Sonntag, 13. April 2014

Kim Thúy - Der Geschmack der Sehnsucht

 
 Beschreibung auf dem Buchrücken: 
Kim Thúys berührender Exilroman erzählt von der Kunst des Kochens und einer geheimen Liebe, von der Sehnushct, in der Fremde eine Heimat zu finden.

Klappentext:
 In den Wirren des vietnamesischen Bürgerkriegs wird ein junges Mädchen weitergereicht; erst bei der dritten »Mutter«, einer Lehrerin, findet Mãn ein Zuhause. Doch dann entscheidet sich auch die neue Mutter, sie in die Ferne zu schicken: in eine arrangierte Ehe mit einem älteren Mann, der nach Kanada ausgewandert ist. Zuerst nimmt die junge Frau die neue Heimat nur durch die Luke der kleinen Suppenküche wahr, die dem ungleichen Paar den Lebensunterhalt sichert. Doch dann besinnt sie sich auf ein Vermächtnis, das ihr die Mutter mitgegeben hat: die Kunst des Kochens, die Sprache der Gewürze, die zugleich die der Sehnsucht ist und in der jedes Kraut, jede Zutat eine besondere Bedeutung hat, eine Geschichte erzählt. 
Bald werden sie und ihre Kunst entdeckt und mit dem Erfolg entdeckt sie sich selbst, findet eine neue Sprache, in der auch Wünsche und Sehnsüchte zu Wort kommen dürfen. Bis sie schließlich einem anderen »Fremden« begegnet und eine so überraschende wie unbedingte Liebe ihr die Möglichkeit eines neuen Lebens aufzeigt. 
In Kim Thúys berührendem Exilroman verbindet sich der Duft der Gewürze mit der Sehnsucht nach einem Leben, das die Möglichkeit der Liebe einschließt.

Details:
Gebundene Ausgabe: 143 Seiten
Verlag: Kunstmann, A; Auflage: 3 (26. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3888979285
ISBN-13: 978-3888979286
Originaltitel: Mãn
Größe: 19,4 x 12,6 x 1,8 cm 
Eigene Meinung:
 Zunächt erst einemal ein großes Dankeschön an das liebe Team des Antje Kunstmann Verlags für die Zusendung des Rezensionsexemplares. 

Eigentlich wirkt das Buch von Kim Thùy recht unscheinbar, aber in den Seiten des Buches schlummert ein Roman, der von einer Sehnsucht nach der Heimat, der Liebe zum Kochen und einer heimlichen Liebe erzählt, die einen in den Bahn zieht und von der man als Leser nicht mehr loskommt. 
Mãn, die in diesem Buch erst in Vietnam nach der Tradition von "Mutter" zu "Mutter" gereicht wird und später durch eine arrangierte Ehe nach Kanada kommt, ist eine junge Frau, die eigentlich heimatlos ist. Sie versucht sich an die Umstände anzupassen, aber es wird nie eine wirkliche Heimnat für sie. 
Doch sie hat eine große Gabe, sie kann kochen und schafft sich und ihrem Mann so eine Existenz in Form eines Restaurants, das sehr gut läuft, weil sie ihre Kochkünste anweden kann. 
Doch sie lebt erst richtig auf, als sie erfährt, was Liebe bedeutet und wie man Beziehungen zu seine Mitmenschen eingeht. 
Man wechselt immer mal wieder zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, aber diesen Wechseln kann man gut folgen, weil ganz klar abgegrent wird, wo man sich gerade befindet. Somit fällt es dem Leser leicht, der Handlung zu folgen. 

Besonders schön fand ich die Gestaltung der Buchseiten. In jedem Abschnitt wird ein wichtiges Wort des Abschnittes in vietnamesisch übersetzt, so lernt man auch die Sprache etwas kennen. Eine sehr schöne Idee, die mir sehr gefallen hat.
Die sprachliche Gestaltung des Buches ist einfach, aber sehr passend.
Mich hat nach der ersten Seite schon der Schreibstil gefangen genommen, man kommt einfach nicht mehr von ihm los. Der Schreibstil ist an sich nichts aufregendes, aber er strahlt eine Ruhe und auch eine gewisse Art von Romanik aus, die beim Lesen immer wieder hervorkommt. Man erwartet das bei der Aufmachung des Buches eigentlich nicht.  Kim Thùy zeichnet mit Worten Bilder und gerade das fesselt einen. Trotzdem geht diesen Bilder die Melancholie nicht verloren, die manchmal auch als eine Art Trostlosigkeit erscheint.
Fazit:
Ein besonderes Buch, nicht nur über das Leben, die Liebe und das Kochen, sondern auch über das Finden von Glück in einfachen Verhältnissen. Aber gleichzeitg ist es auch ein Buch über die Sehnsucht nach der Heimat, die man vielleicht nicht mehr wiederfindet, aber trotzdem nicht vergisst.
Dafür gibt es 5 Rosen:
Besonderen Dank an den Antje Kunstmann Verlag für das Rezensionsexemplar.
http://www.kunstmann.de/

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