Donnerstag, 3. Januar 2019

[Katja´s Meinung #1] "Wenn der Mond am Himmel steht, denk ich an dich" von Deborah Ellis

Hallo ihr Lieben, 

Katja´s Meinung ist eine der Neuerung auf meinem Blog, es soll dabei vor allem um Bücher gehen, die mich irgendwie bewegt oder auch berührt haben oder deren Thematik ich gerne mal vertiefen möchte. 

Heute soll es dabei um dieses Buch gehen: 
"Wenn der Mond am Himmel steht, denk ich an dich" von Deborah Ellis

Ich bin ehrlich, als ich das Buch gelesen habe, hat es mich schon sehr mitgenommen, Farrin ist ein normales Mädchen, was mitten in der Revolution des Landes Iran gross wird, zerrissen zwischen öffentlicher und privater Meinung und als ob das nicht schon reichen würde, trifft sie auf Sadira und beide merken schnell, dass sie mehr für einander sind als nur Freunde. 

Man sollte vielleicht vorher noch bemerken, dass das Buch auf wahren Begebenheiten im Iran basiert und dass der Iran heute noch auf Homosexualität die Todesstrafe verhängt. Gerade das, aber auch die Art, wie schnell man unter den Verdacht kommen kann, dass man der Homosexualität nachgeht. 

Das Buch hat mich auch deswegen aufgewühlt, weil ich in meinem Umfeld Homosexualität als etwas Normales empfinde, ich habe Freunde, die sind sogar lesbisch oder schwul verheiratet oder liiert und für mich war das immer normal, aber dieses Buch hat mich schon sehr fragend zurückgelassen, also begann ich zu recherchieren und stellte dabei fest: 

Im weltweiten Vergleich gibt es Unterschiede zwischen den Länder, in Europa schneidet Russland immer noch am schlechtesten mit offen gezeigter Homophobie, auch die öffentliche Bestrafung von Schwulen bleibt doch straffrei. Wenn man sich das mal betrachtet, ist die Art und Weise, wie man in Russland mit Homophobie umgeht, erschreckt das schon. 
Bleiben wir in Europa, so stellen wir fest, dass die Ehe für alle hier auch erst in den letzten Jahre eingeführt wurden ist: 

"In einigen Ländern bzw. Jurisdiktionen ist die Ehe bisher für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet worden:

- 25 Staaten: Niederlande (Öffnung 2001), Belgien (2003), Spanien (2005), Kanada (2005), Südafrika (2006), Norwegen (2009), Schweden (2009), Portugal (2010), Island (2010), Argentinien (2010), Dänemark (2012), Brasilien (2013), Frankreich (2013), Uruguay (2013), Neuseeland (2013), Vereinigtes Königreich (2014), Luxemburg (2015), Vereinigte Staaten von Amerika (2015), Irland (2015), Kolumbien (2016), Finnland (2017), Malta (2017), Deutschland (2017), Australien (2018)
- Taiwan (Umsetzungsfrist bis 2019)
- mehrere Gliedstaaten in Mexiko, einschließlich des Hauptstadtdistrikts Mexiko-Stadt (ab 2010)
- zwei Indianerstämme: Coquille (2008) und Suquamish (2011)"

Ehe für alle ist überall ein Thema, weltweit schaut das Ganze aber nochmal total anders aus. 
Ausgehende von dem Buch von Deborah Ellis, das im Iran spielt, wo Homosexualität immer noch mit Todesstrafe bedroht ist, sieht das auch in anderen Ländern nicht besser aus. Weltweit gibt es immernoch 72 Länder mit antihomosexuellen Gesetzen. 

So droht immernoch in 13 Ländern der Kontinente Afrikas und Asien, unter anderem im Iran, Saudi-Arabien, Teilen Nigerias, dem Jemen, Somalia und Tschetschenien die Todesstrafe. 
Faktisch gesehen gilt sie auch in beliebten Reiseländern, wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, wo sie aber laut der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) zurzeit nicht vollstreckt wird. Alleine das Wissen lässt einen die Freiheit, mit der hier in Deutschland oder auch in Grossteilen der EU mit dem Thema umgegangen wird, in einem anderen Licht erscheinen. 

Wenn man sich so die Zahlen und die Länder anschaut, muss man wirklich sagen, dass das wirklich schockiert und ich glaube, dass man sich das nicht immer so vor Augen hat. Und gerade deswegen ist es vielleicht auch wichtig, immer die Regenbogenfahne hochzuhalten, weil das ist wichtig und solange es noch nicht in allen Länder angekommen ist, wird das umso wichtiger. 


Alles Liebe,
Katja

P.S.: Lässt mir gerne eure Meinung da, wenn ihr wollt. 

2 Kommentare:

  1. Hallo liebe Katja,

    erst einmal sollte die Todesstrafe abgeschafft werden, finde ich. Das kann es doch nicht sein in unserer heutigen...aufgeklärten Zeit...dass das ein Mittel ist zur Bestrafung oder den Hinterbliebenen zumindest etwas Genugtuung zu verschaffen.

    Da frage ich mich schon sind wir noch im Mittelalter...viele Staaten auf der Welt ....sind immer noch dabei...USA, aber auch z.B. in Hessen...steht die Todesstrafe als Mittel noch in der Verfassung....auch wenn sie nicht mehr angewandt, aber abgeschafft ist sie leider auch noch nicht.....

    Sonst denke ich mir, jeder soll/kann/darf so leben wie er möchte...wenn er/sie/es ...keinen anderen stört in seinem Leben ...wiederum. Friedliches Zusammenleben sollte noch möglich sein......

    So das war meine Meinung dazu...LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,
      das stimmt, das sollte auch abgeschafft werden, aber ich glaube einfach, dass wir manchmal übersehen, dass wir in Deutschland da wirklich viel Glück haben oder nicht?
      Aber das stimmt, viele Staaten sind da noch sehr mittelalterlich, das muss man schon sagen.
      Danke für deine Meinung,
      Katja

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Schön, das Du hier bist!
Über Deine Kommis freue ich mich natürlich sehr. Schreib doch einfach was Dir auf der Seele brennt.
Alles Liebe,
Katja
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