, ich hatte bisher wenig das Pech auf Menschen zu treffen, die mir unsympathisch waren. 
Beginnen wir mal mit dem Thema Kritik, ich finde Kritik gut und auch wichtig, weil nur wenn ich die Kritik, die ich bekomme, ernst nehme, kann ich es vielleicht ändern. Aber das ist leider nur meine Meinung, ich finde es zum Beispiel störend, wenn ich Fehler im Buch lese oder die Grammatik nicht stimmt, kann alles passieren, aber nicht am laufenden Band und sowas sage ich dann auch offen in meiner Rezension. Alles menschlich, aber für mich eine Kritik, die ich nicht so wirklich schlimm finde, damit aber auch schon angeeckt bin. Ich denke mir aber immer, wenn ich Kritik in einem angepassten Ton mit Belegen anbringe, ist das nichts, was falsch ist. 

Über ein Buchthema lässt sich ja vortrefflich streiten, deswegen lasse ich die inhaltliche Wertung hier mal etwas aussen vor, weil das von Buch zu Buch verschieden ist. 
Im Übrigen ist niemand ein schlechter Mensch, weil er einen "Beststeller" kritisiert, das kommt auch immer mal wieder vor, dass man dann die Blogger teilweise zerreist, weil sie das Buch eben nicht so toll fanden. Aber gerade das macht es doch spannend, weil jeder von uns anders liest. Nur weil ein Autor schon gute Romane / Thriller etc. geschrieben hat, muss nicht jedes Buch gleich gut sein. Und man soll ja auch offen mit seiner Kritik sein, also da sollte man nie an Herzdrücken sterben. 

Ich habe aber  durchaus schon von Bloggerkollegen "unmoralische" Angebote mitbekommen, da werden Preise für gute Rezensionen bezahlt oder der Autor gibt genau vor, was dann in der Rezension stehen soll, alles schon mitbekommen und es schockt mich immer wieder. Wenn ich als Autor nicht hinter meinem Werk stehe, habe ich vielleicht den falschen Weg verfolgt und sollte kein Buch schreiben. 

Etwas, was unter Autoren auch sehr beliebt zu sein scheint, ist der Rezensionstausch. Vielleicht habt ihr das, liebe Leser, noch nie gehört, aber es gibt durchaus unter Autoren ein sehr spezielles Phänomen, man tauscht praktisch untereinander 5 Sterne (bei mir im Blog sind es ja Rosen) Rezensionen aus, also du gibst mir 5 und dann gebe ich dir auch 5. Klar, viele Verkaufsplattformen orientieren sich an den Sternen, die die Käufer oder Leser geben, damit erhofft man sich eine bessere Sichtbarkeit, auch so eine komische Art, wenn mir etwas gefällt oder ich hinter etwas stehe, muss ich keinen Rezensionstausch machen. 
Nur um der Vollständigkeit gerecht zu werden, es gibt natürlich auch den Fall, dass es neidische Autoren gibt, die dann vorsätzlich 1 Sterne Rezensionen verteilen um anderen Autoren zu schaden, das sollte man hier natürlich auch nicht ausser Acht lassen. 

Ich finde Ehrlichkeit ist wichtig, ich stehe dazu, dass ich viel nach dem Cover kaufe und bisher hatte ich damit auch wirklich viel Glück, aber mir würde es nie einfallen, nach den Vorgaben des Autors zu schreiben. Mein Blog oder auch meine Seite sind mein Hobby, also entscheide ich, was ich euch hier präsentiere und was nicht. Und da würde es für mich keinen Preis geben, dass ich da von meiner Meinung abrücke. 

Im Übrigen sei an dieser Stelle gesagt, dass man sich nicht auf die Empfehlungen von bekannten Autoren verlassen sollte, nur weil der Verlag damit wirbt. Also es mag nicht immer so sein, aber es gibt durchaus Agenturen, die solche Empfehlungen vermitteln, es kann also durchaus sein, dass der Autor, mit dessen Zitat über das Buch man werbewirksam umgeht, das Buch selber nie gelesen hat. Alles schon erlebt und mitbekommen, das ist eine Masche um mehr Bücher zu verkaufen und leider sind die Bücher manchmal eher Mittelmass oder auch darunter. 


~ Rezensionsexemplare ~
Ein ganz grosses Thema unter Bloggern, was ich jetzt hier mal dazu setze (es war in der ursprünglichen Diskussion nicht mit drin), weil es etwas ist, was mich persönlich immer wieder nervt. Ich gestehe, ich freue mich auch mal über ein Rezensionsexemplar, keine Frage, aber leider gibt es Menschen, die nur wegen dieses Goodies einen Blog hochziehen. Ich bin schon lange als Bloggerin unterwegs und ich habe nicht wenige Blogs erlebt, die sehr schnell wieder verschwunden waren, wo man dann im Nachhinein hört, dass sie bei dem und dem noch Rezensionen offen hat. 

Oder auch, dass man Blogs einfach mal so mit fremden Rezensionen bestückt (was meist sehr schnell auffliegt, aber der Nachweis, wer dann welche Rezension verfasst hat, ist manchmal nicht so einfach) und dann die Verlage abklappert, damit man etwas bekommt. Sehr komischen Vorgeben von einigen Menschen, aber das ist eben diese Sucht nach Anerkennung, die wohl da die Menschen treibt. 

Des weiteren ist es leider so, dass grosse Verlage sehr oft 5000 oder mehr Follower verlangen, damit man überhaupt mal in den Genuss eines solchen Exemplares kommt, sieht dann aber auf der anderen Seite auf Instagram oder Facebook gewisse Blogger, die mal eben so die kompletten Neuerscheinungen als Satz geliefert bekommen. Sehr schwieriges Thema in meinen Augen, da sind wir dann wieder beim Thema Follower kaufen, was heute schon Punkt 1 war. 

Das hat an sich natürlich auch etwas mit Neid oder Missgunst zu tun, wenn man sagt, warum hat er und nicht ich, aber ich bin einfach an einem Punkt angekommen, wo ich mir sage, wenn ich es nicht bekomme, dann haue ich es auf meine Wunschliste (und ja, die ist gut gefüllt) und wenn ich das Buch mal sehe oder bekomme es als Mängelexemplar oder günstig als 2. Hand Ausgabe, dann ist das für mich auch okay, weil es ändert ja den Inhalt nicht. Dass die Wertschätzung des Buches als Medium schon start abgenommen hat, sieht man ja schon daran, dass man teilweise 6 Monate nach Erscheinen das Buch für einen Bruchteil des Preises als gebrauchtes Buch erwerben kann. 


Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal so viel über ein Thema geschrieben habe, aber ich hoffe, ich habe euch damit nicht komplett überfahren. 
Wenn ihr mehr wissen wollt, lasst mir gerne einen Kommentar oder eure Meinung da, das würde mich total interessieren. 

Alles Liebe,
Katja

Sonntag, 9. Mai 2021

[Rezension] Carlton Mellick III - Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht

Beschreibung: 
Eine irre Liebesgeschichte, ebenso gruselig wie herzerwärmend.

Ethan ist in das seltsamste Mädchen der Schule verliebt. Die mit den Spinnen im Haar. Die, die sie Spiderweb nennen.
Obwohl sie alle anderen Kinder in der Schule abschreckt, hält Ethan Spiderweb für das süßeste Mädchen der Welt. Aber es gibt ein Problem: Jedes Mal, wenn sie starke Gefühle hat ... nun ja ... explodiert ihr Gesicht.
Je näher die beiden sich kommen, desto absonderlicher wird ihr Zustand …

Der neue Roman vom Kultautor der Bizarro-Fiction. Verstörend explosiv.
Carlton Mellick III zu lesen ist, als falle man in das Kaninchenloch, das dich ins Wunderland bringt.

Details:
Verlag: Festa Verlag; deutsche Erstausgabe (23.06.2020)
Ausführung: Mit Leseband, gebunden in der Festa-Lederoptik
Seiten: 160 Seiten
ISBN: ohne ISBN (Privatdruck)
ASIN : B0895SVFZQ
Originaltitel: Every Time We Meet at the Dairy Queen, Your Whole Fucking Face Explodes
Buchreihe: Festa Special
Format: 19,5 x 12,5 cm
Kaufen? 

Eigene Meinung:
Es beginnt schon mit dem Cover, ein wirklich schönes Cover, in das man sich verlieben kann, süss und irgendwie macht der lange Titel es noch spannender. 
Spiderweb, die eigentlich Jill heisst, die aber niemand so nennt, ist in der Schule nicht besonders angesehen, sie ist die, die mit niemanden spielt, sie ist aber in den Augen von Ethan das schönste Mädchen der Schule, aber er weiss erst nicht richtig, wie sie an sie herankommen soll. Doch dann kommen sie sich näher und ihre Explosivität ist 
Ethan und Spiderweb sind zwei sehr spannende Charakter, die auf eine seltsame Art auch süss sind, gleichzeitig aber ihren Platz im Leben sehr genau kennen. Aber ihre Liebe stellt vieles auf den Kopf, weil Spiderweb nicht so ganz normal ist, das merkt man auch gleich nach ein paar Seiten im Buches. 
Es tauchen zwar immer wieder einige Nebencharaktere in dem Buch auch, aber die bleiben auch Nebencharaktere und bis auf den Vater von Spiderweb bleiben sie auch recht blass. Der Vater von Spiderweb ist ein besonders spannender Charakter, weil er scheint die Explosivität der Frauen der Familie zu kennen und auch sich auf das Leben mit den Verletzungen und die ganze Umstände eingerichtet zu haben, auch wenn das von aussen betrachtet sehr skurril wirkt. 
Carlton Mellick III hat einen sehr flüssigen Stil, seine Übergänge sind manchmal etwas verrückt, aber das ist auch ganze Buch an sich, daher passt der Stil zum Buch und die Geschichte ist keine normale Liebesgeschichte, sie hat einen gewissen Kick. Sein Schreibstil ist sehr schnörkellos und schlicht, aber durch die Verrücktheit der Geschichte ist es immer besonders, wenn man in die Geschichte eintaucht, weil sie wirklich bizarre Fiktion ist. 
Die 160 Seiten sind schnell weggelesen, ein bisschen mehr wäre klasse gewesen, wenn das Buch etwas mehr gehabt hätte, aber so ist es eben. Trotzdem erlebt man auf diesen paar Seiten eine Geschichte, die einen zum Lachen bringen kann gleichzeitig aber auch zeigt, wie sehr wir doch von Äußerlichkeiten abhängig sind. Zum Ende hin wird die Geschichte sehr tragisch, aber das Ende hat auch eine gewisse Abrundung des Buches in sich, wenn man das so sehen möchte. 

Fazit: 
Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht ist sicher keine Geschichte, die sich für jeden eignet, aber wenn man wirklich offen mit nicht so ganz normalen Charakteren umgeht, ist das eine süsse Liebesgeschichte, die eben nicht so ganz auf unsere Welt spielt. Es ist aber sicher keine Geschichte, der man jeden Tag begegnet, auch überraschen einen immer wieder die Wendungen, die man in den paar Seiten erlebt, trotzdem ein sehr interessantes Buch rund um eine Liebesgeschichten unter zwei nicht ganz normalen Teenagern. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Sonntag, 18. April 2021

[Rezensionsdreier] Petra Gabriel - Ein Jahr auf Kuba / Tina Bauer - Ein Jahr in Island / Julia Lorenzer - Ein Jahr am Gardasee

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich den 2. Teil meiner Reiseberichte für euch, dieses Mal als 3er Pack, ich habe aber inzwischen noch neue Bücher aus der Reihe gefunden, also werde ich noch einen 3. Teil zu den Reiseberichten schreiben. Aber das dauert sicher noch etwas. :) 

Petra Gabriel - Ein Jahr auf Kuba
Beschreibung:
Es piept, pfeift, trillert, tutet, trötet unablässig aus den Autos, Motorrädern, Bussen, Cocotaxis und Bicitaxis auf Havannas Straßen. Fliegende Händler ziehen durch die Gassen, Scherenschleifer zücken ihre Trillerpfeifen. Petra Gabriel hat sich ihren Traum von der Sehnsuchtsinsel Kuba erfüllt. Sie stürzt sich ins pulsierende Leben der Hauptstadt und erlebt eine Insel zwischen dem Gestern der Revolution und dem Morgen einer hoffnungsvollen Zukunft. Ein einmaliges Leseerlebnis – und eine Einladung, Kuba reisend zu erobern.

Details:
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1 (16. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345106765X
ISBN-13: 978-3451067655
Größe: 12,6 x 2,9 x 19,4 cm
Reihe: HERDER spektrum; Band 6765
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Eigene Meinung: 
Das Cover schaut nach Kuba aus, man sieht ein Teil der alten Autos, die man mit Havanna verbindet. An sich müsste das Buch auch eher ein Jahr in Havanna heissen, weil so wirklich in Kuba als gesamtes taucht man nicht ein.
Ein Jahr auf Kuba, eigentlich ein Traum, aber leider nicht in diesem Buch. An sich passiert auf den Seiten nicht viel, dass es auf Kuba klimatisch anders als in Deutschland ist, erschliesst sich von selbst, aber sonst bleibt von dem Zauber des Landes leider nichts hängen, es liest sich teilweise mehr nach Reiseführer, aber man schafft es einfach nicht, in das Land einzutauchen, was eigentlich der Sinn der Reihe ist. 
Sonst erfährt man nicht viel, weder von der Autorin noch von Kuba, es plätschert so vor sich hin und irgendwie ist man am Ende nicht wirklich schlauer als vorher.
Was bei dem Buch besonders auffällt, ist die Vielzahl der Rechtschreibfehler und auch grammatikalisch
passieren wirklich extreme Fehler, so ist das Buch irgendwie nicht wirklich top, was beim Lesen wirklich stört, weil es so massiv auffällt. 

Fazit:
Das Buch hat einen verheissungsvollen Titel, den es aber nicht einhalten kann, man merkt immer wieder, dass man sich über die Fehler im Text ärgert und so kann man einen das Buch, das eher den Charme eines Reiseführers hat, nicht wirklich überzeugen. Kann man mal lesen, aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht gelesen hat. 

Dafür gibt es 2 Rosen:

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Tina Bauer - Ein Jahr in Island
Beschreibung: 
»Ich sehe nur noch blau-weiß-rot. In jedem Fenster, in jedem Garten flattert die isländische Flagge: rotes Kreuz mit weißem Rand auf blauem Grund. Kinderwagen sind mit Fähnchen geschmückt. Backen sind mit den isländischen Farben bemalt. ›Til hamingju Ísland! Herzlichen Glückwunsch Island‹, begrüßt mich Sóley vor dem Café Paris am Austurvöllur.«
Hinreißend erzählt Tina Bauer von einem Jahr zwischen Hotpots, Elfen und Vulkanen.

Details: 
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1 (16. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345106927X
ISBN-13: 978-3451069277
Größe: 12,5 x 2,2 x 19,5 cm
Reihe: HERDER spektrum; Band 6927
Kaufen? 

Eigene Meinung: 
Das Cover schaut total schön aus, es erinnert an das Bild, dass man von Island hat, wenn man an die raue Welt von Island denkt. 
Tina Bauer ist, wenn man über Island recherchiert, keine Unbekannte, neben einem Blog über Island hat sie auch schon mehrere Bücher über das Land herausgebracht und daher weiss sie, wovon sie schreibt und das merkt man auch in dem Buch, sie kennt Island sehr gut. Gerade bei der Erfahrung hätte man schon ein bisschen mehr in dem Buch erwartet, es gibt keine Karte von Island, auch keine To Do Liste vor der Reise oder sonstiges und das ist schon etwas schade. 
Tina Bauer nimmt uns in ihrem Buch mit in eine verheissungsvolle Welt, sie verlässt ihr gewohntes Lebensumfeld und beginnt sich auf die Reise, um neues zu erleben. Sie nimmt den Leser mit in die Welt, die sie erlebt, erzählt von wundervollen Ereignissen und tollen Menschen, die sie trifft. 
Eigentlich ein sehr gelungenes Buch, was am Ende aber etwas sehr schnell endet, man hat so ein bisschen den Eindruck, das Buch muss nun fertig werden und Bums Ende Aus. Sehr schade, weil das reist den Leser total aus dem Islandtraum reist. 
Das Buch lässt sich aber sehr gut lesen, der Schreibstil ist sehr flüssig und daher kann man das Buch sehr gut zwischendurch als kleine Alltagsflucht nutzen. 

Fazit: 
Tina Bauer nimmt den Leser mit auf ihre ereignisreiche Reise nach Island, lässt einen Teilhaben an schönen Momente und lässt den Leser von Island träumen, nur der Traum wird durch das Ende irgendwie zerstört. Dazu kommt auch so ein bisschen das Fehlen von wichtigen Informationen über das Land. Daher gibt es dafür ein Punkt Abzug, weil das hätte man viel besser ausgestalten können. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

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Julia Lorenzer - Ein Jahr am Gardasee
Beschreibung: 
Endlich will sie ihn verwirklichen, den langgehegten Traum, nach Italien an den Gardasee zu ziehen. Und als das Schild „Rovereto sud – Lago di Garda nord“ an ihr vorüberfliegt, ist die Sonne da. Kein Schnee mehr neben der Fahrbahn. Die grauen, schweren Wolken sind ebenso verschwunden wie der dichte Nebel, der den verschneiten Grenzübergang fast vollständig einhüllte. Ein Jahr am Gardasee beginnt, in dem Julia Lorenzer als Barista schuftet, mit Reisegruppen das Umland erkundet, den FC Bayern beim Training beobachtet und vom Fest der Santa Lucia verzückt wird. Endlich will sie ihn verwirklichen, den langgehegten Traum, nach Italien an den Gardasee zu ziehen. Und als das Schild »Rovereto sud – Lago di Garda nord« an ihr vorüberfliegt, ist die Sonne da. Kein Schnee mehr neben der Fahrbahn. Die grauen, schweren Wolken sind ebenso verschwunden wie der dichte Nebel, der den verschneiten Grenzübergang fast vollständig einhüllte.
Ein Jahr am Gardasee beginnt, in dem Julia Lorenzer als Barista schuftet, mit Reisegruppen das Umland erkundet, den FC Bayern beim Training beobachtet und vom Fest der Santa Lucia verzückt wird.
Das Gerücht stimmt – der Gardasee ist ein Paradies.

Details: 
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1. (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451068842
ISBN-13: 978-3451068843
Größe: 12,1 x 2,5 x 19,3 cm
Reihe: HERDER spektrum

Eigene Meinung: 
Das Cover ist sehr schön gemacht, es zeigt den Blick, den man sich wünscht, wenn man an den Gardasee fährt, so ein bisschen Bella Vita Feeling mit dem italienischen Flair. 
Julia Lorenz verwirklicht ihren Traum - ohne ihre Familie oder ihren Verlobten mietet sie sich ein Zimmer am Gardasee und beginnt komplett neu, als Barista oder auch als Reiseleiterin findet sie eine Arbeit, erlebt auch auch La Dolche Vita und zeigt eben ein Italien, was abseits der grossen Touristenhotspots ist, was sehr charmant wirkt und irgendwie zu der Vorstellung passt, dass eben das Leben in Italien etwas lässiger ist. 
Julia Lorenz hat einen sehr ruhigen und flüssigen Schreibstil, man kommt sehr gut in den Reisebericht oder sagen wir besser Erlebnisbericht rein und erlebt den Alltag in Italien ohne dabei immer wieder diese typischen Klischees von Italien zu hören. 

Fazit: 
Ein Jahr am Gardasee ist vielleicht kein typischer Reisebericht, weil Julia Lorenzer ihn sehr persönlich gestaltet und eben nicht wie ein Tourist die bekannten Plätze abklappert, aber dennoch zeigt sie ein sehr charmantes Bild von Italien mit seinen kleinen Eigenheiten. Ein schönes Buch gegen das Fernweh, gleichzeitig aber auch informativ und definitiv etwas um die Reiselust zu wecken. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Samstag, 10. April 2021

[Kurz-Rezension] Hermann Schulz - Wenn dich ein Löwe nach der Uhrzeit fragt

Beschreibung:
Temeo ist elf Jahre alt und lebt in Tansania. Seine Mutter ist Afrikanerin, sein Vater als deutscher Geologe in der ganzen Umgebung bekannt. Als er auf der Suche nach Edelsteinen verunglückt, gerät die Familie in finanzielle Not und Temeo muss Geld auftreiben. Das ist in Tansania genauso unangenehm wie überall sonst auf der Welt. Aber Temeo ist erfinderisch. Irgendwie schafft er es, die unterschiedlichsten Menschen für seinen Zweck zu gewinnen.

»Wenn dich ein Löwe nach der Uhrzeit fragt« war 2003 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Details:
Herausgeber: Aladin; 1. Edition (31. August 2017)
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
ISBN-10: 3848920743
ISBN-13: 978-3848920747
Lesealter: 9 - 11 Jahre
Abmessungen: 14,8 x 2,1 x 21 cm
Kaufen? 

Fazit: 
Beginnen wir mal mit dem ungewöhnlichen Titel, der war ja schon mal eine Erwähnung wert, weil das ist doch schon exotisch, dass einen ein Löwe nach der Uhrzeit fragt. Aber genauso ungewöhnlich wie der Titel ist auch das ganze Buch. 
Temeo lebt mit seiner afrikanischen Mutter Masiti und seinem deutschen Vater, Dr. Kirschstein (den alle so nennen), und seinen beiden jüngeren Schwestern in Kigoma, Tansania. Bei seiner Arbeit als Geologe verletzt er sich in einer Diamantenmine schwer und fällt damit als Versorger der Familie aus, was das gesamte Familienleben auf den Kopf stellt. Temeo kann nicht mehr zur Schule und auch die Zeit für die Freunde fällt weg, weil er nun neue Aufgaben innerhalb der Familie übernehmen muss, die neben Botengängen auch viel Betteln bei Freunden und Verwandten umfassen, da der Vater ärztlich versorgt sein muss und die Familie Essen benötigt. Temeo schafft es aber durch seine lustige Art und manchmal auch mit etwas Naivität alles schnell auf die Reihe zu bekommen. 
Im Buch erleben wir ein Afrika auf einer ganz persönlichen Ebene, vor allem wie schnell sich da ein gewohntes Leben einer schwarz-weissen Familie verändern kann. 
Trotz des ernsten Themas des Buches schreibt Herman Schulz mit einer gewissen Prise von Humor und durch das Einflechten von afrikanischen Sprichwörtern und andere kulturellen Besonderheiten des Landes wird das Buch wirklich kindgerecht, zeigt aber gleichzeitig auch, dass es wichtig ist, dass man in seinem Leben Verantwortung übernehmen muss. 
Das Lesealter ab 9 Jahren passt auch sehr gut, es zeigt den Kindern, wie anders das Leben in Afrika ist und trotzdem hinterlässt es bei den Kindern kein ungutes Gefühl, weil die ersten Themen mit viel Einfühlungsvermögen und Humor gut aufgebrochen werden. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 
Danke an Netgallery und den Aladin Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Freitag, 9. April 2021

[Rezension] Manuela Inusa - Der kleine Teeladen zum Glück

 
Beschreibung: 
Willkommen in der Valerie Lane – der romantischsten Straße der Welt!

Laurie ist glücklich: Als stolze Besitzerin eines kleinen Teeladens in der romantischen Valerie Lane in Oxford, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. In Laurie’s Tea Corner verkauft sie köstliche Teesorten aus aller Welt, dort duftet es herrlich, und die Kunden fühlen sich wohl. Denn das gemütliche Lädchen strahlt genau dieselbe Harmonie und Wärme aus wie Laurie selbst. Nur das mit der Liebe wollte bisher noch nicht so richtig klappen, obwohl Laurie seit Monaten von Barry, ihrem attraktiven Teelieferanten, träumt. Das muss sich schleunigst ändern, finden Lauries beste Freundinnen, und schmieden einen Plan …

Details:
Herausgeber: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (16. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
Taschenbuch: 288 Seiten
ISBN-10: 3734105005
ISBN-13: 978-3734105005
Abmessungen: 11.9 x 2.2 x 18.8 cm
Teil einer Reihe? Ja - Valerie Lane, Band 1
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Eigene Meinung: 
Das Cover ist ein kleines Träumchen, es zeigt den Laden Laurie’s Tea Corner, um den es auch in dem Buch geht, die Farbkombination ist auch sehr passend. Durch die Veredelung der Schrift  wird das Buch sehr stimmig. 
Im Buch zieht sich die Teekanne durch das Buch, zu Kapitelbeginn und auch sonst im Buch findet sie sich immer wieder. 
Im Buch befinden wir uns in der Valerie Lane, in der Laurie Laurie’s Tea Corner betreibt, ein kleiner Teeladen, der für Laurie alles bedeutet und in den sie ihr ganzes Herzblut steckt. Doch so toll ihr Laden auch läuft, privat ist Laurie eigentlich verliebt, aber die Liebe möchte nicht in Schwung kommen und so schmieden ihre Freundinnen Keira, Ruby, Susan und Orchid einen Plan, um Laurie ihr Glück zu schenken, das sie in ihren Augen auch verdient hat...
Manuela Inusa hat einen tollen Schreibstil, sie beschreibt die Szenen sehr schön und lebensnah und auch ihre Charaktere sind gut angelegt, wahrscheinlich auch schon im Hinblick auf die weiteren Bände der Reihe. Nur leider die Laurie etwas kühl, sie ist als Charakter sehr sympathisch, aber irgendwie schafft sie es nicht, dass man sie als Leser wirklich mag, sie bleibt einfach eine Hauptprotagonistin, die einfach nicht so diesen "Ich schliesse sie ins Herz"-Faktor hat. 
Ein Plus des Buches sind auf jeden Fall die Rezepte, die man am Ende des Buches findet. Hoffentlich setzt sich das in den weiteren Bänden der Valerie Lane fort. 

Fazit: 
Der kleine Teeladen zum Glück ist eine locker-leichte Liebesgeschichte, die man man schnell als Buch für Zwischendurch lesen kann und das einfach gute Laune macht. Garniert wird das Ganze mit einem sehr schöne Schreibstil, der einen sehr flott durch die Geschichte bringt. 
Allerdings gibt es leichte Abzüge in der B-Note, weil das Buch doch durch viele Wiederholungen im Stil auffällt und man etwas das Gefühl hat, dass damit irgendwie das Buch in die Länge gezogen wird. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 
Danke an die Bereitstellung des Rezensionsexemplars an das Bloggerportal.