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Freitag, 28. Juli 2023

[Rezension] Gero Pfeiffer - Das letzte Spiel

Beschreibung:
Dein nächster Zug kann der letzte sein …
Der packende Psychothriller, der dich in Atem halten wird!
Als der erfolgreiche Rechtsanwalt Philipp Wendelstein eines Abends beim Joggen im Wald eine Entdeckung macht, gerät sein bisher so geordnetes Vorzeige-Leben aus den Fugen. Auf einer abgelegenen Lichtung stößt er auf einen verborgenen Schachplatz. Die verwitterten Kunststofffiguren sind auf den moosbewachsenen Steinplatten zu einer unfertigen Partie angeordnet. Aus einem Impuls heraus bewegt Philipp eine der weißen Figuren und lässt sich damit auf ein gefährliches Spiel ein, denn die Schachzüge haben grausige Auswirkungen auf die Realität: In der Kleinstadt treibt ein perfider Serienmörder sein Unwesen. Und wenn Philipp seine Liebsten schützen und selbst überleben will, dann muss er das Spiel gewinnen …
Dies ist eine überarbeitete Neuauflage des bereits erschienenen Titels Das letzte Spiel.

Details:
Herausgeber: ‎dp Verlag (19. Juli 2023)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎340 Seiten
ISBN-10: ‎3968177010
ISBN-13: ‎978-3968177014
ASIN: ‎B0C87G1556
Abmessungen: ‎12.7 x 2.06 x 20.32 cm
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Eigene Meinung: 
Das Cover ist echt total schön gestaltet und es zeigt ein zentrales Element des Buches und zwar ein Teil des Schachspiels, leicht mit Blut bespritzt, das Cover ist schon besonders. 
Philipp Wendelstein lebt recht beschaulich in Bad Grünau, aber seine Arbeit als Anwalt nimmt ihn mehr in Beschlag als ihm lieb ist und auch seine Beziehung zu Tanja ist mehr Schein als Sein, was sich immer mehr herauskristallisiert. Um dem Alltag zu entfliehen geht er laufen und entdeckt an einem alten Festplatz ein Schachspiel mit einer angefangen Partie - aber das Spiel ist keine blosse Freizeitsbeschäftigung, den nur der Sieg von Philipp beendet das Morden in seiner Umgebung...
Beginnen wir mal mit dem Positiven - der Schreibstil von Gero Pfeiffer ist wirklich gut. Man kann sich wirklich vieles gut vorstellen und auch die Beschreibung von den Menschen und der Umgebung ist sehr gelungen. Aber es dauert leider recht lange, bevor das Buch wirklich ins Laufen kommt und auch der Spannungsbogen ist nicht so wirklich sogartig, was das Lesen manchmal ein bisschen zäh erscheinen lässt. 
Auch die Charaktere im Buch sind eher blass, wirklich an Tiefe gewinnt keine von ihnen, was bei einem Thriller auch nicht so ganz passen mag. Da wäre sicher mehr Tiefe stimmiger gewesen. 
An sich ist die Idee des Buches richtig gut durchdacht, aber leider in der Umsetzung ist es dann schwierig geworden. Grundsätzlich ist die Idee, dass Philipp als Einziger das Spiel mit dem Schach im Wald durchschaut und eigentlich dem Morden auch mit dieser Information ein Ende setzen könnte, nicht so schlecht, er tut es aber nicht und lässt das Spiel weiterlaufen. 
Irgendwie wartet man als Leser noch auf die grosse Wendung, einen Aspekt, der noch nicht wirklich offensichtlich war, aber das bleibt leider aus, auch der Spannungsbogen hat zum Ende des Buches hin ein paar Lücken, da hätte man ein paar Längen weglassen können. An sich ist das Ende sehr verwirrend und nicht so ganz schlüssig, was natürlich bei der Rezension gewaltig ins Gewicht fällt. 

Fazit:
Das Cover und auch die Grundidee des Buches ist wirklich gut, auch der Schreibstil liest sich super, aber leider wirkt es so, dass der Autor bei der Umsetzung irgendwie nicht sein ganzen Potenzial genutzt hat. Ohne zu Spoilern, aber das Ende ist ein bisschen verwirrend und auch nicht ganz schlüssig, der Spannungsbogen ist auch nicht wirklich vorhanden, was wirklich schade ist. Da ist definitiv noch Luft nach oben, daher nur 3 von 5 Rosen.

Dafür gibt es 3 Rosen: 

Danke an Gero Pfeiffer für das Rezensionsexemplar und das Vertrauen. :) 

Sonntag, 12. Februar 2023

[Rezension] Noah Fitz - Papas Mädchen

Beschreibung: 
Winter.
Dunkler Wald.
Eine Hütte.
Sechs Männer.
Drei Kinder.
Ein tödliches Geheimnis.

»Alles, was ich möchte, ist vor dem Schlafengehen keine Angst mehr zu haben.«
-Pia-

Details:
ASIN: ‎B09XZD41CK
Herausgeber: ‎Independently published (16. April 2022)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎238 Seiten
ISBN-13: ‎979-8803786375
Abmessungen: ‎12.7 x 1.52 x 20.32 cm
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*Triggerwarnung*:
Das Buch ist nichts für Menschen, die sensibel sind, von Gewalt und Missbrauch an Kindern zu schlecht schlafen oder nicht mit detaillierten Tathergängen klar kommen. 

Eigene Meinung: 
Das Cover wirkt ein bisschen wie von einem Kind gestaltet, aber das gibt dem Cover auch einen gewissen Charme. Auf jeden Fall passt das Cover in die sonstige Covergestaltung des Autors. 
An sich trifft es die Beschreibung des Buches schon sehr gut, Pia und später im Buch auch Viktor sind Opfer der Umstände, an denen sie erstmal augenscheinlich nichts ändern können. Da ist die Übermacht des "Ziehvaters", die Ohnmacht der Mutter, aber da ist der Funke, der an einem gewissen Punkt einfach überläuft...
In dem Buch wird sehr ans Eingemacht gegangen, wir reden hier von Themen wie Inzest, Gruppenvergewaltigung und anderen strafbaren Handlungen und das sollte jedem klar sein, wenn er sich auf das Buch einlässt. 
Der Schreibstil von Noah Fitz ist wirklich gut zu lesen, die Geschichte fliegt so weg, die Kapitel sind auch nicht sonderlich lang, auch die Charaktere sind schon sehr detailliert ausgearbeitet, man kann sie sich gut bildlich vorstellen.
Leider springt die Geschichte ziemlich oft, in einem Moment taucht da ein Handy auf, im anderen Moment hat man den Eindruck, dass man sich noch so halb im Mittelalter befindet, weil es so strenge Regeln gibt, die das Leben in den Ort regeln und zusammenhalten. Auch die Geschichte mit dem Wanderer scheint nicht so wirklich zu passen, irgendwie fehlt da so ein bisschen der Bezug zum Rest. An sich hat man immer ein bisschen das Gefühl, es fehlt ein Teil der Geschichte, weil so viele Fragen unbeantwortet bleiben und auch die Charaktere sehr emotionslos handeln und denken.  
Die Verbrechen an Pia und auch an Viktor sind sicher ein Grund für die heftigen Auswirkungen, die am Ende des Buches stattfinden, auch wenn einiges ein bisschen zu sehr konstruiert und teilweise unlogisch ist. Irgendwie ist es nicht so alles ganz logisch zum Ende des Buches hin, vielleicht wären da ein paar Zeilen mehr besser gewesen, einfach um den starken Start ins Buch gut abzurunden. 

Fazit: 
In Papas Mädchen werden sehr harte Themen verarbeitet, das Buch ist sicher nichts für Menschen mit einem zarten Gemüt, weil man kann das Buch nicht eben mal so lesen und vergessen. Leider wird man mit dem Charakteren nicht wirklich warm, weil man hat irgendwie immer das Gefühl, es fehlt irgendwie ein Teil im Buch, die Geschichte springt recht oft, auch ist man zeitweise verwirrt. Die Idee des Buches ist gut und der Schreibstil auch, aber alles im Allem fehlt einfach eine emotionale Ebene und teilweise auch die Logik in den Ereignissen. 

Dafür gibt es 3 Rosen:

Mittwoch, 21. Oktober 2020

[Rezension] F. E. Mole - Fuck

Beschreibung:
Yessica sehnt sich nach Liebe. Und das um jeden Preis. Doch Hassan sieht mehr in ihr als eine Partnerin. Oder weniger: Er will mit ihr Geld verdienen. So dauert es
nicht lange, bis sie auf dem Straßenstrich landet. Diese Arbeit setzt ihr mehr zu, als
sie zugibt. Denn alte Wunden reißen auf. Es gibt kein Entkommen. Kein Zurück.
Warum stirbt einer ihrer Stammkunden? Welche Rolle spielt ihre Freundin Dana
dabei? Und ist auch ihr eigenes Leben in Gefahr?
»Fuck.« spielt im Prostitutionsmilieu. Eine knapp gehaltene, derbe und schlichte
Sprache sowie abrupte Zeitsprünge spiegeln die Szene wider und stellen die
eingeschränkte Sichtweise der jungen Protagonistin in der Vordergrund.

Details:
Taschenbuch: 248 Seiten
ISBN-10: 3752984414
ISBN-13: 978-3752984415
Herausgeber: epubli; 1. Auflage (11. August 2020)
Sprache: Deutsch
Leseniveau: 18 und Nach oben
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*Triggerwahrnung*
Der Inhalt des Buches führt in tiefe menschliche Abgründe und bedient sich einer etwas derberen Sprache und ist daher für Menschen, die sensibel sind, eher weniger geeignet.

Eigene Meinung:
Das Cover sagt schon viel aus, die verschiedenen Grau- und Schwarzschattierungen passen sehr gut zu dem Inhalt, man merkt, dass F. E. Mole sich bei dem Cover wirklich etwas gedacht hat. 
Der Titel des Buches und auch der Klappentext sagt schon viel aus und daher sollte man wissen, in welche Richtung das Buch und auch sein Inhalt gehen. 
Yessica sucht die Liebe ihres Lebens und Hassan sucht eine Frau, die ihm das Leben schön macht, eigentlich eine nicht so schlechte Ausgangsbasis, aber Yessica ist keine Prinzessin und Hassan eher der dunkele Reiter als ein Prinz. Hassan erkennt schnell, dass Yessica alles für ihn und würde und nutzt das aus, für sich. Doch Yessica lässt sich von ihrer Liebe nicht abbringen und gerät in einen Strudel aus Verliebtheit und rosaroter Brille, die einfach in einem Sumpf endet. Doch hier ist noch nicht Schluss, den ein Mörder scheint es auf Yessica abgesehen zu haben...
Die Geschichte wird aus der Sicht von Yessica geschildert und man lernt sie auch am besten kennen, man merkt teilweise ist das Buch einfach nur ein Strom aus Gedanken. Teilweise ist Yessica einfach nur naiv, so muss man das sagen, aber es passt zu ihr und es passt auch in die Geschichte. 
Der Einstieg in das Buch fällt sehr leicht, es ist auch ein echter Paigeturner, den man innerhalb von wenigen Stunden durchlesen kann, wenn man das möchte, weil der Sog des Buches gibt das her.
Der Schreibstil von F. E. Mole ist flüssig und schnörkellos, teilweise auch schonungslos und man merkt, dass der Autor sich wirklich mit dem Thema auseinandersetzt und eben auch nichts beschönigen wollte. Die Sprache ist teilweise etwas vulgär, aber das passt zum Buch. Beim Spannungsbogen ist man echt überrascht, weil der ist konstant da. 

Fazit:
Mit dem Buch schafft F. E. Mole ein sehr gutes Debüt, was sicher nicht jedermanns Geschmack trifft, aber sehr offen und schonungslos mit einem sehr ernsten Thema umgeht. Er spielt mit den Vorstellungen des Lesers und schafft es, viele verschiedene Elemente in einen spannungsgeladenen Psychothriller zu packen, den man in einem Zug durchlesen kann, weil das Buch einen wahnsinnig in den Bann zieht und man wissen möchte, was mit Yessica weiter passiert.

Dafür gibt es 5 Rosen:

Danke an F. E. Mole für das Rezensionsexemplar.