Sonntag, 22. Februar 2026

[Rezension] »Mir fällt gerade ein...« – Ein Blick durch das Schlüsselloch zu Manfred Krug

Beschreibung: 
»Bei strahlender Sonne und klirrendem Frost auf den Flohmarkt gegangen.«Manfred Krug war ein unermüdlicher Sammler. Stets auf der Jagd nach Kleinodien, Erkenntnissen und Anekdoten. Dieser Band enthält die schönsten Fundstücke und Geistesblitze aus seinem Nachlass, illustriert mit den Radierungen von Moritz Götze.Als leidenschaftlicher Flohmarktgänger trug Manfred Krug ganz besondere Artefakte und Kuriositäten zusammen. Mit großer Anteilnahme las er Zeitung, sah fern oder den Menschen aufs Maul. Tollkühne Tiere, zünftiges Essen und kleine Kinder liebte er besonders, Handwerker nicht immer. Besonders interessierte ihn der Gang der Zeit, in den Uhren wie im Universum.Das vorliegende Sammelsurium ist ein überaus amüsantes Zeugnis seines Stöberns, seiner Neugier, seiner Leidenschaft für alles Geschmackvolle. Der gefeierte Maler und Grafiker Moritz Götze, der schon die Krugschen Gedichte illustrierte, bebildert dieses Geschenkbuch mit seinen Radierungen.

Details:
Herausgeber: ‎Kanon Verlag Berlin
Erscheinungstermin: ‎7. Februar 2024
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎108 Seiten
ISBN-10: ‎3985681155
ISBN-13: ‎978-3985681150
Abmessungen: ‎10.8 x 1.2 x 16.2 cm

Eigene Meinung: 

Ein Sammelsurium voller Geistesblitze, Notizen und der Kunst von Moritz Götze.

Manchmal findet ein Buch auf ganz besonderem Weg zu einem. Dieses Exemplar von »Mir fällt gerade ein...« habe ich von einer beeindruckenden Lesung mitgebracht, die Manfred Krugs Sohn gestaltet hat. Falls ihr meinen Bericht dazu verpasst habt, könnt ihr hier nachlesen – es war ein Abend, der den Künstler Krug noch einmal sehr lebendig werden ließ.

Was ist eigentlich ein „Sammelsurium“?

Passend zum Titel ist dieses Buch ein echtes Sammelsurium. Aber was bedeutet das eigentlich? Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine bunte Mischung aus Resten. Heute nutzen wir ihn für eine Sammlung von Notizen, Fundstücken oder Gedanken, die vielleicht keine klassische Ordnung haben, aber gerade deshalb so faszinierend sind.

Genau das erwartet euch hier: Es ist kein „vollständiges“ Werk, sondern eine Schatzkiste aus Tagebucheinträgen, spontanen Einfällen und Notizen, die Manfred Krug uns hinterlassen hat.

Kurzweilig, ehrlich und künstlerisch brillant

Das Lesen ist herrlich kurzweilig. Es fühlt sich an, als würde man Krug über die Schulter schauen – humorvoll, direkt und ungeschönt. Man hört seine markante Stimme förmlich aus den Zeilen heraus.

Ein absolutes Highlight sind die Illustrationen von Moritz Götze. Seine Radierungen sind weit mehr als nur schmückendes Beiwerk; sie fangen den Geist der Texte perfekt ein und machen das Buch zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Die Symbiose aus Krugs Wortwitz und Götzes markantem künstlerischen Stil ist einfach meisterhaft umgesetzt.

Mein Fazit

Wer Manfred Krug mag, wird dieses Buch lieben. Es ist kein klassischer Roman, sondern ein intimes Dokument eines großen Künstlers, das durch die Verbindung von Text und Kunst besticht. Dass ich es mit der Erinnerung an die Lesung seines Sohnes verbinde, macht es für mich persönlich noch wertvoller.

Meine Bewertung: 

Ein charmantes und optisch wunderschönes Werk, das in keinem Fan-Regal fehlen sollte. 

4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹

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Schön, das Du hier bist!
Über Deine Kommis freue ich mich natürlich sehr. Schreib doch einfach was Dir auf der Seele brennt.
Alles Liebe,
Katja
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