Hallo ihr Lieben und
Herzlich willkommen zum 4. Tag der Blogtourtag zu
"Das Schweigen der Geisha" von Isabella Sparks.
Nachdem ihr gestern sehr viel zum Medizinstudium bei
Bianca erfahren habt, habe ich heute die Ehre, euch die Gewalt in der Literatur etwas näher zu bringen.
~ Gewalt in der Literatur ~
Was ist Gewalt?
Als Gewalt (von althochdeutsch waltan „stark sein, beherrschen“) werden Handlungen, Vorgänge und soziale Zusammenhänge bezeichnet, in denen oder durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird. Gemeint ist das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren oder wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Struktur (be)trifft.
Der Begriff der Gewalt und die Bewertung von Gewalt ändert sich im historischen und sozialen Kontext. Auch wird er je nach Zusammenhang (etwa Soziologie, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft) in unterschiedlicher Weise definiert und differenziert. Im soziologischen Sinn ist Gewalt eine Quelle der Macht. Im engeren Sinn wird darunter häufig eine illegitime Ausübung von Zwang verstanden. Im Sinne der Rechtsphilosophie ist Gewalt gleichbedeutend mit Macht (englisch power, lateinisch potentia) oderHerrschaft (potestas). Zivilrecht und Strafrecht basieren auf dem allgemeinen Gewaltverbot (siehe hierzu auch Gewaltmonopol des Staates).
Gewalt in der Literatur
Der Zusammenhang von Gewalt und Literatur ist ein spannendes Feld literaturwissenschaftlicher Analyse, das eine Vielzahl von Arbeiten hervorgebracht hat.
Dabei unterscheiden sich die jeweiligen Begriffe und Konzeptualisierungen von 'Gewalt' erheblich - und entsprechend dazu die methodischen Ansätze, mit denen man Gewaltphänomene in literarischen Texte untersucht (was nicht einfach mit der historischen Veränderung von 'Gewalt' erklärt werden kann und auch nicht mit methodischen 'Moden', obwohl es damit natürlich auch zu tun hat). Eine grundsätzliche Differenz besteht dabei zwischen Ansätzen, die Gewalt in der Literatur immer bereits als 'literarische Gewalt' verstehen, da Texte zwar Phänomene außerliterarischer Diskurse aufnähmen, diese aber in den literarischen Texten stets so umgewandelt würden, daß sie als eigenständige Phänomene gelten müßten, und Ansätzen, die zwischen pragmatischen Aspekten literarischer Texte - als Darstellung und Aufnahme von Phänomenen der außerliterarischen Diskurse - und spezifisch 'literarischer Gewalt' unterscheiden (um Mißverständnisse auszuschließen sei explizit angemerkt, daß unter 'literarischer Gewalt' in diesem Fall die sprachlich-formale Gestaltung eines spezifischen literarischen Textes gemeint ist und es nicht um Aspekte eines ästhetischen Begriffs der Gewalt im Sinne einer 'ästhetischen Kategorie des Bösen', einer Imaginationstheorie, einer Theorie des künstlerischen Schaffens, des literarischen Kunstwerkes als ästhetischem schlechthin o.ä. gehen soll). Die Vertreter der ersten Richtung haben das Problem, daß ihr Begriff 'literarischer Gewalt' viel zu divergente Aspekte umfaßt und sich im Grunde genommen gänzlich blind gegenüber der Tatsache verhält, daß literarische Texte pragmatische Aspekte haben, die nicht auf derselben Ebene liegen wie die Destruktion literarischer Formen o.ä.; den Anhängern der zweiten stellt sich dagegen das Problem, wie man die pragmatischen Aspekte methodisch erfaßt und die durch die Trennung gänzlich divergent erscheinenden beiden Momente von Gewalt vermitteln kann.
Das 'weite Feld' des Zusammenhangs von Literatur und Gewalt soll hier nicht in all seinem möglichen Aspekten umrissen werden, sondern nur anhand einiger Momente die Voraussetzungen für den Fragehorizont des Vortrags gegeben werden; daher mag es genügen, einzelne Aspekte zu nennen, ohne einzelne Theoretiker und Ansätze genauer zu diskutieren; aufgrund dieses 'Rundumschlags' erlaube ich mir auch den Ausdruck 'postmoderne Theorien', eigentlich sowohl fahrlässig wie gleichzeitig wenig aussagekräftig, weil es mir in diesem Kontext zunächst einmal gar nicht darum geht, eine bestimmte Schrift oder auch sogar nur entweder poststrukturalistische oder dekonstruktivistische Ansätze konkreter zu untersuchen. Dieser grobe Sammelbegriff soll schlicht und ergreifend all denjenigen theoretischen überlegungen ettikettieren, welche die (ebenfalls verallgemeinernd) modernen Konzepte von Subjekt, Wahrheit, Autonomie, Repräsentation u.ä.m. hinterfragen und auf deren inhärente aporetische Verfaßtheit hinweisen - denn in diesem allgemeinen Fokus liegt eine Möglichkeit der Verbindung der beiden Momente von Gewalt und Literatur.
~ Das Gewinnspiel ~
Frage:
Gewalt in der Literatur - haltet ihr das für nötig oder unnötig?
Zu gewinnen gibt es:
1. Preis - Mega - Goodiepaket
2. Preis - 2 x 1 Überraschungspaket
Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 1.5.2016 um 23:59 Uhr.
~ Der Blogtourfahrplan ~
Tag 1: Das Schweigen der Geisha (Buchvorstellung mit Leseprobe und kurze Vorstellung der Autorin)
Jasmin
Tag 3: Medizinstudium bei
Bianca
Tag 4: Gewalt in der Literatur bei mir
Tag 5: New York, New York (Schauplatz des Buches)
Sonja
Tag 6: Gewinnspielauslosung auf allen Blogs
Alles Liebe,
Katja