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Dienstag, 18. August 2026

Zwischen den Zeilen: Wenn Worte fehlen und Tränen übernehmen 🖤📖

 

Warum manche Bücher keine klassische Rezension bekommen können – Ein ungeschönter Blick auf „Legenden: Tamara Danz“ von Alexander Osang.

Eigentlich sitze ich regelmäßig an meinem Schreibtisch, strukturiere Gedanken, wäge Kritikpunkte ab und vergebe Rosen. Doch manchmal gerät dieses feste System komplett ins Wanken. Es gibt diese seltenen Bücher, die man nicht einfach mit einer rationalen Analyse greifen kann, weil sie einen auf einer Ebene treffen, die jede sachliche Distanz zerstört.

Der gescheiterte Versuch einer Rezension

Aktuell lese ich „Legenden: Tamara Danz“ von Alexander Osang ein weiteres Mal – ursprünglich als Quelle und Recherche im Rahmen meiner aktuellen Seminararbeit. Doch schon nach wenigen Seiten passierte genau das, was mir schon beim ersten Lesen widerfahren ist: Die wissenschaftliche Distanz löste sich vollständig auf. Genau deswegen gehe ich auch emotionalgeschichtlich an dieses Thema ran - weil ich so meine eigenen Emotionen für meine Arbeit nutzen kann. 

Ich habe dieses Buch auf meinem Blog bisher nie besprochen, und der Grund ist simpel wie schmerzhaft: Ich finde schlichtweg keine passenden Sätze für eine klassische Rezension.

Ein Buch, das man nicht in der Öffentlichkeit lesen kann

Dieses Buch ist für mich ein absoluter Ausnahmezustand. Ich kann es unmöglich in der Bahn, im Café oder in der Unibibliothek aufschlagen. Wer Alexander Osangs Biografie über Tamara Danz kennt, weiß, mit welcher Schonungslosigkeit und Nähe er ihr Leben und ihr Sterben nachzeichnet.

Gerade die Kapitel über ihre letzten Lebenswochen und die finalen Interviews ziehen bei mir emotional dermaßen den Boden unter den Füßen weg, dass ich beim Lesen durchgehend den Tränen nah bin – und oft genug fließen sie auch. Es nimmt mich jedes Mal aufs Neue unfassbar mit. Tamara Danz war eine Naturgewalt, eine Ikone mit unbändiger Energie, und ihren Verfall sowie ihren viel zu frühen Abschied schwarz auf weiß zu begleiten, tut weh. Richtig weh.

Wenn Emotionen den Rahmen sprengen

Wie packt man ein solches Leseerlebnis in ein starres Bewertungsschema? Wie beurteilt man Dramaturgie, Sprache oder Spannungsbogen, wenn man selbst so tief berührt und aufgewühlt ist, dass man die eigene Befangenheit kaum in Worte fassen kann?

Ich habe gemerkt: Ich kann und will dieses Buch nicht in ein Korsett aus Sternen oder Rosen pressen. Aber ich wollte es euch unbedingt zeigen. Dieser Zwischenpost ist mein ehrliches Geständnis, dass auch eine Bloggerin manchmal vor einem Buch kapituliert – nicht aus Mangel an Qualität, sondern aus Respekt vor einer Wucht, die einen sprachlos zurücklässt.

Kennt ihr das? Gibt es dieses eine Buch, das euch emotional so fertiggemacht hat, dass ihr niemandem sachlich davon erzählen konntet? 🌹

Hier kannst du das Buch finden:

Falls ihr euch selbst auf diese intensive Biografie einlassen möchtet:

Ein kleines Dankeschön? Solche offenen und ungeschönten Einblicke abseits des normalen Rezensionsalltags bedeuten mir viel. Wenn du meine persönliche Arbeit und die Unabhängigkeit meines Blogs unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose oder einen Kaffee auf Ko-fi! 🌹 Hier geht’s zu meinem Ko-fi Profil

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Montag, 15. Juni 2026

Von Payback-Coupons, einer Radio-Legende und der perfekten Wühltisch-Eskalation! 📚🎟️

 Hallo ihr Lieben,

heute muss ich euch eine Geschichte erzählen, wie aus einer ganz gezielten Mission eine absolute (aber verdammt clevere!) Buch-Eskalation wurde.

(Das Buch ist schon eingepackt, daher das Bild aus dem Thalia.) 

Eigentlich hatte ich für diese Woche einen festen Termin im Kalender rot angestrichen: Diesen Donnerstag geht es für mich live nach Berlin zur Lesung von Radio- und ESC-Legende Peter Urban! 🎤📻 Stattfinden wird das Ganze im traditionsreichen Kabarett-Theater DISTEL – die perfekte Kulisse für die Lebensgeschichte dieser absoluten Stimme des deutschen Radios. Da war es für mich als Musik-Enthusiastin natürlich Ehrensache, mir seine Biografie vorzubestellen.

Beim Abholen kam dann der erste Geniestreich: Ich hatte noch so einige Payback-Punkte auf dem Konto. Ergebnis? Das Buch von Peter Urban UND der neue historische Roman von Tracy Chevalier („Das Geheimnis der Glasmacherin“ – Venedig im 15. Jahrhundert, mein Historikerinnen-Herz hüpft! 🎭🌊) haben mich quasi keinen einzigen Cent gekostet. Danke, treue Punkte!

Aber ihr kennt mich: Wenn man schon mal im Laden steht... und der Weg rein zufällig an der Mängelexemplar-Kiste vorbeiführt... tja. Da war kein Halten mehr. Drei weitere Schätze mit winzigen Schönheitsfehlern haben förmlich meinen Namen gerufen.

Falls ihr jetzt auch akuten Lesehunger bekommen habt, aber euren Geldbeutel schonen wollt: Stöbert unbedingt mal durch die riesige Thalia Sale- & Schnäppchen-Ecke* – da findet man online rund um die Uhr absolute Goldstücke zum kleinen Preis! 💸

Diese drei Schätze durften bei mir noch mit ins Körbchen wandern:

  • „Das Haus der Bücher und Schatten“ von Kai Meyer: Ein geheimnisvolles Antiquariat und die düstere Magie der Literatur. Ein echter Kai Meyer ist für mich sowieso ein absoluter Pflichtkauf! (Direkt bei Thalia entdecken*) 🏛️📖

  • „Die Schneekönigin – Kristalle aus Eis und Blut“ von C. E. Bernard: Düstere, märchenhafte Fantasy fürs Herz. Das Cover sieht im Regal jetzt schon wie ein absolutes Kunstwerk aus. (Direkt bei Thalia entdecken*) ❄️🩸

  • „Everything We Never Said – Liebe lässt uns böse Dinge tun“ von Sloan Harlow: Ein emotionaler Thriller-Stoff für die Extraportion Nervenkitzel an lauen Sommerabenden. (Direkt bei Thalia entdecken*) 🤫💔

Vom Ticket für die DISTEL-Lesung über historischen Venedig-Vibe bis hin zu Fantasy und Thriller – mein Lesesommer ist offiziell eskaliert, aber dank Payback mit absolut reinem Gewissen! 😉

Dir gefällt meine Arbeit? Das Betreiben des Blogs und die Recherche für die Rezensionen kosten jede Menge Herzblut (und Kaffee!). Wenn du meine Arbeit unterstützen und mir eine kleine Freude machen möchtest, kannst du mir hier ganz einfach einen virtuellen Kaffee bei Ko-fi spendieren. Ich danke dir von Herzen für deinen Support! ❤️

Jetzt seid ihr dran: Wer von euch nutzt seine Punkte auch so schamlos für Lesestoff aus? Und auf welches Buch seid ihr am meisten gespannt? (Der ausführliche Bericht von der Peter Urban-Lesung aus Berlin folgt hier natürlich auch ganz bald!) 👇💬

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Mittwoch, 10. Juni 2026

[Rezension] Laura Peters - Die Axt im Haus….: Rätselhafte und bizarre historische Axtmorde (Wahre Fälle 1)

Ein detailreicher und historisch fundierter Blick auf sieben vergessene True-Crime-Fälle von Laura Peters.

Wenn wir an Kriminalfälle des viktorianischen Zeitalters oder des frühen 20. Jahrhunderts denken, haben wir oft das Bild von subtilen Giftmorden im Salon oder den nebligen Gassen von Jack the Ripper vor Augen. Doch Laura Peters widmet sich in „Die Axt im Haus…“ (Wahre Fälle 1) einer weitaus brutaleren, aber eben auch alltäglicheren Realität: Morden, bei denen ein Werkzeug zur Waffe wurde, das damals buchstäblich in jedem Haushalt zu finden war.

⚠️ Triggerwarnung

Obwohl der Klappentext betont, dass es nicht um bloße Sensation geht, ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Die historischen Fälle sind naturgemäß von einer enormen Brutalität geprägt, und die Schilderungen gehen sehr ins Detail. Wer sensibel auf physische Gewalt reagiert, sollte hier bitte Vorsicht walten lassen. Wir bewegen uns hier im tiefsten True Crime.

Worum geht es?

Das Buch beleuchtet sieben historische, teilweise in Vergessenheit geratene Mordfälle aus England und den USA (darunter Schauplätze wie New Orleans und Austin, Texas). Sie alle verbindet die titelgebende Tatwaffe. Neben bekannteren Kriminalfällen, die bis heute Hobbydetektive und die Popkultur beschäftigen, holt die Autorin auch vergessene Tragödien zurück ans Licht und versucht dabei, den Fokus auf die historischen Umstände zu legen.

Mein Eindruck: Anschaulich, brutal und historisch packend

Man merkt dem Buch von der ersten Seite an, dass wir uns im True-Crime-Genre befinden – es ist roh, es ist packend und es ist verdammt nah an den historischen Akten.

Der Klappentext verspricht zwar, dass das Buch die Würde der Opfer achtet (was es durch den Verzicht auf reißerische Effekthascherei auch tut), aber man darf sich nichts vormachen: Die Beschreibungen der Taten sind recht gut, anschaulich und eben sehr detailreich gemacht. Genau das macht das Buch so intensiv. Laura Peters schafft es hervorragend, die paranoide Stimmung der damaligen Bevölkerung greifbar zu machen. Die Vorstellung, dass der Mörder ein Werkzeug nutzt, das jeder im Schuppen stehen hat, verbreitete damals eine ganz eigene, psychologische Lähmung.

Die Mischung aus bekannteren Fällen und völlig neuen Entdeckungen ist gut ausbalanciert. Für Geschichtsinteressierte bietet das Buch zudem einen spannenden Einblick in die damalige, noch in den Kinderschuhen steckende Kriminalistik.

Mein Fazit

Ein handwerklich wirklich gut gemachtes True-Crime-Buch, das durch seine anschauliche Erzählweise besticht. Es ist definitiv keine seichte Urlaubslektüre, sondern eine detailreiche Kriminalchronik für alle, die historische Kriminalfälle abseits der bekannten Mainstream-Pfade suchen.

Meine Bewertung: Anschaulich, ungeschönt und historisch präzise. 

4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹

Hier kannst du „Die Axt im Haus…“ kaufen:

Du möchtest tiefer in die historischen Kriminalfälle eintauchen? Über diese Links kannst du das Buch direkt bestellen und meinen Blog unterstützen (Affiliate-Links):

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Zum Quellenverzeichnis: Klick

Donnerstag, 28. Mai 2026

[Rezension] In einem Zug – Daniel Glattauers feinsinnige Reise durch das Leben

 Ein witziger, schlagfertiger und tiefgründiger Roman, den man am besten genau dort liest, wo er spielt: Im Zug.

Wer an Daniel Glattauer denkt, hat meist sofort die digitalen Wortgefechte aus „Gut gegen Nordwind“ im Kopf. Doch mit „In einem Zug“ schlägt der Autor leisere, klassischere, aber keineswegs weniger faszinierende Töne an. Ein Buch, das mich auf eine ganz unerwartete Weise berührt hat – und das, wie sich herausstellte, den absolut perfekten Leseort verlangt.

Lese-Tipp: Falls ihr meinen ersten Eindruck und meine Gedanken direkt während der Fahrt verpasst habt, hüpft unbedingt noch rüber zu meinem Zwischenpost: Gedanken beim Lesen – Weil Gefühle keine Noten brauchen ✨!

Worum geht es?

Wir begleiten den Autor Eduard Brünhofer auf einer vermeintlich ganz normalen Zugfahrt zu einem Verlagstermin nach München. Doch die Routine wird komplett auf den Kopf gestellt, als er auf Catrin Meyr trifft. Sie gestaltet die gemeinsame Reisezeit völlig anders, als Eduard es je hätte ahnen können. Aus einer flüchtigen Begegnung entwickelt sich ein tiefgehendes Gespräch, das weit über Smalltalk hinausreicht.

Mein Eindruck: Schlagfertig, feinsinnig und bittersüß

Ich habe dieses Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Minute genossen. Glattauers Schreibstil besitzt hier eine wunderschöne Leichtigkeit, die einen mühelos durch die Seiten trägt. Das absolute Herzstück des Romans sind die Dialoge zwischen Eduard und Catrin: Sie sind witzig, teilweise herrlich schlagfertig und einfach ein purer Genuss beim Lesen.

Gleichzeitig schafft es der Roman, neben all dem Wortwitz sehr leise und feinsinnig daherzukommen. Zwischen den Zeilen stecken kluge, nachhaltige Gedanken über die Liebe, das Altern, das Scheitern und das Leben an sich, die mir noch lange im Kopf herumgegangen sind. Man bekommt als Leser einen tiefen, ungeschönten Einblick in Eduards Leben, begreift seine Schwächen und versteht plötzlich, woher seine jahrelange, lähmende Schreibpause rührt.

Mein absoluter Pro-Tipp für euch: Schnappt euch dieses Buch für eure nächste längere Bahnfahrt! Ich habe es genau so gemacht und die Atmosphäre im Zug verschmilzt beim Lesen eins zu eins mit der Geschichte. Das macht das Ganze noch intensiver.

Mein Fazit

Ein wunderbares Buch zum Abschalten und gleichzeitig zum Nachdenken. Es kommt nicht laut oder spektakulär daher, sondern überzeugt durch seine psychologische Tiefe und geschliffene Dialogkunst. Ein echter Glattauer eben, nur im Gewand eines klassischen Romans.

Meine Bewertung: 

Feinsinnig, berührend und voller Wortwitz. 4,5 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹🌿 (eine halbe Rose für das ganz besondere Reisegefühl)


Hier kannst du „In einem Zug“ kaufen:

Du möchtest Eduard und Catrin auf ihrer Reise begleiten? Über diese Links kannst du das Buch direkt bestellen und gleichzeitig meine Arbeit am Blog unterstützen, ohne dass es für dich teurer wird (Affiliate-Links):

Vielen Dank für deine Unterstützung! 🌹

Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich komplett unbeeinflusst – ich schreibe für euch immer ehrlich, direkt und aus tiefstem Leserherzen! 🌹

Ein kleines Dankeschön? Hat dir diese Rezension Lust auf die nächste Zugfahrt gemacht? Wenn du meine Arbeit am Blog unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über eine virtuelle Rose oder einen Kaffee auf Ko-fi! Jede Unterstützung hilft mir, meinen Blog unabhängig und lebendig zu gestalten. Hier geht’s zu meinem Ko-fi Profil ☕✨

Den Quellennachweis findest du hier: LINK

Montag, 4. Mai 2026

Gedanken zum Bloggen: Wenn Sympathie auf Kritik trifft – Der Spagat der Ehrlichkeit ✍️💔

 Wie ehrlich darf (und muss) man sein, wenn man den Autor eigentlich total gerne mag?

Heute möchte ich mal ein wenig „aus dem Nähkästchen“ plaudern. Manchmal fällt es mir unglaublich leicht, eine Rezension zu schreiben. Aber dann gibt es diese Momente, in denen ich vor dem leeren Bildschirm sitze und die Worte einfach nicht fließen wollen. Nicht, weil mir nichts einfällt – sondern weil ich eine fast schon lähmende Angst verspüre.

Der „Sympathie-Konflikt“: Mensch vs. Medium

Es gibt Autoren, die sind einem einfach wahnsinnig sympathisch. Man folgt ihnen vielleicht auf Social Media, schätzt ihren Humor, ihren Einsatz für wichtige Themen oder die herzliche Art, wie sie mit ihrer Community umgehen. Man baut eine Art digitale Freundschaft auf.

Und dann liest man ihr neuestes Werk und merkt: Es zündet nicht. Der Funke springt nicht über, der Spannungsbogen ist flach oder der Schreibstil erreicht einen nicht so, wie man es sich erhofft hat. In meinem Kopf fängt es dann an zu rattern:

  • „Kann ich das wirklich so schreiben, nachdem wir gestern noch so nett gechattet haben?“

  • „Verletze ich den Autor damit persönlich oder zerstöre ich gar eine wertvolle Connection?“

  • „Was, wenn die Kritik auf furchtbaren Boden fällt und ich als 'undankbar' abgestempelt werde?“

Das Schweigen als falscher Ausweg

Oft stellt sich die Frage: Soll ich das Buch dann lieber gar nicht rezensieren? Einfach schweigen, um den Konflikt zu umgehen? Aber auch das fühlt sich falsch an. Ein Blog wie Miss Rose's Bücherwelt lebt von der Vollständigkeit und der authentischen Begleitung meiner Lesereise. Wenn ich nur noch die „sicheren“ Bücher bespreche, verliere ich den Kontakt zu meiner eigenen Meinung.

Ehrlichkeit als höchstes Gut (und als Respekt)

Ich habe für mich beschlossen: Ehrlichkeit ist das Fundament meiner Arbeit. Wenn ich anfange, Lobhudeleien zu verfassen, nur um niemanden zu kränken, verliert mein Urteil seinen Wert – und zwar vor allem für euch, meine Leser. Ihr verlasst euch darauf, dass meine Rosen-Bewertung eine echte Orientierung bietet.

Außerdem glaube ich fest daran: Wahre Wertschätzung verträgt auch Kritik. Eine Rezension ist immer eine Kritik am Werk, niemals an der Person. Ein wunderbarer Mensch kann ein Buch schreiben, das einfach nicht meinen Nerv trifft. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dennoch: Der Kloß im Hals bleibt oft bis zur Veröffentlichung. Er ist das Zeichen dafür, dass mir die Menschen hinter den Geschichten eben nicht egal sind.

Die Angst vor dem „furchtbaren Boden“

Kritik ist ein Angebot zum Dialog. Meine größte Sorge ist dabei nicht die Kritik an sich, sondern dass sie missverstanden wird. Dass sie nicht als fachliches Feedback ankommt, sondern als persönlicher Angriff. Aber genau hier liegt die Grenze der Professionalität: Ich kann nur kontrollieren, wie ich kritisiere (immer respektvoll und begründet), aber nicht, wie es aufgenommen wird.

Wie seht ihr das?

Erwartet ihr von mir die ungeschönte Wahrheit, auch wenn ihr wisst, dass ich den Autor schätze? Ist für euch eine 3-Rosen-Bewertung bei einem „Herzensmenschen“ glaubwürdiger als ein erzwungenes Lob?

Lassen wir uns die Ehrlichkeit bewahren – auch wenn es manchmal verdammt schwerfällt, die „Senden“-Taste zu drücken. 🌹

Ein Herz für ehrliche Worte? ☕🌹 Solche persönlichen Einblicke und die tägliche Arbeit an meinen Rezensionen kosten viel Herzblut. Wenn du meine Unabhängigkeit und meine ehrlichen Worte unterstützen möchtest, freue ich mich riesig über einen virtuellen Kaffee oder eine Rose auf Ko-fi. Deine Unterstützung hilft mir, auch dann den „Senden“-Button zu drücken, wenn es mal schwerfällt!

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Samstag, 2. Mai 2026

Zwischen den Zeilen und hinter den Quellen: Eine neue Ära auf meinem Blog ✨

 

Hallo ihr Lieben,

schön, dass ihr da seid! In letzter Zeit habe ich viel darüber nachgedacht, wie ich meine Leidenschaft für das Lesen mit meinem Studium der Geschichte und Medienforschung noch besser verknüpfen kann.

Ich liebe es, in fiktive Welten abzutauchen, aber ich liebe es genauso sehr, die Strukturen hinter unseren Medien zu verstehen oder tief in staubige Archive zu blicken. Damit ihr auf einen Blick seht, ob ich euch heute ein „Gefühls-Buch“ oder ein „Wissens-Buch“ vorstelle, gibt es ab sofort eine klare Ordnung im Regal:

🏛️ Archivgeflüster: Wenn Geschichte lebendig wird

Als Geschichtsstudentin fasziniert mich nicht nur die nackte Jahreszahl, sondern das Flüstern der Vergangenheit. In der Rubrik Archivgeflüster bespreche ich Fach- und Sachbücher, die uns zeigen, wie die Welt von gestern unser Heute geprägt hat. Hier wird es fundiert, quellennah und manchmal überraschend aktuell.

📱 Schnittstelle: Medium: Wie wir die Welt sehen

Medienforschung klingt trocken? Von wegen! In Schnittstelle: Medium nehme ich Bücher unter die Lupe, die analysieren, wie Fernsehen, Internet oder soziale Netzwerke unser Denken verändern. Hier schlagen wir die Brücke von der Theorie direkt in euren Feed.

📖 Rezensionen: Die Liebe zum Erzählen

Keine Sorge, meine klassischen Rezensionen bleiben! Wenn ich einen Roman lese, der mich zu Tränen rührt oder die ganze Nacht wachhält, erfahrt ihr es hier weiterhin ganz ohne akademische Brille – purer Lesegenuss steht hier im Vordergrund.


Warum ich das mache?

Ich glaube fest daran, dass Wissen kein trockener Frontalunterricht sein muss. Ich möchte euch die „Aha-Momente“ aus meinen Seminaren direkt ins Wohnzimmer liefern. Wissenschaft darf Spaß machen – und genau das ist das Ziel dieser neuen Kapitel.

Unterstütze meine Arbeit ☕

Die Recherche für fundierte Beiträge wie im Archivgeflüster nimmt viel Zeit in Anspruch (und verbraucht Unmengen an Koffein!). Wenn euch meine Analysen gefallen und ihr mir bei der Finanzierung meines Studiums und des Blogs ein wenig unter die Arme greifen wollt, freue ich mich riesig über einen virtuellen Kaffee:

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Meine aktuellen Empfehlungen & Must-Reads

  1. Die ersten Grundbegriffe (Geschichte): Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft: praktisches Nachschlagewerk für Studierende und Geschichtsinteressierte – 19609 (Reclams Universal-Bibliothek) von Stefan Jordan (Herausgeber) – Als Start für jeden, der interessiert ist. 👉 Thalia* / Osiander* / Amazon*

  2. Standardwerk der Medienforschung: Prof. Dr. Kathrin Fahlenbrach: Medien, Geschichte und Wahrnehmung: Eine Einführung in die Mediengeschichte – Ein Augenöffner für alle, die verstehen wollen, wie unsere digitale Welt tickt. 👉 Thalia* / Osiander* / Amazon* 

  3. Zum Abschalten (Achtung: Thriller): G.S. Foster: Mitternachtsmemoiren: Das Tagebuch eines Serienkillers – Meine absolute Leseempfehlung für spannende thrillerhafte Abende. 👉 Thalia* / Osiander* / Amazon* (-> kostenfrei auf KU)


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Hinter den Kulissen: Technik & Kreativität 🎨 Übrigens: Der neue Header dieses Blogs wurde mit Unterstützung von Ideogram erstellt. Ich finde es faszinierend, wie KI uns dabei helfen kann, abstrakte Themen wie Geschichte und Medien visuell greifbar zu machen. Falls ihr euch für die Technik dahinter interessiert, fragt mich gerne in den Kommentaren!

Welche der neuen Rubriken klingt für euch am spannendsten? Schreibt es mir unten in die Kommentare!

Mittwoch, 29. April 2026

[Kurz-Rezension] Lukas Friedmann - Tote reisen nicht mit Gepäck: Sylt Krimi (Das Watt lügt nicht 1)

Beschreibung:
Ein Tourist wird tot im Watt gefunden – ohne Papiere, ohne Handy, ohne Identität. Niemand vermisst ihn. Niemand kennt ihn. Und niemand im Dorf redet.

Kriminalkommissarin Mara Sievers ist gerade erst in Keitum-Nordring angekommen, als der erste Fall sie einholt. Was als rätselhafter Fund beginnt, führt sie tiefer in die Vergangenheit eines Dorfes, das seine Wahrheit um jeden Preis schützen will.

»Tote reisen nicht mit Gepäck« – Band 1 der Serie »Das Watt lügt nicht«.

Details:
ASIN: ‎B0GX3RX6Y9
Erscheinungstermin: ‎20. April 2026
Sprache: ‎Deutsch
Dateigröße: ‎363 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎37 Seiten
Buch 1 von 4: ‎Das Watt lügt nicht
Kaufen?

Eigene Meinung:

Sand, Meer und ein Watt-Rätsel: Solide Krimi-Kost für Inselfans.

Manchmal braucht der Kopf nach anspruchsvollen Texten einfach eine frische Meeresbrise. „Tote reisen nicht mit Gepäck“ ist der Auftakt der „Das Watt lügt nicht“-Reihe und bringt uns direkt nach Sylt.

Mein Eindruck: Nett für zwischendurch, aber ohne Tiefgang

Es ist ein klassischer Regionalkrimi, der vor allem durch sein Inselflair punktet. Wer Sylt liebt, wird sich in den Beschreibungen der Dünen und des Watts sofort wohlfühlen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, allerdings auch recht schlicht gehalten – es ist keine literarische Besonderheit, sondern eher eine solide „Strandlektüre“.

Mein Hauptkritikpunkt ist der Spannungsbogen, der für meinen Geschmack etwas zu flach verlief. Die Ermittlungen plätschern zeitweise so ruhig dahin wie die Nordsee bei Ebbe. Für zwischendurch ist das Buch absolut in Ordnung, aber der große „Mitreiß-Effekt“ fehlte mir leider.

Mein Fazit

Ein netter Krimi-Auftakt für alle, die das Sylt-Gefühl suchen und keine allzu komplexe oder nervenaufreibende Story erwarten. Perfekt als leichte Kost für die Bahnfahrt oder den Liegestuhl.

Meine Bewertung: Ein solider Krimi mit viel Lokalkolorit, aber noch Luft nach oben beim Spannungsaufbau. 

3 von 5 Rosen 🌹🌹🌹

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Hintergrund & Quellen zu diesem Post: Link zum Archiv

Donnerstag, 23. April 2026

Welttag des Buches – Wenn Worte wandern und Brücken bauen 🌹📚

 

Heute ist Welttag des Buches. Ein Tag, der in meinem Kalender rot angestrichen ist – nicht nur als Geschichtsstudentin, sondern als jemand, für den Bücher lebendige Zeitkapseln sind.

Bücher sind für mich weit mehr als nur Papier. Sie sind Brücken. Oft denken wir, Lesen sei eine einsame Angelegenheit. Aber für mich beginnt die eigentliche Magie nach dem Zuschlagen des Deckels. Ein Buch kann Gespräche auslösen, neue Perspektiven eröffnen und – wie ich gerade selbst erleben darf – die Basis für einen wunderbaren, fachlichen Austausch und neue inspirierende Kontakte bilden. Es ist dieses Gefühl, wenn eine Seite die nächste Tür öffnet.

Doch damit diese Brücken bestehen bleiben, müssen wir die Worte am Leben erhalten. Deshalb bin ich eine leidenschaftliche Verfechterin des nachhaltigen Lesens. ♻️📖

Ein Buch ist für mich niemals ‚fertig‘ gelesen. Es verdient ein zweites, drittes oder zehntes Leben. Ein gebrauchtes Buch zu lesen, hat eine ganz eigene Magie – die Spuren derer, die vor uns darin gelesen haben, machen es erst zu einem echten Schatz. Ein Buch weiterzugeben oder bewusst gebraucht zu kaufen, ist für mich ein Akt der Wertschätzung: gegenüber unserer Umwelt, dem Geist des Autors und der Geschichte selbst.

Bücher verbinden uns nicht nur mit dem Wissen der Vergangenheit, sondern auch untereinander im Hier und Jetzt. Sie wandern von Hand zu Hand und lassen aus Theorie lebendige Kultur entstehen.

In diesem Sinne: Gebt euren Büchern eine Stimme. Schenkt ihnen eine neue Reise. 😉

Welches Buch in eurem Regal hat schon die weiteste Reise hinter sich oder hat für euch eine ganz besondere Tür geöffnet? Verratet es mir! ✨📖

📚 Quellen & Nachhaltigkeits-Tipps

Inspiration & Methodik:

  • Hintergrund: Basierend auf den aktuellen Diskursen zum Welttag des Buches (23. April) und den Inhalten meines Seminars „Quellenarbeitskompetenz“.

  • Kultur-Check: Einflüsse aus der Musikgeschichte der DDR (Primärliteratur von Prof. Michael Rauhut).

Nachhaltig Lesen & Stöbern:

Bildnachweis:
  • Motiv: Modernes Buch-Flatlay zum Welttag des Buches.

  • Erstellt mit: Ideogram AI (Prompt-Design by Katja Ertelt).

Montag, 20. April 2026

Gedanken beim Lesen: Ein Fundstück mit Ecken und Kanten

 

Manchmal finden Bücher uns, nicht umgekehrt. Mein aktueller Begleiter für die Mittagspausen an der Uni ist genau so ein Fall: „Lust am Denken“, eine Anthologie aus dem Piper Verlag* (Ausgabe 2011). Gefunden habe ich es ganz unspektakulär auf einem Briefkasten im Nachbarhaus – einer dieser Orte, an denen ausrangierte Schätze auf ein zweites Leben warten.

Was ist eigentlich eine Anthologie?

Für alle, die mit dem Begriff nicht täglich jonglieren: Eine Anthologie ist im Grunde ein literarisches Buffet. Es ist eine Sammlung ausgewählter Texte oder Auszüge verschiedener Autoren zu einem bestimmten Thema oder einer Epoche. Man liest sich nicht chronologisch durch eine Handlung, sondern springt von Gedanke zu Gedanke.

Die Mittagspause als Denk-Raum

Dieses Format passt perfekt zu meinem Uni-Alltag. In der Hektik zwischen Vorlesungen und Mensa gönne ich mir mit diesem Buch kleine Inseln der Reflexion. Doch ich muss gestehen: Der Anfang war holprig. Als ich beim Durchblättern auf einen Beitrag von Friedrich Merz (aus dem Jahr 2008) stieß, war mein erster Impuls, das Buch direkt wieder zurück auf den Briefkasten zu legen. Im Vergleich zu den anderen intellektuellen Schwergewichten im Buch wirkt sein Text für mich fast schon blass und fachlich fragwürdig.

Doch das ist wohl das Wesen einer solchen Sammlung: Man muss sich an manchen Texten reiben, um den Glanz anderer erst richtig schätzen zu können.

Zeitlose Wucht und bittere Realität

Und dieser Glanz kam prompt. Besonders zwei Beiträge haben mich in dieser Woche völlig in ihren Bann gezogen:

  • Rolf Dahrendorf (1965): Sein Text über die Rolle des „Fremden“ in der Gesellschaft ist ein absolutes Glanzstück. Er wirft einen so ungeschönten, ehrlichen Blick auf die Realität, dass es fast wehtut.

  • Historische Tiefe: Die Analyse von Primor und von Korff zur Dekonstruktion des „Rothschild-Mythos“ und der Figur des „geldgierigen Juden“ ist erschreckend aktuell.

Was mich am meisten bewegt hat, ist die thematische Wucht, mit der hier Brücken geschlagen werden – von der Entmenschlichung in Auschwitz bis hin zur sozialen Ausgrenzung in der frühen Bundesrepublik. Es sind Texte, die man nicht einfach „wegliest“. Sie bleiben im Hals stecken, sie fordern heraus.

Der Wegesrand: Vom Briefkasten in den Kopf

Es hat etwas fast schon Rebellisches, in der Mittagspause, während um einen herum über Klausuren oder das Wetter geplaudert wird, über die soziologischen Abgründe unserer Geschichte zu lesen. Dass dieses Buch durch einen puren Zufall auf einem Briefkasten bei mir landete, zeigt mir mal wieder: Wissen und Denkanstöße sind überall – man muss sie nur aufheben.

Auch wenn nicht jeder Beitrag in dieser Anthologie meinen Beifall findet, so hat das Buch doch genau das geschafft, was der Titel verspricht: Die Lust am Denken zu wecken, auch wenn das Denken manchmal wehtut.


Quellen & Support:

  • Herausgeber/Verlag: Piper Verlag* (Ausgabe 2011)

  • Nachhaltig lesen: Solche Anthologien sind Klassiker auf dem Gebrauchtmarkt. Schaut doch mal bei Medimops* oder Rebuy* vorbei – oder haltet die Augen offen, was bei euch in der Nachbarschaft auf den Briefkästen liegt! ♻️

  • Support: Wenn euch dieser Ausflug in meine Uni-Mittagspause gefallen hat, spendiert mir gerne eine virtuelle Rose bei Ko-fi Page 🌹

Fotonachweis:

  • Header-Bild: Erstellt mit Ideogram AI nach meinen Prompts. © Katja Ertelt

  • Foto „Lust am Denken“: Privataufnahme aus meiner Mittagspause. © Katja Ertelt

Dienstag, 31. März 2026

[Rezension] How to Love a Rockstar von Keira Flanagan

Beschreibung:
"Im Blitzlichtgewitter sieht die Welt auf einmal ganz anders aus"

Das muss auch Josy erfahren, deren Leben auf einmal Kopf steht, nachdem Cedric, der Leadsänger der Lonely Lions, Irlands angesagtester Band, sie vor laufenden Kameras geküsst hat. Nun denkt die ganze Welt, dass sie seine Freundin ist - eine Lüge, die Cedric gerne aufrechterhalten würde, denn er ist den Presserummel um sein Privat- und Liebesleben gründlich leid! Er will endlich Zeit haben, sich voll auf seine Musik zu konzentrieren. Nur so kann er vergessen, was er zurückgelassen hat, um dahin zu kommen, wo er jetzt ist. Also schlägt er Josy vor, noch eine Weile länger seine Freundin zu spielen. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr verschwimmen die Grenzen von Spiel und Wirklichkeit ...

Details:
ASIN: ‎B084D5BQZ4
Herausgeber: ‎LYX.digital
Erscheinungstermin: ‎1. April 2020
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Dateigröße: ‎2.8 MB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎337 Seiten
ISBN-13: ‎978-3736313170
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Eigene Meinung:

Zwischen Dubliner Pubs und Blitzlichtgewitter: Ein romantischer Blick hinter die Kulissen.

Wer träumt nicht manchmal davon, von seinem Idol im Blitzlichtgewitter geküsst zu werden? In „How to Love a Rockstar“ von Keira Flanagan wird dieser Traum für die Protagonistin Jolene – genannt Josy – zur (unfreiwilligen) Realität – mit all den chaotischen Folgen, die das Berühmtsein so mit sich bringt.

Worum geht es?

Josys Leben steht Kopf, nachdem Cedric, der charmante Leadsänger der irischen Band Lonely Lions, sie vor laufenden Kameras geküsst hat. Plötzlich hält die ganze Welt sie für seine neue Freundin. Cedric schlägt ihr einen Deal vor: Sie sollen das Spiel noch eine Weile weiterspielen, um den Presserummel zu beruhigen. Doch während sie die perfekten Verliebten mimen, beginnen die Grenzen zwischen Schein und Sein zu verschwimmen...

Mein Eindruck: Nerd-Girl trifft Rockstar

Was mir an der Charakterzeichnung besonders gut gefallen hat: Jolene ist kein typisches "Fangirl". Sie ist ein ganz normales, nerdiges Mädchen, das Informatik studiert und sich ihren Lebensunterhalt nebenbei mit einem Job in einem Hotel verdient. Dieser bodenständige Hintergrund macht sie extrem sympathisch und bildet einen tollen Kontrast zu Cedrics Welt.

Auch die wunderschöne Bildsprache hat mich positiv überrascht. Keira Flanagan versteht es meisterhaft, die Atmosphäre von Dublin und Irland einzufangen. Die Beschreibungen der Schauplätze sind so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch die irischen Straßen zu spazieren.

Wo es an Tiefe fehlt

Trotz der sympathischen Hauptfigur muss ich sagen, dass die Nebencharaktere leider recht blass bleiben. Hier fehlte mir deutlich die Tiefe, um wirklich in die gesamte Welt der Band einzutauchen.

Zudem merkt man dem Buch an, dass es sich primär an eine jüngere Zielgruppe richtet. Besonders irritiert hat mich hier die offizielle Altersempfehlung ab 16 Jahren. Wenn ich ehrlich bin, kann ich dafür wenig Verständnis aufbringen, da diese Einstufung der Leichtigkeit und dem eher sanften, fluffigen Ton des Buches völlig entgegensteht. Für mich ist es eher ein klassischer „Young Adult“-Titel, der auch deutlich jüngere Leserinnen ansprechen würde.

Mein Rat: Geht nicht mit zu hohen Erwartungen an die Geschichte heran. Es ist ein netter Roman für zwischendurch, der aber thematisch eher an der Oberfläche kratzt.


Mein Fazit

„How to Love a Rockstar“ ist ein süßer Roman mit viel Herz und einer tollen Kulisse, der aber leider einiges an Potenzial liegen lässt. Ein schönes Buch zum Abschalten, wenn man eine sympathische, nerdige Protagonistin mag, aber keine allzu komplexen Nebenfiguren erwartet.

Meine Bewertung: 

Ein netter Irland-Trip für zwischendurch, aber mit Schwächen in der Tiefe und einer fragwürdigen Altersempfehlung. 

3 von 5 Rosen 🌹🌹🌹


Transparenz-Hinweis: Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom LYX Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst – ich schreibe hier immer ehrlich und direkt für euch! 🌹

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Dienstag, 24. März 2026

Der Messe-Blues kommt und deswegen hier meine Lesungen vom Donnerstag auf der LBM

Während die Beine langsam aufhören zu glühen, schleicht er sich an: der Messe-Blues. 🌧️✨ Um dem ein bisschen entgegenzuwirken, tauche ich direkt wieder in meine Notizen ein. Mein Donnerstag in Leipzig war ein absoluter Fach-Marathon – genau so, wie ich es liebe. Hier sind meine persönlichen Highlights aus den Lesungen:

1. Anke Engelmann – „Blender“ 📚🤔

Beschreibung: In „Blender“ geht es um Fragen von Identität, Schein und Sein und die subtilen Täuschungen im menschlichen Miteinander. Die Autorin beleuchtet, wie Fassaden aufgebaut werden und was passiert, wenn diese Risse bekommen.

Mein Eindruck: Ich muss ehrlich sagen: Die Lesung hat mich etwas verwirrt zurückgelassen. Normalerweise lasse ich mich schnell von Geschichten einfangen, aber hier wollte der Funke nicht recht überspringen. Ich fand einfach keinen richtigen Zugang zum Erzählstil – kennt ihr das, wenn ein Thema eigentlich spannend klingt, man aber in der Präsentation den Faden verliert?

2. Sebastian Lindner – „Hoheneck: Die Geschichte des zentralen Frauengefängnisses der DDR“ 🏛️⚖️

Beschreibung: Hoheneck war eines der berüchtigtsten Gefängnisse in der DDR. Zwischen 1950 und 1989 waren hier 24.000 Frauen inhaftiert – 8.000 von ihnen aus politischen Gründen. Das Buch enthüllt beklemmende Einblicke in das Zusammenspiel von Wachpersonal, Anstaltsleitung und Staatssicherheit.

Mein Eindruck: Ganz anders sah es bei der Vorstellung von Sebastian Lindner aus. Wer mich kennt, weiß, dass mich die Aufarbeitung der SED-Diktatur nicht nur privat, sondern vor allem auf fachlicher Ebene brennend interessiert. Und diese Buchvorstellung war schlichtweg der Hammer! Zu hören, wie viel akribische Arbeit in diesem Werk steckt – die Unmengen an gesichteten Akten, die unzähligen Gespräche mit Zeitzeuginnen –, war tief beeindruckend. Für jemanden, der sich täglich mit der Archivierung von Geschichte befasst, ist es faszinierend zu sehen, wie aus trockenen Dokumenten eine so lebendige und wichtige Dokumentation entsteht. Ein absolutes Muss für mein Archiv und mein Fachgebiet!


Ein Blick über den Tellerrand: Der Krimi-Talk

Beschreibung: Ein moderiertes Gespräch über die Kunst des Spannungsaufbaus. Margarete von Schwarzkopf (Journalistin und Expertin) im Dialog mit Bestseller-Autorin Romy Fölck über deren atmosphärische Krimis und die Psychologie hinter den Verbrechen.

Mein Eindruck: Ein toller Blick über den Tellerrand! Es war zwar keine klassische Lesung, aber gerade der Dialog war unglaublich fesselnd. Margarete von Schwarzkopf versteht es einfach meisterhaft, die richtigen Fragen zu stellen, und Romy Fölck gab spannende Einblicke in ihre Arbeit. Professionell, unterhaltsam und inspirierend – auch wenn mein Archiv-Fokus meist woanders liegt.

4. Jörg Pfeifer – „SOKO Brücke: Der Frauenmörder von Leipzig“ 🚔🏙️

Beschreibung: Ein True-Crime-Fall mit direktem Regionalbezug. Jörg Pfeifer rekonstruiert die Ermittlungen zu einem spektakulären Kriminalfall in Leipzig und gibt Einblicke in die Arbeit der Sonderkommission.

Mein Eindruck: Das war für mich eine der fesselndsten Lesungen des Tages. Da der Fall einen direkten Bezug zu Leipzig hat, war die Atmosphäre im Publikum fast greifbar. Die Details wurden so spannend vorgetragen, dass man gar nicht anders konnte, als gebannt zuzuhören. Für Fans von authentischer Kriminalgeschichte ein absolutes Muss.

5. Geralf Pochop & Alexandra Schlagowski – „Tanz auf dem Vulkan: Widerständige Punk-Frauen in der DDR“ 🎸🔥

Beschreibung: Dieses Buch rückt eine oft übersehene Gruppe der DDR-Subkultur ins Rampenlicht: die Frauen in der Punk-Szene. Es dokumentiert ihren Mut, ihren Eigensinn und den täglichen Kampf gegen die Konformität und die Überwachung durch den Staat.

Mein Eindruck: Mein absolutes Highlight des Tages! Es war fast schon bezeichnend, dass sich der rote Faden der DDR-Geschichte durch meinen gesamten Donnerstag zog. Diese Subkultur ist für mich wahnsinnig spannend – und die Lesung war etwas ganz Besonderes, weil zwei der Frauen selbst dabei waren. Zu hören, wie sie sich damals als Punkerinnen gefühlt haben und wie sie ihren Alltag in der DDR gestalteten, war unglaublich bewegend. Solche persönlichen Einblicke sind für mein Archiv Gold wert und machen Geschichte erst wirklich greifbar. Ein tief beeindruckender Abschluss!

6. Audible-Vorstellung: Sebastian Fitzek, Annika Strauss & Dennenesch Zoudé 🎧🎙️

Beschreibung: Deutschlands Psychothriller-König Sebastian Fitzek und die Autorin Annika Strauss gaben Einblicke in ihre neuesten Projekte, allen voran das immersive Hörbuch-Erlebnis „REM“. Flankiert wurde die Präsentation von Einblicken in weitere aktuelle Audible-Original-Produktionen. Die gesamte Veranstaltung wurde charmant und hochprofessionell von der Schauspielerin Dennenesch Zoudé moderiert.

Mein Eindruck: Ich bin ehrlich: Privat höre ich eher wenig Hörbücher, da für mich das haptische Lesen im Vordergrund steht. Aber dieser Termin war ein extrem spannender Blick hinter die Kulissen der Audioproduktion. Zu sehen, wie viel Technik und stimmliche Präzision in Projekten wie „REM“ steckt, war faszinierend. Besonders die Moderation von Dennenesch Zoudé hat der Vorstellung einen tollen Rahmen gegeben. Auch wenn ich kein klassischer Hörbuch-Fan bin, war es toll, die Profis einmal live über ihr Handwerk und die Zukunft des Erzählens sprechen zu hören.

Fazit: Ein Donnerstag voller Kontraste und Erkenntnisse 📚✨

Was für ein Auftakt! Wenn ich auf diesen ersten Messetag zurückblicke, bin ich selbst überrascht, wie breit gefächert mein Programm war. Von der fast schon schmerzhaften, akribischen Aufarbeitung der DDR-Geschichte in Hoheneck bis hin zur glitzernden, hochmodernen Welt der Audible-Produktionen mit Sebastian Fitzek und Dennenesch Zoudé – die LBM 2026 hat mal wieder bewiesen, dass sie weit mehr ist als nur eine Bücherschau.

Besonders hängengeblieben ist bei mir die Erkenntnis, dass Geschichte dann am stärksten ist, wenn sie ein Gesicht bekommt. Die Punk-Frauen aus „Tanz auf dem Vulkan“ leibhaftig zu erleben, hat mir gezeigt, warum ich meine Archiv-Arbeit so liebe. Es geht nicht nur um Papier und Daten, sondern um das Bewahren von Lebensgefühlen und Widerstand. Auch wenn mich nicht jede Lesung (hallo, „Blender“...) sofort abgeholt hat, war gerade diese Vielfalt der Motor für meinen Messe-Donnerstag. Ich nehme unglaublich viel fachlichen Input für mein Studium und mein Projekt mit nach Hause – und der Messe-Blues? Der muss bei so viel Inspiration erst mal noch ein bisschen warten. 😉


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Montag, 16. März 2026

[Rezension] Leanne Hall - Die Nacht von Shyness

Beschreibung:
Am Stadtrand von Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht und die Grenzen vor merkwürdiger Energie knistern, trifft Wolfboy im Diabetic Hotel ein seltsames Mädchen. Sein Name ist Wildgirl und es erklärt Wolfboy zum Fremdenführer für eine Nacht. Auf ihrer Tour durch Shyness kommen sie den Gangs der zuckerabhängigen Kids in die Quere. Ein waghalsiges Abenteuer beginnt, in dem Wolfboy und Wildgirl nicht nur verrückten Affen, ewigen Träumern, Döner verkaufenden Wahrsagerinnen und teuflischen Psychiatern begegnen, sondern auch der ganz, ganz großen Liebe – denn eine Nacht ist lang genug, um zwei Leben für immer zu verändern.

Details:
Herausgeber: ‎Aufbau Verlag
Erscheinungstermin: ‎12. März 2012
Auflage: ‎1.
Sprache: ‎Deutsch
Übersetzerin: Anna-Christin Kramer
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎289 Seiten
ISBN-10: ‎3351041543
ISBN-13: ‎978-3351041540
Lesealter: ‎12–15 Jahre
Originaltitel: ‎This is Shyness
Kaufen? 

Eigene Meinung:

Ein besonderes Cover und eine ungewöhnliche Welt: Warum mich dieses Abenteuer trotzdem ratlos und mit vielen Fragen zurücklässt.

Manchmal ist es ein einziges Bild, das unsere Neugier weckt. Bei „Die Nacht von Shyness“ von Leanne Hall war es das Cover, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Es ist außergewöhnlich, ästhetisch und verspricht eine Geschichte, die „anders“ ist. Da ich Bücher liebe, die aus der Reihe tanzen, war meine Vorfreude groß – doch leider folgte auf den optischen Hochgenuss eine literarische Ernüchterung.

Worum geht es?

Das Buch ist für Jugendliche ab etwa 11 Jahren geschrieben und dementsprechend ist der Schreibstil recht einfach und zugänglich gehalten. Die Geschichte lebt von der abwechselnden Erzählweise der beiden Protagonisten: der 17-jährigen Wildgirl und dem 19-jährigen Wolfboy.

Die beiden treffen unter höchst ungewöhnlichen Umständen aufeinander und gemeinsam begeben wir uns mit ihnen auf ein nächtliches Abenteuer in einer Welt, die mit einem feinen Hauch von Fantasy überzogen ist. Auch eine zarte Liebesgeschichte bahnt sich zwischen den beiden an, doch diese kommt nur sehr schwer in Gang und kann das Ruder leider nicht herumreißen.

Ein Abenteuer ohne Kompass und Spannungsbogen

Doch hier liegt das Problem: Während wir mit den beiden durch die Nacht streifen, stellte sich bei mir immer mehr ein Gefühl der Orientierungslosigkeit ein. Die Handlung wirkt leider sehr zusammenhanglos und zusammengewürfelt. Anstatt einer fließenden Geschichte glich das Lesen eher dem Versuch, wahllos hingeworfene Fragmente zu einem Bild zusammenzufügen.

Besonders kritisch empfand ich den Spannungsbogen, der sich leider nicht über das komplette Buch ziehen kann. Zur Mitte hin flacht die Geschichte merklich ab, und auch der Stil wirkt zum Ende hin immer dünner. Was mich jedoch am meisten enttäuscht hat, ist das Finale: Ich blieb mit so vielen offenen Fragen im Kopf zurück, dass das gesamte Leseerlebnis im Nachhinein noch schlechter wegkommt. Ich hatte mich für dieses Buch entschieden, weil es so anders wirkte – am Ende fühlte es sich leider weniger nach Magie und mehr nach einem anstrengenden „Wortwirrwarr“ an.

Mein Fazit

Ein optisches Schmuckstück mit einem spannenden Erzählansatz, dem es aber massiv an Struktur, einem roten Faden und vor allem an Antworten fehlt. Wer eine durchdachte Fantasy-Welt sucht, wird hier leider mit zu vielen Fragezeichen allein gelassen.

Meine Bewertung: 

Schöne Hülle, verwirrender Kern und ein Ende, das zu viele Fragen offen lässt. 

2 von 5 Rosen 🌹🌹


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Hintergrund & Quellen zu diesem Post: Link zum Archiv