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Donnerstag, 23. April 2026

Welttag des Buches – Wenn Worte wandern und Brücken bauen 🌹📚

 

Heute ist Welttag des Buches. Ein Tag, der in meinem Kalender rot angestrichen ist – nicht nur als Geschichtsstudentin, sondern als jemand, für den Bücher lebendige Zeitkapseln sind.

Bücher sind für mich weit mehr als nur Papier. Sie sind Brücken. Oft denken wir, Lesen sei eine einsame Angelegenheit. Aber für mich beginnt die eigentliche Magie nach dem Zuschlagen des Deckels. Ein Buch kann Gespräche auslösen, neue Perspektiven eröffnen und – wie ich gerade selbst erleben darf – die Basis für einen wunderbaren, fachlichen Austausch und neue inspirierende Kontakte bilden. Es ist dieses Gefühl, wenn eine Seite die nächste Tür öffnet.

Doch damit diese Brücken bestehen bleiben, müssen wir die Worte am Leben erhalten. Deshalb bin ich eine leidenschaftliche Verfechterin des nachhaltigen Lesens. ♻️📖

Ein Buch ist für mich niemals ‚fertig‘ gelesen. Es verdient ein zweites, drittes oder zehntes Leben. Ein gebrauchtes Buch zu lesen, hat eine ganz eigene Magie – die Spuren derer, die vor uns darin gelesen haben, machen es erst zu einem echten Schatz. Ein Buch weiterzugeben oder bewusst gebraucht zu kaufen, ist für mich ein Akt der Wertschätzung: gegenüber unserer Umwelt, dem Geist des Autors und der Geschichte selbst.

Bücher verbinden uns nicht nur mit dem Wissen der Vergangenheit, sondern auch untereinander im Hier und Jetzt. Sie wandern von Hand zu Hand und lassen aus Theorie lebendige Kultur entstehen.

In diesem Sinne: Gebt euren Büchern eine Stimme. Schenkt ihnen eine neue Reise. 😉

Welches Buch in eurem Regal hat schon die weiteste Reise hinter sich oder hat für euch eine ganz besondere Tür geöffnet? Verratet es mir! ✨📖

📚 Quellen & Nachhaltigkeits-Tipps

Inspiration & Methodik:

  • Hintergrund: Basierend auf den aktuellen Diskursen zum Welttag des Buches (23. April) und den Inhalten meines Seminars „Quellenarbeitskompetenz“.

  • Kultur-Check: Einflüsse aus der Musikgeschichte der DDR (Primärliteratur von Prof. Michael Rauhut).

Nachhaltig Lesen & Stöbern:

Bildnachweis:
  • Motiv: Modernes Buch-Flatlay zum Welttag des Buches.

  • Erstellt mit: Ideogram AI (Prompt-Design by Katja Ertelt).

Samstag, 11. April 2026

Freiheit im Regal – Warum ihr bei mir niemals eine „Reading List“ finden werdet

 Hand aufs Herz: Überall in den sozialen Medien sehe ich sie – die perfekt kuratierten Leselisten für den Monat. „10 Bücher, die ich im April lesen will“. Schön fotografiert, thematisch sortiert und mit festen Zielen versehen. Und wisst ihr was? Bei mir funktioniert das nicht. Gar nicht.

Lesen ist keine Hausaufgabe 

Früher habe ich es tatsächlich versucht. Ich habe mir Listen geschrieben, Stapel bereitgelegt und mir vorgenommen, „diszipliniert“ zu lesen. Aber wisst ihr, was passiert ist? Die Lust blieb auf der Strecke. Eine Leseliste fühlt sich für mich an wie eine Hausaufgabe, die man abarbeiten muss. Und Lesen soll für mich alles sein, nur keine Pflicht.

Mein Regal ist kein Terminkalender und mein Nachttisch kein Aktenstapel. Wenn ich mich heute schon festlege, was ich in drei Wochen lesen muss, raube ich mir selbst die Vorfreude auf die spontane Entdeckung.

Die Magie der Intuition 

Ich entscheide nach Bauchgefühl. Manchmal ist es das Wetter, manchmal ein Satz, den ich im Radio aufgeschnappt habe, oder einfach das ganz spezielle Gefühl im Zug, das mich zu einem bestimmten Buch greifen lässt. Mein Lese-Ich ist impulsiv. Wenn mich heute Daniel Glattauer im ICE mit seiner Leichtigkeit packt, dann ist das genau das richtige Buch für diesen Moment. Wenn ich morgen Lust auf einen schweren Klassiker oder ein trockenes Statistik-Lehrbuch habe, dann ist das eben so.

Diese Freiheit ist es, die mir die Freude am Lesen bewahrt. Ein Buch ist für mich eine Begegnung – und Begegnungen lassen sich nun mal schlecht im Voraus planen. Wer weiß schon heute, wen er in zwei Wochen gerne treffen möchte?

Wer mehr liest, lebt länger – aber nur mit Freude 

Es ist sogar wissenschaftlich untermauert: Wer liest, lebt länger – Die Yale-Studie zum Lesegenuss auf Geo Wissen. Aber ich bin fest davon überzeugt: Das gilt nur, wenn das Lesen die Seele füttert und nicht den Stresspegel hebt. Ein Buch zu lesen, nur um einen Haken auf einer Liste zu machen, gibt mir keine Lebensenergie.

Wenn ich mich also treiben lasse, finde ich oft die besten Schätze völlig ungeplant. Meistens stöbere ich dann ganz ohne festes Ziel bei Medimops* oder Rebuy* nach Inspirationen, die genau zu meiner aktuellen Stimmung passen.

Wer also auf die „MissRose Leseliste Mai“ wartet: Die wird es bei mir nicht geben. Dafür gibt es immer echte Überraschungen, ehrliche Abbrüche (wenn ein Buch mal gar nicht passt) und genau die Themen, die mich in diesem Moment wirklich bewegen. ✨

Donnerstag, 9. April 2026

Gedanken beim Lesen – Weil Gefühle keine Noten brauchen ✨

 

Vielleicht kennt ihr das: Man schlägt ein Buch zu (oder liest gerade mittendrin) und hat dieses eine ganz bestimmte Gefühl im Bauch. Keine Analyse von Plot oder Spannungsbogen, sondern einfach nur ein Gedanke, der hängen bleibt.

Ich habe mich entschlossen, diesen Momenten auf meinem Buchblog ab sofort mehr Raum zu geben. Unter der neuen Rubrik „Gedanken beim Lesen“ teile ich mit euch ganz ungefiltert, was ein Buch mit mir macht, wo es mich hinführt oder welche Entdeckungen ich dabei am Wegesrand mache.

Den Anfang macht heute ein Buch, das mich im Zug nach Berlin begleitet hat... 📖🌹

Es gibt Lese-Momente, die passen so perfekt zusammen, dass man sie kaum planen kann. Auf meiner Fahrt nach Berlin hatte ich Daniel Glattauers „Im Zug“ im Gepäck. Wer Glattauer seit seinem großen Durchbruch mit dem E-Mail-Roman „Gut gegen Nordwind“ verfolgt, kennt sein Gespür für Dialoge und das Zwischenmenschliche. Doch dieses Buch hier ist noch einmal etwas ganz Eigenes.

Ein Blick hinter die Kulissen des Schreibens 

„Im Zug“ kommt locker-leicht daher, aber beim Lesen blitzt immer wieder ein wunderbar authentischer Kern durch. Besonders berührt – und zum Schmunzeln gebracht – hat mich die Art, wie er das Autorendasein spiegelt. Wenn er beschreibt, wie ein Autor immer wieder mit denselben Fragen konfrontiert wird oder sich insgeheim nach etwas weniger Ruhm sehnt, wirkt das unglaublich ehrlich. Es ist, als würde man einem Autor über die Schulter schauen, der sich selbst nicht zu wichtig nimmt, aber seine Beobachtungen dafür umso präziser setzt.

Das Abteil als analoge Insel 

Während ich mich in die Geschichte vertiefte, passierte etwas, das mein Herz als Buchliebhaberin richtig gefreut hat. Normalerweise erwartet man in einem ICE eine Wand aus leuchtenden Smartphone-Displays. Doch als ich den Blick vom Buch hob und mich im Abteil umsah, bot sich mir ein anderes Bild: Ich war nicht allein. Überraschend viele Menschen um mich herum waren in echte, gedruckte Bücher vertieft.

Es war eine dieser seltenen Momentaufnahmen, die zeigen, dass das gedruckte Wort noch lange nicht ausgedient hat. In einer Zeit, in der alles digital und schnelllebig ist, war diese gemeinsame, stille Konzentration im Waggon fast schon ein kleiner Akt der Rebellion. Passend dazu habe ich heute gelesen: Wer mehr liest, lebt länger. Wenn das stimmt, haben wir im Zug nach Berlin alle gemeinsam ein paar Jahre Lebenszeit gewonnen. 😉

Nachhaltig lesen – ein Herzensanliegen 

Da dieses Buch ein Rezensionsexemplar war, geht mein Dank an den Dumont Buchverlag. Aber mir ist noch ein anderer Punkt wichtig: Nachhaltigkeit beim Lesen. Ein Buch muss nicht immer fabrikneu sein, um eine neue Welt zu eröffnen. Gerade solche Schätze wie die von Glattauer lassen sich wunderbar gebraucht finden. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Ressourcen unserer Umwelt. Ein gelesenes Buch trägt die Reise eines anderen bereits in sich – und das passt doch perfekt zu einer Geschichte, die im Zug spielt, oder?


Quellen & Support:

  • Verlag: Dumont Buchverlag (Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!)

  • Nachhaltig kaufen: Daniel Glattauer gebraucht finden bei Medimops* / Rebuy*

  • Support: Wenn euch meine literarischen Ausflüge gefallen, freue ich mich über eine virtuelle Rose bei Ko-fi Page 🌹

Fotonachweis & Urheberrecht:

Bildnachweis:

  • Header-Bild ("Gedanken beim Lesen"): Dieses visuelle Kunstwerk wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz (Ideogram AI) nach meinen persönlichen Vorgaben und Prompts erstellt. © Katja Ertelt / Privatarchiv

  • Foto "Im Zug": Die Aufnahme des Buches im Waggon entstand privat während der Reise. © Katja Ertelt / Privatarchiv

Jegliche Nutzung, Vervielfältigung oder Verbreitung der Bilder bedarf der ausdrücklichen Zustimmung.

Montag, 30. März 2026

Wenn die Recherche eskaliert: Mein 33-Euro-Glücksgriff bei Rebuy! 📚✨

Eigentlich fing alles ganz harmlos an. Ich saß gestern Abend noch hochkonzentriert an meinem neuen Silly-Post, habe Details zu Uwe Hassbecker und der Bandgeschichte recherchiert und dabei – wie das bei uns Archivaren so ist – auf einen Link geklickt, der mich direkt zu Rebuy* führte. Was als kurze Faktenprüfung geplant war, endete in einer nächtlichen Entdeckungsreise durch die virtuellen Bücherregale. Ein Gutschein hier, ein Schnäppchen da... und plötzlich war der Warenkorb voll!

Das Ergebnis? 11 wunderbare Neuzugänge für mein Archiv, die mich zusammen gerade einmal 33 Euro gekostet haben. Das sind im Schnitt 3 Euro pro Buch – ein absoluter Sieg für den Geldbeutel und meine Sammlung, wie ihr auf meinem „Beweis-Screenshot“ sehen könnt.



Von verlorenen Legenden und sächsischen Originalen

Einer meiner größten Glücksmomente war der Fund der Tamara Danz Biografie von Alexander Osang. Ich hatte mein ursprüngliches Exemplar vor Jahren verliehen und, wie das leider oft passiert, nie zurückbekommen. Dass ich diese Lücke im Silly-Archiv nun für schmale 6,09 € schließen konnte, fühlt sich an, als würde ein altes Familienmitglied wieder nach Hause kommen. 🌹

Passend zur regionalen Kulturgeschichte durften auch Uwe Steimle und Peter Ufer nicht fehlen. Ihr Buch „Deutschland, deine Sachsen“ ist für mich weit mehr als nur humorvolle Lektüre; es ist ein Stück Identität und ein wunderbar scharfsinniger Blick auf unsere Heimat, der wunderbar in mein Regal passt.

Literarische Rereads und die Tiefe der Zeitgeschichte

Besonders freue ich mich auf meine „Hausaufgaben“ für das Studium und den Blog. Ich habe mir Christa Wolfs „Stadt der Engel“ für einen Reread gesichert. Ich hatte das Buch vor Jahren gelesen, es aber damals nie rezensiert, bevor es auf mysteriöse Weise aus meinem Bestand verschwand. Jetzt bekommt es eine zweite Chance. Flankiert wird das Ganze von dem berührenden Gesprächsbuch von Jana Simon, die ihre Großeltern Christa und Gerhard Wolf interviewt hat – für mich eine absolut essenzielle Quelle für das Verständnis dieser Literatengeneration.

Doch mein Archiv scheut auch vor den schweren Themen nicht zurück. Mit dem Buch „Kinder der Opfer – Kinder der Täter“ zieht eine psychoanalytische Untersuchung über die Folgen des Holocaust bei mir ein. Ich finde es wichtig, solche Werke in der Sammlung zu haben, auch wenn ich hier eine klare Warnung aussprechen muss: Das ist absolut nichts für schwache Nerven. Es ist schwere Kost, die uns aber hilft, die tiefen Wunden unserer Geschichte besser zu verstehen.

Ein bisschen Spaß muss sein

Abgerundet wird das Paket durch die intensiven Tagebücher von Brigitte Reimann, kluge Texte von Christoph Hein und – für die nötige Prise Punk im Regal – „Fun“ von Bela B. Es ist diese bunte Mischung aus Hochkultur, Zeitgeschichte und purer Lebensfreude, die mein Archiv (und mich) ausmacht.


Mehr erfahren & Mitstöbern 🏛️✨

Unterstütze das Archiv: Die Rettung und Katalogisierung dieser Schätze kostet viel Zeit. Wenn du meine Arbeit unterstützen magst, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose! 🌹