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Mittwoch, 2. Juli 2014

Christoph Birnbaum - Es ist wie ein Wunder, daß ich noch lebe ~ Feldpostbriefe aus Stalingrad 1942-43

 
 Beschreibung auf dem Büchrücken: 
2012 jährt sich eine Schlacht zum siebzigsten Mal, die wohl zu Recht als Synonym für das Schrecken des 2. Weltkrieges gilt: Stalingrad. Aus diesem Anlass lässt der Historiker Christoph Birnbaum nun erstmal die wahren Protagonisten dieser Schlacht zu Wort zu kommen.
Wie bereits in seinem erfolgreichen Vorgängerband "An Weihnachten sind wir zu Hause" analysiert er in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation in Berlin die Feldpostbriefe der in Stalingrad Eingeschlossenen und vergleicht ihre private Perspektive mit der offiziellen Sichtweise des Oberkommandos sowie dem tatsächlichen Schlachtverlauf.
Auf diese Weise erlebt der Leser die trotz aller Widrigkeiten anhaltende Siegeszuversicht ebenso mit wie die Todesangst und das Heimweh der Soldaten im Kessel von Stalingrad.

Details:
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Lempertz Edition und Verlagsbuchhandlung (17. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939284386
ISBN-13: 978-3939284383
Größe: 24,6 x 16,4 x 2 cm 
Eigene Meinung: 
Das Trauma von Stalingrad, das lernt ja inzwischen jeder in der Schule. Der Moment, in dem die Soldaten der 6. Armee im Kessel von Stalingrad eingeschlossen waren und dann  der Krieg nach Deutschland zurückkam. 
Doch was ist mit den Menschen in der deutschen Armee, wie haben sie auf dem Ruslandfeldzug gelebt und was haben sie erlebt. 
Leider sind die historischen Dokumente hierzu sehr rar, dass es kaum Feldpostbiefe gibt, die in dieser Zeit noch ihren Bestimmungsort erreicht haben, aber trotzdem hat sich der Historiker Christoph Birnbaum auf die Suche nach den längst vergessenen Feldpostbriefen aus jeder Zeit gemacht. 
Herausgekommen ist ein Band mit einem Teil der Briefe, die aufzufinden waren. Von manchen Soldaten liest man nur einen, von anderen dafür mehrere Briefe, jedoch lässt sich anhand der Daten erkennen, wie sich die Situation in Stalingrad immer mehr zuspitzt und wie sehr die Männer unter dem Druck der Unterversorgung und der Hoffnungslosigkeit immer mehr zu Grund gingen. 
Die zusammengestellten Briefen ergeben ein beeindruckendes Zeitdokument, an dem sich die Dramaturgie des Krieges ablesen lässt und das zeigt, dass es entgegen der Propaganda in Deutschland sehr wohl immer mehr mit der Versorgung bergab ging und das die Verzweiflung immer mehr zunahm.
Das Buch sollte jeder lesen, der sich für die Schicksale hinter den blanken Zahlen interessiert, da Christoph Birnbaum auch versucht hat, noch weiterführene Infomationen zu den einzelnen Soldaten zu finden, soweit das möglich war. 

Fazit:
"Es ist wie ein Wunder, daß ich noch lebe ~ Feldpostbriefe aus Stalingrad 1942-43" ist eine beeindruckten Zusammenstellung von Briefen, die zeigt, dass auch die Soldaten im Krieg sehr wohl immer mehr die bedrohliche Lage um sich herum wahrnahmen und das viele trotz der Propaganda in Verzweiflung über ihre Lage gerieten. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für die Soldaten auf dem Russlandfeldzug interessieren. 

Dafür gibt es 5 Rosen:

Anhang: 
Wer sich jetzt wundert, dass ich mich mit den Fachgriffen etwas auskenne, ich studiere im "realen" Leben selber Geschichte, deswesen ist das Buch auch unter Unibuch gestellt. 

Montag, 30. Juni 2014

Eduard Mörike - Gedichte

 
 Inhaltsverzichnis: 
An einem Wintermorgen, vor Sonnenaufgang - Erinnerung - Nächtliche Fahrt - Der Knabe und das Immlein - Rat einer Alten - Begegnung - Der Jäger - Jägerlied - Ein Stündlein wohl vor Tag - Storchenbotschaft - Suschens Vogel - In der Frühe - Er ists - Im Frühling - Erstes Liebeslied eines Mädchens - Fußreise - Besuch in Urach - An einer Äolsharfe - Mein Fluß - Josephine - Frage und Antwort - Lebe wohl - Heimweh - Gesang zu Zweien in der Nacht - Die traurige Krönung - Jung Volkers Lied - Nimmersatte Liebe - Der Gärtner - Schön-Rotraut - Lied vom Winde - Das verlassene Mägdelein - Agnes - Elfenlied - Die Schwestern - Die Soldatenbraut - Jedem das Seine - Der Feuerreiter - Die Geister am Mummelsee - Märchen vom sichern Mann - Gesang Weylas - Gefunden - Die schöne Buche - Johann Kepler - Auf das Grab von Schillers Mutter - Theokrit - Tibullus - An Hermann - Auf dem Krankenbette - An meinen Arzt - Lose Ware - Im Park - Nachts am Schreibpult - Götterwink - Datura suaveolens - Inschrift auf eine Uhr mit den drei Horen - Auf eine Lampe - Erinna an Sappho - Scherz - Abreise - Septembermorgen - Verborgenheit - Früh im Wagen - Denk es, o Seele - Peregrina - Um Mitternacht - Trost - Auf einer Wanderung - Der Genesene an die Hoffnung - Wald-Idylle - Im Weinberg - Am Rheinfall - Vicia faba minor - Zwiespalt - An meine Mutter - An Karl Mayer - Eberhard Wächter - Zum neuen Jahr - Auf ein altes Bild - Schlafendes Jesukind - Auf eine Christblume - Sehnsucht - Am Walde - Nur zu! - An die Geliebte - Neue Liebe - Seufzer - Gebet - Die Elemente - Schiffer- und Nixen-Märchen - Der alte Turmhahn - An Wilhelm Hartlaub - Ländliche Kurzweil - Auf den Tod eines Vogels - Ach nur einmal noch im Leben! - Göttliche Reminiszenz - Erbauliche Betrachtung - An Longus - Waldplage - Dem Herrn Prior der Kartause I - Besuch in der Kartause - An Gretchen - Bilder aus Bebenhausen - Zitronenfalter im April - An meinen Vetter - Schul-Schmäcklein - Der Tambour - Mausfallen-Sprüchlein - Häusliche Szene - Selbstgeständnis - Restauration - Zur Warnung - Pastoral-Erfahrung - Abschied - An Clara - Keine Rettung - In der Hütte am Berg - Nachts - Rückblick - An Gretchen

Details: 
Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3150076617
ISBN-13: 978-3150076613
Größe: 14,6 x 9,4 x 1 cm

Eigene Meinung: 
Die Gedichte von Eduard Mörike sind ein Teil der Klassiker der Deutschen Literatur. 
Nur ist es bei Mörike so, dass man seine Art der Lyrik entweder liebt oder eben nicht, weil er sehr eigenwillig schreibt. Man merkt in seinen Gedichten, dass er aus den Naturwissenschaften kommt und das seine Gedichte teilweise sehr von den Eindrücken der Natur und seiner Umgebung gepägt sind. Mörike verarbeitet seine Eindrücke sehr in seinen Gedichte und da kommen eben auch mal Rattenjunge aus eine Leiche gekrochen. Das ist dann eine Art der Lyrik, die eben nicht jeder versteht und deswegen ist Mörike auch etwas differenziert zu sehen, da er eben wiklich sehr auf die Natur bedacht ist und diese in ihrem Facetten zeigen möchte.

Nebn dem Abdruck der Gedichte beinhaltet die Ausgabe noch eine Zeittafel, ein Literaturnachweis und auch ein etwas umfassendes Nachwort und ist damit für Studienzwecke sehr gut geeignet. 

Fazit: 
Mit der Lyrik von Mörike ist es wie mit allen Gedichten, entweder man mag sie oder man mag sie eben nicht, etwas dazuwischen gibt es eben nicht.

Eigentlich bewerte ich ja keine Klassiker, weil ich mir immer denke, das hat seinen Grund, warum sie Klassiker sind und deshalb gibt es auch 5 Rosen: