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Dienstag, 28. November 2017

[Rezension] Christos Yiannopoulos - Ziemlich beste Pfoten: Zwei Streuner finden heim

Beschreibung: 
Die Mischlingshündin Bonny verschwindet im Urlaub auf Gran Canaria spurlos. Nach Monaten der Suche haben die Besitzer die Hoffnung schon fast verloren, da taucht sie tatsächlich wieder auf - und zwar Tausende Kilometer entfernt! Noch dazu ist sie nicht allein: Pippa, ein zerzauster Mischling, ist ihre treue Begleiterin. 
Wie haben die kleinen Hunde ihre unglaubliche Reise vollbracht? Bonnys Besitzer rekonstruieren den abenteuerlichen Weg der Vierbeiner und finden heraus, welche Hindernisse sie auf ihrem Weg nach Hause überwunden haben: ihre dramatische Flucht vor Tierfängern, die Überfahrt aufs Festland als blinde Passagiere, ihre Stationen in Cádiz, Toledo und Bilbao ... Immer wieder beweisen Bonny und Pippa, dass wahre Freunde zusammenhalten und dass kein Weg zu weit ist, wenn man seinem Herzen folgt.

Details:
Taschenbuch: 264 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (8. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404608542
ISBN-13: 978-3404608546
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Größe: 12,9 x 2,4 x 18,7 cm

Eigene Meinung: 
Auf dem Cover sieht man Pippa und Bonny, die beiden Hunde, die man das ganze Buch über begleiten wird. Die beiden wirkt auf dem Cover wirklich süss und schauen auch echt zum Verlieben von dem Cover zum Leser.
Bonny hat eigentlich ein gutes Hundeleben, nur hat sie ein Problem, dass sie sehr schreckhaft ist und im Urlaub in Gran Canaria passiert es dann - Bonny ist auf und davon und obwohl ihre Besitzer wirklich alles versucht bleibt Bonny verschwunden, doch dann taucht sie auf, aber nicht auf Gran Canaria sondern an einem anderen Ort in Spanien und sie kommt nicht alleine - Pippa ist bei ihr und scheint es auch die ganze Zeit gewesen zu sein. Also sich die Besitzerin von Bonny auf Spurensuche mache, stösst sie auf eine wirkliche Reise der beiden Hunde...

Die Geschichte ist an sich schön geschrieben, man begleitet eben die beiden Hunde auf dem Weg zurück zu der Besitzerin von Bonny. Etwas komisch wirkt es nur in dem Buch, dass die Besitzerin aufgrund eines Termins die Suche dann erstmal abbricht, was irgendwie nicht so zu dem Bild der liebenden Hundebesitzerin passen möchte und auch sonst gibt es so einige kleine Punkte im Buch, die etwas überzogen daherkommen und daher verblasst die Geschichte dadurch etwas. 
Der Schreibstil von Christos Yiannopoulos ist gut zu lesen, er macht keine übermäßigen Längen oder verliert den Faden in der Geschichte, er bleibt immer sehr sachlich an der Geschichte, aber an manchen Stellen ist die Geschichte einfach etwas unspannend, was vielleicht auch an der wahre Begebenheit liegt, aber das waren die Momente, wo man als Leser etwas Geduld brauchte und das sollte eigentlich nicht passieren. Da büßt die Geschichte dann etwas ihren Charme ein. 

Ein besonderes Highlight in dem Buch sind die mehreren farbigen Seiten, die schöne Bilder von Bonny und Pippa zeigen, zudem findet sich eine Karte der spanischen Reise von Pippa und Bonny in der Ausgabe und am Ende des Buches kann man eine Postkarte mit den Beiden heraustrennen und - wenn man das möchte - verschicken. 

Fazit:
Die Geschichte von Bonny und Pippa ist wirklich ein Geschichte voller Gefahren, Sehnsucht und dem Mut, einfach mal mit kleinen Hundepfoten loszulaufen und zu hoffen, dass man sein Frauchen wiederfinden kann. An manchen Stellen fehlt etwas die Spannung, dafür ist es aber eine wahre Geschichte und das Leben ist eben nicht immer spannend. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Sonntag, 8. Oktober 2017

[Kurzrezension] Monika Detering - Love me tender (booksnacks-Kurzgeschichte)

Beschreibung:
Die Musik, die Liebe und das Leben
Damals war sie fünfzehn – in jenen 50er Jahren. Mit Träumen von Paris und der großen Freiheit. Mit roten Haaren in einer Straße, in der man blond war. Mit Elvis’ „Love me tender“ eroberte sie sich die Liebe. Aber sie blieb nicht fünfzehn, und das Leben räumte mit den Träumen auf. Jahre später holt der Tanz am Ufer des Flusses, die Begegnung mit jenem Fremden, jedoch alle Erinnerungen zurück.

Details:
Format: Kindle Edition / E-Pub
Dateigröße: 292 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 36 Seiten
Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (14. Juli 2017)
Sprache: Deutsch

Fazit:
Das Cover ist wirklich schön gestaltet, man sieht eine tanzende Frau auf einer Wiese, die sich im typischen Petticoatkleid im 50er Jahre Stil dreht. Ein schwungvolles Cover, welches die Zeit der 50er Jahre einfängt. 
Marlene ist am Abend ihres Lebens angekommen, doch sie erinnert sich immer wieder gerne an die Zeit zurück, als sie jung war und auch an die Zeit, als sie erlebt, wie schön das Leben sein kann, also sie noch von Paris und der grossen Freiheit des Lebens träumte. Aber auch die Erinnerungen an den Streit mit der Freundin und den Verlust der grossen Liebe spielen in die Erinnerungen mit ein und zeigen, dass das Leben nicht immer nur rosarot ist. 
Liebe und Schmerz liegen oft nah beieinander und das stellt auch Marlene fest, als sie sich erinnert an eine Zeit, die zwischen schön und schrecklich hin und her schwangt. 
Monika Detering schreibt sehr auf den Punkt, man kommt gut in die Kurzgeschichte hinein und bekommt ein Gefühl für das Lebensgefühl der 50er, welches die Kurzgeschichte sehr prägt. Sie packt das Ende eher zwischen die Zeilen, was aber gut ist, weil so wie man die Geschichte gefallen ist, so verlässt man sie auch wieder. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Dienstag, 3. Oktober 2017

[Rezension] Susann Anders - Die gewundene Treppe (SpookYarn 2)

Beschreibung: 
Als Johanna abends durch den düsteren Dom wandelt, hört sie hinter einem Seitenaltar die wimmernden Hilferufe eines Kindes. Im Alleingang macht sie sich auf die Suche, kann aber niemanden finden. Und dann taucht auch noch ein Fremder auf, der sie über eine geheime Treppe hinab in die Tiefen des Doms führen will.
Johanna ist fest entschlossen, das Kind um jeden Preis zu finden und zu retten. Was sie letztendlich entdeckt übersteigt alle ihre Erwartungen ...

Details:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 291 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 57 Seiten
Verlag: Arunya-Verlag (28. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ASIN: B01MZEZ6TB
Teil einer Reihe: Ja -  SpookYarn Reihe, Band 2

Eigene Meinung: 
Das Cover ist jetzt kein auffallend schönes, wenn man aber die Geschichte kennt, erklärt sich, warum man das Cover so gehalten hat, es spiegelt etwas das Dustere in der Geschichte wider und weist auch schon etwas auf den Charakter der Schauernovelle hin. 
Johanna hat es in ihrem Leben nicht leicht, ihr Mutter ist verstorben und Thomas, der eigentlich ihr Freund war, hat sie einfach so verlassen. Als wäre das nicht genug, wenden sich auch Freunde immer mehr von ihr ab und zu der Einsamkeit kommt noch die zunehmende Vernachlässigung ihre Wohnung und letztlich auch von Johanna selbst. Doch dann hört sie Schreie eines Kindes aus dem Dom, in dem sie immer mit ihre Mutter war und Johanna ist entschlossen, das Kind um jeden Preis retten zu wollen...
Susann Anders hat eine sehr interessante Art des Schreibens, auch wenn es nur eine Kurzgeschichte ist, schafft sie es, ein komplexes Bild von Johanna und deren Leben zu zeichnen und den Leser komplett in die Geschichte zu ziehen, auch die Wandlungen innerhalb der Geschichte sind nicht wirklich vorhersehbar, auch wenn es immer mal wieder etwas schauert oder gruselt, aber gerade das macht ja die Schauernovelle aus. 
Man muss Teil 1 der Reihe übrigens nicht kennen, die Information habe ich nur der Vollständigkeit wegen zugefügt, das Buch lässt sich super als Einzelband lesen. 

Fazit: 
Susann Anders schafft eine intensive Kurzgeschichte, sie zieht den Leser sofort in Johannes Leben hinein und auch wenn es nur eine Kurzgeschichte ist, durchlebt der Leser eine Achterbahn an Gefühlen und lernt Johanna gut kennen, auch wenn das Ende etwas abrupt ist, geht man doch mit einem anderen Blick aus dem Buch, wer sich gerne mal etwas schauert oder mal etwas andere erleben möchte, sollte das Buch unbedingt lesen. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Danke an Susann Anders, dass ich ihr Buch lesen durfte. 

Mittwoch, 9. August 2017

[Rezension] Mette Eike Neerlin - Pferd Pferd Tiger Tiger

Beschreibung: 
Lebe lieber ungewöhnlich! Das Leben der 15-jährigen Honey ist mit ihrer skurril-chaotischen Familie schon kompliziert genug. Daher bemüht sie sich, möglichst wenig aufzufallen und widerspricht so gut wie nie. Das führt zwar zu einigen Missverständnissen und Problemen, aber auch zu einer ganz besonderen Freundschaft mit dem krebskranken Marcel. Durch ihn findet Honey zu ihrer eigenen Stimme und ins Leben hinein.
Ein origineller Coming-of-Age-Roman in einzigartiger Tonalität und einem ehrlichen und humorvollen Umgang mit den Themen Liebe und Tod!

Details:
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Dressler (23. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791500341
ISBN-13: 978-3791500348
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Hest, hest, tiger, tiger
Größe: 14,2 x 2 x 20,8 cm

Eigene Meinung:
Das Buch ist vom Cover her wirklich etwas verwirrend, es schaut aus wie von einem Kind mit Kreide gemalt. Trotzdem passt das Cover recht gut zu dem Inhalt, weil Honey ist eben ein besonderes Mädchen und das ist das Cover auch. 
Honey ist 15 und lebt in Kopenhagen und sie ist ein besonderes Mädchen, den sie versucht es immer alle recht zu machen, sie kümmert sich um ihre behinderte Schwester, die sie manchmal aber auch nervt, die gestresste Mutter und auch den von der Familie getrennt lebenden Vater, der eigentlich nur zu ihr kommt, wenn er mal wieder Geld braucht. Honey gibt es ihm aber immer wieder, weil sie denkt, dass das, was sie macht, richtig ist, immerhin ist es ihr Vater. Doch je mehr sie versucht, es allen recht zu machen, desto schwerer wird es und auch Honey merkt langsam, dass sie auch einen Anspruch auf etwas mehr eigenes Leben hat...
Mette Eike Neerlin schreibt sehr kindgerecht, die Kapitel sind kurz und trotzdem packt sie in die 160 Seiten eine Geschichte über ein besonderes Mädchen, das mit anderen Augen durch die Welt geht. Sie findet den schmalen Grad, dass das Buch nicht zu traurig wird, es aber trotzdem einen bleibenden Eindruck beim Leser hinterlässt.
Auch sind die Kapitelanfänge wirklich gut gestaltet, immer im Wechsel mit einem Pferd oder einen Tiger, das passiert ganz passend zum Titel. Die Schrift im Buch ist auch recht gross und daher sehr gut für Kinder zu lesen.
Mit dem Lesealter ab 12 Jahren liegt der Verlag wirklich richtig, aber auch für Erwachsene ist das Buch wirklich lesenswert, da es einen anderen Blick in die Welt erlaubt. 

Fazit: 
Pferd Pferd Tiger Tiger ist an sich ein sehr leises Buch, was erst mit etwas Zeit wirklich Fahrt aufnimmt, aber trotzdem den Leser einlädt, in eine etwas andere Welt zu schauen, die zwar nicht perfekt ist, aber gerade das Unperfekte und die Emotionen machen es zu einem besonderen Leseerlebnis. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Danke an Ottinger und die Sommerreading Challenge von Kathrineverdeen.

[Rezension] Kerstin Gier - Männer und andere Katastrophen

Beschreibung:
Judith, 26, ist ziemlich unzufrieden. Ihr Freund kümmert sich nur noch um Sport und andere Frauen, das Studium und den Bürojob hat sie satt, und die Männer, mit denen sie sich trösten möchte, sind die reinsten Katastrophen. Auch ihren Freundinnen ergeht es nicht besser: Susanna hat alle Prinzipien über Bord geworfen und sich dem Mammon zuliebe mit einem gefräßigen Langweiler eingelassen, Katja lässt sich von ihrem Freund belügen und betrügen, und Bille verliebt sich ausgerechnet in einen notorischen Angeber ...

Details:
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (18. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404171799
ISBN-13: 978-3404171798
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Größe: 12,5 x 2,7 x 18,8 cm

Eigene Meinung:
Das Cover des Buches ist mit dem saftigen Grün und dem niedlichen Kücken ganz nett gestaltet, auch die grafischen Elemente machen das Cover wirklich niedlich anzusehen, es wirkt dadurch etwas verspielt.
Judith, Susanna, Bille und Katja haben es in ihrem Leben nicht leicht, sie sind alle unzufrieden und komme in ihrem Leben ins Liebesdingen nicht wirklich auf einen grünen Zweig oder verlieben sich gerade in die Männer, die mal so gar nicht zu ihnen passen wollen. 
Im Zentrum der Geschichte steht aber Judith, die von heute auf morgen aus ihre langweiligen Beziehung und ihrem schnöden Nebenjob zum Studium plötzlich Single und auf Jobsuche ist und sich damit mal alles ändert, was sie sonst an ihrem Leben genervt hat...
Die Grundidee der Geschichte ist ganz nett, aber die Umsetzung ist leider zeitweise wirklich zäh und auch etwas langweilig, weil einfach einiges zu vorhersehbar ist und das zerstört das Erlebnis des Buches etwas. Hinzukommt, dass man nicht wirklich den Stil von Kerstin Gier erkennt, was vielleicht auf ein Frühwerk von ihr schließen lässt, da sie erst noch ihre persönliche Note sucht. 
Festzuhalten bleibt aber, dass das Buch in der Umsetzung einfach nicht überzeugt und es auch nicht schafft, den Leser wirklich komplett in die Geschichte zu ziehen. Dadurch, dass der Leser etwas aus der Geschichte bleibt, wirkt es manchmal wirklich etwas zu gewollt, aber man kann dann trotzdem mal lachen, auch wenn man dann Kopf schütteln, aber das war es dann leider schon und deswegen kann man das Buch nicht wirklich mit seiner Idee und der Umsetzung überzeugen. 

Fazit:
Kerstin Gier ist an sich sonst eine großartige Schriftstellerin, aber leider schlägt diese Buch etwas sehr aus der Art, es ist etwas langatmig un auch etwas langweilig, zwischenzeitlich hat man das Gefühl, dass man gar nicht von der Stelle kommt. Es scheint ein Frühwerk zu sein, da man nicht die schriftstellerische Note von Kerstin Gier erkennen kann, zum Lesen für Zwischendurch und wenn man mal Lust auf etwas ruhiges hat, dann wäre das Buch sicher gut geeignet.

Dafür gibt es 2 Rosen:

Samstag, 29. Juli 2017

[Kurz-Rezension] Monika Detering - Camillas Kräutersuppe (booksnacks-Kurzgeschichte)

Beschreibung:
Eine skurrile Krimikomödie inklusive Kräutersuppen-Rezept

Camilla träumt von einem Clooney-Verschnitt. Nur ist sie nicht die Schönste. Das macht aber Gottlieb nichts aus. Er liebt sie. So hütet sie nahe des großes Moores Haus und Garten, bis sie die Einsamkeit erdrückt. Sie braucht Auszeit in der Stadt. Das gefällt Gottlieb nicht. Da er im Samenhandel tätig ist, bringt er eine Menge zum Aussäen mit. „Damit du ein Hobby hast!“ Camilla sät, Camilla erntet, Camilla entdeckt in der Stadt ein anderes Leben. Seitdem gefällt ihr der kleingewachsene Gottlieb nicht mehr. Er nervt sie mit seiner Bitte, ihm nun regelmäßig zur Stärkung seiner Gesundheit nach seinen Vorgaben Kräutersuppe zu kochen. Camilla ergänzt diese Vorgaben auf ihre Weise und siehe da …

Details:
Format: Kindle Edition / E-Pub
Dateigröße: 539 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 38 Seiten
Verlag: booksnacks.de (20. Juni 2017)
Sprache: Deutsch

Fazit:
Camilla hatte es in ihrem Leben nie leicht, sie ist von Natur aus nicht mit Schönheit gesegnet, aber das stört Gottlieb, der sie später heiratet nicht, da er selber kein schöner Mann ist. Aber er sorgt für Camilla, aber die fühlt sich in dem Haus am Ende de Dorfes zu einsam und will sich Auszeiten in der Stadt nehmen, was Gottlieb aber nicht gefällt und langsam beginnt auch Gottlieb Camilla nicht mehr zu gefallen, den sie träumt von einem anderen Mann. Doch dann wird Gottlieb krank und sie soll ihm eine Kräutersuppe nach seinen Vorgaben kochen, doch Camilla fügt etwas hinzu, von dem sie sich heilende Wirkung verspricht...
Das Cover ist schön gestaltet und schaut so etwas nach der Arbeitsplatte von Camilla aus. 
Der Booksnack ist wirklich gut gemacht, Monika Detering schreibt kurz und knackig und die Kurzgeschichte ist schnell weggelesen, auch das Kräutersuppenrezept klingt wirklich gut und lädt zum Nachkochen ein, nur hat manchmal etwas die Prise Spannung gefehlt, weswegen es einen kleinen Abzug gab. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Sonntag, 2. Juli 2017

[Rezension] Sigrid Kraft - In einem fernen Land: Ein Abenteuer aus der Welt von Ardeen

Beschreibung:
Den Leser erwartet eine klassische Fantasygeschichte der Kategorie Schwert und Magie, sowie große Helden mit kleinen Fehlern und viel Humor. Der Band ist in sich abgeschlossen und somit als Einzelband konzipiert, der auch außerhalb der Hauptreihe gelesen werden kann.
Eine spannende Geschichte aus der Welt von Ardeen, in der Prinz Raiden und Ravenor ihr geliebtes Land ziemlich überstürzt verlassen, um die Welt vor dem drohenden Untergang zu retten. Dabei funktioniert die Magie wieder einmal nicht so, wie es sich der umsichtige Magier wünscht und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.
Und niemand weiß … was davor geschah.

Details:
Format: Kindle Edition / Taschenbuch
Dateigröße: 4060 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 425 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B06XSC7M24

Eigene Meinung:
Das Cover hat etwas mystisches, es zeigt einen Sonnenuntergang in einer Wüste, was dann thematisch gleich an den Beginn des Buches anschliesst. Die Schriftart ist wie bei den anderen Bücher der Ardeen-Reihe gestaltet, auch wenn das Buch als Einzelband gelesen werden kann.
Der Einstieg ins das Buch war etwas schwierig, weil man sich gleich bei Prinz Raiden und Ravenor in der Wüste landet und dann erstmal schauen muss, wie man sich in die Geschichte findet. Aber dieses Zurechtfinden wird recht einfach gemacht, auch die verschiedenen Erzählweisen (es wird teilweise aus Ich-Erzähler und den allwissender Erzähler) trage dazu bei, dass man sich gut in die Geschichte und auch in die Umgebung findet.
Das Buch ist ein Einzelband, aber die Figuren kommen auch in der grossen Ardeen-Reihe von Sigrid Kraft vor und gerade das macht es vielleicht für Leser, die das Buch nur als Einzelband, an einigen Stellen und in einige Details etwas schwer nachvollziehbar, was sich aber Lesern der Reihe besser erschliesst. (Ich selber habe das Buch auch als Einzelband gelesen, weil ich nur Auszüge aus der Ardeen-Reihe kenne und mir fiel das daher bei Lesen schon etwas auf, dass die Figuren und die Handlungen dadurch manchmal etwas suspekt erscheinen.)
Sigrid Kraft hat eine tolle Art des Schreiben, sie schreibt leicht und flüssig, gestaltet die Umgebung und auch die Charakter so fesselnd, dass man das Buch einfach nur schwer aus der Hand legen kann.
Der Spannungsbogen, der durch das Spiel der Masken und auch die Offenlegung der Charaktere geschlagen wird, ist einfach wunderbar angelegt und man legt das Buch weg und hat das Gefühl, immer noch in der Welt rund um Ardeen zu sein.
Die Entwicklungen, die die Charaktere im Buch nehmen, ist wirklich spannend gestaltet, Sigrid Kraft lehnt den Lerneffekt auch so an, dass man manche Fehler auch mehrfach machen muss bis man es begreift und das macht das Buch wirklich sehr lebensnah.
Sigrid Kraft verliert sich aber nicht in Umgebungsbeschreibungen oder in Beweggründen, sondern sie lässt dem Leser alles "Wichtige" zukommen, was man wissen muss, aber die Tiefe wird dabei unberührter gelassen. An manchen Stellen gibt es einige Wiederholungen, was wahrscheinlich zur Festigung des roten Fades gedacht war, aber manchmal etwas überflüssig erscheint. 

Fazit:
Festhalten kann man, dass man das Buch schon als Einzelband lesen kann, aber es fehlt in gewissen Momenten schon etwas der Kontext, deswegen sollte man das schon als Zusammenhang mit der Ardeen-Reihe lesen. Trotzdem ist es ein spannendes Buch, was einen in eine spannende Welt entführt, die anders ist als das, was man sonst im Fantasy kennt und gerade durch die geschickte Erzählweise und den lockere Schreibstil lässt sich das Buch wahnsinnig gut lesen und man kann es kaum aus der Hand legen. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Donnerstag, 25. Mai 2017

[Kurz-Rezension] Jörg Nießen - Die Sauerei geht weiter ... ~ 20 neue wahre Geschichten vom Lebenretten

Beschreibung:
Der überwältigende Erfolg von Jörg Nießens erstem Buch »Schauen Sie sich mal diese Sauerei an« schrie förmlich nach einer Fortsetzung. Und inzwischen konnte der sympathische Rettungsassistent und Feuerwehrmann genügend Stoff für einen zweiten Band sammeln – und zwar von der Sorte Einsätze, die den Leser zum Schmunzeln und zum Lachen bringen, die kaum zu glauben, aber doch passiert sind. 
In Jörg Nießens neuem Buch ist natürlich auch wieder Hein, des Autors liebster Kollege, mit von der Partie und zusammen erwarten die beiden verunfallte Pianisten, brennende Vereinsheime, pädagogisch wertvolle Wasserschäden, schräge Psychosen, dramatische Kinderkrankheiten und vieles mehr. 
In »Die Sauerei geht weiter ...« zeigt Jörg Nießen erneut sehr eindrucksvoll, dass das Leben selbst die besten Geschichten schreibt und dass Humor ein wichtiger Verbündeter im Alltag eines Lebensretters ist. Witzige Illustrationen von Jana Moskito begleiten die Geschichten.

Details:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 386265060X
ISBN-13: 978-3862650606
Größe: 12,7 x 2,7 x 19,2 cm

Fazit:
Momentan sind ja Geschichten aus dem wahren Leben ein Trend - egal ob auf der Mattscheibe oder als Buch und eigentlich macht man ja solchen Trends eher unbewusst mit, aber dieses Mal muss man sagen, das was, Jörg Nießen da aufs Papier bringt, ist wirklich anschaulich gemacht. 
Nicht nur, dass die Illustrationen von Jana Moskito wirklich gut passen und das ganze Buch wirklich auflockern, sondern auch die Anschaulichkeit, mit er die Fälle beschreibt, gepaart mit einem gewissen Wortwitz machen aus einem eigentlich recht schockierenden Thema, was Rettungseinsätze ja im Allgemeinen sind, ein Buch, was eben nicht nur unterhält, sondern was auch zeigt, dass der Berufsstand der Rettungssanitäter nicht immer so wahnsinnig schockierend sein muss. Natürlich bemerkt man am Stil, dass da kein geborenen Autor sitzt, aber damit sollte man dann schon rechnen, wenn man sich ein Buch mit dem Titel kauft, den Jörg Nießen schreibt, wie er auch eben wahrscheinlich auch im Leben ist - ehrlich und gerade raus. 
Natürlich könnte man die Frage nach der Glaubhaftigkeit stellen, aber man sollte schon mit einem wachen Verstand durch das Buch gehen und wenn man dann selber schon mal Einsätze miterlebt hat, dann kann man wirklich sagen, es gibt nichts, was es nicht gibt. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Montag, 22. Mai 2017

[Buchvorstellung + Rezension] Mela Wagner - Restart ~ Heute wie damals - Romancewoche Tag 1

Hallo ihr Lieben, 
auch ich darf euch heute zur Romancewoche begrüssen und zwar mit der Buchvorstellung zu dem tollen Buch "Restart - Heute wie damals" von grossartigen Mela Wagner. 
Ich habe beide Bände gelesen, daher könnt ihr hier vorbeiklicken, da kommt ihr zur Rezension von Band 1: ~*~ Klick ~*~

Nun aber zu "Restart - Heute wie damals":

Beschreibung des Buches: 
Die Geschichte von Leni und Paul geht weiter ... Trotz der alles verändernden Nachricht entscheidet sich Leni, in Paris zu leben. Die eigenen Fehler werden ihr jedoch immer mehr bewusst und die Sehnsucht, nach Hause zurückzukehren, steigt. Kurz nach ihrer Rückkehr trifft sie auf Paul. Doch er hat sich verändert und weist sie kalt und emotionslos von sich. Beide wollen ein Leben ohne einander versuchen – kommen aber dennoch nicht voneinander los. Aufs Neue geraten sie in eine Achterbahn der Gefühle. Warum hat sich Paul so verändert? Welches Geheimnis hütet er? Doch er ist nicht der Einzige, der ein Geheimnis verbirgt ...

Details:
Format: Kindle Edition / Print
Dateigröße: 2561 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 414 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1477822860
Verlag: Montlake Romance (28. Februar 2017)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch

Buchtrailer:

Leseprobe: 
"Prolog
»Leni, Leni meine süße Leni, komm zu mir.« Paul streckt die Arme nach mir aus, während er etwas angeheitert auf einem Klappstuhl am Dach seiner Eltern sitzt und dabei versucht sein Gleichgewicht zu halten. Er unterstreicht sein lässiges Outfit mit einer tief in die Stirn gezogene Baseballkappe. Seine blonden Haare blitzen dabei leicht hervor.
»Sei nicht so laut, du wirst noch deine Eltern aufwecken und ich kann mir vorstellen, was dir blüht, wenn sie dich in diesem Zustand sehen«, kichere ich, setze mich auf seinen Schoß und wehre seine Hände, die sofort versuchen den Weg unter mein T-Shirt zu finden, ab. Grinsend schiebe ich ihn bei jedem Ansatz, mir an die Wäsche zu gehen, weg.
»Leni, du bist so süß, so zuckersüß wie Honig«, raunt Paul in mein Ohr, als er mich vorsichtig an sich zieht und meinen Hals zu liebkosen beginnt. »Komm, du willst es doch auch.« Für einen kurzen Moment gebe ich mich der Sehnsucht hin, ihm endlich nahe zu sein und kuschle mich an seine Schulter. Er sieht es als Bestätigung seiner eindeutigen Avancen. Sein Duft dringt mir in die Nase und automatisch - als hätte er einen Hebel umgelegt - schließe ich meine Augen. Ich genieße den Augenblick, spüre seine Berührungen, sehne mich nach so viel mehr und spreche mir selbst Mut zu. Ich setze mich rittlings auf ihn. Er stöhnt begeistert auf, greift nach meinem Gesäß und zieht es noch etwas näher an sich, sodass ich unter mir seine spürbare Begeisterung wahrnehme. Erschrocken und beschämt senke ich den Kopf. Es fühlt sich so fremd an, dass es mir die Röte ins Gesicht treibt. Er beginnt verwegen zu lachen, als er meine Reaktion bemerkt.
»Du bist so süß, so unerfahren und mädchenhaft. Leni, du weißt gar nicht, wie sehr ich dich begehre.«. Die Farbe seiner Augen wird eins mit dem dunklen Nachthimmel der uns umgibt. Mein in der Brust hämmerndes Herz gibt mir die Gewissheit, nicht schon in Ohnmacht gefallen zu sein. Nervosität vermischt mit Euphorie lösen in meinem Körper unzählige Feuerwerke an Gefühlen aus. Das Kribbeln in meinem Bauch war in seiner Nähe schon immer intensiv, doch das was ich jetzt gerade empfinde, stellt alles in den Schatten. Seine Hände gleiten über meine Haut, wandern an mir hinunter und ertasten Stellen an meinem Körper, die bislang noch unberührt waren. Gänsehaut läuft meinen Rücken hinab. Fordernd zieht er mich an meiner Bluse zu sich, hält dabei stetig meinen Blick fest. Ein verruchtes Lächeln umspielt seinen Mund. Uns trennt nur noch ein Hauch, bevor ich am Ziel meiner Wunschvorstellungen angekommen bin. Ich nehme den Geruch von Alkohol, vermischt mit Zigaretten und Pfefferminze wahr, als unsere Lippen die letzten Millimeter noch trennen. Die Luft zwischen uns beginnt zu vibrieren. Schnelle und heftige Atemzüge dringen aus meiner Kehle.Ich entdecke an seiner rechten Wange ein leichtes Grübchen, das immer sichtbar wird, wenn er lächelt und sofort meine Aufmerksamkeit an sich zieht. Wie oft habe ich mich nach diesem Moment gesehnt. Wie sehr waren meine Träume genau von so einer perfekten Situation geprägt. Nächtelang habe ich fantasiert, ihm endlich auf diese Art und Weise nahe sein zu können. Ich habe sogar ein eigenes Paul-Tagebuch begonnen, das nur ihm und meiner Liebe zu ihm gewidmet ist.
»Du bist so anders als alle anderen Mädchen...« Ich lächle verschämt. »...keine war bis jetzt so wie du!« Will ich das in diesem Moment wissen? Will ich wissen, wieviele er vor mir hatte? Seine Worte verwirren mich.
»Lass endlich los. Sei nicht so verkrampft. Ich werde dich auf eine Reise mitnehmen.« Schützend um einen gewissen Abstand zu wahren, lege ich meine Hände auf seine Brust, versteife mich und bin ernüchtert von seinen Worten. Die romantische Stimmung ist dahin. So, als wäre ich mit voller Wucht gegen ein dickes fettes Stoppschild gerannt, überkommt mich Ärger, Wut, Angst. Instinktiv fühle ich, dass ich mich vor Pauls trügerischem Charme schützen muss. Mach dir doch nichts vor! Warum sollte es bei mir anders sein. Ich bin eine von vielen. Sobald er sein Ziel erreicht hat, wird er mich ebenso abservieren wie alle meine Vorgängerinnen.
»Nein...!«, kommt es leise aus meiner Kehle. Nicht wirklich überzeugend. Paul hört nicht auf seine Küsse auf meinem Körper zu verteilen.
»NEIN!«, widerwillig drücke ich ihn von mir weg, sehe wie er erschrocken von meinem Hals ablässt, an dem er sich spürbar verewigt hat und springe wie von der Tarantel gestochen auf.
»Ich will das nicht. Nicht so.«, stoße ich ihn empört von mir.Amüsiert beginnt er zu lächeln. Anscheinend ist diese Situation für ihn neu. Zurückweisung. Er zieht eine blaue Zigarettenschachtel aus seiner Hose, greift nach einer Zigarette, deutet mir an, auch eine zu nehmen, - was ich natürlich verneine -, grinst und zündet sich den Glimmstängel an. Verrucht wie James Dean zieht er den Rauch ein, atmet hörbar aus und bläst eine Tabakwolke in meine Richtung. Er stützt seine Ellbogen auf die Knie und zieht seine Stirn in Falten, als er zu mir aufblickt.
»Süße, erst rennst du mir wie ein kleines Mädchen wochenlang hinterher und dann willst du mich nicht ranlassen? Was soll der Mist?«, meint er pikiert.
»Ich renne dir nicht hinterher!«, versuche ich mich kläglich zu verteidigen und merke wie mein Gesicht knallrot anläuft. Jeder Vollidiot wäre sich in diesem Moment meiner Lüge bewusst.
»Ich werde aus dir nicht schlau...!«, genüsslich zieht er an seiner Zigarette, steht vom Stuhl auf, beginnt, sein durch den Alkohol fehlendes Gleichgewicht wieder zu finden und geht einen Schritt auf mich zu. Ein paar Zentimeter bleibt er vor mir stehen. Ich fühle mich neben ihm so klein. Sein muskulöser Körper baut sich vor mir auf. Wie gerne möchte ich meine Hand heben, um sie auf seine Brust zu legen. Musternd, als wäre ich von einem anderen Stern, legt er seinen Kopf schief und beginnt dabei herablassend zu lachen. Sofort schwenkt meine Sehnsucht in Ärger um. Ich könnte ihm in diesem Moment an den Hals springen, doch stattdessen stehe ich vor ihm und merke, wie meine Augen feucht werden. Ich hoffe, dass er meinen verräterischen Anflug an Emotion nicht gesehen hat.
»Schon gut Süße, du hattest deine Chance.« Wie bitte?
»Du bist der größte Mistkerl den ich kenne!«, ungestüm drehe ich mich um und fauche ihn zornig an. Ich hole wutentbrannt aus und knalle ihm meine flache Hand gegen seine Wange. Erschrocken über mich selbst, reiße ich die Augen auf. Verblüfft reibt er sich die Stelle an seiner Wange. Die Luft ist explosionsartig geladen. Trotz meiner Enttäuschung spüre ich noch immer wie er mich anzieht. Er lacht höhnisch auf und legt den Kopf dabei in den Nacken.
»Was hast du dir vorgestellt? Den Ritter in der eisernen Rüstung? Ich weiß nicht, welche Erwartungen und Wünsche du hegst, doch ich kann dir gleich sagen, dass diese ganze Rederei über Liebe absoluter Schwachsinn ist. Finde dich lieber schnell damit ab, sonst wird einmal das böse Erwachen nicht mehr zu verhindern sein.«, sichtlich belustigt, jedoch mit einem Anflug von Sarkasmus, klingen seine Worte herausfordernd und gehässig. Es wirkt auf mich als nötigt ihn sein Ego zur schnellen Rechtfertigung.
»Du tust mir leid...«, antworte ich traurig. Er lacht geringschätzig. »...aber irgendwann wirst du an den Punkt, an dem du mit deiner Macho Tour nicht mehr punktest. An dem du das erste Mal Gefühle in dir spüren wirst, die deine ganzen fraglichen Wertvorstellungen in ein anderes Licht rücken. Ich weiß nicht was dich so oberflächlich und herzlos gemacht und dir den Glauben an die Liebe geraubt hat, aber ich hoffe, dass du irgendwann selbst spürst, wie sich diese Worte anfühlen, wenn sie dir an den Kopf geworfen werden...«, ich blicke auf und schaue in seine wunderschönen grünblauen Augen, möchte noch einmal diesen Moment auskosten, bevor ich fortsetze und bewusst all meine Träume augenblicklich vernichten werde. »...nicht weil ich dir etwas Schlechtes wünsche, sondern weil du dann trotz deines verschlossenen Herzens vielleicht etwas zu spüren beginnst.«
Sekunden verstreichen in denen er mich wortlos anblickt und mit keiner Geste verraten würde, was er sich gerade denkt. Momente des Schweigens, eine Verbindung zweier Herzen die anscheinend immer nur ich wahrgenommen habe. In dem Bewusstsein nun alles zwischen uns zu zerstören, wende ich meinen Blick von ihm ab. Paul Franke ist weder ein Gefühlsmensch noch jemand der sich auf eine feste Beziehung einlassen würde, doch für einen Wimpernschlag fühle ich, dass ihn meine Worte vielleicht doch berühren. Er wirkt etwas verunsichert und die übliche Schlagfertigkeit lässt auf sich warten. Er ist ein Sunnyboy, Macho, Frauenheld, ein Herzensbrecher, doch alles andere als einfühlsam.
»Bist du jetzt fertig mit deiner Gefühlsduselei?«, erwidert er herablassend und völlig emotionslos. Ich beobachte ihn, wie er lange an seiner Zigarette zieht und den Rauch in die Luft bläst.
»Das ist alles was ich dir zu sagen habe.« Mit den ruhig gesetzten Worten verabschiede ich mich, drehe ihm meinen Rücken zu und verschwinde. Ich bin enttäuscht, zutiefst gekränkt und ärgere mich über meine Naivität. Paul Franke hat die letzten Monate mein Leben komplett auf den Kopf gestellt und nun ist es Zeit ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen. Ohne ihn.

Kapitel 1

»Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten beginnen wir mit dem Landeanflug. Wir bitten Sie nun, wieder Platz zu nehmen und sich anzuschnallen. Bitte schalten Sie alle elektronischen Geräte aus. Vielen Dank. Ladies and gentlemen, in just a few...«
Ich beobachte die Flugbegleiterin, deren Lippen sich synchron zu dem Gesprochenen aus den Lautsprechern bewegen. Ihre Arbeitsuniform leuchtet in roter, warnender Signalfarbe. Der Rock, die Weste und die dazu passenden Strumpfhosen sind farblich abgestimmt. Freundlich strahlt sie die Passagiere an. Ihre Wörter klingen auswendig gelernt – monoton und mit wenig Emotion. Ich starre sie unentwegt an und nehme ihre Stimme nur noch im Unterbewusstsein wahr. Fest drücke ich die Schachtel an meinen Körper und merke, wie sich mein Puls erhöht. Meine Hände sind feucht und ich beginne zu frieren.
»Bitte stellen sie Ihre Rückenlehnen in eine senkrechte Position...«, höre ich sie wieder. Vorsichtig streiche ich ein paar Mal über die kunstvoll bemalte indische Box aus Palisanderholz. Feine Miniaturmalereien, die Elefanten und Kamele zeigen, zieren den Deckel. Die Schachtel wurde ein paar Mal mit einem bunten Band umwickelt, darunter steckt der Brief meiner Mutter. Langsam und Wort für Wort lese ich mir ihre Zeilen durch. Immer wieder bekomme ich einen Kloß im Hals, sobald der Sinn ihres Geschriebenen auch mein Herz erreicht. Ich bin mir nicht sicher ob es richtig war in das Flugzeug zu steigen, doch wie unter Zwang habe ich die wichtigsten Dinge zusammengepackt, ein Taxi gerufen und sitze nun wenige Stunden später hier im Flugzeug. Behutsam streiche ich den Brief meiner Mutter glatt, der durch meine Tränen schon etwas wellig geworden ist. Ich bemühe mich, ihre Nachricht nochmals zu lesen, doch die Tränen in den Augen trüben meinen Blick. Das kleine Mädchen neben mir zupft an meiner Bluse. Ihre Augen strahlen mich an.
»Was ist in dieser Box?«, fragt sie mit kindlicher Neugier.Ich wische die Tränen aus meinem Gesicht und versuche ihr zuzulächeln. Ich habe eine Vorahnung, die ich nicht aussprechen will. Die Gewissheit werde ich erst bekommen, wenn ich wage, sie zu öffnen. Ich zucke mit den Schultern.
»Ich vermute, das ist eine Überraschung«, meine ich gedankenverloren.
»Vielleicht ein Schatz?«, neugierig mustert sie das Kunstwerk in meinen Händen. Ich beginne zu schmunzeln und nicke ihr zu. »Ja, darin ist ein Schatz«, flüstere ich.Ich blicke erneut auf das abgenützte Papier in meinen Händen.

Meine liebe Leni,
in dieser Schachtel findest du die Antwort auf viele offene Fragen. Bitte entschuldige, dass ich sie dir nicht schon viel früher gegeben habe. Dies geschah nur aus Sorge um dich. Längst verheilte Wunden sollten nicht wieder aufgerissen werden. Öffne die Schatulle deiner Vergangenheit, öffne dein Herz und beginne dich selbst wieder zu spüren. Finde zurück zu dir und zu dem Menschen, der du einmal warst und eigentlich sein willst.
In tiefer Verbundenheit,
Deine Mami

»Entschuldigen Sie?« Ich blicke erschrocken auf. Eine warme Hand liegt auf meiner Schulter. Die Flugbegleiterin, die gerade noch in das Mikrofon gesprochen hat, lächelt mich freundlich an. »Sie müssen sich anschnallen.«, meint sie ruhig, doch bestimmt. Ich nicke ihr geistesabwesend zu und schließe den Gurt um meinen Bauch. Unentwegt halte ich dabei die Schachtel in meinen Händen. Das kleine Mädchen blickt aus dem Fenster und beobachtet wie die Maschine langsam mit dem Sinkflug beginnt und die ersten Häuser am Boden sichtbar werden. Aufgeregt deutet sie ihrer Mutter hinzuschauen. Sie versucht sie zu beruhigen und ihre Nervosität zu stillen. Ich kann ihr Gefühl so gut nachempfinden. Als ich das Flugzeug verlasse, verstaue ich alles in meinem kleinen Trolley und verabschiede mich im Vorbeigehen bei der netten Flugbegleiterin.
»Ziehen sie sich warm an, es hat geschneit...«, ruft sie mir noch zu, bevor ich die Maschine verlasse. Hüpfend geht das kleine Mädchen an der Hand ihrer Mutter vor mir. Ich winke ihr zum Abschied nochmal zu und sehe, wie beide beim Ausgang von einem Mann abgeholt werden, dem das Mädchen freudestrahlend entgegen läuft und ihn laut mit „Papi, Papi“ begrüßt. Gedankenversunken halte ich inne und beobachte die wiedervereinte Familie.Als ich das Gebäude verlasse, merke ich erst wie recht die Flugbegleiterin hatte. Eine dicke weiße Schneedecke überzieht die Straßen und erschwert den Autos voranzukommen. Hier herrscht das pure Chaos. Schneegestöber, fluchende Menschen und ein eiskalter Wind, der mir hunderte Schneeflocken ins Gesicht bläst, erschweren das Vorankommen. Es ist schon dunkel. Viele Leute drängen durch den überfüllten Ausgangsbereich.
Bepackt mit großen Taschen und Geschenken hetzen sie zu ihren Familien um das Fest der Liebe zu feiern. Keiner erwartet mich, denn ich habe niemanden von meinem Kommen erzählt. Es ist genau noch eine Woche bis Weihnachten. Je näher dieser Tag rückt, desto genervter und ungeduldiger werden alle. Zu keiner anderen Jahreszeit streitet man so viel mit seinen Liebsten.
Erwartungshaltungen werden nochmals in die Höhe geschraubt und oft nicht erfüllt. Für eine perfekte Grundstimmung ist somit gesorgt. Energisch streife ich meinen dicken Mantel über, ziehe den Gürtel fest und marschiere schnellen Schrittes zu den Taxis, die leider recht spärlich vorhanden sind. Ich habe Glück und erwische ein freies. Es ist, als ob es auf mich gewartet hätte. Ich atme tief durch und lasse mich in die weiche Polsterung des Taxis fallen. Im Radio läuft „Last Christmas“ von Wham.

Die verschneite Landschaft und die Lichterketten, die von den weißen Bäumen hervorblitzen, verzaubern die Landschaft und erwecken Kindheitserinnerungen.Als wir in die Straße meines Elternhauses einbiegen, ist diese kaum zu erkennen, weil dicke Schneehauben die Straßenlaternen verhüllen. Hierher verirrt sich nur selten ein Schneepflug. Der hohe Schnee verhindert das Weiterkommen. Der Taxifahrer lässt mich am Anfang der Straße aussteigen. Ich kann mich glücklich schätzen, diesmal mit gemütlichen Schuhen unterwegs zu sein. Die Lichter des Taxis verschwinden schneller als mir lieb ist und so stehe ich einsam und verlassen in der dunklen Nacht. Mühsam ziehe ich den Trolley durch den hohen Schnee. Meine Schuhe werden mit jedem Schritt kälter, da der Stoff diesen Witterungsverhältnissen nicht Stand hält. Was bleibt mir anderes übrig als einfach weiter zu gehen. Das Geräusch des frischen weichen Pulvers unter mir hört sich wunderbar an. Schneeflocken fallen vom Himmel und behindern meine Sicht. Als ich vor dem Haus meiner Eltern ankomme, ist alles finster. Kein Licht scheint aus den Fenstern. Ich ziehe den Schlüssel aus meiner Tasche, sperre die Tür auf und taste nach dem Schalter, der sofort den Eingangsbereich erhellt. Der Duft von frischen Tannenzweigen und Vanille kommt mir entgegen. Mit viel Liebe hat meine Mutter das Haus in einen Ort verwandelt, der weihnachtliche Stimmung aufkommen lässt. Ich schlüpfe aus meinen nassen Schuhen, stelle mein Gepäck ab und schleiche vorsichtig wie ein Dieb durch mein eigenes Elternhaus. Irgendwie fühlt es sich seltsam an. Schon lange Zeit war ich hier nicht mehr alleine. Zögernd betrete ich mein altes Kinderzimmer. Der Flug hat mich geschlaucht und ich sinke müde auf die kindliche Tagesdecke meines Betts. Zärtlich streife ich ein paar Mal über den ausgeblichenen Stoff. Ich krame die Schachtel aus meiner Tasche hervor, positioniere sie auf meiner Kommode so, dass ich sie vom Bett aus gut sehen kann und starre sie gefühlte Stunden an. Vorsichtig nehme ich die Box in die Hand und überlege sie zu öffnen.
Sie zieht mich magisch in den Bann, möchte geöffnet werden, fordert mich auf, endlich zu handeln. Zugleich habe ich große Angst, damit den Geist der Vergangenheit herauf zu beschwören. Langsam entferne ich das Band. Mein Herz klopft bis zum Hals. Ich öffne behutsam den Knoten. Mein Atem stockt, als ich den Inhalt sehe.
Automatisch schießen die Tränen ein. Ganz oben liegt das Tagebuch, das ich seit dem Tag der Abtreibung nie wieder in meinen Händen gehalten habe. Darunter liegen unzählige Briefe mit Pauls Handschrift. Paul!
Ich ziehe die Briefe an meine Nase, versuche ihm auf diese Art näher zu sein und beginne tief aus meinem Herzen zu schluchzen.Zaghaft öffne ich die ersten Seiten meines Tagebuchs und lese die Zeilen. Dann öffne ich den obersten Brief. Mein Herz verkrampft sich als ich Pauls Worte zu lesen beginne.

HoneyBee,

nach vier ernüchternden Tagen des Wartens auf dein Zurückkommen beginne ich mir wirklich Sorgen zu machen. Keiner will mir sagen wo du bist. Wie kannst du mir das antun? Nachdem wir all das gemeinsam durchgemacht haben! Warum? Warum bist du einfach verschwunden, ohne ein Wort zu sagen? Ich verstehe es nicht. Warum bist so verdammt egoistisch? Ich kann ohne dich nicht leben. Ich kann ohne dich nicht lieben!Du gehst, verabschiedest dich von allem was wir hatten und lässt mich mit gebrochenem Herzen zurück?Ich weiß vergangene Woche war nicht einfach und ich habe das Gefühl, einen großen Fehler gemacht zu haben.Ich kann dir versichern, mag jeder Berg noch so steil und jedes Gewitter noch so angsteinflößend sein, ich werde immer an deiner Seite gehen. Ich halte keinen weiteren Tag ohne dich aus. Bitte schreib mir wo du bist. Ich werde mich sofort auf den Weg zu dir machen.Ich kann es kaum erwarten dich wieder in meinen Armen zu halten, um dir zu sagen, wie sehr ich dich liebe. Ich verstehe, dass du nach der ganzen Geschichte Abstand brauchst. Doch lass dir nicht so viel Zeit, denn ich zerbreche an deiner Abwesenheit. Manchmal wünschte ich, ich hätte dich niemals kennen gelernt, doch im gleichen Moment verfluche ich mich für diesen Gedanken, denn ich würde niemals wissen, was Liebe bedeutet. Leni, bitte komm zurück.
Zurück zu mir.
Ich liebe dich – bis zu den Sternen

Paul

Zehn Jahre nachdem diese Zeilen geschrieben wurden, sitze ich auf dem Bett meiner Kindheit und lese seine verzweifelten Worte das erste Mal. Was es bei mir auslöst? Den Wunsch ihm ganz schnell nahe zu sein. Doch was sind schon Wünsche? Spiegelbilder einer Realität die manchmal schwer in Erfüllung gehen. War es richtig hier herzukommen? Warum bin ich Hals über Kopf in dieses Flugzeug gestiegen? Warum sitze ich nun hier? Was wollte ich damit bezwecken? Mit jedem Brief den ich öffne, wird die Sehnsucht meines Herzens nur noch größer. Ein unsichtbares Band zog mich ohne nachzudenken in dieses Zimmer und ich spüre, es ist endlich an der
Zeit mein Leben in den Griff zu bekommen.


Die letzten Monate in Paris haben aufgezeigt, dass ich so nicht mehr weiterleben kann.
Ich bin körperlich erschöpft und bekomme kaum noch Schlaf, da mich meine Vergangenheit ständig in meinen Träumen quält. Keine Nacht vergeht, in der ich nicht schweißgebadet und mit schlimmer Atemnot aufwache. Ich habe es eingesehen. Ich brauche Hilfe. Doch nicht Hilfe, die ich von einem Therapeuten bekomme. Ich brauche meine Familie. Ich sehne mich nach einem zu Hause, das ich selbst nach Monaten in meiner kleinen Wohnung im Herzen von Paris nicht finden konnte. Tagtäglich meinem Beruf mit der gleichen Konsequenz und Härte, wie in Wien nachzugehen, schaffe ich nicht mehr. Dies ist auch meinem neuen Chef nicht entgangen.

Nun bin ich auf der Suche nach Geborgenheit. Ob ich sie hier finden werde, weiß ich nicht. Die Verzweiflung führt einen gewöhnlich dort hin, wo man das Gesuchte verloren hat.
In ein paar Wochen steht mir der Rechtsstreit mit meinem Mann bevor. Die Einladung zum Scheidungstermin habe ich von seiner Anwaltskanzlei in einem unpersönlichen Schreiben bekommen. Ich erwarte mir nichts mehr von Christian, zumindest aber eine friedliche und respektvolle Trennung nach fünf Jahren Ehe. Nach unzähligen unschönen Berichten in den Zeitungen und Drohungen weiß ich es heute besser. Manchmal verstehe ich ihn, denn er hat sich in eine Frau verliebt, die so nicht mehr existiert. Verständlicher Weise lässt er nun seine ganze Wut an mir aus. Ich habe seine perfekte Welt zerstört.

Ein Urlaub war absolut notwendig. Die Einsamkeit konnte selbst mein stressiger Job nicht kompensieren. In Wien scharten sich wenige Freunde um mich. In Paris so gut wie keine. Am Abend sitze ich einsam in meiner Wohnung und habe viel Zeit nachzudenken. Meist schweifen meine Gedanken zu Paul. Selbst wenn ich es wollte, bringe ich ihn nicht mehr aus meinem Kopf. Seitdem ich Wien verlassen habe, herrschte Funkstille. Kein einziges Mal habe ich mich bei ihm gemeldet. Selbstvergessen streiche ich über Pauls Briefe. Die Sehnsucht ihn wieder zu sehen wird immer größer."
So, nun habt ihr erstmal den ersten Eindruck des Buches bekommen, ich hoffe, dass er euch gefallen hat. :) Danke an Mela Wagner, dass ich die Leseprobe übernehmen durfte. 


Hier dann noch der Artikel der liebe Jasmin, sie stellt das Buch ebenfalls vor, schaut bei ihr auch vorbei: http://buch-leben.blogspot.com


Dann habe ich für euch noch die Webseiten zu Veranstaltung:
Romancewoche: http://romancewoche.de/


Dann gibt es natürlich noch die tollen Seiten von Mela Wagner:


Dann habe ich noch meine Rezension für euch, damit ich euch auch noch meinen Eindruck zum Buch dalassen kann: 

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich schön, ich glaube, es sollen Paul und Leni auf dem Cover sein, die sich wiederbegegnen, was wirklich schon viel über das Buch aussagt, aber auch wirklich ein interessantes Cover ergibt. 
Leni und Paul, das ist vielleicht eine Never-Ending-Story, weil sie begegnen sich in ihrem Leben immer wieder und leider führt das nicht immer wirklich zu etwas gutem, wenn beide sich treffen. Eigentlich sind sie für einander geschaffen, aber das Leben macht ihnen immer wieder einen Strich durch die Rechnung...
Die Geschichte spinnt sich aber immer wieder neu um die Beiden, als Leni dann schwanger wird, verschwindet Paul, doch kurz vor der Geburt kommt er wieder und dann passiert das Leben wieder von vorn, aber vielleicht dieses Mal mit einem anderen Ende?!
Lena ist eine wirklich starke Persönlichkeit, sie wirkt auf den ersten Blick wie eine karrierebesessene Frau, die an sich nur ihren Aufstieg im Kopf hat, doch wenn man die Geschichte hinter der Fassade kennt, ist Lena eine sehr sensible und eigentlich zu tiefst enttäuschte Frau, der im Leben nicht wirklich viel gutes passiert ist. Lenas Leben ist wie eine Achterbahn und das merkt man ihr auch an, ihre Art sagt das einfach aus und das bemerkt man beim Lesen sofort, aber vielleicht gerade wegen ihre Ecken und Kanten schliesst man sie ins Herz, sie ist eben nicht die charakterlose Karrierefrau, die sie gerne wäre und das macht sie als Protagonistin wahnsinnig interessant. 
Paul ist ein Herzchen, das kann man wirklich so sagen und nun erfährt man auch mehr über das Leben von Paul, was ich wahnsinnig spannend fand, weil das wird im Band 1 etwas vernachlässigt, was aber auch erst beim Lesen von Band 2 und der Erkenntnis auffällt, dass man das so gar nicht im Fokus hatte. Da sich Band 2 auf die Leben von Paul und Leni besser aufteilt, kann man auch beide noch mal anders erleben, was spannend ist, da sich beide verändert oder besser, sie das Leben verändert und gerade diese Entwicklung kann man in dem Band wahnsinnig gut beobachten. 
Der Stil von Mela Wagner ist wirklich klasse, die 414 Seiten fliegen dann einfach nur so weg und man merkt gar nicht, was man schon sich schon wieder dem Ende nähert. Sie schafft es, den Leser so in die Handlung hineinzuziehen, dass 
Mela Wagner löst das Problem mit Band 2 eigentlich sehr geschickt, weil man kann beide Bücher schon unabhängig voneinander lesen, weil sie in Band 2 immer wieder Rückblenden einsetzt, die den Leser die Geschichte, die in Band 1 gelaufen ist, in groben Zügen wider gibt und daher wäre es möglich, aber wenn man sich die volle Dosis Leni und Paul geben möchte, sollte man schon beide Bände nacheinander lesen. 

Fazit:
Mela Wagner schafft mit Leni und Paul zwei Menschen, die einfach durch das Leben immer wieder neu lernen müssen, sich auf den anderen Einzulassen und trotzdem nie das Ideal an dem anderen verlieren. Eine Geschichte als für Menschen, die an die große Liebe glauben und auch für die Romantiker, die sich immer und immer wieder neu in Leni und Paul verlieben möchten. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Alles Liebe,
Katja

[Rezension] Mela Wagner - Restart ~ Die Begegnung

Beschreibung:
Die erste Liebe ist überwältigend, intensiv und stürmisch.
So ergeht es auch Leni und Paul. Bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem eine unerwartete Nachricht alles verändert. Sie treffen eine folgenschwere Entscheidung, die das junge Glück zerstört und den Kontakt abbrechen lässt.
Bei ihrem zehnjährigen Klassentreffen sehen sie sich wieder. Die Erinnerungen und Gefühle der Vergangenheit lassen sich nicht mehr ausblenden und drängen sich unaufhaltsam in ihr Leben. Was ist damals wirklich passiert? Was ist aus dem Mädchen geworden, in das sich Paul Hals über Kopf verliebt hat?
Leni versteckt sich hinter der Fassade der erfolgreichen Chefredakteurin eines internationalen Modemagazins. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln und die Geschichte beginnt von neuem …

Details:
Format: Kindle Edition oder Print
Dateigröße: 2285 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 418 Seiten
Verlag: Montlake Romance (20. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ASIN: B01LCDO1YY

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich schön gestaltet, es soll sicher Leni und Paul zeigen, wie sie sich eben im Buch manchmal gegenüber stehen und das gibt schon ein interessantes Coverbild.
Leni und Paul waren schon mal als Teenager ein Paar, doch das hat nicht geklappt und Leni hat diese Trennung bis heute nicht wirklich verarbeitet. Doch dann gibt es da dieses Klassentreffen nach 10 Jahren und sie begegnen sich wieder und das Gefühlskarussel beginnt sich von neuem zu drehen, was Leni nicht so wirklich gefallen mag, da sie die alten Wunden noch nicht verwunden hat...
Leni ist eine wirklich spannende Protagonistin, zu Beginn des Buches wirkt sie kühl und abwehrend, da sich das ganze Buch sich im Vordergrund mit ihr und ihren Gefühlen befasst, lernt man sich sehr gut kennen und versteht auch immer besser, was sie so verletzt hat und kann auch ihre Reaktionen viel besser nachvollziehen. Auch die Entwicklung von Leni innerhalb des Buches macht das Lesen wirklich spannend.
Paul ist ein wirklich verständnisvoller und sehr liebevoller Mensch, der dann immer zeigt, dass er Leni wirklich lieb und versucht, Leni aus ihrem Panzer zu holen.
Die Geschichte zwischen Leni und Paul ist eine Achterbahnfahrt zwischen Liebe und Hass und das zieht den Leser wahnsinnig in den Bann, weil man einfach spürt, dass die Geschichte einfach mit viel Liebe und Sorgfalt geschrieben wurden ist.
Mela Wagner hat einen wirklich tollen Stil, sie schreibt flüssig und zieht den Leser einfach in den Bann der Geschichte, dass man dann das Buch kaum aus der Hand legen kann. Mela Wagner schreibt authentisch und sehr nachvollziehbar und das macht die Geschichte auch für den Leser nachvollziehbar. 

Fazit:
Mela Wagner hat mit der Liebe zwischen Leni und Paul ein Buch geschaffen, das einen als Leser einfach mitreist und das immer wieder zeigt, dass sich eine Liebe immer wieder verändert und trotzdem die Gefühle gleich bleiben können. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Dienstag, 16. Mai 2017

[Rezension] Heidi Rehn - Tanz des Vergessens

Beschreibung:
Frühling 1919: Die junge Lou will nach dem tragischen Tod ihres Verlobten in den Wirren der Münchner Räterepublik nur noch eines: vergessen! Um ihren Schmerz zu betäuben, stürzt sie sich in das Bohème-Leben der frühen Zwanzigerjahre. Doch wie ein schwarzer Schatten hängt die Vorstellung über ihr, allen Menschen, die ihr nahestehen, Unglück zu bringen. Als sich dieser Glaube ein weiteres Mal zu bewahrheiten scheint, bleibt ihr nur noch ein letzter Ausweg ...

Details:
Taschenbuch: 560 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426515911
ISBN-13: 978-3426515914
Größe: 12,5 x 4,2 x 19,3 cm

Eigene Meinung:
Das Cover zeigt eine hübsche junge Frau, die sicher Lou sein soll und die den Betrachter mit einen wirklich anziehenden Blick anschaut. Durch diesen Blick zieht das Cover auch einfach die Blicke auf sich. 
Lou erlebt das, was niemand im Leben erleben will, sie verliert tragisch ihren Verlobten und als würde das nicht schon reichen, hat sie das Gefühl, dass sie allen Menschen, die in ihre Umgebung sind, einfach nur Unglück bringt. Sie versucht sich im Tanzen und im Rausch des Lebensgefühl der 20er Jahre ihr bösen Vorahnungen zu vergessen, aber da diese Gefühl sich immer und immer wieder auch in Fakten zeigt, sieht Lou nur noch einen Ausweg für sich...
Lou ist als Charakter an sich eine starke Frau, aber durch die Unruhen, die auf den Strassen toben und die Schicksalsschläge, die sie ereilen, immer wieder sehr stark in ihrem Wesen erschüttert wird. Sie verliert immer wieder Freunde und das macht sie selber fertig und auch ihre Anstellung als Täschnerin macht es nicht besser, weil sie das Tanzen einfach nicht vergessen lässt, was in ihrem Leben alles schief läuft. Gerade diese Zerbrechlichkeit macht aber Lou für den Leser wirklich gut greifbar, sie ist eben nicht die perfekte Frau, aber gerade das macht sie zu etwas Besonderem. 
Heidi Rehn setzt die Handlungsorte München und Berlin wirklich gut nach dem 1. Weltkrieg um, sie versetzt den Leser in eine aufregende Zeit, die man immer schlechthin als die Goldenen Zwanziger bezeichnet und diese Lebensgefühl setzt Heidi Rehn auch in ihrem Buch um. Aber sie zeigt eben auch die Schattenseiten dieser Jahre, den aufstrebenden jungen Hitler, die Wirtschaftskrise, die politischen Unruhen in der Weimarer Republik, die Inflation, die Hungersnöte und alles, was dann eben in den Jahren prägend waren, was wirklich gut, weil so golden wie der Name vermuten lässt, waren die Jahre Anfang der 1920er gar nicht. 
Der flüssige und wunderbar leichte Schreibstil von Heidi Rehn lassen die Seiten einfach so wegfliegen und die 560 Seiten sind so schnell weg, dass man es gar nicht merkt, weil man so in der Handlung der Geschichte ist, dass man gar nicht merkt, dass das Buch immer und immer weniger von den Seiten her wird. Natürlich gibt es immer mal wieder Länge im Buch, was aber durch die gründliche Recherche bedingt ist, aber das macht das Buch sehr authentisch. Das kann man dann zwar als etwas negativ ansehen, aber wenn man sich in der Zeit nicht so wirklich auskennt, sind gerade die Erklärungen und Hintergründe wichtig für die Entwicklung der Personen im Buch. 

Fazit:
"Tanz des Vergessens" führt den Leser in das Deutschland nach dem ersten Weltkrieg, zeigt aber, dass die Goldenen Zwanziger nicht immer golden war, die Recherche zeigt sich immer wieder in dem Buch und das macht das Buch sehr authentisch. Durch den wirklich guten Stil von Heidi Rehn fühlen sich die 560 Seiten auch nicht so an, sie lässt den Leser einfach so durch die Seiten fliegen.

Dafür gibt es 5 Rosen:

Dienstag, 9. Mai 2017

[Rezension] Fiona Blum - Liebe auf drei Pfoten

Beschreibung:
Das ideale Geschenk für alle Büchernarren, Rom-Liebhaber und Katzenfreunde.

Eine schüchterne junge Frau, die versucht, sich hinter Büchern und Geschichten zu verstecken und dem Leben aus dem Weg zu gehen. Ein herrenloser Kater, der das letzte seiner sieben Leben schon aufgegeben hatte, als ihn ein Geruch unversehens in die Welt zurückholt. Zwei Kinder, deren Mutter ihre Tage unter einem Tisch zubringt, um der Angst zu entfliehen, und eine verrückte alte Frau, die ein großes Geheimnis hütet. Sie alle treffen während eines glühend heißen Sommers aufeinander, in Rom, dieser lauten, staubigen Stadt, deren unvergleichliche Schönheit sich nur demjenigen erschließt, der morgens um vier den Steinen zuhört und nicht an Zufälle glaubt.

Details:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Page & Turner (23. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344220447X
ISBN-13: 978-3442204472
Größe: 13,4 x 2,4 x 20,8 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich süss gemacht, man erkennt im Hintergrund die Silhouette von Rom und ganz im Vordergrund schaut einem keck der Kater entdecken, der mit seinem Blick sagen zu scheint, lest mich. Leider ist die Katze auf dem Buch nicht wirklich Bruno, der dann im Buch beschrieben wird, was etwas komisch anmutet.
Federica Mazzanti ist eine junge Frau von 27 Jahren, die ihren Sommer in Rom, der ewigen Stadt, zwischen drei Jobs verlebt, aber sie lebt sehr zurückgezogen, sie hat kaum soziale Kontakte, aber dann begegnet sie dem Kater, der nur noch drei Beine hat und kümmert sich um ihn. Ein Kümmern zeigt ihr aber auch, dass etwas in ihrem Leben fehlt, aber auch, dass sie ihr Leben durchaus bereichen kann...
Federica hat zu Beginn des Buches ein nicht wirklich einfaches Leben, drei Arbeiten halten sie über Wasser, aber der Traum einer Bibliothek lässt sie immer wieder alles schaffen, aber erst mit dem Auffinden des Katers Bruno, der mehr tot als lebendig zu ihr kommt, schafft sie es, ihr Leben wirklich zu ändern.
Fiona Blum hat einen wirklich flüssigen und sehr lebendigen Schreibstil, sie zieht den Leser nach Rom mitten in das Leben und beschreibt dabei Charaktere, die einfach nur authentisch und liebenswert sind. Fiona Blum gestaltet ihre Charaktere auch sehr detailiert, was beim Lesen wirklich gut Bilder im Kopf entstehen lässt. 
Die Verstrickungen zwischen den Charakteren und auch die  Entwicklung der Protagonisten sind gut durchdacht und wirken sehr authentisch. Zudem ist ihre Beschreibung des Charakters von Bruno wirkt sehr glaubhaft und gefällt deswegen wirklich gut, weil er nicht ein zu zahmer Kater ist und eben auch mal die Krallen zeigen kann.
Leider bleibt der Erzähler, der durch das Geschehen führt, an manchen Stellen etwas zu nüchtern, aber wenn man sich richtig in die Geschichte fallen lässt, dann kann man das mal so stehen lassen, aber es fällt etwas beim Lesen auf. 

Fazit:
Ein Kater, viele sympathische Charaktere und eine Geschichte, die einfach nach Rom mitten in den Sommer passt, "Liebe auf drei Pfoten" bietet das alles und zeigt, dass man nicht immer die großen Geschichten braucht um ein paar tolle Lesestunden zu verleben.

Dafür gibt es 5 Rosen:

Danke an Page & Turner für das Rezensionsexemplar. 

Sonntag, 7. Mai 2017

[Kurz - Rezension] Frank Schäfer - Der Couchrebell ~ Streifzüge durchs wahre Leben

Beschreibung:
Frank Schäfer hat es geschafft. Frau, Kind und Haus und vielleicht auch noch der eigens gepflanzte Baum. Und selbst beruflich läuft es ganz passabel. Kein Grund zu klagen also, oder? Aber war da nicht noch was? Während Attac, Occupy, Piraten und Wutbürger sich empören, erinnert sich der einstige Heavy-Metal-Musiker Frank Schäfer an sein Rebellentum, damals, in den Achtzigern und Neunzigern. Frank Schäfer erzählt Geschichten davon, wie er sein Rebellentum herüberzuretten versucht in seinen ganz normalen Alltag, irgendwo zwischen Malle und Wacken.

Details:
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1 (9. April 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451313022
ISBN-13: 978-3451313028
Größe: 12,3 x 2,2 x 20,3 cm

Fazit:
Das Cover ist wirklich etwas besonders, die Hand zum Teufelsgruss, die beschrieben mit den Worten ist, die Frank Schäfer wichtig sind und die Rebellion, die durch das Geweih verdeutlicht werden soll. Ein sehr interessantes und anderes angelegtes Cover wie man sagen muss.
Frank Schäfer ist Musiker mit Leib und Seele, aber leider ist seine aktive Zeit schon lange vorbei und nun bleiben ihm nur noch seine Erinnerung an die Zeiten als wilder Rocker, die er immer wieder in seinen Geschichten aufleben lässt.
Den Stil des Buches erkennt man eigentlich schon an den tollen Kapitelnamen, den Ttielnamen wie "Der Rebell möchte eine neue Welt gründen", "In jeder Rebellion ist ein Problem verborgen" oder "Der Rebell will nicht erwachsen werden" sagen schon viel aus.
Frank Schäfer schreibt sehr authentisch, an keiner Stelle in dem Buch wird es langweilig oder man hat das Gefühl, dass er sich nun etwas aus den Fingern saugt, einfach weil er genau an dem bleibt, was ihm wichtig ist und das ist eben nicht nur die Musik, die ihn immer und immer wieder zum Träumen bringt und die seine Leben, aber besonders seine Jugend geprägt hat.  Er zeichnet in dem Buch seine Leben und seine Wandlung auf, weil der Rebell von früher ist zahm geworden, weil der das echte Leben entdecken musst und da ist der Rebell nicht mehr das, was passt.
Das Buch ist eigentlich für jeden Musikliebhaber etwas, denn es erzählt eben nicht nicht das Rebellentum und seine Hintergründe, sondern es erzählt auch viel über die Liebe zur Musik und das Leben nach der Musik, aber eben nicht, ohne einen gewissen Unterton wegzulassen.

Dafür gibt es 4 Rosen:

Danke an den Herder Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Samstag, 29. April 2017

[Rezension] Sarah Harvey - Rendezvous zu dritt

Beschreibung: 
Jude und Lucy sind beste Freundinnen. Sie teilen alles miteinander: ihre Wohnung, Freud und Leid, jedes Geheimnis. Doch eines Tages verlangt Lucy von Jude einen Freundschaftsdienst der besonderen Art: Jude soll an ihrer Stelle zu einem Blind Date gehen, das ihre Mutter für sie arrangiert hat. Jude willigt ein, und die Täuschung gelingt. Doch damit fangen die Probleme erst an - denn Jude ist auf dem besten Wege, sich in einen Mann zu verlieben, der sie für ihre beste Freundin hält ...

Details:
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492306047
ISBN-13: 978-3492306041
Originaltitel: Lip Service
Größe: 13,5 x 2,7 x 18,8 cm

Eigene Meinung:
Das Cover ist wirklich süss gestaltet, die beiden Katzen und der Hamster passen super schön zu den pinken Gummistiefeln und den gelben Hintergrund, das Cover ist einfach nur echt total süss. 
Jude und Lucy sind nicht nur beste Freundinnen, sie sind auch immer füreinander da und dann verlangt Lucy einen Freundschaftsdienst, der nicht nur ihre Freundschaft zu Jude auf die Probe stellen soll, sondern ihr auch zeigt, dass sich verlieben manchmal wirklich schwierig sein kann...
Sarah Harvey gestaltet hier das Bild von einer Freundschaft, die aber eben nicht immer alles durchstehen kann, aber auch die anderen Charaktere in dem Buch haben eine tolle Art, dadurch entstehen dann eine leicht schräge Liebesgeschichte, die einfach viel Charme und Witz hat. Somit ist es wirklich ein Buch, was man mal wunderbar zwischendurch zum Abschalten lesen kann, einfach in die Geschichte fallen lassen.
Der Schreibstil von Sarah Harvey ist locker und leicht, man fliegt durch die Seiten, auch verstehe sie es, Wortwitz geschickt zu platzieren. Sie schreibt sehr bildlich, so das es dem Leser nicht schwer fällt, sich die Geschichte vorzustellen. Auch gestaltet sie die Charaktere von Jude und Lucy sind authentisch und gut ausgearbeitet, sie zeichnet nicht nur eine Freundschaft auf, sondern auch der Weg, wie man sich über ein Missverständnis verlieben kann.
Leider fielen beim Lesen immer wieder Schreibfehler auf, was man eigentlich nicht erwarten kann, wenn man den Piper Verlag sieht, aber scheinbar ist es bei dem Buch mit der Korrektur nicht so wirklich passend gewesen. 

Fazit:
"Rendezvous zu dritt" ist ein wirklich interessanter und witziger Roman, der sich nicht nur um gute Freundinnen und Verliebt sein dreht, sondern der auch wirklich witzig und locker leicht zu lesen ist. Das Buch lässt sich einfach gut lesen und das ist so ein richtig schöner Roman, um sich mal fallen zu lassen und zu geniessen. Nur sollte man über die Rechtschreibfehler hinwegsehen können. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

[Rezi - Vierer] Viermal ein echter Kaminer für euch...

Hallo ihr Lieben, 
heute habe ich gleich mal 4 Rezension für euch, weil ich in der letzten Zeit viele Bücher von Wladimir Kaminer lese und sie euch mal alle in einen gesammelten Rezensionspost vorstelle. Das werde ich jetzt auch bei Reihen oder gleichen Autoren öfters machen, weil sich das einfach anbietet. :) Also euch dann viel Spass mit 4 x Wladimir Kaminer. :) 

Heute stelle ich euch diese 4 Bücher vor: 


So, dann legen wir mal los: 

Wladimir Kaminer - Ich mache mir Sorgen, Mama
Beschreibung:
Wer Wladimir Kaminers Geschichten kennt, kennt auch seine Familie: seine Frau Olga, seine beiden Kinder und natürlich seine Eltern. Egal ob Erziehungsfragen, sexuelle Aufklärungsarbeit, deutscher Behördendschungel, sportliche Extravaganzen, Mysterien des Religionsunterrichts, Urlaubskatastrophen oder die Invasion der Playmobilfiguren – das Leben mit seiner Familie stellt Wladimir Kaminer unablässig vor neue Herausforderungen und beschert ihm immer wieder äußerst kuriose Erfahrungen. Und wer könnte hinreißender von ihnen erzählen als er selbst?

Details:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (20. März 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442461820
ISBN-13: 978-3442461820
Größe: 11,4 x 2 x 18,2 cm

Eigene Meinung:
Das Cover von "Ich mache mir Sorgen, Mama" ist etwas speziell, es zeigt einen etwas rundlichen Mann mit Hanteln in Badehose - man sollte es satirisch sehen, einfach so lustig wie es im Buch auch zugehen wird. 
Wladimir Kaminer zeigt in "Ich mache mir Sorgen, Mama", dass seine Familie immer wieder für eine Geschichte gut ist. In seinen kleinen Geschichten über das Leben in der Schönhauser Allee in Berlin zeigt er, dass er immer noch in seinen kleinen Geschichten lebt und diese ihm wohl nie ausgehen werden. Zudem glänzen wieder alle Geschichte durch einen Witz, der einfach unverwechselbar zu Wladimir Kaminer gehört, den man aber wirklich mögen muss. 
Die Themen ziehen sich um seine Familie, das Verhältnis zwischen Deutschen und Russen, dem Leben in alten Zeiten und einfach Alltagsaufnahmen, die man selber vielleicht gar nicht so beobachtet, aber Wladimier Kaminer nimmt das auf und schreibt darüber und das auf seine ganz spezielle Art.
Wladimir Kaminer schreibt sehr locker und flüssig, die Geschichten sind wie kleine Episoden geschrieben, wodurch sich das Buch wahnsinnig gut lesen lässt, Lachanfälle sind mit eingeplant. 

Fazit:
Wladimir Kaminer beweist mal wieder, dass er mit seinen Geschichten unterhalten kann, er zeigt dabei, dass seine Familie nicht anders als andere Familien sind - vielleicht einfach nur etwas spezieller.

Dafür gibt es 5 Rosen:

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Wladimir Kaminer - Ich bin kein Berliner ~
Ein Reiseführer für faule Touristen
Beschreibung:
Der bekannteste und beliebtest Berliner führt durch seine Stadt – ein Reiseführer der anderen Art.

Es gibt derzeit wohl kaum einen bekannteren Berliner als Wladimir Kaminer. Und keinen, der geeigneter wäre, die Stadt einem Touristen in all ihren Facetten vorzustellen. Von einer kurzen Einführung in die Berliner Historie über Geschichten zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder das Verhalten japanischer Touristen bringt Wladimir Kaminer auf gewohnt witzig-charmante Art dem Leser seine neue Heimat näher. Dabei dürfen natürlich auch praktische Hinweise nicht fehlen: Dazu gehören kleine Spazierrouten, dank derer man auf den Spuren von Wladimir Kaminer durch die Stadt schlendern kann, sowie Adressen origineller Restaurants, Geschäfte und anderer im Buch vorgestellten Attraktionen.

Details:
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (12. März 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442542405
ISBN-13: 978-3442542406
Größe: 14 x 1,4 x 21,6 cm

Eigene Meinung:
Der Bär gehört schon nach Berlin und deswegen findet man ihn auch auf dem Cover von Wladimir Kaminers Buch, Bären mit Bier - Berlin auf eine feine Art, passende zum Buch. 
Berlin ist immer eine Reise wert, nach der Lektüre von dem etwas ungewöhnlichen Stadt-Portraits von Wladimir Kaminer  umso mehr, weil er zeigt in seinem Buch Facetten der Stadt, die man vielleicht nicht so erwartet, weil man sieht Berlin durch die Augen von Wladimier Kaminer, der schon lange in der Stadt lebt, auch wenn er kein Berliner ist, aber trotzdem schon seit 1990 in der Stadt an der Spree lebt. 
Wladimir Kaminer begleitet in dem Buch eben nicht nur das alltägliche Leben in der Stadt, er bringt dem Leser auch das Berliner Nachtleben näher, in das er immer wieder eintaucht, aber dabei verliert er nie einen besonderen Blick auf das Leben der Berliner und auf die Ecke, die ihm wichtig sind. 
Neben dem eigentlichen Stadtrundgang erzählt Kaminer immer wieder kleine Geschichte und Anekdoten, die nicht nur schön zu lesen sind, sondern wieder den Stil von Wladimir Kaminer zeigen, seinen besonderen Blick auf seine Stadt und auch auf das Leben, das in den Strassen von Berlin tobt.
 Die kleinen Tipps packt Wladimier Kaminer in ein wirklich handliches Buch, vollgepackt mit kleinen Geschichte und Tipp, die dann immer wieder mit kleinen Karikaturen überschrieben sind. 

Fazit:
"Ich bin kein Berliner" ist kein typisches Buch von Wladimir Kaminer, weil er schreibt über seine Stadt und deswegen hebt sich das Buch schon ab, aber für Fans von ihm oder von Berlin oder einfach für Menschen, die dann gerne mal vom Sofa aus reisen, ist das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

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Wladimir Kaminer - Onkel Wanja kommt ~ 
Eine Reise durch die Nacht
Beschreibung: 
Onkel Wanja sieht sein letztes Stündlein herannahen, und er wünscht sich von seinem Neffen Wladimir nur noch eines: „Bevor ich sterbe, möchte ich noch einmal die Welt bereisen. Vielleicht nicht die ganze Welt, vielleicht nur Europa oder gar nur Deutschland. Und auch dort nur Berlin. Kurzum, schicke mir bitte eine Einladung.“ Gesagt, getan. Als Onkel Wanja in Berlin eintrifft, machen sich die beiden zu Fuß auf den Weg zu Wladimir nach Hause. Es ist ein Spaziergang durch die nächtliche Stadt voller eigentümlicher Begegnungen und unvergesslicher Betrachtungen über das Leben. Was ist gut, was böse? Was bleibt irgendwann von uns? Warum leuchtet die Hose des Onkels im Dunkeln? Und wo gibt es eigentlich die besten Matjes?

Details:
Taschenbuch: 192 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442473640
ISBN-13: 978-3442473649
Größe: 11,8 x 2 x 18,5 cm

Eigene Meinung:
Das Cover zu Onkel Wanja kommt ist wirklich schön gestaltet, es zeigt Wladimir Kaminer am Bahnhof mit einem Strauss Blumen, wie er auf Onkel Wanja wartet und das passt einfach nur wahnsinnig gut zu dem Buch. 
Onkel Wanja möchte gerne noch einmal Berlin sehen, weil er sein Ende kommen sieht, aber der Traum, den Onkel Wanja vom Goldenen Westen hat, kommt dann einfach in der Realität nicht wirklich durch, aber das zeigt wieder, dass Traum und Wirklichkeit eben immer auseinander liegen. 
Wladimir Kaminer erzählt gerne über seine Familie und dann heißt es auch immer, dass seine Familie im Mittelpunkt seiner Bücher stehen und dieses Mal sind ist es Onkel Wanja, der seinen Tod kommen sieht und gerne noch einmal Berlin sehen möchte und schon ist man mitten drin in einer Reise durch die Nacht, einer Reise zu Erinnerungen und Anekdoten, die einfach Geschichten sind, die das Leben schreibt und trotzdem schafft es Wladimir Kaminer mit seiner besonderen Art des Schreibens ein kleines Buch über das Leben. 
Wladimir Kaminer beweist wieder, dass er mit seiner Art des Schreibens einfach gut erzählen kann und die kleinen Geschichten, die er wieder in kleine Episoden packt, lassen sich nicht nur gut lesen, sondern sind auch wieder ein Garant für schöne Lesestunden. 

Fazit:
Onkel Wanja kommt ist mal wieder ein sehr typisches Buch von Wladimir Kaminer, es geht um seine Familie, um das Leben und Erinnerungen, die man miteinander teilt. Durch seine besondere Art des Schreibens und seinen Wortwitz zeigt er einfach wieder, dass das Leben eben kein Wunschkonzert ist und dass eben die Vorstellung nicht in der Realität besteht. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

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Wladimir Kaminer - Meine Mutter, ihre Katze und der Staubsauger 
~ Ein Unruhestand in 33 Geschichten
Beschreibung: 
Trotz ihrer 84 Jahre erkundet Wladimir Kaminers Mutter munter die Welt und erlebt dank ihrer unersättlichen Neugier mehr Abenteuer als alle anderen Familienmitglieder – ob beim Englischlernen, beim Verreisen oder beim Einsatz hypermoderner Haushaltsgeräte. Dabei sammelt sie eine Menge Erfahrungen, die sie natürlich nicht für sich behalten, sondern an die nächste Generation weiterreichen möchte. Schließlich ist Wladimir mittlerweile in einem Alter, in dem man gute Ratschläge zu schätzen weiß und Erziehungsarbeit langsam sinnvoll wird. Wladimir folgt den Eskapaden seiner Mutter daher mit großem Interesse, allzeit bereit, etwas zu lernen. Und sei es nur, sich nicht von einer sprechenden Uhr terrorisieren zu lassen ...

Details:
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Manhattan (22. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442547598
ISBN-13: 978-3442547593
Größe: 13,4 x 2,4 x 19,2 cm

Eigene Meinung:
Das Cover zeigt mal Wladimir Kaminer mit seiner Mutter, die hinter ihrem Sohn steht und ihm die Hand auf die Schulter legt, das erinnert etwas an ein Familienporträt, wie man es aus vielen Fotostudios kennt. 
Wladimir Kaminer bleibt in dem Thema, nun schreibt er ein Buch über seine Mutter, die im stolzen Alter von 84 Jahre einiges erlebt hat und das packt Wladimir Kaminer mit seiner besonderen Art des Erzählens in 33 kleine Geschichten, die viel über das Leben aussagen. 
In den Geschichten spürt man immer wieder, dass Frau Kaminer trotz ihre Rente noch lange nicht zum alten Eisen gehört, sondern immer noch mit wachen Blick durch die Welt geht und sich immer noch für viele aktuelle Sachen interessiert, deswegen sieht sie das Leben auch eher als Unruhestand. 
Besonders ihre Englisch-Kurse an der VHS, die sie wegen ihre Verehrung zu John F. Kennedy belegt und die wachen Augen auf die aktuelle Politik in Russland interessieren Wladimir wie auch Mama Kaminer und das merkt man dann immer wieder, weil die politische Lage in Russland ist für die gesamte Familie Kaminer wohl immer wieder ein Thema. 
Trotzdem fehlen in den Geschichten nicht die Momente, in den man lachen kann oder die zum Nachdenken anregen und das macht die Bücher von Wladimier Kaminer immer wieder zu einem besonderen Lesevergnügen, weil sie einfach immer einen besonderen Blick auf der Leben bieten. 
Wladimier Kaminer beweist wieder, dass er mit seiner Art des Schreibens einfach gut erzählen kann und die kleinen Geschichten, die er wieder in kleine Episoden packt, lassen sich nicht nur gut lesen, sondern sind auch wieder ein Garant für schöne Lesestunden. 

Fazit:
Wladimir Kaminer bleibt bei seinem Konzept, er schreibt über seine Familie in 33 kleinen Geschichte und die Art muss man mögen, weil sonst langweilt einen das Buch wirklich schnell, aber wenn  man die Geschichte durch die Augen durch Wladimir Kaminer sieht, dann sieht man, dass er mit viel Liebe zu seiner Familie schreibt und den Leser erfreuen will.

Dafür gibt es 5 Rosen: