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Freitag, 17. Februar 2023

[Rezension] Thomas Ehrenberger - Bunny Man

Beschreibung:
Eine brutale Mordserie versetzt die Bevölkerung Wiens in Angst und Schrecken. Der mysteriöse Bunny Man, wie er sich selbst nennt, geht äußerst brutal vor, filmt seine Taten und stellt die Videos ins Internet.
Ausgerechnet Gerhard Kapeller, der bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallen ist, wird auf den Fall angesetzt. Hals über Kopf stürzt er sich in die Ermittlungen, denn ihm ist klar, dass nicht nur sein Job auf dem Spiel steht, sondern auch zahlreiche Menschenleben.

Details:
Herausgeber: ‎Redrum Books; 1. Edition (3. August 2021)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch‏: ‎289 Seiten
ISBN-10‏: ‎3959576684
ISBN-13: ‎978-3959576680
Abmessungen‏: ‎12.7 x 1.85 x 20.32 cm
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*Triggerwarnung*:
Das Buch ist nichts für Menschen, die sensibel sind, von real wirkenden Verbrechen zu schlecht schlafen oder nicht mit detaillierten Tathergängen klar kommen. 

Eigene Meinung: 
Das Cover schaut richtig spannend aus, wobei ich sagen muss, im Buch wird der Bunny Man ein bisschen anders beschrieben als auf dem Cover dargestellt, aber das sehe ich nicht als Problem. 
An sich könnte man meinen, die Story ist nicht neu, da haben wir Gerhard Kapeller, einen, sagen wir mal, nicht ganz lumpenreinen Beamten, den die Aufsicht schon auf dem Schirm hat und Georg, den "Helden" unsere Geschichte, der in seinem Leben alles verloren hat, weil er es nicht geschafft hat, zu erkennen, dass seine Frau wirklich depressiv ist. Beide haben ihre Interesse, beide schliessen einen Pakt, weil wir eben den Bunny Man parallel noch einen anderen Serienmörder haben, der Wien in Angst und Schrecken versetzt und auch im Hintergrund laufen skrupellose Geschäfte ab...
Neben den Elementen kommen aber so viele richtig spannende Elemente dazu, es werden sehr heftige Verstümmelungen veranschaulicht, auch wird viel Blut vergossen und Thomas Ehrenberger setzt sehr fies-perfide Punkte in die Geschichte, die einen im ersten Moment die Frage in den Kopf kommen lassen, wie tief steigen wir hier in die Hölle ab? 
Von Kapitel zu Kapitel baut sich die Spannung immer mehr auf, vor allem weil man langsam als Leser merkt, wie verästelt die Charaktere untereinander sind und wie "klein" die Welt in Wien plötzlich wird. 
Thomas Ehrenberger hat einen sehr spannenden Stil beim Schreiben, er schafft es den Leser in die Geschichte zu ziehen, die rund um den Bunny Man, aber auch um Gerhard Kapeller geschaffen wird. Neben einer sehr guten Spannungskurve zeichnen vor allem die Charaktere und die Tiefen in den Protagonisten diesen Thriller aus. Das erwartet man bei knapp 290 Seiten eigentlich so nicht, aber die verschiedenen Blickpunkte zusammen mit einer wirklich guten Storyline machen den Thriller zu eine echten Paigeturner. 

Fazit:
Thomas Ehrenberger schafft eine richtig spannende Geschichte voller Überraschungen, die von Emotionen, aber auch von Gewalt, Trauer, Mitgefühl, falschen Freunden, Liebe und Hass erzählt. Ein Thriller, der definitiv nichts für schwache Nerven oder sensiblere Menschen gedacht ist. Die anfänglich vielleicht etwas "abgeranzte" Geschichte wirkt mit neuen Elementen und sehr tiefen Charakteren sehr real, spart dabei aber nicht an schockierenden Szenen und sehr interessanten Entwicklungen zwischen den Protagonisten. 
Absolute Empfehlung für alle, die Thriller / True Crime lieben und alle, die es blutig mögen oder mal einen echten Paigeturner gebrauchen können. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Dienstag, 2. Juni 2020

[Rezension] Graham Masterton - Irre Seelen

Beschreibung:
Die alte aufgegebene Irrenanstalt im Wald ist nicht verlassen. Oh nein. In den Wänden wimmelt es vor ... vor Wahnsinn?
Jack Reed stößt im Wald von Wisconsin auf ein verlassenes Gebäude, das einst eine bekannte Heilanstalt war. Vor fast 60 Jahren wurde sie aus düsteren Gründen aufgegeben.
Jack will das alte Haus sanieren, um dort ein Ferienhotel zu eröffnen. Doch es beherbergt gefährliche Geheimnisse: 135 geisteskranke Patienten verschwanden mithilfe von Druiden-Magie »in die Wände« - und dort leben sie noch immer.
Nun hält sie nichts mehr auf ... Angeführt von dem bösartigen Quintus kidnappen sie Jacks kleinen Sohn und fordern die Rückkehr des Priesters, der sie damals einfing ...

Peter James: »Masterton erzählt die ungewöhnlichsten und schaurigsten Geschichten.«

Details:
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Festa; Auflage: 1 (19. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783865521644
ISBN-13: 978-3865521644
ASIN: 3865521649
Originaltitel: Walkers
Größe: 12,1 x 3,2 x 19 cm
Kaufen? 
~*~ Taschenbuch gibt es nur noch gebraucht zu kaufen ~*~

Eigene Meinung:
Das Cover schaut sehr spannend aus, ich mag die Schlichtheit des Covers und man kann nicht gleich auf die Handlung des Buches schliessen. Trotzdem ist es ein Cover, dass auffällt. 
Das Buch beginnt sehr spannend, man erlebt, wie Jack Reed seine Träume auf das Gelände projeziert und wie er auch meint, dass die Sanierung gut gehen kann, auch die Geschichte rund um die Drudien, die eine alte Kunst ist, zeigt, dass sich der Autor viel überlegt hat, was er in die Geschichte liegen kann.
Zunächst ist natürlich der Schauplatz mit einer Irrenanstalt sehr gut gewählt, aber die Idee mit den 135 Patienten, die auf einmal verschwinden. Die Patienten,  in den Wänden leben, klingt zunächst komisch, wenn man aber die Magie der Drudien dazu setzt, die Graham Masterton definitiv sehr gut recheriert hat, erscheint das nicht mehr unmöglich und dann wird der Sohn von Jack von diesen sehr gewalttätigen Menschen oder Geistern entführt und die Geschichte nimmt eine Fahrt auf, die einen als Leser total bekommt.
So baut sich ein wirklich sogartiger Spannungsbogen auf, der dann leider am Ende hin aber so schnell absackt, was irgendwie schade ist, weil da war definiert Luft nach oben. 
Graham Masterton hat einen sehr interessanten Schreibstil, er schafft es, mit der Angst der Leser sehr gut zu spielen, zu Beginn des Buches ist es schon sehr gruselig, da läuft es einem wirklich kalt den Rücken runter, die Spannung wird auch lange oben gehalten, auch die Verbindung des Plots mit alten Mythen hat etwas, was das Buch absolut überraschend und nicht vorhersehbar macht. Die Charaktere sind sehr vielschichtige angelegt, aber handelt teilweise so unüberlegt und naiv, das einfach im Gesamtbild schon nervt, weil das macht den gut überlegten Plot schon etwas kaputt. 

Fazit: 
Irre Seelen ist ein sehr spannendes Buch, der Schreibstil und auch die Erzählstruktur von Graham Masterton sind sehr soglastig, der Autor versteht es, mit der Angst der Leser zu spielen. Leider sind die handelnden Personen manchmal unauthentisch und so geht der Horror manchmal etwas nach unten, auch sackt die Spannung zum Ende hin sehr schnell ab und das gibt leichte Abzüge in der B-Note, aber ein sehr solides Horrorbuch, was sicher nicht für jeden etwas ist, aber für Horrorfans und auch Festa-Fans ist das Buch ein absoluter Leckerbissen. 

Dafür gibt es 4 Rosen: 

Das Buch hatte ich als Wanderbuch vorübergehend zum Lesen. :)

Freitag, 31. Januar 2020

[Rezension] Jon Athan - Die Hölle der Ashley Collins (Festa Extrem Band 47)

Beschreibung:
Logan und Jane sind ein ganz normales Ehepaar. Sie lieben ihre Kinder. Nur die 16-jährige Tochter macht es ihnen schwer. Sie ist respektlos und sucht ständig Streit.
Als die Auseinandersetzungen immer heftiger werden, sehen sich die besorgten Eltern zum Handeln gezwungen: Ashley muss auf den rechten Pfad geführt werden, bevor sie sich selbst und die Familie zerstört. Sie wird im Keller angekettet und die Lektionen beginnen ... Es ist zu ihrem Besten!

Details:
Auflage: Deutsche Erstausgabe
Umfang: 208 Seiten
Ausführung: Paperback, Umschlag in Festa-Lederoptik
Format: 20 x 12,5 cm
ISBN: Ohne ISBN
Originaltitel: The Abuse of Ashley Collins
Übersetzung von René Ulmer
Erscheinungsdatum: 14.08.2019
Band eine Reihe? - Festa Extrem Band 47

Hinweis vorab:
Festa Extrem ist eine Reihe, die amerikanische Autor übersetzt, die sehr ab von der Norm sind, deswegen sind die Bücher immer ohne ISBN, sie sind Privatdrucke und man kann sie nur über den Verlag beziehen. 
Band 47 ist erst ab 18 Jahren und ich weise vorab darauf hin, dass es hier in das Genre Horror geht und es sicher nicht für jeden Leser etwas ist. 

Eigene Meinung:
Das Cover hat mich von Beginn an angesprochen, es zeige Ashley, oder die Ashley, wie man sie sich vorstellt und deute schon auf die beiden Seiten hin, die es im Buch werden. 
Ashley ist ein normaler Teenager, der sich gegen die Eltern auflehnt, aber leider hat sie mit ihren Eltern zwei sehr spezielle Exemplare erwischt, weil beide scheinen durch ihr Leben sehr geprägt von Gewalt und verstörenden Momenten, das merkt man aber erst, als sie beginnen, Ashley einzukerkern und ihr Lektionen zu erteilen, um sie wieder auf den Weg der Tugend zurückzubringen...
Jon Athan hat einen sehr klaren und schnörkellosen Schreibstil, er schafft es, dass sich der Leser in die ganze Situation zwischen Ashley und ihrer Familie hineinversetzen kann, erzählt dabei aber aus einer neutralen Erzählerposition, wodurch man die Charaktere eher etwas blass bleiben, man erkennt zwar die teilweise gestörten Persönlichkeiten des Buches, aber der Funke springt manchmal nicht so komplett über, manche Gespräche sind auch eher als Ansatz zum Weiterspinnen des Lesers angelegt, was den Leser zwar mehr in das Geschehen einbringt, aber die Geschehnisse nicht so ganz voran bringt. 

Fazit:
Die Hölle der Ashley Collins ist ein sehr schonungsloser Horrorroman über eine sehr besondere Familie, die immer wieder neue Abgründe aufzeigt und dabei den Leser mitnimmt, allerdings waren die Charaktere durch die Beobachtungsperspektive etwas blass und so kam nicht die ganze Brutalität nicht beim Leser an. Deswegen gibt es für die Umsetzung leichte Abzüge in der B-Note, aber sehr zu empfehlen für alle, die in die Extremreihe erstmal eintauchen wollen. 

Dafür gibt es 4 Rosen: