Donnerstag, 9. April 2026

Gedanken beim Lesen – Weil Gefühle keine Noten brauchen ✨

 

Vielleicht kennt ihr das: Man schlägt ein Buch zu (oder liest gerade mittendrin) und hat dieses eine ganz bestimmte Gefühl im Bauch. Keine Analyse von Plot oder Spannungsbogen, sondern einfach nur ein Gedanke, der hängen bleibt.

Ich habe mich entschlossen, diesen Momenten auf meinem Buchblog ab sofort mehr Raum zu geben. Unter der neuen Rubrik „Gedanken beim Lesen“ teile ich mit euch ganz ungefiltert, was ein Buch mit mir macht, wo es mich hinführt oder welche Entdeckungen ich dabei am Wegesrand mache.

Den Anfang macht heute ein Buch, das mich im Zug nach Berlin begleitet hat... 📖🌹

Es gibt Lese-Momente, die passen so perfekt zusammen, dass man sie kaum planen kann. Auf meiner Fahrt nach Berlin hatte ich Daniel Glattauers „Im Zug“ im Gepäck. Wer Glattauer seit seinem großen Durchbruch mit dem E-Mail-Roman „Gut gegen Nordwind“ verfolgt, kennt sein Gespür für Dialoge und das Zwischenmenschliche. Doch dieses Buch hier ist noch einmal etwas ganz Eigenes.

Ein Blick hinter die Kulissen des Schreibens 

„Im Zug“ kommt locker-leicht daher, aber beim Lesen blitzt immer wieder ein wunderbar authentischer Kern durch. Besonders berührt – und zum Schmunzeln gebracht – hat mich die Art, wie er das Autorendasein spiegelt. Wenn er beschreibt, wie ein Autor immer wieder mit denselben Fragen konfrontiert wird oder sich insgeheim nach etwas weniger Ruhm sehnt, wirkt das unglaublich ehrlich. Es ist, als würde man einem Autor über die Schulter schauen, der sich selbst nicht zu wichtig nimmt, aber seine Beobachtungen dafür umso präziser setzt.

Das Abteil als analoge Insel 

Während ich mich in die Geschichte vertiefte, passierte etwas, das mein Herz als Buchliebhaberin richtig gefreut hat. Normalerweise erwartet man in einem ICE eine Wand aus leuchtenden Smartphone-Displays. Doch als ich den Blick vom Buch hob und mich im Abteil umsah, bot sich mir ein anderes Bild: Ich war nicht allein. Überraschend viele Menschen um mich herum waren in echte, gedruckte Bücher vertieft.

Es war eine dieser seltenen Momentaufnahmen, die zeigen, dass das gedruckte Wort noch lange nicht ausgedient hat. In einer Zeit, in der alles digital und schnelllebig ist, war diese gemeinsame, stille Konzentration im Waggon fast schon ein kleiner Akt der Rebellion. Passend dazu habe ich heute gelesen: Wer mehr liest, lebt länger. Wenn das stimmt, haben wir im Zug nach Berlin alle gemeinsam ein paar Jahre Lebenszeit gewonnen. 😉

Nachhaltig lesen – ein Herzensanliegen 

Da dieses Buch ein Rezensionsexemplar war, geht mein Dank an den Dumont Buchverlag. Aber mir ist noch ein anderer Punkt wichtig: Nachhaltigkeit beim Lesen. Ein Buch muss nicht immer fabrikneu sein, um eine neue Welt zu eröffnen. Gerade solche Schätze wie die von Glattauer lassen sich wunderbar gebraucht finden. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Ressourcen unserer Umwelt. Ein gelesenes Buch trägt die Reise eines anderen bereits in sich – und das passt doch perfekt zu einer Geschichte, die im Zug spielt, oder?


Quellen & Support:

  • Verlag: Dumont Buchverlag (Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!)

  • Nachhaltig kaufen: Daniel Glattauer gebraucht finden bei Medimops* / Rebuy*

  • Support: Wenn euch meine literarischen Ausflüge gefallen, freue ich mich über eine virtuelle Rose bei Ko-fi Page 🌹

Fotonachweis & Urheberrecht:

Bildnachweis:

  • Header-Bild ("Gedanken beim Lesen"): Dieses visuelle Kunstwerk wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz (Ideogram AI) nach meinen persönlichen Vorgaben und Prompts erstellt. © Katja Ertelt / Privatarchiv

  • Foto "Im Zug": Die Aufnahme des Buches im Waggon entstand privat während der Reise. © Katja Ertelt / Privatarchiv

Jegliche Nutzung, Vervielfältigung oder Verbreitung der Bilder bedarf der ausdrücklichen Zustimmung.

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Schön, das Du hier bist!
Über Deine Kommis freue ich mich natürlich sehr. Schreib doch einfach was Dir auf der Seele brennt.
Alles Liebe,
Katja
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