Sonntag, 7. August 2022

[Kurz-Rezension] Katja Wolf / Florian Schörner - Peace, Love & Om: Inspirierende Geschichten von Menschen, die den Aussteigertraum leben

Beschreibung:
»Peace, Love and Om« erzählt von Menschen, die sich getraut haben, ihren festen Wohnsitz aufzugeben, um unterwegs zu Hause zu sein. Da gibt es den 50-jährigen trockenen Alkoholiker, der durch das Vanlife neuen Lebensmut schöpft, den jungen Mann, der nach einer Trennung durch die Welt reist und Kindern Handballtraining gibt, oder die 25-jährige Studentin, die gemeinsam mit ihrem Esel reist. Inspirierende Geschichten, die ans Herz gehen und Mut machen.

Details:
Herausgeber: ‎Komplett Media GmbH (18. April 2022)
Sprache: ‎Deutsch
Broschiert: ‎200 Seiten
ISBN-10: ‎3831206023
ISBN-13: ‎978-3831206025
Abmessungen: ‎16.2 x 2.1 x 23.2 cm
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Fazit: 
Das Cover ist sehr schön gemacht, es zeigt eigentlich genau das, was man sich unter einem Aussteigertraum vorstellt, einen Van, der nicht nur Fahrzeug sondern auch als Lebensmittelpunkt geeignet ist. 
Katja Wolf verarbeitet zusammen mit Florian Schörner 33 sehr unterschiedliche Lebensgeschichten, die aber alle eins gemeinsam haben, alle diese Menschen sind aus ihrer Komfortzone ausgebrochen um in ein neues Leben einzutauchen, was im krassen Gegensatz zu ihrem bisherigen Leben steht. Aber sie sind mit der Veränderung mehr als glücklich und haben in ihrem neuen Weg mehr Erfüllung für sich selber gefunden. 
Trotzdem ist dabei jede Geschichte wirklich einzigartig und gibt einem als Leser die Chance, auch mal den Blick über den Tellerrand zu wagen, weil man schon dazu angeregt wird, auch mal bei sich über andere Lebenswege oder Lebensumfelder nachzudenken. 
Nicht nur ein tolle Geschenk für Menschen, die auf der Suche sind, sondern auch eine tolle Inspiration für einen selber. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Freitag, 29. Juli 2022

[Kurzrezension] Kinley MacGregor - In den Armen des Highlanders

Beschreibung:
Nichts hat sich der schottische Lord Draven weniger gewünscht als eine Frau unter seinem Dach. Doch jetzt muss er auf königliches Geheiß ein Jahr lang die junge verführerische Lady Emily beherbergen, die Tochter seines verfeindeten englischen Nachbarn. Und die temperamentvolle, selbstbewusste Lady Emily hat ganz eigene Pläne mit dem widerwilligen Lord: Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als in den Armen dieses heißblütigen Schotten zu liegen ...

So verführerisch, heiß und sinnlich wie ein schottisches Torffeuer!

Details:
Herausgeber: ‎Blanvalet Taschenbuch Verlag; Sonderausgabe Edition (11. August 2008)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎416 Seiten
ISBN-10: ‎3442371996
ISBN-13: ‎978-3442371990
Abmessungen: ‎12.6 x 3.2 x 18.2 cm
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Fazit:
Das Cover ist leider nicht so mein Fall, es zeigt eben schon recht viel, in welche Richtung das Buch geht, da gefällt mir das neutrale Cover des Hardcovers eindeutig besser. (Bitte nicht wundern, das Buch hat insgesamt 3 verschiedene Cover.) 
Lord Draven von Montague hat ein hartes Leben hinter sich, was ihn auch wirklich nach aussen hin hart gemacht hat. Dann bekommt er den Befehl vom König, die ungestüme, verzogene und ziemlich verführerische junge Lady Emily bei sich aufzunehmen. Doch er weiss nicht, dass Emily nicht nur als Störenfried in sein Leben kommt. 
Besonders sympathisch und er sollte erwähnt werden, auch wenn es nur ein Nebencharakter ist, ist Dravens Bruder Simon, die beiden Brüder sind so verschieden wie Tag und Nacht, das muss man sagen, aber er ist einfach nur ein echter Sympathieträger in dem Roman. 
Der Schreibstil von Kinley MacGregor ist leicht zu lesen und auch sehr unterhaltsam. Man merkt beim Lesen, dass sie sich in der Materie auskennt und auch die alten Clansysteme absteigen kann. 
Ein kleiner Minuspunkt sind allerdings die erotischen Szenen, sie sind irgendwie nicht so wirklich packend, aber man kann nicht alles haben, aber an sich ein recht entspannter Liebesroman. 
Alles im allen hat mir der Roman gut gefallen, das Cover ist nun nicht so meins, aber das schmälert den Inhalt nicht. Aber ich hatte nicht so den wirklichen Highlight-Moment in dem Buch, es fehlt einfach so ein bisschen der Kick, weswegen ich nur auf solide 4 Rosen komme. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Mittwoch, 22. Juni 2022

[Kurz-Rezension] Andreas M. Sturm (Herausgeber) - Giftmorde 1: 15 tödliche Anleitungen

Beschreibung:
Blumen und Pflanzen – der Inbegriff von Schönheit und Unschuld. Doch in manchen der so harmlos scheinenden Gewächse lauert ein tödliches Gift. Vierzehn renommierte Autorinnen und Autoren haben eine Auswahl der giftigsten Pflanzen und menschlichen Schwächen seziert und in fünfzehn mörderischen Anleitungen zu spannenden Geschichten verwoben. Die besondere Würze bei diesen Kurzkrimis ist, dass nicht jede Mord­absicht gelingt – einige Opfer schlagen zurück. Nachahmer werden also nachdrücklich gewarnt! Menschen reagieren oft anders, als der schlaueste Täter planen kann. Sollten Sie dennoch auf den Geschmack gekommen sein, lesen Sie unbedingt vor jedem Giftmord die tödlichen Anleitungen und fragen Sie Ihren Anwalt oder Bestatter.

Details:
Herausgeber: ‎edition krimi; 1. Edition (4. Mai 2018)
Sprache: ‎Deutsch
Taschenbuch: ‎254 Seiten
ISBN-10: ‎394673426X
ISBN-13: ‎978-3946734260
Abmessungen: ‎19 x 2.1 x 12.4 cm
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Fazit:
Das Cover des Buches ist sehr schön gemacht, es ist ein bisschen geheimnisvoll und passt daher sehr gut zu den Kurzgeschichten im Buch.
In den Giftmorden sind 15 Geschichten von 14 Autoren vereinigt, wobei sich jede Geschichte mit einer anderen tödlichen Pflanze beschäftigt. Gestaltet sind die Geschichten auch schön, weil in jeder Kurzgeschichte ist ein Schwarz-Weiss-Bild der Pflanze, die in der Geschichte genutzt wird. 
Natürlich kommen durch 14 Autoren die Handschriften der Autoren sehr verschiedene Kurzgeschichten zustande, manche gehen auch anders als geplant aus, aber gerade das macht den Reiz aus, weil so kann man sich immer wieder überraschen lassen. 
Aber so verschiedene die Morde, die Mordmotive und auch die Verläufe der Pläne sind, umso mehr überrascht, wie viele Pflanzen man im Garten finden kann, die wirklich giftig sind. 
Nachahmen wird aber ausdrücklich vom Herausgeber Andreas M. Sturm nicht empfohlen. 
So kommt es natürlich auch zustande, dass man mal eine Kurzgeschichte dabei hat, die einen nicht so anspricht, dafür gefällt eine andere Kurzgeschichte umso besser. Daher mache ich es so, dass ich das Buch als Gesamtes sehe und mit einer Note bewerte. 

Dafür gibt es 4 Rosen:

Donnerstag, 19. Mai 2022

[Lesung] Thomas Kundt in der Schauburg Dresden

Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zur ersten Lesung 2022,
wir waren am 21. April 2022 in der Schauburg in Dresden beim Vortrag von Thomas Kundt. 
Thomas Kundt ist ein echter Tatortreiniger und hat über seine Arbeit ein Buch geschrieben. 
Gleich zu Beginn des Beitrages, dieser Vortrag ist sicher nicht für jeden etwas und der Zugang ist auch erst ab 18 Jahren gestattet. 
Ich glaube, der Titel der Lesung sagt schon viel aus, weil es geht um echte Tatorte, also nicht um eine fiktive Sache sondern um wirkliche Kriminalfälle oder auch Beräumungen nach einer Straftat. 
Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, weil ich möchte hier niemanden schocken, der sowas nicht hören oder lesen kann, aber es ging schon recht blutig und manchmal auch makaber zu. 

Auf jeden Fall gibt Thomas Kundt einen sehr spannenden Einblick in seine Arbeit und in das, was nach der Polizei und der Spurensicherung kommt. 

Bei Signierien. :) 

Thomas Kundt und ich nach der Lesung. :) 

Beschreibung:
Thomas Kundt ist Tatortreiniger. Wie es dazu kam? Reiner Zufall! Podcaster und Autor Tarkan Bagci erzählt Thomas Kundts inspirierende Geschichte: Gerade noch mit Schlips und Kragen im 9-to-5-Job, findet er sich plötzlich mit Eimer und Lappen zwischen Blut und Leichenresten wieder. Er hatte sich schon länger ein aufregenderes Leben gewünscht …Aber das hier? Kundt ergreift die Chance und beginnt ein neues Kapitel. Hier erzählt er von Tatorten, an denen er noch Körperteile fand und Schicksalen, die man nie wieder vergisst. Eine tragikomische Geschichte über den Tod, das Leben und vor allem übers Menschsein.

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Die Signierung in meinem Buch. 

Autogrammkarte und Duftbaum

Schaut gerne bei Thomas Kundt auf seinen Seiten vorbei: 

Alles Liebe,
Katja

Mittwoch, 4. Mai 2022

[Rezension] Wiebke von Carolsfeld - Das Haus in der Claremont Street

Beschreibung:
Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören. Ein Roman darüber, wie mit viel Humor und Liebe selbst aus den schlimmst möglichen Umständen etwas Positives erwachsen kann.

Details:
Herausgeber: ‎Kiepenheuer&Witsch; 1. Edition (10. September 2020)
Sprache: ‎Deutsch
Gebundene Ausgabe: ‎368 Seiten
ISBN-10: ‎3462054759
ISBN-13: ‎978-3462054750
Originaltitel: ‎Claremont
Abmessungen: ‎13.3 x 3 x 20.9 cm
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Eigene Meinung:
Das Cover ist recht schön gestaltet, der Junge könnte für Tom stehen, aber an sich ist es ein ruhiges Cover, was wirklich ansprechend ist, kein Coverhighlight zwar, aber trotzdem ein nettes Cover. 
Tom musste miterleben, wie seine Eltern umgebracht werden, was ihn hat verstummen lassen. Neben der Trauer, die der Verlust auslöst, muss Tom sich auch noch mit einem Wechsel der Umgebung anfreunden, der ihn zudem noch mehr verunsichert, weil seine Verwandten, die ihn aufnehmen, auch keine einfachen Charaktere sind. Nach einem erneuten Umzug scheint es aber so, dass sich die Familie im Kompletten mehr aufeinander einlassen kann...
Man merkt, wie zersplittert die Familie vor dem Unglücksfall war und wie schwer und auch sprachlos nicht nur Tom sondern auch alle anderen in der Familie sind, ein sehr bewegendes Thema. Wiebke von Carolsfeld versucht aber die grossen Emotionen sehr gut zu verpacken. Man merkt aber schon auf den ersten Seiten des Romans, dass es hier nicht um einen Wohlfühlroman geht. 
Wiebke von Carolsfeld schneidet in ihrem Roman viele grosse Themen an, natürlich geht es um Familie, Zusammenhalt, aber auch eben um Verlust und Trauer. Trotz des wirklichen Knall zu Beginn des Buches schafft es die Autorin leider nicht, eine echten Spannungsbogen zu kreieren, was manchmal im Buch zu einigen Längen führt, die man vielleicht hätte anders nutzen können. 
Wiebke von Carolsfeld hat einen sehr emotionalen Schreibstil, sie schildert das Geschehen auch aus verschiedenen Perspektiven, was dem Leser, der den Roman als Beobachter erlebt, viel Einblick in die Gefühlswelt von den Charakteren bekommt. Die Autorin zeichnet in dem Roman sehr individuelle, aber gleichzeitig auch authentische Figuren, die man in ihrem Handeln sehr gut nachvollziehen kann. 

Fazit:
"Das Haus in der Claremont Street" ist das Debüt von Wiebke von Carolsfeld und ist definitiv kein Buch, was man eben mal so weg liest, man sollte sich komplett auf das Buch einlassen und sich dann auch allen Emotionen gegenüber offen zeigen. Man begegnet einer sehr emotionalen Geschichte, die viel Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg gibt, die aber sehr viele Themen anschneidet und es dann nicht schafft, sie komplett aufzulösen, was ein bisschen schade ist. 

Dafür gibt es 3 Rosen:
Danke an die ‎KIWI Buchverlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar.